Die Bibliothek des Jesuitenkollegs basierte auf den reichen, hinterlassenen Büchersammlungen der beiden lutherischen Freiherren Tschernembl und Ungnad, die während der Gegenreformation fliehen mussten und im Jahr 1622 den Jesuiten geschenkt wurden. Die Sammlung wurde regelmäßig durch Schenkungen und Ankäufe bereichert. So erhielt die Bibliothek im Jahr 1638 die Bücher des verstorbenen Pfarrers von Pucking, Dr. Thomas Scholz, und ein Vermächtnis im Wert von 400 Gulden. Im Jahr 1681 vermachte der Jesuitenkardinal Johann Eberhard Graf Neidhard, der einst als Magister in Linz gelehrt hatte, seine reiche Bibliothek dem Linzer Kolleg.
Von den jesuitischen Einrichtungen erhielten das Ignatius-Seminar und das Nordische Kolleg mit der Zeit auch eigene Bibliotheken, und auch die Kongregationen verfügten über eigene Hausbibliotheken.
Im Jahr 1760 ließ der Rektor des Kollegs, Jakob Focky, einen neuen Bibliotheksraum einrichten, der mit Deckenfresken von Bartolomeo Altomonte geschmückt war.
Nach 1773 bildete die Jesuitenbibliothek den Grundstock der Linzer Stadtbibliothek.
Gebäude
Bibliothek
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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