Der Kreuzweg existierte bereits 1608, bis 1654/1656 wurden Kreuzwegstationen gebaut, dann wurde die Straße (am Kalvarienberg) gepflastert. Die Kalvarienbergkapelle erbaute man zwischen 1651 und 1654 auf Initiative des Jesuitenpaters Philibert Boccabella. 1657 stand am Fuße des Kalvarienbergs bereits die Maria-Thal-Kapelle. In den nächsten Jahren (1659–1660) wurde auch eine Heiliges-Grab-Kapelle neben der Kalvarienbergkapelle gebaut. Im Jahr 1714 hat man neben der fünften Station eine Kapelle zur Heiliegen Stiege errichtet, deren Grundstein Christoph Wilhelm Graf von Thürheim legte (diese Kapelle existiert nicht mehr). Die Stationen, die zum Kalvarienberg führten, wurden 1789 weitgehend entfernt.
Die von den Jesuiten geleiteten Kongregationen, vor allen die Bürgerkongregation und die Agonia-Sodalität, spielten eine Schlüsselrolle bei der Pflege und Nutzung des Kreuzweges und des Kalvarienberges. Der Präses der Todesangst-Sodalität wird in den jesuitischen Jahreskatalogen meist als auch „curator Montis Calvariae“ genannt. Um die Verehrung des Kreuzweges zu fördern, gaben die Jesuiten mehrere deutschsprachige Kreuzwegbüchlein in Linz heraus (1690, 1740 von Christoph Breuer). Ab Mitte des 17. Jahrhunderts, vor allem in der Fastenzeit, zogen Hunderte von Gläubigen in Bußprozessionen mit Kreuzen zum Kalvarienberg, und die Mitglieder der Kongregation nahmen in organisierter Form daran teil. Im Jahr 1662 z.B. marschierten 1.200 Mitglieder der Agonia-Sodalität mit Kreuzen zum Kalvarienberg.
Gebäude
Kreuzweg und Kalvarienberg
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
Alle Rechte vorbehalten! / Minden jog fenntartva! © Kádár, Zsófia

