Die Jesuitenmission unterhielt in den 1630er Jahren eine Schule, die nach 1649 schon stabil war und ab 1653 sechs Klassen umfasste, zunächst mit drei, ab 1656 mit vier und ab 1659 mit fünf Lehrern (bis 1671). Danach wurde der Lehrkörper angesichts der Kriegsgefahr und der Pest auf drei Lehrer reduziert. Von 1682 bis 1686 wurde der Unterricht während der Invasion von Imre Thököly unterbrochen und dann wieder aufgenommen. Um 1700 erreichte die Schülerzahl des Gymnasiums und der Akademie zusammen 450–500 pro Jahr. Zwischen 1705 und 1711 zählte das Gymnasium trotz der von Ferenc Rákóczi II. auferlegten Beschränkungen durchschnittlich 212 Schüler pro Jahr, was auf eine starke lokale Bildungsnachfrage hinweist.
Aus den Matrikeln des Gymnasiums geht hervor, dass es nach 1710 jährlich durchschnittlich 255 Schüler gab. In der Regel setzten mehr als 50–60% der Absolventen des Gymnasiums ihr Studium an der Kaschauer Universität fort, was auf eine sehr enge Beziehung zwischen den beiden Einrichtungen hinweist. Aus vereinzelten Daten geht hervor, dass das Gymnasium hauptsächlich Schüler aus der Region, d. h. aus Oberungarn, anzog und dass viele Schüler in der Stadt Kaschau wohnten. Laut dem Album der „größeren” Studentenkongregation fand die schulübergreifende Mobilität der Kaschauer Gymnasiasten hauptsächlich in Richtung anderer Jesuitenschulen in der Region statt: den Jesuitengymnasien von Eperies, Leutschau, Ungwar, Gyöngyös und Erlau.
Gebäude
Gymnasium
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
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