Das adelige Konvikt wurde 1624 von Erzbischof Pázmány gegründet, war aber nicht durchgehend in Gebrauch. Ab 1641 war es in dem Gebäude untergebracht, das ihm der Erzbischof von Kalocsa, János Telegdy geschenkt hatte. Nach mehreren Unterbrechungen wurde es 1711 wiedereröffnet. Im Auftrag von Maria Theresia wurde für das Konvikt ein geräumiges Barockgebäude errichtet (1747–1754). Die Einrichtung beherbergte vor allem Gymnasiasten und Studenten der Philosophie, teils auf Stiftungsplätzen („alumni”), teils auf Eigenfinanzierung („convictores”). Ihre Zahl schwankte: 1657 beherbergte sie 40 Studenten, 1689 12, in den 1750er Jahren 60–70 und in den 1760er Jahren mehr als 100. In den letzten Jahrzehnten hatte es (nach dem Vorbild des Theresianums in Wien) ein reichhaltiges Angebot an eigener Ausbildung. Im Jahr 1772 unterrichteten neben dem Jesuitenregenten und den elf Präfekten zwei Jesuitenlehrer Ungarisch, Deutsch und Französisch, einer lehrte Architektur und Geometrie, so dass die Gesamtzahl der Jesuiten in dem Konvikt 19 betrug.
Gebäude
Adeliges Konvikt
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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