GRUNDDATEN
Tyrnau (Trnava, Nagyszombat)
Königreich Ungarn, Komitat Pressburg
| ab | bis | Institutionstyp | |
|---|---|---|---|
| 1561 | 1567 | collegium | |
| 1616 | 1773 | collegium |
| ab | bis | Institutions | ||
|---|---|---|---|---|
| 1646 | 1652 | Collegium Varasdinense | ||
| 1627 | 1649 | missio | Collegium Quinqueecclesiense | |
| 1626 | 1627 | missio | Collegium Jaurinense | |
| 1624 | 1632 | missio | Residentia Comaromiense | |
| 1633 | 1633 | missio | Collegium Cassoviense | |
| 1636 | 1636 | missio | Collegium Cassoviense | |
| 1602 | 1602 | missio | Collegium Cassoviense | |
| 1635 | 1773 | residentia | Residentia Gyöngyösiensis | |
| 1627 | 1638 | missio | Collegium Claudiopolitanum | |
| 1646 | 1712 | missio | Collegium Claudiopolitanum |
- 1567 aufgelöst bis 1615
- 1619–1622 (Feldzug des siebenbürgischen Fürsten Gábor Bethlen in Ungarn)
GESCHICHTE UND TÄTIGKEIT
Geschichte
Als einer der frühesten Gründungen in der Österreichischen Jesuitenprovinz kamen die Jesuiten bereits 1561 in der königlichen Freistadt Tyrnau (Trnava, Nagyszombat), zugleich der zeitweilige Sitz der Erzbischöfe von Gran (Esztergom), an. Das Kolleg wurde offiziell von Ferdinand I. mit der Stiftungsurkunde vom 1. Januar 1561 gegründet. Dieses erste Kolleg initiierte der Graner Erzbischof Miklós Oláh (Nicolaus Olahus), und bald legte man das Jesuitengymnasium mit der humanistischen Kapitelschule zusammen. Dieses frühe Domizil hatte viele Schwierigkeiten, weder die finanziellen noch die personellen Bedingungen waren günstig. In der Jesuitenprovinz gab es damals kaum ungarischsprachige Mitglieder, und es kam zu Konflikten mit dem örtlichen Domkapitel. Nach einem Stadtbrand und einer Pestepidemie wurde das Kolleg schließlich 1567 von der Provinzverwaltung geschlossen.
Im Jahr 1615 reorganisierte Graner Erzbischof Ferenc Forgách die Einrichtung, und 1617 besuchten nunmehr 600 Schüler das Gymnasium. Wegen des Feldzugs des siebenbürgischen Fürsten Gábor Bethlen in Ungarn flohen die Jesuiten zwischen 1619 und 1622, aber ab 1623 lebten wieder 16–24 Ordensmitglieder in der Stadt. Zwischen 1627 und 1640 erfuhr das Kolleg unter der Leitung von zwei bedeutenden ungarischen Ordensleuten, den Rektoren György Forró und György Dobronoki, eine große Umgestaltung. Die (spätere ’akademische’) Kirche St. Johannes der Täufer wurde mit finanzieller Unterstützung des ungarischen Palatins Miklós Esterházy gebaut. Im Jahr 1635 gründete Erzbischof Péter Pázmány (der als Jesuit das Erzbischofsamt erlangte) die Universität, womit das Tyrnauer Kolleg an die Spitze des Institutionsnetzes der österreichischen Jesuitenprovinz rückte. Im 17. Jahrhundert wurde die Tätigkeit des Kollegs, des Gymnasiums und der Universität durch Kriege behindert (der Feldzug des siebenbürgischen Fürsten György Rákóczi I. in Ungarn 1644, die Türken-Feldzüge von 1663–1664, der Große Türkenkrieg von 1683–1689 und die Feldzüge des Fürsten Ferenc Rákóczi II. in Ungarn 1707–1708). 1711 bis 1773 war die Tätigkeit des Kollegs ununterbrochen. Im Zuge der Aufklärungsreformen stellte man die Universität ab 1770 unter staatliche Kontrolle, aber die Jesuiten unterrichteten weiterhin an den philosophischen und theologischen Fakultäten.
Stiftung
Der offizielle Fundator des ersten Tyrnauer Kollegs war Ferdinand I., der die Güter der ehemaligen Benediktinerabtei von Széplak (Síplak, heute Krásna nad Hornádom, Abaújszéplak) und der Prämonstratenserpropstei von Bény (Bíňa) als Stiftung zustellte (1561).
Als György Draskovich Erzbischof von Kalocsa im Jahr 1586 den Kardinalstitel erhielt, bat er König Rudolf I., ihm die Güter der leerstehenden (ehemaligen Prämonstratenser-) Probstei von Turz (Turóc) zu überlassen, damit sich die Gesellschaft Jesu in Niederungarn wieder ansiedeln konnte. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts war die jesuitische Ordensleitung viel vorsichtiger und gründete erst 1589 eine Mission in Turz (Kláštor pod Znievom, Znióváralja) und Schelle (Šaľa, Vágsellye). Die vorherige wurde 1591 zum Kolleg erhoben und 1598 in Schelle verlegt. Da die Propstei von Turz wiederum vom Monarchen geschenkt wurde, avancierte König Rudolf I. zum anerkannten Fundator des Kollegs. Die Tätigkeit der Niederlassung brach 1606 während dem Feldzug des siebenbürgischen Fürst István Bocskai unter.
1615 initiierte Graner Erzbischof Ferenc Forgách die Einrichtung eines neuen Kollegs in Tyrnau aus den jährlichen Einnahmen der Propstei von Turz. So wurde das Turzer Kolleg zum Rechtsvorgänger des Tyrnauer Kollegs. Während der Amtszeit von Erzbischof Péter Pázmány konnte das Tyrnauer Kolleg offiziell kein Besitzer der Güter sein. Der ungarische Landtag erließ nämlich mit protestantischer Mehrheit im Jahr 1608 einen Gesetzesartikel, der der Gesellschaft Jesu den Besitz von Immobilien und Grundstücken in Ungarn untersagte. Dieses Verbot hob man erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf, aber tatsächlich verwalteten die Jesuiten in Ungarn seit den 1640er Jahren die ihnen zugewiesenen Ländereien zunehmend selbst.
Die Jesuitenuniversität, die 1635 vom Erzbischof Pázmány gegründet wurde, hatte eine eigene Stiftung im Wert von 100.000 Gulden. Die (akademische) Kirche St. Johannes der Täufer, die aus ihren Grundmauern wieder aufgebaut wurde, hatte mit dem ungarischen Palatin Miklós Esterházy ebenfalls einen eigenen Fundator.
Mitgliedschaft
Nach der Universitätsgründung durch Erzbischof Pázmány stieg die Zahl der Jesuiten auf 60–90 Mitglieder, abgesehen von einigen Kriegszeiten (1640, 1680–1690 und 1710). Nach 1720 zog die Mitgliederzahl auf über 100 an, was vor allem auf die Zunahme der an der Universität studierenden Jesuitenscholastiker und daneben auf die (ab 1755 kontinuierlich organisierten) Repetentenkurse zurückzuführen ist, in den regelmäßig 10–16 Jesuiten teilnahmen. Die Gesamtzahl des Personals ging erst zurück, als die Universität 1770 unter staatlichen Kontrolle gestellt wurde, aber selbst zum Zeitpunkt der päpstlichen Aufhebung der Gesellschaft Jesu (1773) lebten noch 120 Jesuiten in Tyrnau.
Im Jahr 1615 übernahm die Gesellschaft das ehemalige Dominikanerkloster und die Kirche, die sich in einem baufälligen Zustand befanden. Die Kirche St. Johannes der Täufer wurde auf Kosten des Palatins Miklós Esterházy unter der Leitung der Architekten Pietro Antonio Spazzo und Pietro Giovanni Spazzo von Grund auf neu aufgebaut (1630–1637).
Im Jahr 1561 kaufte Erzbischof Miklós Oláh für die in Tyrnau eintreffenden Jesuiten ein Haus an der Ecke der Straße St. Johannes der Täufer (heute ulica Jána Hollého), viel später der Standort des adeligen Konviktes. Das Gebäude brannte im Jahr 1567 ab.
Nachdem die Jesuiten in den 1630er und 1640er Jahren mehrere ehemalige bürgerliche Grundstücke an der Nord- und Ostseite der Kirche erworben hatten, bauten sie nach und nach den riesigen Gebäudekomplex des Kollegs und der Akademie um und aus. Der älteste Gebäudeteil ist der in Nord-Süd-Richtung verlaufende Flügel („Croatia“), der sich heute in der Mitte befindet und hat Stukkatur aus dem 18. Jahrhundert. Auf der Ostseite befand sich der Innenhof des Kollegs, der vom östlichen Flügel („Hungaria“, größtenteils zwischen 1643 und 1652 erbaut) umschlossen wurde. Den östlichen Flügel erweiterte man später um eine Prunktreppe und Apothekenräume (mit Stuck von Pietro Antonio Conti). Auch der nördliche Flügel („Transylvania“) wurde ab den 1690er Jahren allmählich umgebaut und vergrößert. Der jüngste Flügel („Gallia“), der am nordöstlichen Ende des Gebäudekomplexes errichtet wurde, beherbergte das geräumige Refektorium und den Bibliotheksraum sowie den vierstöckigen astronomischen Turm (1753–1756). Die Schule erhielt einen separaten Gebäudeteil neben dem Mühlarm des Trnavka-Bachs, der in mehreren Phasen erbaut wurde (teilweise nach dem Entwurf von Venerio Ceresola, c. 1670–1716). Der akademische Flügel diente den drei Fakultäten, die die Jesuiten als einheitlich betrachteten: der facultas linguarum (Gymnasium), der facultas artium (Philosophische Fakultät) und der facultas theologica (Theologische Fakultät). Im Nordwesten des Komplexes befand sich die Druckerei (1648), die bis 1699 fertiggestellt wurde. Der nördliche Hof, der für die Landwirtschaft genutzt wurde, wurde von den Häusern der Knechte (familia), Werkstätten und Ställen eingerahmt.
Das adelige Konvikt wurde 1624 von Erzbischof Pázmány gegründet, war aber nicht durchgehend in Gebrauch. Ab 1641 war es in dem Gebäude untergebracht, das ihm der Erzbischof von Kalocsa, János Telegdy geschenkt hatte. Nach mehreren Unterbrechungen wurde es 1711 wiedereröffnet. Im Auftrag von Maria Theresia wurde für das Konvikt ein geräumiges Barockgebäude errichtet (1747–1754). Die Einrichtung beherbergte vor allem Gymnasiasten und Studenten der Philosophie, teils auf Stiftungsplätzen („alumni”), teils auf Eigenfinanzierung („convictores”). Ihre Zahl schwankte: 1657 beherbergte sie 40 Studenten, 1689 12, in den 1750er Jahren 60–70 und in den 1760er Jahren mehr als 100. In den letzten Jahrzehnten hatte es (nach dem Vorbild des Theresianums in Wien) ein reichhaltiges Angebot an eigener Ausbildung. Im Jahr 1772 unterrichteten neben dem Jesuitenregenten und den elf Präfekten zwei Jesuitenlehrer Ungarisch, Deutsch und Französisch, einer lehrte Architektur und Geometrie, so dass die Gesamtzahl der Jesuiten in dem Konvikt 19 betrug.
Das Seminarium Generale wurde 1649 von Erzbischof György Lippay auf Initiative eines seiner Vorfahren, Imre Lósy, zum Nutzen der Seminaristen aus dem ganzen Königreich Ungarn gegründet. Seine Bewohner waren Universitätsstudenten (58 im Jahr 1739). 1761 entzog Erzbischof Ferenc Barkóczy dem Jesuitenorden die Leitung des Seminars.
Das Adalbertinum wurde 1619 von Erzbischof Pázmány gegründet, zunächst mit 20 Stiftungsplätzen. Durch weitere Stiftungen stieg die Zahl der Studenten im Laufe der Zeit an. Die Idee von Erzbischof Leopold Kollonich (1704), das Seminar durch eine gezielte Stiftung für den Griechisch-Katholischen (sog. unierte) Seminaristen zu öffnen, scheiterte. Im Jahr 1739 waren 25 Kleriker, zehn weltliche Studenten und 18 Gymnasiasten Mitglieder.
Das Marianum wurde 1678 von Erzbischof György Szelepchényi mit dem ursprünglichen Ziel gegründet, vor allem konvertierte Schüler und Studenten in ihrem Studium zu unterstützen. 1690 hatte es 22 Alumnen, und 1739 zählte es neben 20 Klerikern als Laien einen Theologen, 27 Philosophen, einen Jurastudenten und 21 Gymnasiasten.
Obwohl die Jesuiten keinen Einfluss auf das Wirken dieser Einrichtung hatten, sollt man es der Vollständigkeit halber erwähnen. Das Stephaneum ist der Nachfolger des 1566 von Graner Erzbischof Miklós Oláh gegründeten Diözesanseminars, das 1630 mit dem von Erzbischof Péter Pázmány eingerichteten neuen erzbischöflichen Priesterseminar zusammengelegt wurde. Sein Vorsteher war immer ein Domherr. Seine Mitglieder waren Diözesankleriker: Universitätsstudenten und Gymnasiasten.
Die Druckerei, die ab 1648 von den Tyrnauer Jesuiten betrieben wurde, befand sich anfänglich noch nicht in dem Kolleg, sondern wahrscheinlich zunächst im Erzbischöflichen Palais und dann im älteren Gebäude des Adalbertinums. Erst um 1699 wurde das zweistöckige Gebäude am nördlichen Ende des akademischen Flügels fertiggestellt, das für die Druckerei errichtet wurde und über einen eigenen (dreieckigen) Hof, einen Brunnen und ein eigenes Tor zum Seitenarm des Tirna-Bachs hin verfügte.
Zwischen 1561 und 1567 unterhielten die Jesuiten in Tyrnau auch ein Gymnasium, das jedoch seit der zweiten Gründung des Kollegs im Jahr 1616 beinah ununterbrochen tätig war. Ein detailliertes Gesamtbild der Schülerschaft ergibt sich aus den erhaltenen Schulmatrikeln (die in Form einer Datenbank veröffentlicht sind).
Im Matrikelbuch sind einige historische Einträge aus der Zeit vor der Universitätsgründung (1617, 1625–1636) erhalten geblieben, die einen Einblick in den Ablauf eines Schuljahres geben. Anfang November versammelten sich die Schüler zum Läuten der Glocke, einer „Veni Sancte”-Messe und wurden dann in die Klassen eingeteilt. Bei den Prozessionen an den großen Festtagen gab es häufig Theateraufführungen der Schüler (besonders am achten Tag des Fronleichnams). Der Unterricht wurde mehrere Jahren lang durch Kriegsgefahr oder Epidemien unterbrochen. Aus den Berichten geht auch der Kreis der Wohltäter der Jesuitenschule hervor: ungarische Bischöfe, Graner Domherren, zahlreiche ungarische (Hoch-)Adelsfamilien (Draskovich, Erdődy, Esterházy, Forgách, Tersztyánszky, Zrínyi etc.), darunter auch hervorragende Frauengestalten.
Das Leben der Studenten wurde auch durch die sprachliche, ethnische und religiöse Vielfalt des Landes und der Region beeinflusst, die auch durch Reibungen mit dem lokalen Bürgertum geprägt war. Im Stadtarchiv von Tyrnau finden sich Aufzeichnungen über studentisches Fehlverhalten: Studenten gerieten manchmal mit den protestantischen Bürgern, mit der städtischen Wache oder den deutschsprachigen Soldaten aneinander. Außerdem wurden Lebensmittel aus den Bürgerhäusern und den Obstgärten der Vorstädte gestohlen, und 1692 wurden drei Studenten in Begleitung „verdächtiger” Frauen erwischt. Die Stadt und die Akademie hatten sich jahrzehntelang über die Frage der städtischen Gerichtsbarkeit über die örtliche Studentenschaft gestritten.
Die Verfehlungen offenbaren auch einen wenig bekannten Aspekt des katholischen Studentenlebens: das Problem der Ernährung und der Unterkunft. Nach der staatlichen Schülerkonskription von 1739 waren nur 7% der Tyrnauer Gymnasiasten Bewohner eines Konvikts, 61% brachten Lebensmittel von zu Hause mit, 13% erhielten Lebensmittel für ihre Dienste oder Spenden und 19% waren unsicher, d. h. sie sammelten Lebensmittel teilweise oder ganz durch Bettel. Wahrscheinlich ist es die letztgenannte Gruppe, die für die oben erwähnten Missstände verantwortlich ist.
Die Analyse der Schülerpopulation stützte sich auf die Immatrikulationsdaten. Die Schulmatrikeln sind aus den Schuljahren 1616–1617 und 1625–1772 erhalten und verzeichnen insgesamt 28.650 Schüler mit insgesamt 71.098 Immatrikulierungen. Aber außer dem Namen und dem Jahrgang des Schülers sind die anderen Datenreihen (Alter, sozialer Status, Konfession, Nation, Herkunftsort) im Fall von Tyrnau sehr unvollständig. Die Einschreibungsdaten des Gymnasiums zeigen eine durchweg große Schule mit durchschnittlich 570–580 Schülern. Die Klassenstruktur zeigt die Beliebtheit der Parva Klassen und die funktionale Trennung zwischen den unteren und höheren Gymnasialklassen. Nach den drei Klassen der Grammatik (principia, grammatica, syntaxis) ging die Zahl der Schüler allmählich zurück, und die humanistische Klassen (poetica, rhetorica) wurden fast ausschließlich von denjenigen besucht, die sich auf ein Universitätsstudium vorbereiteten. In einigen Stichprobenjahren lag der Anteil derjenigen, die ein Studium an der örtlichen philosophischen Fakultät aufnahmen, bei 60% derjenigen, die ein Studium am Gymnasium aufnahmen. Im Durchschnitt besuchten die Schüler das Gymnasium im Alter von 10–19 Jahren.
Die gesellschaftliche Zugehörigkeit der Schüler konnte nur in einigen Stichprobenjahren (1632–1633, 1697, 1733–1737) untersucht werden. Aus den Daten geht hervor, dass die Zahl der adeligen Jungen in Tyrnau etwas höher war als in Raab (Győr) und Pressburg (Bratislava, Pozsony): Zunächst könnte der Anteil der bürgerlichen und der gemeinen (nichtadeligen) Jungen zusammengenommen gleich hoch gewesen sein wie der des Adels, später könnte sich das Gleichgewicht zugunsten des Adels verschoben haben (die Frage kann aufgrund des Datenverlusts nicht entschieden werden). Eine Betrachtung der Schülerschaft von 1697 nach Klassen zeigt, dass der Adel einen zunehmenden Anteil an den höheren Klassen ausmacht.
Die konfessionelle Zugehörigkeit der Studentenschaft wurden in den Jahren 1635–1643 fast vollständig in den Matrikeln registriert, spätere Daten sind kaum bekannt. Schon in der Anfangszeit gab es nur wenige nichtkatholische Schüler (Evangelische 9,6%, Reformierte 4,5%, ein Unitarier), von denen nur etwa 15–17% während ihrer Schulzeit zum Katholizismus übertraten.
Nach der nationalen (sprachlichen-ethnischen) Zugehörigkeit der Schüler stammte die Mehrheit aus dem Königreich Ungarn, vor allem aus den Komitaten von Niederungarn. Der hohe Anteil an Ungari und Slavi, d. h. der ausgewogene Anteil an ungarisch und slowakisch sprechenden Schülern, war wahrscheinlich in der gesamten Schule vorherrschend. Die als Kroaten eingeschriebenen Schüler stammten größtenteils aus westungarischen Dörfern, während die Mehrheit der Germani (deutschsprachenden) Schüler aus Ungarn stammte, viele von ihnen aus dem Komitat Pressburg. Zu den anderen Nationen gehören Polen und Italiener (einige genauso in Ungarn geboren).
Der Herkunfsort (patria) der Schüler wurde in drei Zeitschnitten analysiert (1616–1699, 1697–1721, 1732–1762). Der größte Teil der Schüler kam aus den westlichen, nordwestlichen und nordöstlichen Gebieten des historischen Komitats Neutra und eine kleinere Anzahl aus den Komitaten Turz, Arwa, Barsch, Hont und Sohl. Das Einzugsgebiet der Schule im Südwesten und Süden wurde von den Jesuitengymnasien in Pressburg und Raab ’überschattet’, so dass weder die niederösterreichischen Gebiete noch die Siedlungen der westlichen und nordwestlichen transdanubischen Komitate in der Matrikel häufig vertreten sind. Unter den weiter entfernten Siedlungen stellen die Städte, in denen eine Jesuitenschule tätig war – Agram (Zagreb), Gyöngyös, Kaschau (Košice, Kassa), Klausenburg (Cluj, Kolozsvár), Raab (Győr) und Wien – einen bedeutenden Anteil dar. Im Laufe der Zeit wurde der Anziehungsbereich enger und konzentrierte sich mehr auf das Gebiet um Tyrnau – ein ähnlicher Prozess wurde bei den Gymnasien in Raab und Pressburg ebenfalls beobachtet.
Die Universität wurde am 12. Mai 1635 von Graner Erzbischof Péter Pázmány mit einem Kapital von 100.000 Gulden gegründet. Wie andere Jesuitenuniversitäten hatte sie nur eine philosophische und theologische Fakultät und wurde 1635 von Ferdinand II. bestätigt. Nach jüngsten Forschungen erhielt Pázmány 1632 die Zustimmung des Papstes in Form eines Breves. 1667 wurde die juristische Fakultät gegründet, die von den Graner Erzbischöfen, Imre Lósy und György Lippay, mit insgesamt 30.000 Gulden testamentarischer Schenkungen organisiert wurde. Die Jesuiten lehrten kanonisches Recht, während das römische und ungarische Recht von Laienprofessoren unter der Leitung des Erzbischofs und des Domkapitels unterrichtet wurde. (Die medizinische Fakultät nahm ihre Tätigkeit erst 1770 mit der Gründung von Maria Theresia auf, als die Universität bereits unter staatlicher Kontrolle stand). Kurz nach der Aufhebung der Gesellschaft Jesu zog die Universität in 1777 nach Buda, der Hauptstadt und dem neuorganisierten Verwaltungszentrum des Königreichs Ungarn.
Die Zahl der Universitätsprofessoren erhöhte sich zwischen 1636 und 1640 von drei auf zehn, und es wurde eine vollständige theologische Ausbildungsstruktur aufgebaut: zwei Professoren unterrichteten sowohl Philosophie als auch Moraltheologie, und bis 1640 unterrichteten zwei Professoren sowohl Kasuistik als auch scholastische Theologie, während für die Lehre der Heiligen Schrift und der hebräischen Sprache ein eigener Lehrkörper eingesetzt wurde. In den 1690er Jahren lehrten neun bis elf Professoren an den beiden Fakultäten. Nach 1711 erhöhte sich die Zahl der Professoren um einige wenige: Ab 1732 wurde die hebräische Sprache nicht mehr von einem Jesuitenscholastiker, sondern von einem Jesuitenpater unterrichtet, und 1732 wurden elf akademische Fächer von dreizehn Professoren unterrichtet. Die Universitätsreform von 1753 änderte dieses System, indem Kasuistik und Metaphysik durch Kirchengeschichte, Rhetorik und Griechisch ersetzt wurden.
Die Zahl und der Charakter der Studentenschaft ist nur teilweise bekannt, da die Universitätsmatrikelbücher teilweise zerstört wurden. Aber es ist wichtig zu erwähnen, dass von Anfang an auch viele Jesuitenscholastiker (ab den 1720er Jahren regelmäßig 50–80 pro Jahr) an der Universität studierten, was die Qualität der Lehre erhöhte und deutlich macht, dass die jesuitische Provinzleitung die Tyrnauer Universität ebenfalls für wichtig hielt. Im Durchschnitt gab es zwischen 60 und 80 Studenten pro Jahr in den philosophischen und theologischen Fakultäten zusammen, wobei das Verhältnis 2:1 zugunsten der Philosophie war. Viele der Studenten stammten aus der damals westungarischen Region, aus den Komitaten Neutra, Pressburg und Trentschin. Die sprachlich-ethnische Zugehörigkeit der Studenten war wahrscheinlich gleichmäßig zwischen Ungarn und Slowaken verteilt, mit weniger Kroaten und Deutschsprachigen (eindeutig meistens auch aus der Region und nicht aus dem Ausland). Der Anteil der Adeligen unter den Studenten war höher als im Gymnasium, aber die genauen Proportionen sind nicht bekannt. Es ist erwiesen, dass viele Tyrnauer Studenten ihr Studium in Wien, Graz und Rom (und möglicherweise an anderen Universitäten) fortsetzten.
Bereits 1755 gab es in Tyrnau auch einen einjährigen Repetentenkurs (spezialisiert auf Mathematik und Sprachen) für die Jesuiten, mit einem Lehrer und in der Regel 10–15 Scholastikern.
Kongregationen
Unter jesuitischer Leitung wurden in Tyrnau vier Kongregationen für Studenten, drei für erwachsene (städtische) Gläubige und weitere drei katechetische Sodalitäten gegründet. Die Studentenkongregationen waren nach den Klassen (den Altersgruppen der Schüler) unterteilt.
„Visitatio Mariae” lateinische (akademische) Studentenkongregation. Die 1617 von Erzbischof Pázmány gegründete Heimsuchung Mariä-Kongregation funktionierte ab 1636 als eine akademische Sodalität. Zur Zeit der Gründung waren 70 der 600 Studenten Mitglieder. Ihr Unterstützerkreis, der aus vornehmen Geistlichen und Laien bestand, ist von Anfang an bekannt.
„Immaculata Conceptio (Patrona Hungariae)” lateinische (mittlere) Schülerkongregation. 1636 wurde die Sodalität der Unbefleckten Empfängnis für die „minderjährigen” Schülern gegründet. Ab 1651 durften nur noch Schüler der Poetica und Rhetorica Sodalen werden.
„Nativitas Reginae Angelorum“ lateinische (kleine) Schülerkongregation. Für die Schüler der Grammatik und der Syntax wurde 1651 die Geburt Mariä-Kongregation als Sodalität „der Kleinesten” organisiert.
„Purificatio Mariae” lateinische Seminaristenkongregation. Die im Jahr 1667 (eventuell früher) gegründete Kongregation der Studenten des Collegiums Generale kann als ein Sondertyp der Priesterkongregation, als Seminaristenkongregation, bezeichnet werden. Im Gegensatz zu den anderen jesuitischen Kongregationen waren ihre Präsides die im Institut studierenden Theologiestudenten in ihrem zweiten, dritten oder vierten Jahr.
„Sanctae Crucis“ ungarische Bürgerkongregation. Die älteste der für die drei Nationen der Stadt gegründeten Stadtkongregationen war ab 1622 tätig. Ihre Präsides (ungarische Prediger) und ihre vier bekannten Veröffentlichungen beweisen, dass die Sodalität ungarischsprachig war.
“Annunciatio Mariae” deutsche Bürgerkongregation. Als zweite Tyrnauer Bürgersodalität wird sie 19. Dezember 1649 mit 56 Mitglieder gegründet.
„Agonia Christi“ slowakische Todesangst-Sodalität. Sie wurde zum hundertjährigen Jubiläum der Etablierung der Gesellschaft Jesu mit großen Festlichkeiten in 1660 gegründet. Der Graner Erzbischof György Lippay war der Erste, der seinen Namen in das neue Sodalitätsalbum eintrug. Die Anzahl der Mitglieder erreichte bald 4.000. Die Kongregation führte eine jährliche Pilgerfahrt zur „Loreto“-Mariakapelle von Moderdorf (Modranka/Magyarád, jetzt Teil von Tyrnau) durch.
„Congregatio de doctrina Christiana“, kateketische Kongregation mit deutsche, ungarische und slowakische Abteilung. Ebenfalls sprachlich getrennt war die katechetische Sodalität (gegründet 1760/61), die von Jesuitenpräsides (am häufigsten Katecheten, Missionare, manchmal sogar Universitätsprofessoren) geleitet wurden. Diese drei Kongregationsabteilungen gehörten zu einer ähnlichen Art von Kongregationen, die auf die Tätigkeit des Jesuiten Ignaz Parhammer zurückgingen.
Schicksal nach der Aufhebung
Nach 1773 wurden das Gymnasium und die Universität einige Jahre lang in den ehemaligen Jesuitengebäuden weitergeführt. Nachdem die Universität 1777 nach Buda verlegt worden war, verblieben in Tyrnau eine juristische und philosophische Akademie sowie das Gymnasium. Im Jahr 1783 wurden die ehemaligen Jesuitengebäude von Joseph II. zugunsten des Militärs besetzt, und das Gymnasium wurde in das ehemalige Gebäude der Medizinischen Fakultät verlegt. Gleichzeitig wurde das Adelskonvikt aufgelöst.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1967 befanden in den ehemaligen Jesuitengebäuden Kasernen. Danach wurde dort das Slowakische Militärgeschichtliche Archiv untergebracht, und die Zentrale Registratur befindet sich bis heute innerhalb des historischen Gebäudekomplexes.
(LAND)WIRTSCHAFT UND ERHOLUNGSIMMOBILIEN
Benefactores
Als wichtigste jesuitische Kolleg des Königreichs Ungarn schenkten die Graner Erzbischöfe und die ungarischen Bischöfe dem Unterhalt des Instituts besondere Aufmerksamkeit. Regelmäßige Wohltäter waren die prominentesten hochadeligen Familien von Ungarn (die in den ersten Jahrzehnten am häufigsten genannten Familiennamen: Alaghy, Batthyány, Draskovich, Erdődy, Esterházy, Forgách, Pálffy, Pethe von Hetes, Telegdy, Thurzó, Wesselényi). Die Einrichtung wurde von dem lokalen Domherren, dem katholischen Adel und in gewissem Maße auch vom örtlichen Bürgertum unterstützt.
Zu den Wohltätern des Kollegs und der Universität siehe auch: Akai 1733.
Der Garten des Jesuitenkollegs in der Tyrnauer Vorstadt.
Das zur Weisskirchen gehörende Landgüter wurde dem Jesuitenkolleg von Dániel Esterházy (1630) geschenkt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde ein Herrenhaus (Schloss) gebaut und eine Meierei eingerichtet. Die Sommerresidenz diente auch zur Erholung, zu Ignazianistischen Exerzitien und als Zufluchtsort bei städtischen Epidemien.
QUELLEN
Archivmaterial
Das Ungarische Nationalarchiv (MNL OL, Budapest) bewahrt die Reste des ehemaligen Hausarchivs des Kollegs auf, vor allem die rechtlichen Dokumente. Darüber hinaus sind zahlreiche Manuskriptbände in verschiedenen Archiven und Handschriftensammlungen erhalten geblieben. Die folgende Liste enthält die wichtigsten Bestände.
- MNL OL MKA E 152, Acta Iesuitica, 97–111. d. (Collegium Tyrnaviense, Regestrata)
- MNL OL MKA E 152, Acta Iesuitica, 192–195. köt. (Collegium Tyrnaviense, Rationes menstruae, Expositorium, 1737–1773) (Collegium Tyrnaviense, Regestrata)
- MNL OL MKA E 152, Acta Iesuitica, 233–239. d. (Collegium Tyrnaviense, Irregestrata)
- Acta Jesuitarum in Hungaria ab anno 1599 usque 1710. Pars I–III. Slovenská národná knižnica (Slowakische Nationalbibliothek), Martin, RHKS 1425a–c
- Actuum academicorum Societatis Jesu Tyrnaviae tomus XVII. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Coll. Pray. tom. XXX. 1–256.
- Annales Collegii Soc. Ies. Tyrnaviensis 1752–1771. (Cornides Daniel) Bibliothek der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest, Handschriftensammlung, Tört. 4r. 4.
- Annuae collegii Tyrnaviensis Soc. Jesu. anno 1711–1765. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab123.
- Catalogus reverendorum patrum professorum necnon patrum ac rhetorum fratrum theologorum studii Tyrnaviensis ... anno 1764–1782. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab124.
- Diarium rectoratus Tyrnaviensis soc. Jesu p. Ladislai Sennyey Tyrnaviae, anno 1686...1702. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab121.
- Historiae domus Tyrnaviensis Societatis Jesu continuatio, ab anno 1766 ad annum 1772. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab125.
- Liber elogiorum colleg. Tyrnav. ab 1680–1716. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab119.
- Liber elogiorum colleg. Tyrnav. ab 1700–[1717]. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab120.
- Matrica gymnasii tum academiae Tyrnaviensis ab anno 1616 ad 1693. Kathedralbibliothek von Gran, Esztergom, Coll. Batthyány. Cat. IX. Lit. Tit I. d.
- Nomenclator gymnasiographus sive liber historiarum gymnasii Societatis Iesu Tyrnaviae una et eiusdem studiosorum nomina complectens [1695–1772] Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab122.
- Protocolum „promotionum ad gradus philosophicos [in universitate Tyrnaviensi] tomus quintus ab anno domini 1720–1766”. Ungarische Széchényi Nationalbibliothek, Budapest, Handschriftensammlung, Fol. Lat. 82.
- Zillak, Georg Karl: Grundrisse aller in Tyrnau befindlichen, theils unmittelbar zur Universität gehörigen, theils mit derselben einen Zusammenhang habenden Gebaüden... [ca. 1773]. Archív Spolku svätého Vojtecha v Trnave [Archiv des Vereins St. Adalbert], Trnava, fasc. AR I, no. 6.
Literatur
[Akai, Johannes]: Monumentum gratitudinis, res gestas virorum, quorum singulari beneficio stat aut ornatur universitas Tyrnaviensis brevi narratione exhibens, in specie Rudolphi Imp., Nic. Eszterházi Palatini, Card. Pasmani, Ferd. Palffi Ep. Agriensis, utriusqud e S.I. Georgii Lippai et Georgii Szelepcsényi Archiep. Strigon. Tyrnau, 1733.
Catalogue de l’exposition jubilare de l’Université royale hongroise Pierre Pázmány de Budapest (1635–1935). Budapest 1935.
Dubnický, Jaroslav: Ranobarokový univerzitný kostol v Trnave. [Frühbarocke Universitätskirche in Tyrnau.] Bratislava, 1948.
Dümmerth Dezső: A budapesti Egyetemi Könyvtár állományának alapjai. [Grundlagen der Universitätsbibliothek von Budapest] Magyar Könyvszemle 80(1964), 292–309.
Eckhart Ferenc: A királyi magyar Pázmány Péter Tudományegyetem története. [Geschichte der Königlich Ungarischen Péter Pázmány Universität.] II. A jog- és államtudományi kar. [Die Fakultät für Rechts- und Staatswissenschaften.] Budapest, 1936.
Ecsedy Judit: A nagyszombati akadémiai nyomda első másfél évtizede (1648–1662). [Die ersten eineinhalb Jahrzehnte der akademischen Druckerei in Tyrnau (1648–1662)] Magyar Könyvszemle 111(1995) 4. sz., 361–373.
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Tolvay, Emericus: Progressus almae Archi-episcopalis Societatis Jesu universitatis Tyrnaviensis ab anno 1661. usque 1700. Laureatis honoribus… dominorum… dum… promotore ... Emerico Tolvay, …philosoph. laurea insignirentur… dicatus. Tyrnaviae, 1728.
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