Geprüft von Martin Scheutz, Dániel Siptár 31.05.2025.
Ort

Klausenburg (Cluj-Napoca, Kolozsvár)
Fürstentum Siebenbürgen (Komitat Klausenburg)

Zeit, Institutionstyp
ab bis Institutionstyp
1581 1588 collegium
1595 1603 collegium (1606)
1616 1702 missio
1702 1712 residentia
1713 1773 collegium
Übergeordnete Jesuitenhäuser
ab bis Institutions
1616 1619 collegium
1620 1626 collegium Collegium Academicum Viennense
1627 1638 collegium Collegium Tyrnaviense
1639 1645 collegium
1646 1712 collegium Collegium Tyrnaviense
Zeitweilige Pause

1588–1595 (Die erste Vertreibung der Jesuiten aus Siebenbürgen.)
1606–1616 (Die erneute Vertreibung der Jesuiten aus Siebenbürgen.)

Aufhebung
1773
Geschichte

Das Gebiet des Fürstentums Siebenbürgen, das zur Stephanskrone gehörte, aber seit 1526 ein beschränkt unabhängiger osmanischer Vasallenstaat war, zählte während der Herrschaft von Fürst und polnische König István Báthory (1571/1576–1586) aufgrund seiner politischen Konflikte mit Kaiser Maximilian nicht zum „Expansionsgebiet“ der Provincia Austriae. Obwohl der Fürst zuerst den Kontakt mit der österreichischen Provinz suchte, mussten die siebenbürgischen Jesuitengründungen von Báthory aus der polnischen Jesuitenprovinz gelöst werden. Báthory, ein überzeugter katholischer Herrscher des mehrheitlich protestantischen Fürstentums, gründete im Jahr 1579 zuerst eine Niederlassung in Abtsdorf (Mănăștur, Kolozsmonostor), die 1580 nach Klausenburg gezogen war, und ab 1581 als Kolleg und ein durch akademischen Unterricht ergänztes Gymnasium wirkte. Daneben gründete Báthory eine Residenz neben dem Fürstenhof in Weissenburg (Alba Iulia, Gyulafehérvár) und eine Mission in Großwardein (Oradea, Nagyvárad). Diese frühen siebenbürgischen Häuser überlebten den Tod des Fürsten nur kurz. Die reformierten und unitarischen (antitrinitarischen) Adeligen vertrieben die Jesuiten 1588 durch ein Gesetz des siebenbürgischen Landtages aus dem Fürstentum, doch unter der Regierung von Fürsten Zsigmond und András Báthory (1586–1602) wirkte die Gesellschaft in Siebenbürgen unter großen Schwierigkeiten weiter, bis sie tatsächlich 1606 (durch Beschluss des siebenbürgischen Landtages 1607) wieder vertrieben wurden. Zuvor, im Jahr 1603, hatten die Unitarier unter der Leitung von Mózes Székely das Kolleg von Klausenburg geplündert – als sie gegen den General Giorgio Basta rebellierten. Sie töteten den Koadjutor Emanuel Neri, der die Sakristei verteidigte, und verwundeten den Rektor Peter Maior schwer. (Der Bericht über die Ereignisse von dem neuen Jesuitenrektors Giovanni Argenti wurde zeitgenössisch gedruckt.) Die Jesuiten wohnten zwischen 1605–1606 wiederum nicht im Stadtgebiet, sondern in Abtsdorf.
Die Existenz der Jesuiten in Klausenburg war trotz der Schwierigkeiten verantwortlich für wichtige und frühe ungarische Jesuitenberufungen, wie die des späteren Erzbischofs von Gran, Péter Pázmány. Die Rückkehr der Gesellschaft nach Siebenbürgen musste bis 1615 warten, als (nach dem Graner Vertrag, in dem Matthias das siebenbürgische Fürstentum von Gábor Bethlen anerkannte) die siebenbürgischen Domizile in einem beschränkten Rahmen reorganisiert wurden und nun der österreichischen Jesuitenprovinz unterstanden.
Im Jahr 1616 reorganisierten einige ungarische Jesuiten, als Teil der österreichischen Ordensprovinz, mit Erlaubnis des Siebenbürgischen Fürsten die Niederlassungen, sie eröffneten die Schulen in Klausenburg und Weissenburg und gründeten eine Mission in Karansebes (Caransebeş Karánsebes). Im Fürstentum konnten sie dann nur noch als weltlichen Priestern tätig sein und ihren Jesuitenstatus verbergen. Neben Klausenburg nahmen sie die ehemalige Benediktinerkirche in Abtsdorf (Mănăștur, Kolozsmonostor) wieder in Betrieb. (Sie bekamen die Eigentümer und Ländereien der Abtei nicht zurück. Von einer adeligen Witwe, Borbála Szentpáli geborene Galambfalvi, erhielten sie ein Haus in der Nähe der Abtskirche, in dem sie ihr Mission, ihre Schule und ihre Kapelle errichteten. Vor allem die lokalen katholischen Adeligen unterstützten die Mission durch kleinen Schenkungen (Lebensmittel, Grundstücke, Mobilien). 
Die Tätigkeit und Abwesenheit der Jesuiten in Siebenbürgen war zwischen 1616 und 1632 gleichmäßig zwischen Abtsdorf/Klausenburg und Weissenburg aufgeteilt, wobei später Abtsdorf hervorstach. Ihre dortige Arbeit war bis 1652 ununterbrochen. Dann wurden sie während der Herrschaft von Fürst Georg Rákóczi II. erneut aus Siebenbürgen vertrieben, obwohl es den Ordensmitgliedern gelang, den Verbleib mindestens der aus Siebenbürgen stammenden Jesuiten zu ermöglichen.
Der Feldzug von György Rákóczi II. in Polen (1657) und die türkische Eroberung von Großwardein (Oradea, Nagyvárad, 1660) markierten einen Wendepunkt im Leben der Niederlassung. Die Mission musste von der Vorstadt Abtsdorf in das Zentrum von Klausenburg, hinter die Burgmauern, umziehen. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Stadtmagistrat befanden sich die Schule und die Residenz ab 1665 im Stadt Klausenburg. Nach den schwierigeren Jahren des Großen Türkenkriegs stabilisierte sich die Position der Jesuiten nachdem Siebenbürgen Teil der Habsburgermonarchie wurde (1691, Diploma Leopoldinum). Im Jahr 1693 überließ der Siebenbürgische Landtag den Jesuiten die reformierte Kirche im Stadtteil „Óvár” (Vetus Castrum) und das Gebäude des Unitarierkollegs. Das Gymnasium und die Mission begannen sich zu vergrößern. Ab 1698 wurde auch ein philosophisches Studium aufgenommen, gefolgt von einem theologischen Studium ab Jahr 1712.

Stiftung

István Báthory, Fürst von Siebenbürgen und König von Polen gründete das Kolleg in 1580. Neben der ehemaligen Benediktinerkirche und den Gebäuden der Abtei in Abtsdorf (neben Klausenburg) erhielten die Jesuiten Ländereien in mehreren Dörfern (1581: Chinteni/Kajántó, Tiburc, Băgara/Bogártelke). Als die Jesuiten 1588 aus dem Klausenburger Kolleg vertrieben wurden, verloren sie ihre Besitztümer.
Im Jahre 1595 wurden die Abtskirche und einige Ländereien der ehemaligen Benediktinerabtei in Abtsdorf des Klausenburger Kollegs zurückerhalten.
Im Jahre 1698 stiftete der siebenbürgische Schatzmeister István Apor 8.000 Gulden für die Errichtung der philosophischen Bildung.

Mitgliedschaft

Im Jahr 1587 zählte das Kolleg 15 Mitglieder. Die erste Periode war durch eine große Vielfalt an Sprachen und Ethnien gekennzeichnet, denn die Jesuiten kamen aus Siebenbürgen, Ungarn, Polen, Italien, den österreichischen Erbländer, dem Heiligen Römischen Reich und Portugal.
Auch nach 1595 blieb das Kolleg relativ groß: 1601 unterrichtete einer von neun Priester die Humaniora, drei weitere Magister lehrten im Gymnasium, fünf junge Scholastiker studierten Rhetorik und sieben Koadjutoren war für das alltägliche Leben des Hauses verantwortlich. Nach 1603 wurde die Niederlassung drastisch verkleinert und dann aufgelöst. Nach 1616 reorganisierten die Jesuiten eine Mission, und 1651 waren zwei Priester, drei Magister und zwei Laienbrüder im Haus tätig. Nach 1702, als das Domizil zu einer Residenz wurde, stieg die Gesamtzahl bald auf über 14 an. Ein weiterer Anstieg erfolgte mit der Verleihung des Status des Kollegs (1713). Der letzte große Anstieg der Zahlen kam nach den großen Bauarbeiten, die in den 1750er Jahren begonnen wurden. Nach der Maria-Theresianischen Universitätsreform von 1753 hatte die philosophische Ausbildung in Klausenburg Vorrang (während die theologische Ausbildung reduziert wurde). Die Zahl der Jesuitenpriester und philosophischen Professoren stieg in den anderthalb Jahrzehnten vor 1773 ebenfalls an.

Zunahme der Mitgliedschaft
Gebäude, Lage in der Stadt

Ab 1579 nutzten die ersten Jesuiten das ehemalige Benediktinerkloster und die Kirche in Abtsdorf. Das Kolleg zog 1581 in die Innenstadt von Klausenburg um, aber die Abtskirche wurde auch danach noch genutzt. Ab 1595 wurde die Kirche wieder in Gebrauch genommen, aber nach 1605 mussten die Jesuiten Klausenburg wieder verlassen. Im Jahr 1615 gab der siebenbürgischen Fürst Gábor Bethlen die Abtkirche den Katholiken zurück, so dass die Jesuiten ab 1616 dort wieder die seelsorgerischen Aufgaben ausübten. Sie waren auch in der Pfarrei tätig: nicht nur dort, sondern auch in Klausenburg und den umliegenden Dörfern (Baciu/Kisbács, Leghia/Jegenye, Florești/Szászfenes). Nach 1658 erlitt die Kirche mehrere Kriegsschäden. Nach 1704 blieb nur das Presbyterium unzerstört. Der Jesuit Christoph Tausch, der Architekt der Akademischen Kirche in Klausenburg, malte in der Abtskirche ein Altarbild der Himmelfahrt Mariens (1718). Die Kirche gehörte bis 1773 den Jesuiten. Ab 1782 wurde sie als Militärlager genutzt, und nur das Presbyterium ist in seiner ursprünglichen Form erhalten.

Zwischen 1579 und 1581 nutzten die Jesuiten das Klostergebäude als Niederlassung. Nach 1595 wurden weder die Gebäude noch die Ländereien der Abtei an die Jesuiten zurückgegeben. Nach 1588 benutzten und bauten die siebenbürgischen Fürsten das Gebäude als Residenz um. Nach 1691 erhielten die Jesuiten teilweise die ehemaligen Besitztümer der Abtei zurück, darunter auch die umgebaute Residenz, das sog. Rákóczi-Schloss. Zu der Kurie gehörten Gärten, Wirtschaftsgebäude, Mühlen, eine Brauerei und Brennerei, eine Papiermühle und eine Ziegelei (1773).

(Heute reformierte Kirche.) Das ehemalige Franziskanerkloster in der „Farkas” Straße (Platea Luporum, heute Strada Mihail Kogălniceanu) im südlichen Teil der Innenstadt beherbergte zwischen 1581 und 1588 das Jesuitenkolleg, die Jesuitenschule und die zwei Konvikte. Zwischen 1695 und 1603 befand sich hier wieder das Jesuitenkolleg. Im Jahr 1603 wurden die Gebäude bei dem (oben erwähnten) Angriff unter der Führung von Mózes Székely schwer beschädigt. Die Kirche wurde in den 1630er Jahren als reformierte Kirche wiederaufgebaut.

Zwischen 1616 und 1657 Besaßen die Jesuiten ihr Mission im Abtsdorf. Das Gebäude wurde ihnen von einer lokalen adeligen Witwe, Borbála Szentpáli geborene Galambfalvi, geschenkt und ab 1618 genutzt. Es war auch der Sitz des adeligen Konvikts. Nach 1649 fügte man ein weiterer Flügel dem Gebäude hinzu, in dem sich auch eine Hauskapelle befand. Drei separate Häuschen dienten der Schule, und es gab auch ein einfaches Gebäude für das seminarium pauperum. Die Patres kauften einige Grundstücke von lokalen Leibeigenen, so dass zur Mission auch ein größerer Garten, Wirtschaftsgebäude, ein Getreidespeicher und eine Brauerei gehörten. Die Gebäude und Gärten der Jesuiten befanden sich wahrscheinlich im (Nord-)Westen der Niederlassung, gegenüber der Abtkirche. Die Jesuiten und die Studenten benutzten das vorherige Gebäude der Mission im 18. Jahrhundert als Sommerresidenz und als Ausflugsort.

Im ältesten Teil der Innenstadt, nördlich des Hauptplatzes, wurden die früher von den Unitariern benutzten Gebäude 1693 an die Jesuiten übergeben. Im Mittelalter gehörten die Kirche und das Kloster dem Dominikanerorden. Nach 1712 zogen die Jesuiten nach und nach in die Nähe ihrer neu errichteten akademischen Kirche. Deshalb gaben sie diese Kirche und die vorherige unitarische Schule mit den dazugehörigen Gebäuden um 1724 auf und sie übermachten sie dem Franziskanerorden.

Die große akademische Kirche wurde zwischen 1718 und 1724 erbaut. Im Jahr 1724 übertrugen die Jesuiten feierlich das Bild der wundertätigen Jungfrau („die weinende Jungfrau von Klausenburg”) aus ihrer anderen städtischen Kapelle (aus Stadtteil „Óvár“) und stellten es auf den Hochaltar. Am 13. Mai 1725 wurde die Kirche von János Antalffy, dem Bischof von Siebenbürgen, geweiht. Der Aufbau und die Ausstattung der Kirche (große Krypta, 3 Paare von Seitenkapellen, doppeltürmige Fassade) folgen dem Wiener Modell, einer bei den Jesuiten üblichen Form. Der Jesuit Christoph Tausch leitete die Bauarbeiten als Architekt, der ein Schüler von Andrea Pozzo war. 
Im Jahr 1773 nahmen die Piaristen die Kirche über. Die Kirchtürme (und die ursprüngliche Turmspitze) wurden vor 1774 und erneut 1798 durch einen Brand beschädigt. Das Innere der Kirche ist in seinem ursprünglichen Zustand erhalten und beherbergt eine wertvolle Sammlung barocker Sakralgegenstände.

Die Akademie hatte ein T-förmiges, großes, zweistöckiges Gebäude an der Ostseite der akademischen Kirche, das zwischen etwa 1752 und 1765 erbaut wurde. Nach 1790 benutzte es die siebenbürgische Zentralregierung (Gubernium) und 1840 erwarb es der Staat. Es wurde in den 1890er Jahren abgerissen und beherbergt heute den Nord- und den Mitteltrakt der Babeș-Bolyai Universität.

Das Gebäude des Seminars wurde zwischen 1724 und 1728 neben der neuen akademischen Kirche, dem Kolleg und des Schulgebäudes erbaut. Nach 1773 führten die Piaristen auch das Seminar weiter. Heute dient das Gebäude noch immer Bildungszwecken, ist von Theoretischen Lyzeum István Báthory (Liceul Teoretic „Báthory István”) genutzt.

Bereits 1735 wurde das adelige Konvikt gegenüber dem Báthory-Apor-Seminar errichtet. Das Gebäude existiert nicht mehr.

Verbundene/Weitere Einrichtungen

[Erste Periode:] Das Konvikt als adeliges Konvikt und päpstliches Seminar (d.h. mit zwei Funktionen) initiierte der Jesuit Antonio Possevino, gründete und stiftete István Báthory und Papst Gregor XIII. 1583 hatte es 27 Studenten, 1585 waren es 50. Laut der Gründungsurkunde diente das Institut hauptsächlich siebenbürgische ungarische Jungen. Aufgrund der großen Bewerberzahlen wurde noch vor 1586 die Errichtung eines neuen Gebäudes geplant. [Zweite Periode:] Das Konvikt wurde nach 1595 neuorganisiert und war bis 1603 tätig. [Dritte Periode:] 1618 wurde das Konvikt erneut reorganisiert und war bis 1653 in der Mission von Abtsdorf (neben Klausenburg) untergebracht. Im Jahr 1649 lebten dort 15 Adelige und 7 Bedienstete.

[Erste Periode:] Ein Seminar funktionierte schon zwischen 1583 bis 1588 als Internat für arme Studenten (seminarium pauperum). 1585 hatte es 80 Zöglinge. [Zweite Periode:] Das Seminar hat man nach 1618 neuorganisiert, hatte ein Haus in Abtsdorf neben der Mission. Es hat mehr Schüler als das adelige Konvikt.

Die Jesuitenregenten des adeligen Konvikts sind in den Ordenskatalogen von 1702 aufgeführt. Zwischen 1712 und 1763 lag die Zahl der im Konvikt lebenden Studenten regelmäßig zwischen 60 und 70 pro Jahr. Danach, bis 1773, lag die Studentenzahl jährlich bei 100–120. Die Mehrheit waren Alumni, deren Unterhalt von der Stiftungskapital finanziert wurde, und eine Minderheit zahlte für die Verpflegung (sog. Konviktoren).

István Apor, siebenbürgische Kämmerer, spendete 30.000 Gulden (1698) für die Wiederbegründung des Seminars. 1701 öffnete man die Einrichtung wieder, und ab 1702 setzte man Jesuitenregenten als Leiter ein. Das Stiftungsvermögen wurde später durch weitere Schenkungen aufgestockt (1701: Bertalan Szebellédi, Vikar des siebenbürgischen Bistums, 1.000 Gulden; 1711: István Illyés, 200 Gulden). Im Jahr 1701 ordnete Leopold I. erneut die Überweisung von jährlich 1.000 Gulden für das Seminar an und erneuerte damit einen früheren Erlass von István Báthory. (Der Betrag sollte aus dem sogenannten Kathedralengeld der sächsischen Priester bezahlt werden.)

Ab 1731 versorgte die jesuitische Apotheke neben den Studenten auch die lokale Bevölkerung mit Medikamenten.

János Antalfi, Bischof von Siebenbürgen gründete die Druckerei in 1727, und sie war bis 1773 unter der Verwaltung der Jesuiten betrieben. Danach wurde sie nicht an die Piaristen übergeben, sondern von der Siebenbürgischen Regierung verpachtet.

Sie wurde 1718–1719 (in Abtsdorf, Mănăștur, Kolozsmonostor) erbaut. (Siehe auch oben.)

Maximilian Hell hielt sich von 1752 bis 1755 in Klausenburg auf, wo er in der akademischen Ausbildung und in der Seelsorge tätig war. 1755 übernahm er die Leitung des mathematischen Kabinetts. Er war an der Gründung der Sternwarte beteiligt. Der mathematische Turm hat man jedoch nie ganz fertiggestellt, die Beobachtungen wurden in dem halbfertigen Gebäude durchgeführt.

Schule, Unterricht

[Erste Periode:] Die Jesuiten kamen erstmals 1581 nach Klausenburg, wo ihr fünfjähriges Gymnasium bald sehr beliebt wurden. Sie hatten jährlich 150–200 Schüler, und 1585 fügten sie einen philosophischen Kurs hinzu, wodurch sich die Gesamtzahl der Schüler auf 230 erhöhte. Damit bildeten sie eine ernsthafte Konkurrenz für die ebenfalls renommierte unitarische (antitrinitarische) Stadtschule. (Damals war die ganze Stadt fast ausschließlich unitarisch.)
[Zweite Periode:] Nach ihrer Rückkehr nach Abtsdorf (Mănăștur, Kolozsmonostor) im Jahr 1616 richteten die Jesuiten neben der Mission ein sechsklassiges Gymnasium mit drei Magistern ein (einer von ihnen war manchmal Laienlehrer). Es gab auch protestantische und griechisch-orthodoxe Schüler, aber nur Katholiken durften die Rhetorikklasse besuchen. Ein Gesamtbild der Schülerschaft des 17. Jahrhunderts ergibt sich aus den überlieferten Album (Mitgliederbuch) der Schülerkongregation. (Die Liste der Schüler hat Júlia Varga aufgrund dieser und anderer Quellen rekonstruiert). Um 1640 lag die jährliche Schülerzahl bei etwa 100, in den 1650er Jahren waren es 140–150. In den 1660er Jahren, als die Mission und die Schule nach Klausenburg umzogen, wurde der Unterricht vorübergehend unterbrochen. In den 1680er Jahren stieg die jährliche Schülerzahl wieder auf 150–160. Nachdem die Jesuiten das Gebäude des vorherigen unitarischen Kollegs in der Innenstadt erhalten hatten, stieg die Schülerzahl in den 1690er Jahren sprunghaft an, und 1695 gab es mehr als 200 Schüler, wobei vier Magister gleichzeitig unterrichteten. Ein erheblicher Teil der Studenten des 17. Jahrhunderts waren Katholiken aus dem Szeklerland, vor allem aus Stuhl Háromszék (36%) und Stuhl Csíkszék (35%). Unter den Schülern gab es einen besonders hohen Anteil an Adeligen (etwa 70 %), darunter die privilegierten Szekler (die „lófők”). (In Siebenbürgen gab es kaum ein katholisches Bürgertum, so dass diese soziale Schicht in der Schule völlig fehlte.) Einige Schüler kamen aus dem Franziskaner-Kleingymnasium von Schomlenberg (Șumuleu, Csíksomlyó), dem Minoriten-Schule von Estelnic (Esztelnek) und dem Jesuiten-Kleingymnasium von Odorhellen (Odorheiu Secuiesc, Székelyudvarhely). Neben den katholischen, ungarischsprachigen Szeklern gab es auch einige rumänische Schüler (etwa 5%). Von fast einem Fünftel der Schüler ist bekannt, dass sie eine höhere Ausbildung auch absolviert haben, vor allem in Tyrnau. Die meisten von ihnen wurden Priester, einige traten in den Jesuiten- oder Franziskanerorden ein.
[Dritte Periode:] Die Rekonstruktion der Schülerschaft des 18. Jahrhunderts basiert (wie früher) auf dem Mitgliedsbuch der Studentenkongregation und daneben auf den Namenlisten des adeligen Konviktes. (Die Schulmatrikel wird leider in 1956 vernichtet.)
In den Jahren 1753–1755 lag die Gesamtzahl der Schüler bei etwa 200–250 pro Jahr. Der Anteil der (hauptsächlich) adeligen Schüler war immer noch sehr hoch (60–70%). Die Schüler kamen hauptsächlich aus dem Szeklerland, vor allem aus den Regionen von Stuhl Csíkszék und Stuhl Háromszék, aber auch in großer Zahl aus Stuhl Udvarhelyszék und den Komitaten Mieresch (Maros) und Klausenburg (Kolozs). Neben den katholischen Szeklern gab es auch eine kleine Anzahl griechisch-katholischer rumänischer Studenten aus den siebenbürgischen (übrigens mehrheitlich protestantischen) Komitaten. Einige wenige kamen aus den siebenbürgischen sächsischen Stühle: evangelische Sachsen und auch griechisch-katholische Rumänen. Ein paar Prozent der Studenten kamen aus Nieder- und Oberungarn und aus den ungarischen Komitaten, die an Siebenbürgen grenzen.

[Erste Periode:] Die Akademische Bildung fing gemäß dem Willen des Stifters István Báthory schon zwischen 1581 und 1588 an, obwohl die Institution aufgrund ihrer ersten Auflösung (1588) nicht die formale Universitätsgründung erreichen konnte.
[Zweite Periode:] Neben der philosophischen Kursen wurde zwischen 1712 und 1726 auch eine einfache theologische Ausbildung (Moraltheologie, Kasuistik) für die lokalen Geistlichen angeboten. Die Theologie hatte nur vier bis sieben Studenten pro Jahr. In den 1710er Jahren hatte die philosophische Fakultät jährlich etwa 20 Studenten, zumeist Laien (nicht-Kleriker), aber 1738 waren es bereits 60 Studenten der Philosophie. Nach der Maria-Theresianischen Universitätsreform (1753) wurde die Ausbildungszeit der Philosophie auf zwei Jahre verkürzt. Gleichzeitig begann man jedoch mit dem Bau eines neuen, großen akademischen Gebäudes. Ab 1768 wird auch der Dekan der Theologischen Fakultät in den jesuitischen Personenkatalog aufgenommen. Aber die formale Universitätsgründung in der jesuitischen Ära fand aufgrund der Aufhebung (1773) nicht statt.

Kongregationen

„Annuntiatio Mariae“ lateinische Schülerkongregation. Die Sodalität war zwischen 1582/1584 und 1588 tätig, hatte auch externe (erwachsene) Mitglieder. Präses 1584 Hieronymus Fanfonius aus Italien, dann 1587 Emmanuel Vega. Weil dieser übereifrig war, wurde die Kongregation nach der Vertreibung der Jesuiten aus Siebenbürgen nicht wiederhergestellt.
„Nativitas Reginae Angelorum“ lateinische Schülerkongregation (ab 1745 congregatio minorum). Ab 1641 funktionierte als gemeinsame Kongregation der ganzen Schülerschaft. Im Jahr 1745 wurde eine getrennte Sodalität für die Studenten der Akademie gegründet. Danach diente diese Kongregation weiterhin die Gymnasiasten. Das separate Album der akademischen Studentenkongregation wurde wahrscheinlich 1763 begonnen, denn ab diesem Jahr sind im Mitgliedsbuch dieser Sodalität tatsächlich nur noch die Namen der Gymnasiasten erhalten.
Weil die siebenbürgischen Bischöfe im 17. Jahrhundert dort nicht residieren konnten, fungierten anfänglich katholische siebenbürgische Magnaten als ehrenamtliche Rektoren der Sodalität. Die Namensliste der Studenten des Gymnasiums und der Akademie wurde anhand des Kongregationsalbums teilweise rekonstruiert (von Júlia Varga). Die Sodalität wurde nach der Aufhebung der Gesellschaft Jesu unter den Piaristen, die auch das Gymnasium übernahm, bis zu Jahr 1848 weitergeführt.
„Visitatio Mariae” lateinische, akademische Schülerkongregation. Im Jahr 1745 hatte sich der Schülerkongregation bereits in zwei Sektion gespalten, aber die Bestätigung der Gründung der neuen akademischen Kongregation ging erst am 14. Februar 1763 ein. Wahrscheinlich wurde zu diesem Zeitpunkt das Album der neuen Sodalität (dessen Verbleib leider unbekannt ist) begonnen.
„Agonia Christ” Sodalität. In den Namenlisten der österreichischen Jesuitenprovinz finden wir den ersten Präses der Klausenburger Todesangst-Sodalität im Jahr 1711. Die Präsides der Kongregation waren gleichzeitig die Betreuer des Kalvarienbergs, was auf die enge Verbindung zwischen der Sodalität und dem Kalvarienberg hinweist. Als Kalvarienbergkirche war im 18. Jahrhundert die teilweise zerstörte Abtskirche in Abtsdorf benutzt.
 

Schicksal nach der Aufhebung

1773 wurde die Akademie unter die Aufsicht einer königlichen Kommission gestellt, die theologische Fakultät blieb mit vier, die philosophische Fakultät mit drei Professoren und das Gymnasium mit sechs Lehrern bestehen. (Insgesamt sechs Lehrer waren Exjesuiten.) Im Jahr 1776 übernahmen die Piaristen die Akademie und das Gymnasium, und die Kaiserin ernannte einen königlichen Direktor (director regius universitatis) zu deren Leiter. Der gleiche Orden beaufsichtigte auch die beiden Konvikte. Die wirkliche Entwicklung der Akademie zur Universität wurde durch ein Dekret Josephs II. im Jahr 1784 unterbrochen, der die Einrichtung zu einem königlichen Lyzeum (lyceum regium academicum) herabstufte. Joseph II. löste auch die beiden Konvikte und die Marianische Studentenkongregation auf (1785). Die Akademie wurde mit drei Fakultäten (Philosophie, Jura, Medizin) weitergeführt.

Benefactores

In der ersten Periode des Kollegs (1579–1588) waren die wichtigsten Wohltäter der Siebenbürgische Fürst und polnische König István Báthory und sein Bruder Kristóf Báthory, Statthalter des Fürsten (1576–†1581).
Weitere hervorragende Unterstützer waren von Anfang an die lokale katholische Adlige Siebenbürgens, (Mitglieder des sog. status catholicus). Auch die Beamten der siebenbürgischen Regierungsorgane (Fiskus, Gubernium) gehörten zu den Wohltätern.

Archivmaterial

Das Ungarische Nationalarchiv bewahrt die Reste des ehemaligen Klausenburger Hausarchivs der Jesuiten auf. Nach der Ordensaufhebung wurden die Archive der siebenbürgischen Jesuitenniederlassungen jedoch nicht in das Archiv der Ungarischen Kammer, sondern in das Siebenbürgische Finanzarchiv überführt. Die Dokumente im Zusammenhang mit der Auflösung werden in einer separaten Archivabteilung aufbewahrt.

  • MNL OL Erdélyi országos kormányhatósági levéltárak (Archive der Siebenbürgischen Regierung) F 234, Erdélyi Fiscalis Levéltár (Siebenbürgische Finanzarchiv), Scrinium XXII. Die Akten der Niederlassungen von Klausenburg, Neumarkt am Mieresch und Weissenburg, 19 Büschel und 6 Bände insgesamt.
  • MNL OL Erdélyi országos kormányhatósági levéltárak (Archive der Siebenbürgischen Regierung), Erdélyi kincstári levéltár, F 477 Jesuitica, Akten den aufgelösten Siebenbürgischen Niederlassungen, Dokumente über das Vermögen und die Güter (1773–1780), 2 Büschel

Einige Manuskriptbände sind in verschidenen Institutionen aufbewahrt:

  • Album Sodalitatis Natae Reginae Angelorum Authoritate Apostolica Kolos Monostorini in Residentia Societatis Jesu erectae. [1648–1848]. Erzbischöfliches Archiv von Weissenburg, Alba Iulia (Gyulafehervár) Sign. V.1.
  • Catalogus clericarum Transylvanorum Seminarii Claudiopolitani ab anno 1714. Bibliothek „Batthyaneum“, Weissenburg, Alba Iulia (Gyulafehervár), Handschrift L5 IV.7.
  • Fragmentum annuarum collegii Societatis Iesu Claudiopolitani [1655–1662. Orig.] Francisci Veres Societatis Iesu in Transsilvania missionarii rerum in Transilvania gestarum ab anno 1655 usque ad annum 1662 succinctam narrationem libris v comprehensum. [Orig.] Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Coll. Kaprinai, B, vol. 26.
  • Historia SI Claudiopoli ab anno 1701 ... degentis (usque ad annum 1747). Ungarische Széchényi Nationalbibliothek, Budapest, Handschriftensammlung, Fol. Lat. 2039.
  • Liber continens nomina et historias convictorum Claudiopoli 1703–1748. Erzbischöfliches Archiv von Weissenburg, Alba Iulia (Gyulafehervár) Sign. V.1.
  • Liber memoralis saeculi XVIII. ex Transsilvania. Ungarische Széchényi Nationalbibliothek, Budapest, Handschriftensammlung, Quart. Lat. 3858.
  • Liber rationem nomina promissiones et juramenta RR DD clericorum alumnorum seminarii Claudiopoli 1714–1773. Bibliothek „Batthyaneum“, Weissenburg, Alba Iulia (Gyulafehervár), Handschrift XI-84.

Das Erzbischöfliche Archiv von Weissenburg und Archiv des katholischen Status in Siebenbürgen (Gyulafehérvári Érseki Levéltár és az Erdélyi Katolikus Státus Levéltára) enthält auch weitere jesuitenbezogene Schriftstücke, z. B.

  • Dokumente über die Übertragung von jesuitischem Besitz, 1774–1779. Archiv des katholischen Status, Klausenburg, die Schriften der Akademischen Kirche.
  • Liste der Donationen an die Akademische Kirche, 1737–1906 (ebd.)
Literatur

Apor Péter: Metamorphosis Transylvaniae [1736]. In: Magyar emlékírók, 16–18. század. [Ungarische Memoiren, 16. bis 18. Jahrhundert.] Kiad. Bitskey István. Budapest, 1982. 586–694.

Apor, Péter: Metamorphosis Transylvaniae. Transl. By Bernard Adams. New York–London, 2003.

Argenti, Giovanni: Copia di una lettera del R. P. Gio. Argenta della Compagnia di Gesu al molto Rever. P. Claudio Aquaviva. Preposito Generale della medesima Compagnia. ... Brescia, 1603. [Publiziert: Veress 1983.]

Az erdélyi magyar felsőoktatás évszázadai. Kiállítás és konferencia, emlékkönyv. [Jahrhunderte der ungarischen höheren Bildung in Siebenbürgen. Ausstellung und Konferenz, Gedenkbuch.] Szerk. Faragó József, Incze Miklós, Katona Szabó István. Budapest, 1996.

Bakai Imre: Fundatores academiae Transylvaniae Claudiopolitanae. Claudiopoli, 1713.

Balázs Mihály: Kolozsvár és Vágsellye. Adalék a Mária-kongregációk korai történetéhez [Klausenburg/Cluj und Schelle/Šal’a. Ein Beitrag zu der frühen Geschichte der Marianischen Kongregationen]. In: ders.: Felekezetiség és fikció. Tanulmányok 16–17. századi irodalmunkról. [Konfessionsbildung und Fiktion. Studien zu unserer Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts.] (Régi magyar könyvtár. Tanulmányok 8) Budapest, 2006. 133–137.

Barlay Ö. Szabolcs: Báthory István és a jezsuiták. [István Báthory und die Jesuiten.] In: ders.: Romon virág. Fejezetek a Mohács utáni reneszánszról. [Blumen auf der Ruine. Beiträge zur Renaissance nach Mohács.] Budapest, 1986. 143–186.

Bernád Rita-Magdolna: A jezsuiták levéltári hagyatéka az erdélyi plébániák gyűjteményeiben. [Archivnachlass der Jesuiten in den Pfarrarchiven Siebenbürgens.] Manuskript (2023).

Bisztray Gyula: Az erdélyi tudományos élet és az egyetemi gondolat. [Akademisches Leben und universitäres Denken in Siebenbürgen.] In: Erdély magyar egyeteme. Az erdélyi egyetemi gondolat és a M. Kir. Ferenc József Tudományegyetem története. [Die ungarische Universität von Siebenbürgen. Die transsylvanische Universitätsidee und die Ung. Königl. Franz-Joseph-Universität.] Szerk. Bisztray Gyula, Szabó T. Attila, Tamás Lajos. Kolozsvár, 1941. 25–138.

Bíró Vencel: A Báthory-Apor szeminárium története. [Die Geschichte des Báthory-Apor-Seminars.] Kolozsvár, 1935.

Bíró Vencel: A kolozsvári jezsuita egyetem szervezete és építkezései a XVIII. században. [Die Organisation und der Aufbau der Jesuitenuniversität von Klausenburg im 18. Jahrhundert.] Kolozsvár, 1945.

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Wahre und ausführliche Beschreibung dess Ursprungs dess Wunderbahr-Weynenden, und anjetzo in der Academischen Kirchen der Gesellschaft Jesu zu Clausenburg auf dem Hoch-Altar zierlichst vorgestellten Gnaden-Bilds Mariae. Claudiopolis, 1770.

Załêski, Stanisław: Kolegium w Koloszware i Białogrodzie Vice-prowincya Siedmiogrodzka, 1579–1599. [Das Kolleg von Klausenburg und Weissenburg in der Vizeprovinz Siebenbürgen, 1579–1599.] In: Jezuici w Polcé. [Die Jesuiten in Polen.] Kraków, 1905. 235–244.

MAP

Ab 1579 nutzten die ersten Jesuiten das ehemalige Benediktinerkloster und die Kirche in Abtsdorf. Das Kolleg zog…

(Heute reformierte Kirche.) Das ehemalige Franziskanerkloster in der „Farkas” Straße (Platea Luporum, heute Strada…

Zwischen 1616 und 1657 Besaßen die Jesuiten ihr Mission im Abtsdorf. Das Gebäude wurde ihnen von einer lokalen…

Im ältesten Teil der Innenstadt, nördlich des Hauptplatzes, wurden die früher von den Unitariern benutzten Gebäude…

Die große akademische Kirche wurde zwischen 1718 und 1724 erbaut. Im Jahr 1724 übertrugen die Jesuiten feierlich das…

Die Akademie hatte ein T-förmiges, großes, zweistöckiges Gebäude an der Ostseite der akademischen Kirche, das…

Das Gebäude des Seminars wurde zwischen 1724 und 1728 neben der neuen akademischen Kirche, dem Kolleg und des…

Bereits 1735 wurde das adelige Konvikt gegenüber dem Báthory-Apor-Seminar errichtet. Das Gebäude existiert nicht…


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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