Gebäude
Ehemalige Abtskirche (Schmerzhafte Mutter) einer Benediktinerabtei, Abtsdorf (Mănăștur, Kolozsmonostor)
Beschreibung

Ab 1579 nutzten die ersten Jesuiten das ehemalige Benediktinerkloster und die Kirche in Abtsdorf. Das Kolleg zog 1581 in die Innenstadt von Klausenburg um, aber die Abtskirche wurde auch danach noch genutzt. Ab 1595 wurde die Kirche wieder in Gebrauch genommen, aber nach 1605 mussten die Jesuiten Klausenburg wieder verlassen. Im Jahr 1615 gab der siebenbürgischen Fürst Gábor Bethlen die Abtkirche den Katholiken zurück, so dass die Jesuiten ab 1616 dort wieder die seelsorgerischen Aufgaben ausübten. Sie waren auch in der Pfarrei tätig: nicht nur dort, sondern auch in Klausenburg und den umliegenden Dörfern (Baciu/Kisbács, Leghia/Jegenye, Florești/Szászfenes). Nach 1658 erlitt die Kirche mehrere Kriegsschäden. Nach 1704 blieb nur das Presbyterium unzerstört. Der Jesuit Christoph Tausch, der Architekt der Akademischen Kirche in Klausenburg, malte in der Abtskirche ein Altarbild der Himmelfahrt Mariens (1718). Die Kirche gehörte bis 1773 den Jesuiten. Ab 1782 wurde sie als Militärlager genutzt, und nur das Presbyterium ist in seiner ursprünglichen Form erhalten.

Jesuitenhäuser

46.76125, 23.55797


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
Alle Rechte vorbehalten! / Minden jog fenntartva! © Kádár, Zsófia