An der Nordseite der Pfarrkirche wurde unter Nutzung von früheren Gebäudeteilen nach und nach das Kolleg errichtet, in dem zunächst auch die Schule untergebracht war. Bis November 1687 entstand mit finanzieller Unterstützung (2.300 Gulden) von Leopold Melchior von Beck, dem Oberst der Ofener Burg, ein einstöckiges, einflügeliges Gebäude mit zwölf Zellen im Obergeschoss und Schulräumen sowie einer Küche im Erdgeschoss. Obwohl Erzbischof György Széchényi 1690 weitere 2.000 Gulden für den Bau zur Verfügung stellte, kamen bis 1696 nur mehr neun weitere Räume hinzu.
Die Arbeiten beschleunigten sich durch die Ankunft des jesuitischen Laienbruders Konrád Kerschensteiner in Ofen (1697), der auch für die spätere Planung und den Bau der Ofener Stadtwasserleitung verantwortlich zeichnete (1715–1724). Bis 1700 war das große Refektorium fertiggestellt, und 1702 überdachte man das gesamte Gebäude. Im Jahr 1704 wurde ein Teil des Preises der halbfertig und zwangsläufig verkauften Jesuitenresidenz in Pest für den Bau und die Einrichtung des Kollegs verwendet, der sich auf etwa 4.000 Gulden belief. Bei dem Brand am 28. März 1723 erlitt auch das Dach des Kollegs Schäden, und die Kosten für die Reparatur betrugen mehrere tausend Gulden.
Gebäude
Kolleg
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
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