István Fazekas, Martin Scheutz. 31.05.2025.
Ort

Ofen (Buda)
Königreich Ungarn, Komitat Pest-Pilisch-Scholt

Zeit, Institutionstyp
ab bis Institutionstyp
1687 1688 missio
1688 1701 residentia
1701 1772 collegium
Übergeordnete Jesuitenhäuser
ab bis Institutions
1687 1701 collegium Collegium Jaurinense
Untergeordnete Jesuitenhäuser
Aufhebung
1773
Geschichte

Am 2. September 1686, dem Tag der Rückeroberung Ofens von den Osmanen, begleiteten auch jesuitische Feldkapläne die christlichen Truppen, die die Burg befreiten. Die Burgpfarrkirche (die die Osmanen als Moschee nutzten) nahmen zunächst jedoch nicht die Jesuiten, sondern die Franziskaner, die in größerer Zahl bei der Eroberung anwesend waren, in Gebrauch. Die Jesuiten erhielten anfangs nur eine verfallene Kirche (die bald abgerissene mittelalterliche St. Georgs-Kirche) und einige Grundstücke in deren Nähe an der Ostseite des südlichen Burgteils. Da die Gebäude unbewohnbar waren, zogen sie bald weiter nach Süden, neben die ehemalige Franziskanerkirche, wo sie sich ebenfalls eine Kapelle einrichteten. Am 1. November 1686 nahmen sie hier ihre seelsorgerische Tätigkeit auf.
Die Stadt unterstand der Jurisdiktion der Graner Erzbischöfe im Mittelalter. Nach der Rückeroberung kamen zumeist deutschsprachige Ansiedler in die Stadt, um 1750 lebten etwa 2.400 Bewohner in der befestigten Burg. Die Gesamtbevölkerung von Ofen mit ihren Vorstädten stieg bis 1760 auf 15.000 Köpfe an. Die Stadt unterstand bis 1703 der direkten Kontrolle der Kameraladministration und erhielt dann die Rechte einer königlichen Freistadt.
In seiner Urkunde vom 19. März 1687 gründete der Graner Erzbischof György Széchényi ein Jesuitenkolleg, ein Seminar und ein (adeliges) Konvikt. Széchényi traf eine besondere Bestimmung (29. Juni 1687), dass die Jesuiten ebenfalls die Pfarrer von Ofen und seinen Vororten sowie von Alt-Ofen (Óbuda) sein sollten. Leopold I. bestätigte ihnen dieses Recht sowie den Besitz ihrer Grundstücke und Ländereien in und um Ofen und Großturwall (Törökbálint).
Schon im Jahr 1687 erhielt die Gesellschaft die Burgpfarrkirche Mariä Himmelfahrt (heute Matthiaskirche) und das nördlich davon gelegene Grundstück für das Kolleg — die Akademie war gegenüber dem Kolleg, das Seminar und das Konvikt auf dem Grund südlich der Kirche geplant. Bis November 1687 wurde auf den Ruinen neben der Kirche ein einstöckiges Gebäude mit zwölf Zellen im Obergeschoss und Schulräumen und einer Küche im Erdgeschoss errichtet. Die Jesuiten zogen im November ein und die Niederlassung erhielt den Status einer Residenz (30. November 1687).

Stiftung

Der Graner Erzbischof György Széchényi stellte die Stiftungsurkunde am 19. März 1687 aus. Er gründete das Jesuitenkolleg durch die Übergabe eines Großgrundbesitzes in Neusiedl am See (Nezsider) im Wert von 100.000 Gulden. Er legte auch eine separate Stiftung für die Errichtung eines Priesterseminars, mit einer Herrschaft in der Nähe von Güns (Kőszeg) im Wert von 80.000 Gulden, an. Széchényi gründete zudem ein (adeliges) Konvikt mit einer Länderei in Jois (Nyulas) im Wert von 30.000 Gulden. Leopold I. bestätigte am 10. Oktober 1696 die Stiftung des mittlerweile verstorbenen Erzbischofs.

Mitgliedschaft

Im Jahr 1690 hatte die Niederlassung acht Mitglieder, 1700 waren es schon 16. Im Jahr 1701 erhielt die Residenz den Status eines Kollegs. Die Zunahme der Mitgliederzahl brach nach 1711 ein, weil die Pest und 1723 ein Stadtbrand, der die ganze Burg zerstörte, auftraten. Um 1755 betrug die Gesamtzahl des Kollegs 37, stieg aber nicht weiter an. Von den Priestern waren 7–8 als akademische Professoren, die übrigen als Seelsorger tätig. Sechs Magister unterrichteten im Gymnasium, und den täglichen Unterhalt des Kollegs besorgten zehn Laienbrüder (coadiutores temporales). Der Rektor des Kollegs war gleichzeitig Pfarrer der Mariä Himmelfahrt-Kirche und wurde in dieser Funktion von einem anderen Jesuitenpriester unterstützt. Ab Herbst 1724 gehörte auch die Pfarrei von Ofen-Wasserstadt zum Kolleg, neben der eine ständige Jesuitenresidenz eingerichtet wurde, zunächst mit zwei bis drei, ab 1759 mit vier Mitgliedern.
Eine Besonderheit des Status der Ofener Jesuiten lag in der Ausübung von Pfarrrechten: Der Jesuitenrektor durfte auch in den Vorstädten Pfarrer einsetzen. Die bedingungslose Unterstützung der Erzbischöfe György Széchényi und Leopold Kollonitsch war jedoch unter deren Nachfolgern nicht mehr garantiert. Erzbischof Kollonitsch wollte 1702, dass die Jesuiten die Pfarrei von Pest übernahmen und mit dem Bau eines Ordenshauses und einer Schule begannen, doch Erzbischof Christian August von Sachsen-Zeitz (Ágost Keresztély) entzog ihnen 1710 die Pfarrei von Pest, so dass das halbfertige Gebäude ihrer kurzlebigen Residenz in Pest 1718 verkauft wurde. Zwischen dem Stadtmagistrat der neu organisierten königlichen Freistadt und den Jesuiten wurde 1722–1723 eine Vereinbarung über die Ausübung der Pfarrrechte getroffen: Die Jesuiten sollten die Pfarreien der Ofener Burg und der Wasserstadt versorgen (der Stadtmagistrat verzichtete damit auf die freie Pfarrerwahl); diese Regelung blieb bis 1773 in Kraft.
Die Seelsorgetätigkeit der Jesuiten in den Pfarreien der Burg und der Wasserstadt war mehrsprachig: neben deutsch- und ungarisch- gab es auch slawischsprechende Priester. Anfänglich predigten sie auch in kroatischer Sprache, dieser Predigtdienst wurde aber ab den 1720er Jahren an die (bosnische) Franziskaner der Wasserstadt abgetreten.

Zunahme der Mitgliedschaft
Gebäude, Lage in der Stadt

In der Mitte des 13. Jahrhunderts, als königliche Kapelle gegründet wurde, erhielt die Kirche schon bald Pfarrrechte und stieg zur Pfarrei der neu gegründeten Stadt Ofen auf. Der Turm der spätromanisch-frühgotischen Kirche stürzte 1384 ein, deshalb wurde die Gebäude an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil wieder aufgebaut und erweitert. Im Jahr 1541 fiel Ofen an die Osmanen, und die Burgpfarrkirche wurde als symbolische Zeichensetzung der Eroberung in eine Moschee umgewandelt (Sultan-Süleyman-Moschee, auch Große Moschee genannt). Während der osmanischen Herrschaft baute man die Kirche nach Bedarf um, mauerte die Seitenkapellen zu, fügte eine Mihrāb-Nische hinzu; die Ausstattung wurde vollständig ersetzt.
Nach der Rückeroberung der Stadt nutzten zunächst die Franziskaner die Kirche. Aber am 30. November 1687 gab der Stifter, der Graner Erzbischof György Széchényi, die Pfarrkirche an die neu gegründete Jesuitenniederlassung. Leopold I. bestätigte die Gesellschaft Jesu den Besitz der Kirche und die Pfarrei mit einer Urkunde vom 10. Oktober 1696. Die Jesuiten behielten die Pfarrechte bis 1773.
Die Jesuiten bewahrten die gotische Struktur der Kirche, fügten jedoch eine barocke Ausstattung hinzu. Bis 1688 besaß die Kirche sechs Seitenaltäre, und in den folgenden Jahren fügte man weitere Altäre hinzu, teils durch Spenden von ungarischen Beamten, teils durch Ofener Bürger. Im Jahr 1690 wurde der barocke Hauptaltar der Jungfrau Maria errichtet, gestiftet von Palatin und Fürst Pál Esterházy. 1693 wurde die erste Kanzel fertiggestellt, gestiftet von Johannes Stephanus Werlein, dem früheren Präsidenten der Ofener Kameraladministration. (Diese hat man 1769 durch eine neue Kanzel ersetzt, welche die Witwe von Miklós Zichy, Erzsébet Berényi stiftete.) 1696 erfolgte der Bau eines Vestibüls an der Hauptfassade auf Kosten des späteren Palatins, Grafen Miklós Pálffy. Bis 1717 entstand der Südturm mit einer Uhr.
Der große Stadtbrand am 28. Mai 1723 beschädigte auch die Pfarrkirche; der Nordturm und die Westfassade stürzten ein, die Musikempore und die Orgel wurden zerstört. Ein jesuitischer Laienbruder, Konrad Kerschensteiner (der auch beim Bau des Kollegs eine wichtige Rolle spielte), leitete die Renovierungsarbeiten. Eine gut organisierte, aus jesuitischen Laienbrüder bestehende Tischlerwerkstatt sorgte mit jahrzehntelangen Arbeit für die innere Ausstattung und Einrichtung. Im Jahr 1732 verfügte die Kirche über 13 Altäre. Ab 1758 errichtete man einen neuen Hochaltar (der vorherige war durch einen Blitzschlag beschädigt), der mit einem großen Gemälde der Himmelfahrt Mariä von Caspar Franz Sambach geschmückt war.
Das Patronatsrecht der Pfarrei nahm nach 1773 die Stadt Ofen über. Im Jahr 1793 hat man die Kirche zur (zweite) Kathedrale des Erzbistums Gran ernannt. Die ungarischen Königskrönungen von Franz Joseph I. (1867) und Karl IV. (1916) fanden hier statt. Ab 1873 wurde die Kirche unter der Leitung von Frigyes Schulek einer großen „Restaurierung“, d.h. einem vollständigen Umbau im (neu)gotischen Stil, unterzogen, bei dem die barocke Ausstattung leider vollständig verschwunden ist. Die letzten großen Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten dauerten von 2004 bis 2013.

An der Nordseite der Pfarrkirche wurde unter Nutzung von früheren Gebäudeteilen nach und nach das Kolleg errichtet, in dem zunächst auch die Schule untergebracht war. Bis November 1687 entstand mit finanzieller Unterstützung (2.300 Gulden) von Leopold Melchior von Beck, dem Oberst der Ofener Burg, ein einstöckiges, einflügeliges Gebäude mit zwölf Zellen im Obergeschoss und Schulräumen sowie einer Küche im Erdgeschoss. Obwohl Erzbischof György Széchényi 1690 weitere 2.000 Gulden für den Bau zur Verfügung stellte, kamen bis 1696 nur mehr neun weitere Räume hinzu.
Die Arbeiten beschleunigten sich durch die Ankunft des jesuitischen Laienbruders Konrád Kerschensteiner in Ofen (1697), der auch für die spätere Planung und den Bau der Ofener Stadtwasserleitung verantwortlich zeichnete (1715–1724). Bis 1700 war das große Refektorium fertiggestellt, und 1702 überdachte man das gesamte Gebäude. Im Jahr 1704 wurde ein Teil des Preises der halbfertig und zwangsläufig verkauften Jesuitenresidenz in Pest für den Bau und die Einrichtung des Kollegs verwendet, der sich auf etwa 4.000 Gulden belief. Bei dem Brand am 28. März 1723 erlitt auch das Dach des Kollegs Schäden, und die Kosten für die Reparatur betrugen mehrere tausend Gulden.

Auf der Westseite des Kollegs, auf der anderen Straßenseite, diente seit 1696 ein ebenerdiges Gebäude mit drei Klassenzimmern als Schule. Dieses wurde 1747 erweitert und neugebaut, mit sieben neuen Klassenzimmern und zwei großen Aulen. Die Hauptfassade der einstöckigen „Akademie” war nach Süden ausgerichtet und mit Statuen der Jungfrau Maria, des Hl. Ignatius und des Hl. Franz Xaver geschmückt. An dieser Fassade erinnerten zwei Marmortafeln an Erzbischof Széchényi als Stifter und an den Jesuitenrektor Ferenc Kunics als Bauleiter. Das Gebäude hatte zwei große Tore an der Ostfront (gegen das Kolleg), eines für die Gymnasiasten und eines für die Studierenden der Akademie. Das Erdgeschoss nutzte das Gymnasium, der erste Stock die Akademie.

Die Bauarbeiten begannen 1702, aber man führte sie zwischen 1712 und 1714 weiter, wobei der Seminarregent Pater Georg Ivanich eine wichtige Rolle bei der Bauaufsicht und der Einrichtung spielte. Das Seminar befand sich an der Südseite der Pfarrkirche mit einer zweistöckigen, schlichten Westfassade zum Platz hin (heutigen Dreifaltigkeistplatz). Dieser Gebäudeteil wurde von einem bogenförmigen Durchgang durchbrochen, der zu einem schmalen Hof führte, durch den man über die „Jesuitenstiege” von der Burg zur Wasserstadt hinabsteigen konnte. Neben dem Durchgang befand sich das kunstvolle Tor des Seminars, das mit dem Wappen von Széchényi verziert war.
An den breiteren Westflügel schloss sich im Süden ein schmaler, in seinem Grundriss gebrochener, ebenerdiger Flügel an. Im Erdgeschoss befanden sich das Refektorium, die Küche und die Kammern, der Kellereingang, die Zimmer für die Bediensteten und eine Buchbinderei. In den Obergeschossen befanden sich Wohnräume. Hinter dem Westflügel lagen der Garten und der Hof, durch eine Mauer vom Durchgang getrennt, der zur oben erwähnten Jesuitenstiege führte. Nach der Ordensaufhebung wurde das Gebäude auf drei Stockwerke erweitert. Im Jahr 1786 zog das Seminar nach Pressburg um und die Ungarische Kammer übernahm das ehemaligen Seminargebäude. Im Jahr 1906 wurde das gesamte Gebäude abgerissen.

Die Dreifaltigkeitssäule war für das Ofener Kolleg und die Gemeinde der Stadt von besonderer Bedeutung. Die erste Säule hat man zwischen 1700 und 1706 fertiggestellt und zwischen 1710 und 1713 durch eine größere und prunkvollere Säule ersetzt, die heute noch steht. Sie war eng mit der Heilige Dreifaltigkeit-Herrenkongregation verbunden, die sie erhalten hat und dort regelmäßig Andachten auf dem Platz abhielt.

Verbundene/Weitere Einrichtungen

Der Graner Erzbischof György Széchényi gründete das Seminar gleichzeitig mit dem Jesuitenkolleg, aber der tatsächliche Beginn (aufgrund eines fehlenden Gebäudes) verzögerte sich. Nach dem Willen des Gründers mussten die Klerikern nach der Priesterweihe mindestens drei Jahre lang im ehemaligen Osmanischen Teil des Königreichs Ungarn dienen. Das Seminar nahm das Pazmaneum in Wien zum Vorbild; seine Bewohner trugen dunkelblaue Gewänder.
Obwohl der Bau des Seminargebäudes 1702 begann, waren die Arbeiten während der Kuruzzenkriege für längere Zeit unterbrochen. Die Seminaristen und die Konviktschüler zogen schließlich im Oktober 1714 ein. Als der akademische Philosophiekurs 1712 begann, startete das Seminar mit zehn Kleriker, die sogar in der Rhetorikklasse studierten, und die im ersten Jahr vorläufig im Jesuitenkolleg wohnten. Die Seminaristen zogen im Schuljahr 1713/1714 in ein Bürgerhaus in der Herrengasse, was die Jesuiten für 200 Gulden pro Jahr anmieteten. Ab 1714 beherbergte das Seminar jährlich 15–25 Klerikern.
Im Jahr 1761 entzog der Graner Erzbischof Ferenc Barkóczy der Gesellschaft Jesu die Leitung des Seminars und übertrug das Seminar der Aufsicht von Diözesanpriestern unter der Leitung des Pressburger Domherrn György Szalay. Die Kleriker studierten weiterhin an der Jesuitenakademie, bis die Gesellschaft im Jahr 1773 aufgehoben wurde.

Zur Stiftung des Graner Erzbischofs György Széchényi gehörte auch ein Konvikt. Die Errichtung erfolgte zusammen mit dem Seminar im Jahr 1712. Sechs Studenten wohnten, wie die erste Seminaristen, in diesem Jahr im Kolleg. Im Schuljahr 1713/1714 wohnten sie in dem Miethaus in der Herrengasse. 1714 zogen die Konviktschüler auch in das neue Seminargebäude, das an der Südseite der Pfarrkirche stand. 14 der Schüler bekamen Stiftungsplätze („alumni”), aber viele anderen wohnten dort auf eigene Kosten („convictores”). Die meisten Studenten waren von adeliger Herkunft, einige wenige aber Bürgersöhne.
Der Graner Erzbischof Ferenc Barkóczy entzog dem Jesuitenorden auch die Leitung des Konviktes (1761), obwohl das Jesuitenkolleg dagegen protestierte. Die Konviktschüler studierten jedoch bis 1773 weiterhin am Jesuitengymnasium bzw. an der Akademie.

Schule, Unterricht

Der Unterricht begann wahrscheinlich 1688 mit externen Lehrern nur in der Elementarstufe. Ab 1692 baute man die Mittelschule mit jesuitischen Magister schrittweise auf, ab 1694 mit zwei Klassen, ab 1696 mit drei Klassen und ab 1697 auch mit einer Rhetorikklasse. Lange Zeit unterrichteten drei Lehrer die sechs Klassen. Ab 1741 wurde die Lehrerzahl auf vier, ab 1745 auf fünf und ab 1748 auf sechs erhöht, und die Zusammenlegung von Klassen schaffte man ab. Neben Latein verwendete man in der Mitte des 18. Jahrhunderts in den unteren Stufen auch Deutsch und Ungarisch für schulische Erklärungen.. Diese Mehrsprachigkeit setzte sich auch bei den Schultheateraufführungen fort. Die Stücke behandelten sowohl biblische und antike klassische literarische Themen als auch (ungarische) historische Stoffe.
Die Schülerzahl lag 1715 bei 226, 1748 bei 270. Diese Zahl erreichte in den 1750er Jahren ihren Höhepunkt, als das Gymnasium jährlich etwa 400 Schüler hatte. Im Jahr 1757 besuchten 788 Knaben das Gymnasium und die Akademie zusammen.
Nach der Aufhebung der Gesellschaft Jesu funktionierte die Schule als Königliches Archigymnasium. Von 1832 bis 1851 stand die Schule unter der Leitung der Piaristen und öffnete dann wieder als staatliches Gymnasium. Sein Nachfolger ist (nach mehreren Umorganisationen) bis heute das Katholische Universitätsgymnasium (Egyetemi Katolikus Gimnázium).

Obwohl die Gründungsurkunde aus dem Jahr 1687 auch die Einrichtung einer Akademie vorsah, ließ diese lange auf sich warten. Die militärische Leiter hielten die Ofener Burg aufgrund ihrer Verteidigungsfunktion nicht für eine Akademie geeignet — d. h. die Anwesenheit einer großen Anzahl älterer Studenten innerhalb der Burg betrachtete man als unerwünscht. Ab 1702 gab es mehrere Vorschläge, die Akademie oder die gesamte Jesuitenschule nach Pest zu verlegen, was jedoch nicht zustande kam.
Die philosophischen Kurse begannen 1712 im Gebäude des Jesuitenkollegs mit zwei, ab 1744 dann mit drei Professoren. Das zweijährige Theologiestudium begann 1714. Ab 1726 lehrte ein Professor Kirchenrecht und ab 1735 ein vierter Professor Kontroverstheologie. Die begabteren Kleriker wurden an das Pázmáneum (Collegium Pazmanianum) in Wien geschickt, um dort das vierjährige theologische Vollstudium zu absolvieren, während in Ofen grundsätzlich nur das zweijährige Theologiestudium angeboten wurde.
Im Jahr 1715 besuchten etwa 100 Studenten das Philosophiestudium und etwa 20 das Theologiestudium. Im Jahr 1748 gab es 242 Studenten an der Akademie, wobei die Gesamtzahl der Studenten in den 1750er Jahren mit etwa 300 pro Jahr am höchsten war.

Kongregationen

„Agonia Christi” Sodalität. Die Todesangst-Kongregation war ab 1691 tätig. Ihre jesuitischen Präsides waren in der Regel die deutschsprachigen Festprediger der Burgpfarrei, so dass die Sodalität anfangs die Rolle einer deutsche Bürgerkongregation spielte. Die Mitgliedern nutzten den Heilig-Kreuz-Altar in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt für ihre Andachten. Die Kongregation baute und unterhielt die Heilig-Kreuz-Kapelle und den Kalvarienberg auf dem Josephsberg, wo sie auch regelmäßig Andachten abhielt und wohin Prozessionen zogen. Jedes Jahr am Josefstag führte eine Prozession zum Kalvarienberg, wo die Jesuiten auf Deutsch, Ungarisch, Slowakisch und Kroatisch predigten.
„Praesentatio Mariae, Auxiliatricis Christianorum” lateinische (akademische) Studentenkongregation. Am 9. Juni 1698 wurde die Studentenkongregation des Gymnasiums von der römischen Mutterkongregation „Prima Primaria” bestätigt. Anfangs hatte die Sodalität ein gemischtes Profil, mit Erwachsenen, d.h. militärischen Führern und Soldaten des antiosmanischen Krieges, als Mitglieder. Der erste Rektor war der Oberbefehlshaber Prinz Eugen Franz von Savoyen-Carignan selbst, und zu den ersten Mitgliedern gehörte der Feldmarschall Karl Thomas Prinz von Vaudémont. Das Amt des jesuitischen Präses wurde zunächst von einem Magister der Rhetorik und nach der Gründung der Akademie (1712) in der Regel von einem Theologieprofessor ausgeübt. Im Jahr 1745 wurde die Kongregation getrennt, die „kleinere“ Schülerkongregation verselbstständigte sich. Danach funktionierte diese nur als „akademische“ Kongregation.
„Annuntiatio Mariae” lateinische (kleinere) Schülerkongregation. Im Jahr 1745 wurde die Schülerkongregation mit römischer Erlaubnis von der akademischen Kongregation als unabhängige Sodalität der Gymnasiasten getrennt. Ihre jesuitischen Präsides waren die Lehrer der Rhetorik.
„Heilige Dreifaltigkeit” („Sanctissimae Trinitatis”) ungarische Herrenkongregation. Die Sodalität war im Jahr 1725 begründet worden, nachdem man den Sitz der Königlichen Kurie (Ungarns höchstes Gerichtsforum) im Jahr zuvor nach Pest verlegt hatte. Die Sodalen rekrutierten sich meist aus Beamten der zentralen ungarischen Behörden und auch aus den höchsten Amtsinhabern des Königreichs. Der wichtigste Wohltäter der neuen Kongregation war der Landesrichter István Koháry, der eine Stiftung von 5.500 Gulden für wohltätige Zwecke (zur Unterstützung der in der Stadt Ofen lebenden Ungarn, der armen Bürger und der Waisen) machte. Die ungarischen Palatine dienten als weltlichen Rektoren der Sodalität, die jesuitischen Präsides waren die ungarischen Jesuitenprediger des Kollegs. An ihrem Titularfest (dem Sonntag nach dem Tag des Hl. Stephanus) leiteten verschiedene ungarische Prälaten die Prozession: Die Sodalen umrundeten die Dreifaltigkeitssäule auf dem Platz vor der Pfarrkirche. Das Altarbild der Heiligen Dreifaltigkeit, das 1738 in der südlichen Apsis der Burgpfarrkirche lag, diente der Sodalität als ihr eigenes.

Pfarrei, Weitere Kirche

Die Türbe, also Grabstätte, von Gül Baba (einen bedeutenden „Heiligen” / „veli” der türkischen Stadt Ofen) stand bereits 1548. Die Türbe befand sich neben den jesuitischen Meierhöfen auf dem Josephsberg und war im Besitz der Jesuiten, die sie 1689 umbauten und ab 1690 als Josefskapelle nutzten. Die Fensteröffnungen wurden umgestaltet und auf der Kuppel wurde eine Laterne angebracht. Die Prozessionen von der Ofener Burg zum Josephsberg betrafen auch diese Kapelle. Nach 1773 kam sie in Privatbesitz und wurde ab den 1820er Jahren wieder als islamische Kultstätte genutzt. In den 1880er Jahren hat man die Kapelle erstmals als Türbe restauriert; die letzte größere Renovierung dauerte bis 2018. Heute dient wieder als islamische Gebetsstätte und Museum.

Die Kapelle wurde von den Jesuiten auf dem Gipfel des Josephsberges (1693) erbaut, mit sieben Kreuzwegstationen, die zur Kapelle am Südhang des Hügels führten. Die Todesnagst-Kongregation hat die Kapelle und den Kreuzweg betreut. Nach dieser Kapelle benannte man den Berg selbst später als Kalvarienberg. Vor der Heilig-Kreuz-Kapelle befanden sich damals drei Holzkreuze und daneben zwei kleinere Gebäude (Nischen oder kleineren Kapellen), vermutlich am Hang östlich der Kalvarienbergkapelle: ein Heiliges Grab und eine Statue der Schmerzensmutter. Die Kalvarienbergkapelle nutzte man nach 1773 weiter und benannte sie nach 1909 in eine Veronika-Kapelle um, nach einer nahen gelegenen Straße (Veronika utca). Sie wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1951 abgerissen (und nicht wieder aufgebaut) — heute erinnert nur noch eine Gedenktafel an ihren Standort.

Schicksal nach der Aufhebung

Nach 1773 übernahm der Staat die jesuitischen Institutionen und Immobilien; die Weinberge und Ländereien wurden größtenteils verkauft. Das ehemalige Jesuitengymnasium führte man weiter, eine Zeit lang mit ehemaligen Jesuitenlehrern. Die Akademie war bis 1777 tätig (als die Tyrnauer Universität nach Ofen verlegt wurde), wo einige Exjesuiten weiterhin unterrichteten. Exjesuiten dienten auch noch einige Jahre lang in der Pfarrei der Wasserstadt. Die Pfarrei stand ab 1773 unter der Jurisdiktion der königlichen Freistadt.

Benefactores

Neben dem Stifter des Kollegs, dem Graner Erzbischof György Széchényi, war anfänglich der Präsident der Ungarischen Kammer und Erzbischof Leopold Kollonitsch ein bedeutender Wohltäter der Niederlassung. Von Anfang an waren militärische Führer (z.B. die Burghauptleute von Ofen, Melchior Leopold von Beck und Georg Wilhelm Löffelholz von Kolberg), Beamte der Ofener Kameraladministration (z.B. Johannes Stephanus Werlein), daneben die Beamten der Königlichen Kurie und anderer zentralen Regierungsbehörde sowie die höchstrangigen königlichen Würdenträger (z.B. Palatin Pál Esterházy, Palatin Miklós Pálffy, Oberster Landesrichter István Koháry) wichtige Wohltäter. Auch die Ratsherren und Bürger der Stadt spielten eine bedeutende Rolle (z. B. Georg Christoph Zennegg von Scharffenstein, Bürger und Kammerrat von Ofen). Daneben unterstützten das Komitat Pest-Pilisch-Scholt selbst und seine Beamten die Niederlassung und die Burgpfarrkirche. Mehrere adelige Frauen traten ebenfalls als selbstständige Wohltäterinnen auf, vor allen die Witwe von Miklós Zichy, Erzsébet Berényi.

Garten und Sommerresidenz

Das Jesuitenkolleg hatte einen eigenen Garten in der Vorstadt. Weitere Forschungen müssen seinen genauen Standort klären.

Zeitgenössischen Beschreibungen zufolge befand sich der Garten am „Fuße des Rochus-Berges“. Nach 1773 ging er in Privatbesitz über, aber das große Grundstück wurde lange Zeit nicht parzelliert. In den 1880er Jahren war es im Besitz von Gusztáv Degen, eines Rechtsanwaltes und Mitgliedes des ungarischen Parlaments; damals stand dort eine einstöckige Villa. Die Hauptstadt pachtete zunächst das Gebäude und kaufte dann das Grundstück, und heute befindet sich auf dem Platz ein Rehabilitationszentrum für Personen mit Beeinträchtigung („Mozgássérült Emberek Rehabilitációs Központja”, Marczibányi Platz 3.).

Grundstücke und andere ertragsfähige Immobilien

Ganz am Anfang erhielt die Niederlassung mit königlicher Genehmigung ein großes Grundstück auf einem Hügel nördlich des Burgbergs. Das Gebiet wurde von den Jesuiten selbst nach Joseph I. (dem Sohn von Leopold I.) Josefsburg genannt. (Es existiert auch ein Plan der Weinberge aus dem späten 18. Jahrhundert.) Die Heilig-Kreuz-Kapelle (Kalvarienbergkapelle) wurde zusammen mit zwei anderen kleineren Sakralbauten (ein Heiliges Grab und eine Statue der Schmerzensmutter) auf demselben Gelände errichtet. Die Türbe von Gül Baba an der Ostseite des Hügels ist ebenfalls in den Besitz der Jesuiten gekommen und man hat sie als Josefskapelle umgebaut.

Die Jesuiten erwarben den Besitz 1689 und erhielten 1701 auch eine königliche Urkunde dafür. In den 1690er Jahren wurde das Dorf südwestlich von Ofen von den Raitzen (griechisch-orthodoxe Südslaven) besiedelt. Die Jesuiten luden auch deutschsprachige Siedler (aus Österreich und Bayern) ein, aber die Bevölkerung des Dorfes begann erst nach den Rákóczi-Kriegen zu wachsen. Die Jesuiten nutzten die Überreste gotischer Gebäude aus dem 15. und 16. Jahrhundert für den Bau der Pfarrkirche Darstellung Mariä im Tempel und setzten Pfarrer im Dorf ein. Die Kirche wurde zwischen 1747 und 1763 von Márton Siegel, einem Ofener Baumeister, umgebaut und vergrößert. Im Jahr 1711 hat die lokale Bevölkerung nordwestlich der Kirche eine kleine Votivkapelle zu Ehren der Pestheiligen, vor allem des Heiligen Franz von Xaver, errichtet.
Nach 1773 schenkte die Königin das Dorf mit der exjesuitischen Sommerresidenz dem königlichen Kammerrat József Majláth, der die Residenz um ein Stockwerk erweitern und in ein Schloss umbauen ließ. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es verstaatlicht und wird heute als Lungensanatorium genutzt.

Die Ländereien im Wert von 100.000 Gulden wurde den Jesuiten von dem Graner Erzbischof György Széchényi als Stiftung für das Kolleg (Niederlassung, Schule und Akademie) geschenkt.

Ein Landgut in der Nähe von Güns, das zum Zeitpunkt der Übergabe 80.000 Gulden wert war, übergab der Graner Erzbischof György Széchényi als Stiftung des Seminars den Ofener Jesuiten (1695). Die Güter lagen in mehreren Ortschaften (Lutzmannsburg/ Locsmánd, Großwarasdorf/ Nagybarom, Forchtenstein/ Fraknó), und die Jesuiten verkauften sie im Jahr 1747 an die Familie Esterházy.

Das Gut Jois im Wert von 30.000 Gulden schenkte der Graner Erzbischof György Széchényi den Jesuiten als die Stiftung des Konviktes, geschenkte.

Archivmaterial

Das Ungarische Nationalarchiv (MNL OL, Budapest) bewahrt die Reste des ehemaligen Hausarchivs des Kollegs auf, vor allem die rechtlichen Dokumente. (Fotos, formelle und inhaltliche Beschreibung einiger wichtiger Urkunden werden hier publiziert: Koltai András–Szalay Olga–Farbaky Péter–Rákossy Anna: A templom jezsuita korszaka. [Die Jesuitenzeit der Kirche.] In: Mátyás-templom… — siehe unten!) Darüber hinaus sind einige weitere Manuskriptbände in verschiedenen Sammlungen erhalten geblieben. Die folgende Liste enthält die wichtigsten Bestände.

  • MNL OL MKA E 152, Acta Jesuitica, 5–11. d. 119–120, 155, 181. k. (Collegium Budense, Regestrata)
  • MNL OL MKA E 152, Acta Jesuitica, 197–203. d. (Collegium Budense, Irregestrata)
  • Historia Societatis Jesu Budae gloriosae recuperatae ab infrensissimo Christianitatis hoste Turca per victricia arma semper augusti Romanorum imperatoris Leopoldi primi anno 1686 secunda Septembris per assultum [1686–1736]. Ungarische Széchényi Nationalbibliothek, Budapest, Handschriftensammlung, Fol. Lat. 3440.
  • Historia Collegii Budensis [Societatis Jesu]. Elogia defunctorum, 1737–1771. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab 84.
  • Catalogus studiosorum in archi-episcopali Societatis Jesu Academia Budensi 1730–1773. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, F 89.
  • Convictores Budenses ex fundatione ab anno 1713–(1762). Esztergom (Gran), Szemináriumi Levéltár (Archiv des Seminars), Acta nova diversa, locus 57.
Literatur

Ambrus Máté: Széchényi György esztergomi érsek alapítólevele. „Az Úr szőlőskertjében”: A 335 éves Egyetemi Katolikus Gimnázium és híres diákjainak mozaikos története. [Die Gründungsurkunde des Graner Erzbischofs György Széchényi. „Im Weinberg des Herrn”: Die mosaikartige Geschichte des 335 Jahre alten Katholischen Universitätsgymnasiums und seiner berühmten Schüler.] In: Schola in signo columbae: A Budapesti Egyetemi Katolikus Gimnázium és Kollégium évkönyve a kettős jubileum esztendejében. [Jahrbuch des Katholischen Universitätsgymnasiums Kollegs Budapest im Jahr seines doppelten Jubiläums.] Hrsg. von: Fruzsina Kisfaludyné Balogh. Budapest, 2022. 24–27., 29–50.

Balzer, Johann Heinrich–Pichler, Ferdinand: Ansicht Ofens der Königlichen freyen Hauptstadt Ungarns vom Calvari Berg der naemlichen Stadt gegen Mittag sammt einem Theil der Stadt Pest. Vuë de Bude Ville Roÿale & Capitale de Hongrie du Calvaire de la même le vers le midi Avec une oartie de la ville de Pest. (Kupferstich) 1781. [ÖNB Kartensammlung und Globenmuseum, ALB Vues 11862.]

Czagány István, Gink Judit, Gink Károly: A budavári Mátyás templom. [Die Matthias-Kirche in der Burg von Ofen]. Zweite, erweiterte Ausgabe. Budapest, 1990.

Csemegi József: A koronázó főtemplom építésének története. [Baugeschichte der Krönungskirche.] Magyar Művészet 12(1936) 277–283.

Entz Géza: Die Liebfrauenkirche und die Fischerbastei auf dem Burgberg von Buda. 2. verb., erw. Aufl., übertr. von Ferenc Gottschlig. Budapest, 1987.

Friedrich Endre: A budapesti piarista telek története. A Kegyes-tanítórendiek Budapesti Főgimnáziumának Értesítője, 1913/1914. 1–77.

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MAP

In der Mitte des 13. Jahrhunderts, als königliche Kapelle gegründet wurde, erhielt die Kirche schon bald Pfarrrechte…

Die Türbe, also Grabstätte, von Gül Baba (einen bedeutenden „Heiligen” / „veli” der türkischen Stadt Ofen) stand…

Ganz am Anfang erhielt die Niederlassung mit königlicher Genehmigung ein großes Grundstück auf einem Hügel nördlich…

Zeitgenössischen Beschreibungen zufolge befand sich der Garten am „Fuße des Rochus-Berges“. Nach 1773 ging er in…

Die Jesuiten erwarben den Besitz 1689 und erhielten 1701 auch eine königliche Urkunde dafür. In den 1690er Jahren…

Die Kapelle wurde von den Jesuiten auf dem Gipfel des Josephsberges (1693) erbaut, mit sieben Kreuzwegstationen, die…

An der Nordseite der Pfarrkirche wurde unter Nutzung von früheren Gebäudeteilen nach und nach das Kolleg errichtet,…

Auf der Westseite des Kollegs, auf der anderen Straßenseite, diente seit 1696 ein ebenerdiges Gebäude mit drei…

Die Bauarbeiten begannen 1702, aber man führte sie zwischen 1712 und 1714 weiter, wobei der Seminarregent Pater…

Die Dreifaltigkeitssäule war für das Ofener Kolleg und die Gemeinde der Stadt von besonderer Bedeutung. Die erste…


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

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