Der Unterricht begann wahrscheinlich 1688 mit externen Lehrern nur in der Elementarstufe. Ab 1692 baute man die Mittelschule mit jesuitischen Magister schrittweise auf, ab 1694 mit zwei Klassen, ab 1696 mit drei Klassen und ab 1697 auch mit einer Rhetorikklasse. Lange Zeit unterrichteten drei Lehrer die sechs Klassen. Ab 1741 wurde die Lehrerzahl auf vier, ab 1745 auf fünf und ab 1748 auf sechs erhöht, und die Zusammenlegung von Klassen schaffte man ab. Neben Latein verwendete man in der Mitte des 18. Jahrhunderts in den unteren Stufen auch Deutsch und Ungarisch für schulische Erklärungen.. Diese Mehrsprachigkeit setzte sich auch bei den Schultheateraufführungen fort. Die Stücke behandelten sowohl biblische und antike klassische literarische Themen als auch (ungarische) historische Stoffe.
Die Schülerzahl lag 1715 bei 226, 1748 bei 270. Diese Zahl erreichte in den 1750er Jahren ihren Höhepunkt, als das Gymnasium jährlich etwa 400 Schüler hatte. Im Jahr 1757 besuchten 788 Knaben das Gymnasium und die Akademie zusammen.
Nach der Aufhebung der Gesellschaft Jesu funktionierte die Schule als Königliches Archigymnasium. Von 1832 bis 1851 stand die Schule unter der Leitung der Piaristen und öffnete dann wieder als staatliches Gymnasium. Sein Nachfolger ist (nach mehreren Umorganisationen) bis heute das Katholische Universitätsgymnasium (Egyetemi Katolikus Gimnázium).
Gebäude
Gymnasium
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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