Gebäude
Großturwall (Törökbálint), Jesuitische Sommerresidenz
Beschreibung

Die Jesuiten erwarben den Besitz 1689 und erhielten 1701 auch eine königliche Urkunde dafür. In den 1690er Jahren wurde das Dorf südwestlich von Ofen von den Raitzen (griechisch-orthodoxe Südslaven) besiedelt. Die Jesuiten luden auch deutschsprachige Siedler (aus Österreich und Bayern) ein, aber die Bevölkerung des Dorfes begann erst nach den Rákóczi-Kriegen zu wachsen. Die Jesuiten nutzten die Überreste gotischer Gebäude aus dem 15. und 16. Jahrhundert für den Bau der Pfarrkirche Darstellung Mariä im Tempel und setzten Pfarrer im Dorf ein. Die Kirche wurde zwischen 1747 und 1763 von Márton Siegel, einem Ofener Baumeister, umgebaut und vergrößert. Im Jahr 1711 hat die lokale Bevölkerung nordwestlich der Kirche eine kleine Votivkapelle zu Ehren der Pestheiligen, vor allem des Heiligen Franz von Xaver, errichtet.
Nach 1773 schenkte die Königin das Dorf mit der exjesuitischen Sommerresidenz dem königlichen Kammerrat József Majláth, der die Residenz um ein Stockwerk erweitern und in ein Schloss umbauen ließ. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es verstaatlicht und wird heute als Lungensanatorium genutzt.

Jesuitenhäuser

47.42847, 18.91656


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

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