Die Bauarbeiten begannen 1702, aber man führte sie zwischen 1712 und 1714 weiter, wobei der Seminarregent Pater Georg Ivanich eine wichtige Rolle bei der Bauaufsicht und der Einrichtung spielte. Das Seminar befand sich an der Südseite der Pfarrkirche mit einer zweistöckigen, schlichten Westfassade zum Platz hin (heutigen Dreifaltigkeistplatz). Dieser Gebäudeteil wurde von einem bogenförmigen Durchgang durchbrochen, der zu einem schmalen Hof führte, durch den man über die „Jesuitenstiege” von der Burg zur Wasserstadt hinabsteigen konnte. Neben dem Durchgang befand sich das kunstvolle Tor des Seminars, das mit dem Wappen von Széchényi verziert war.
An den breiteren Westflügel schloss sich im Süden ein schmaler, in seinem Grundriss gebrochener, ebenerdiger Flügel an. Im Erdgeschoss befanden sich das Refektorium, die Küche und die Kammern, der Kellereingang, die Zimmer für die Bediensteten und eine Buchbinderei. In den Obergeschossen befanden sich Wohnräume. Hinter dem Westflügel lagen der Garten und der Hof, durch eine Mauer vom Durchgang getrennt, der zur oben erwähnten Jesuitenstiege führte. Nach der Ordensaufhebung wurde das Gebäude auf drei Stockwerke erweitert. Im Jahr 1786 zog das Seminar nach Pressburg um und die Ungarische Kammer übernahm das ehemaligen Seminargebäude. Im Jahr 1906 wurde das gesamte Gebäude abgerissen.
Gebäude
Gebäude des Seminars und des Konviktes
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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