GRUNDDATEN
Pest
Königreich Ungarn, Komitat Pest-Pilisch-Scholt
| ab | bis | Institutionstyp | |
|---|---|---|---|
| 1701 | 1702 | missio | |
| 1702 | 1717 | residentia |
| ab | bis | Institutions | ||
|---|---|---|---|---|
| 1701 | 1717 | collegium | Collegium Budense |
GESCHICHTE UND TÄTIGKEIT
Geschichte
Jesuitenresidenz (1703–1710/1718).
Im Jahr 1702 kaufte das Ofener Jesuitenkolleg (mit Zustimmung von Erzbischof Leopold Kollonich) ein Grundstück und begann mit dem Bau in Pest – da die Patres die Ofener Burg als ungeeignet für eine Akademie (oder ein größeres Gymnasium) ansahen. Kollonitsch unterstützte den Plan, die Széchényi-Stiftung zwischen Ofen und Pest aufzuteilen, wobei die Akademie möglicherweise in Pest eingerichtet werden sollte. Kollonitsch betraute die Jesuiten auch mit der Leitung der Pfarrei in Pest und überließ ihnen die Einkünfte der Pfarrei. Der Bau wurde von Mihály Dvornikovich, Bischof von Waitzen (Vác), mit 1.000 Gulden unterstützt, aber während der Rákóczi-Kriege kamen die Arbeiten ins Stocken. Im Jahr 1710 entzog der Graner Erzbischof, Christian August von Sachsen-Zeitz (Ágost Keresztély), die Pfarrei der Jesuitenresidenz in Pest, die deshalb finanziell nicht mehr tragbar war. 1718 verkaufte das Ofener Kolleg das unvollendete Gebäude für 4.000 Gulden an die Stadt Pest, die es den neu angesiedelten Piaristen überließ. Nachdem die Piaristen ein größeres Ordenshaus gebaut hatten, wurde die alte Residenz vermietet und an die griechisch-orthodoxe Gemeinde verkauft. Diese baute ihre Kirche direkt daneben (an der Westseite des Hauses, zur Donau hin), und die ehemalige Jesuiten–Piaristenresidenz wurde abgerissen.
QUELLEN
Literatur
Friedrich Endre: A budapesti piarista telek története. A Kegyes-tanítórendiek Budapesti Főgimnáziumának Értesítője, 1913/1914. 1–77.

