Obwohl die Gründungsurkunde aus dem Jahr 1687 auch die Einrichtung einer Akademie vorsah, ließ diese lange auf sich warten. Die militärische Leiter hielten die Ofener Burg aufgrund ihrer Verteidigungsfunktion nicht für eine Akademie geeignet — d. h. die Anwesenheit einer großen Anzahl älterer Studenten innerhalb der Burg betrachtete man als unerwünscht. Ab 1702 gab es mehrere Vorschläge, die Akademie oder die gesamte Jesuitenschule nach Pest zu verlegen, was jedoch nicht zustande kam.
Die philosophischen Kurse begannen 1712 im Gebäude des Jesuitenkollegs mit zwei, ab 1744 dann mit drei Professoren. Das zweijährige Theologiestudium begann 1714. Ab 1726 lehrte ein Professor Kirchenrecht und ab 1735 ein vierter Professor Kontroverstheologie. Die begabteren Kleriker wurden an das Pázmáneum (Collegium Pazmanianum) in Wien geschickt, um dort das vierjährige theologische Vollstudium zu absolvieren, während in Ofen grundsätzlich nur das zweijährige Theologiestudium angeboten wurde.
Im Jahr 1715 besuchten etwa 100 Studenten das Philosophiestudium und etwa 20 das Theologiestudium. Im Jahr 1748 gab es 242 Studenten an der Akademie, wobei die Gesamtzahl der Studenten in den 1750er Jahren mit etwa 300 pro Jahr am höchsten war.
Gebäude
Akademie
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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