Die Kirche gehörte vom 13. bis 15. Jahrhundert zum Ödenburger Johanniterkonvent und wurde im gotischen Stil erbaut. In der Mitte des 15. Jahrhunderts restaurierte die Stadtgemeinde die vernachlässigte Kirche und stattete sie mit neuen Altären aus. Die Jesuiten nutzten die Kirche zwischen 1636 und 1773. Das Gebäude wurde umgebaut und barockisiert, aber aus Geldmangel nie abgerissen, obwohl es unter Bischof György Draskovich junior Pläne dazu gab. In den 1650er Jahren fügte man zusätzlich zur hinteren Kirchenempore zwei Seitenempore hinzu, da die Kirche aufgrund der großen Zahl der Gläubigen während der Predigten überfüllt war. Nach 1674 verlor die Kirche einigermaßen ihre Bedeutung, obwohl sie weiterhin von den Jesuiten betreut wurde. Ab 1675 nutzten die Jesuiten hauptsächlich ihre neue St. Georgskirche in der Innenstadt.
Nach 1773 kaufte Jakab Meskó die Sakralgebäude und schenkte sie später dem Ödenburger Kollegiatskapitel. Im Jahr 1890 hat man die Gebäude nach den Plänen von Ferenc Storno im (neu)gotischen Stil restauriert; ein Teil der barocken Ausstattung übergab man dem Stadtmuseum. Heute gehört die Kirche der Stadtpfarrei, sie wird von der örtlichen kroatischen Gemeinde genutzt.
Gebäude
Johannes-Täufer-Kirche. (Ödenburg, Vorstadt, Wiener Str.)
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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