GRUNDDATEN
Ödenburg (Sopron)
Königreich Ungarn (Komitat Ödenburg)
| ab | bis | Institutionstyp | |
|---|---|---|---|
| 1636 | 1651 | residentia | |
| 1651 | 1773 | collegium |
| ab | bis | Institutions | ||
|---|---|---|---|---|
| 1636 | 1651 | collegium | Collegium Academicum Viennense |
GESCHICHTE UND TÄTIGKEIT
Geschichte
Die königliche Freistadt Ödenburg verfügte zu Beginn des 17. Jahrhunderts über ein selbstbewusstes, mehrheitlich evangelisches Bürgertum und Stadtmagistrat. Die Stadt wurde als Festung nicht ausgebaut, war aber eine regionale Marktzentrale und ein Dreißigistamt; wegen der Kriegszeit oder aufgrund von Epidemien fungierte die Stadt als gelegentlicher Ausrichtungsort der ungarischen Reichstage. Ödenburg war zudem eine lutherische Schulstadt; ein vollständiges evangelisches „Großgymnasium“ war dort ab den 1620er Jahren tätig. Die Bevölkerungszahl lag um 1678 bei circa 8.500.
Die Initiative zu einer jesuitischen Gründung kam vom Raaber Bischof, György Draskovich junior. Er erreichte mithilfe des ungarischen Palatins Miklós Esterházy beim Ödenburger Stadtrat, dass sich die Jesuiten zumindest in der Vorstadt ansiedeln durften. Ein lokales Spezifikum war, dass nicht nur die Gebäude, die Benefizien und die Johannes der Täufer-Kirche des ehemaligen Johanniterkonventes zur Gründung benutzt wurden, sondern auch zwei weitere Benefizien der an Altarpfründen reichen Stadt: das von den Vierzehn Nothelfern genannte Pfründnerhaus (sog. „Kirchhaus“) und das Haus der im Mittelalter gegründeten Bruderschaft „Corporis Christi“. Die Gesellschaft erhielt diese Immobilien zwischen 1636 und 1637, die Residenz war ab 1636 tätig. Trotzdem zögerte sich die Gründung hinaus, weil der als schwierig geltende Bischof Draskovich die jesuitische Stiftung trotz seines Versprechens nicht um die Güter der damaligen Zisterzienserabtei von Pornau (Pornóapáti, Komitat Eisenburg) erweiterte. Das geschah erst 1650, einige Wochen vor dem Tod (28. Oktober 1650, Wien) des Bischofs. So wurde Draskovich doch noch zum Fundator, deshalb wurde er, seinem Letzten Wille gemäß, in der Johannes-Täufer-Kirche in einer eigenen Krypta beigesetzt. Die Residenz erlangte den Titel eines Kollegs erst im Jahre 1651.
Das Kolleg zog erst nach 1674 in das Ödenburger Stadtzentrum, nachdem den Lutheranern unter Leopold I. ihre Kirchen und ihr Gymnasium weggenommen worden waren. Die Jesuiten erhielten die St. Georgskirche und erwarben das Haus einer Schlüsselfigur der ungarischen Magnatenverschwörung, des Rechtsanwalts István Vitnyédy. Daneben kauften die Jesuiten noch ein benachbartes Haus an, so ließen sie ein ganz neues Kolleggebäude zwischen 1680 und 1685 bauen. Das Kolleg übersiedelte man in die Innenstadt, in das neue Gebäude im Jahr 1684. Diese Grundstücke wuchsen zwischen 1685 und 1687 durch Käufe und Schenkungen, so wurde auch das adelige Konvikt nach der St. Georgengasse übersiedelt. In der südlichen Seite der Kirche kauften die Jesuiten zwei weiteren Bürgerhäuser, hier ließen sie bis 1702 ein neues Gymnasiumgebäude aufbauen. Demzufolge entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts ein großer jesuitischer Gebäudekomplex in der Ödenburger Innenstadt: das adelige Konvikt, das Ordenshaus, die Kirche und das Gymnasium.
Stiftung
Der Raaber Bischof György Draskovich junior begründete die Stiftung des Kollegs im Herbst 1650. Die Stiftung umfasste die ehemalige Zisterzienserabtei Pernau (ihre Gebäude und Ländereien), das ehemalige Johanniterkonvent (den sog. „crucigeratus” oder „Kreuzhof”) in der vorstädtischen Wiener Straße, die dazugehörigen Weinberge und Ländereien sowie ein Kapital von 40.000 Gulden. Das Geld ging jedoch nicht an das Ödenburger Kolleg, und es kam zu einer großen Kontroverse um den Nachlass des Bischofs, der wenige Wochen nach dem Fundationsakt verstarb. Die 40.000 Gulden wurden später vom Graner Erzbischof György Lippay zur Gründung eines adeligen Konviktes in Ödenburg verwendet (1661).
Im Jahr 1669 fanden Verhandlungen mit einem der bedeutendsten Aristokraten der Region, dem obersten Landesrichter Ferenc Nádasdy, statt, zu dem auch die Rechtssprechung des ehemaligen Johanniter-Mauthauses (sog. Kreuzhof) in Ödenburg gehörte. Früher hat Nádasdy Konflikten mit den Jesuiten, aber nach seiner Konversion (1643) unterstützte er die Gesellschaft. Nádasdy versprach die Übergabe der Rechte und weitere 28.000 Gulden für die Gründung eines jesuitischen Terziatshauses in Ödenburg. Damit konnte er den Titel eines Fundators (Stifters) erwerben. Doch zahlte er das Stiftungskapital nie, deshalb kam die Gründung nicht zustande.
Mitgliedschaft
Die ersten Mitglieder erschienen in Ödenburg im Herbst 1636, die Niederlassung wird ab 1637 als Residenz in den jährlichen Provinzkatalogen genannt. Bis 1642 richtete man ein fünfklassiges Gymnasium ein, das nach und nach auch um untere Klassen erweitert wurde. Am 17. April 1651 erlangte die Residenz den Status eines Kollegs.
Ab 1654 lag die Gesamtzahl der Mitglieder in der Regel bei 20. Erst nach 1667 stieg die Zahl der Magister auf sechs an. Der folgende Anstieg der Gesamtzahl ist auf die Zunahme der Priester zurückzuführen. Zwischen 1740 und 1773 waren bereits 25–31 Jesuiten in Ödenburg tätig. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts wuchs die Gruppe der Laienbrüder („coadiutores temporales”) von sieben, auf acht und auf neun bis zehn an. Das Personal des Kollegs wurde wiederholt von der Pest heimgesucht, die in manchen Jahren den Tod von vier bis fünf Mitgliedern verursachte.
Die Seelsorge erfolgte in deutscher und ungarischer Sprache, angepasst an die Bevölkerungsstruktur der Stadt und des Komitats, aber immer wieder waren auch kroatische Jesuiten in Ödenburg tätig. Anfänglich war Deutsch die vorherrschende Sprache, ab 1662 gab es aber auch ständig ungarische Jesuitenprediger. Neben ihrer eigenen Kirche predigten die Jesuiten ab 1664 auch in der Heilig-Geist-Kapelle (die bis 1674 als katholische Pfarrkirche der Stadt diente), nämlich auf Ungarisch. Die Gesellschaft übernahm auch die Seelsorge für das städtische Gefängnis und das Spital, was anfangs zu Konflikten mit dem Stadtmagistrat führte. Eine Besonderheit des Ödenburger Kollegs war, dass es mehrere adelige Missionen umfasste, von denen die wichtigsten die Esterházy-Mission und die Nádasdy-Mission waren.
Die Kirche gehörte vom 13. bis 15. Jahrhundert zum Ödenburger Johanniterkonvent und wurde im gotischen Stil erbaut. In der Mitte des 15. Jahrhunderts restaurierte die Stadtgemeinde die vernachlässigte Kirche und stattete sie mit neuen Altären aus. Die Jesuiten nutzten die Kirche zwischen 1636 und 1773. Das Gebäude wurde umgebaut und barockisiert, aber aus Geldmangel nie abgerissen, obwohl es unter Bischof György Draskovich junior Pläne dazu gab. In den 1650er Jahren fügte man zusätzlich zur hinteren Kirchenempore zwei Seitenempore hinzu, da die Kirche aufgrund der großen Zahl der Gläubigen während der Predigten überfüllt war. Nach 1674 verlor die Kirche einigermaßen ihre Bedeutung, obwohl sie weiterhin von den Jesuiten betreut wurde. Ab 1675 nutzten die Jesuiten hauptsächlich ihre neue St. Georgskirche in der Innenstadt.
Nach 1773 kaufte Jakab Meskó die Sakralgebäude und schenkte sie später dem Ödenburger Kollegiatskapitel. Im Jahr 1890 hat man die Gebäude nach den Plänen von Ferenc Storno im (neu)gotischen Stil restauriert; ein Teil der barocken Ausstattung übergab man dem Stadtmuseum. Heute gehört die Kirche der Stadtpfarrei, sie wird von der örtlichen kroatischen Gemeinde genutzt.
Zwei mittelalterliche Häuser wurden von den Jesuiten zu einer Residenz zusammengefügt (1636). An der Westseite stand ursprünglich das Haus der mittelalterlichen städtischen Bruderschaft „Corporis Christi“ und an der Ostseite liegt das von den Vierzehn Nothelfern genannte Pfründnerhaus (sog. „Kirchhaus“). Ab 1651 funktionierte diese Residenz als Kolleg bis 1684. Nach einem Brand im Jahr 1652 wurde das Gebäude erweitert, wahrscheinlich um ein neues Stockwerk und zehn neue Räume. Nach dem Umzug des Kollegs in die Innenstadt blieb das altes „Kolleum“ bis 1773 im Besitz der Jesuiten und wurde nach 1684 für wirtschaftliche Zwecke genutzt. Zu dem Haus gehörten ein kleiner Garten und mehrere Weinberge. Im Jahr 1779 ging das Gebäude in den Besitz des Ödenburger Kollegiatskapitels über und wird heute als Wohnhaus genutzt.
Auch als Meierhof der Jesuiten bekannt.
Die Schule war zunächst im Gebäude des Kollegs (im ehemaligen Haus der Bruderschaft „Corporis Christi“) untergebracht. Aber das renovierte „Kolleum“ war zu klein für das Kolleg und die Schule. Die Jesuiten erhielten 1640 von Bischof György Draskovich das ehemalige Johannitergebäude neben der Johannes-Täufer-Kirche, den sog. „Kreuzhof“. Unter dem Rektorat von Ferenc Paczoth (1639–1641) wurde dieses Gebäude restauriert und das Gymnasium hierher verlegt. Die Schule war hier bis 1702 tätig und zog dann in die Innenstadt um.
Das Gebäude in der Wiener Straße mit seiner West-Ost-Ausrichtung ging nach 1773 in Privatbesitz über und wurde bis 1839 als Gasthaus zu den „Lustigen Bauern“ („Víg Paraszt“) genutzt. Später wurde es abgerissen und durch das Institut Maria Josephinum (eine Einrichtung für behinderte Kinder) ersetzt.
Ab 1661 befand sich hier das adeliges Konvikt, das 1688 in die Innenstadt übersiedelte. Das Gebäude befand sich bis 1773 im Besitz der Jesuiten. Die bemalten Holzbalken in einigen der oberen Räume (erste Stock) stammen noch aus der jesuitischen Zeit. Heute beherbergt es eine Musikschule.
Der Bau der gotischen Kapelle, die bereits Ende des 14. Jahrhunderts stand, unterstützte die St. Georgen-Zunft, deren Mitglieder die Ödenburger Stadtväter waren. Ende des 16. Jahrhunderts diente die Kapelle der Lutherischen Stadtgemeinde und diese Kirche wurde von der großteils lutherischen Stadt unterhalten, die das Gebäude im 17. Jahrhundert mehrmals reparierte.
Im Jahr 1674, infolge der heftigen Gegenreformation, wurde die Kapelle den Jesuiten übergeben. Beim Stadtbrand von 1676 erlitt sie bedeutende Schäden. Im Jahr 1685 ließen die Jesuiten an beiden Seiten des gotischen Kirchenschiffs Kapellen anbauen, in denen später Altäre aufgestellt wurden, u. a. mit Unterstützung von Bischof Leopold Kollonitsch und der Familie Nádasdy. In den Jahren 1705–1706, als Ödenburg von den Kuruzzen belagert wurde, erduldete die Kirche Kanonenbeschuss. Die neue Deckenstuckdekoration ist wahrscheinlich das Werk von Pietro Antonio Conti. Im Jahr 1713 errichtete man auf Kosten von Mihály Esterházy einen neuen Hochaltar. Die Barockfassade stellte man bis 1716 fertig. 1761 erhielt die Kirche erneut einen neuen Hochaltar, der Stifter war der Stadtpfarrer György Primes, das Altarbild malte ein Wiener Meister (Martyrium und Verherrlichung des Heiligen Georg). Nach 1773 wurde die Kirche dem Ödenburger Kollegiatskapitel übergeben (zusammen mit dem Gebäude des ehemaligen Jesuitenkollegs der Innenstadt). Das Kircheninnere wurde 1944–1945 kriegsbeschädigt, aber bis 1948 wiederhergestellt, und die Fassade hat man zuletzt 2020 restauriert. Die barocke Orgel ist original, ihre Innenaufbau stammt aus dem 17. Jahrhundert. Heute gehört die Kirche zur Stadtpfarrei.
Die St. Georgskirche und das angrenzende Vitnyédy-Haus erwarben die Jesuiten in den Jahren 1674–1675.
Beim Stadtbrand im Jahr 1676 wurde das Haus stärker, die Kirche dagegen weniger stark beschädigt. Dies trug dazu bei, dass an der Stelle des Vitnyédy-Hauses und des benachbarten Türk-Hauses (St. Georgengasse 5.), das die Patres 1677 gekauft hatten, zwischen 1680 und 1685 ein völlig neues Kollegsgebäude errichtet wurde, dessen Fertigstellung bis 1699 dauerte, obwohl das Kolleg (die Jesuitengemeinde) bereits 1684 von der Sandgrueb Straße hierher umgezogen war.
Im Jahr 1780 ging das Gebäude in den Besitz der neu gegründeten Ödenburger Kollegiatskapitel über. Es wurde 1945 teilweise zerstört, aber das ehemalige jesuitische Refektorium auf der Südseite im Erdgeschosses blieb erhalten.
An der Südseite der St. Georgskirche standen zwei Bürgerhäuser, die die Jesuiten von Abraham Sowitsch und Samuel Wohlmut gekauft haben (1691, 1694). Hier errichtete die Gesellschaft das neue Gymnasiumsgebäude bis 1702. Zur Zeit der Ordensaufhebung war die Schule einstöckig, mit einem kleinen Theatersaal an der Fassade zur St. Georgengasse. An der Südseite der Kirche, auf dem Boden der Schule, befand sich eine Kapelle des Heiligen Franz Xaver. Beide Gebäude wurden später abgerissen und 1874 ließ der Benediktinerorden an ihrer Stelle ein neues Schulgebäude errichten.
1685/1687 kauften die Jesuiten das ehemalige Nádasdy-Haus, ursprünglich ein gotisches Wohnhaus, nördlich des neuen Jesuitenkollegs. Im Jahr 1688 zogen die Konviktschüler hierher um (aus dem vorstädtischen Konviktsgebäude). 1766 hat man das Gebäude um ein Stockwerk erweitert. Das Konvikt wurde 1773 aufgelöst und danach befand sich das Haus in Privatbesitz. 1945 wurde die hintere, östliche Fassade zerstört.
Am 15. Oktober 1661 erließ der Graner Erzbischof György Lippay die Gründungsurkunde für das adeligen Konviktes. Zu diesem Zweck verwendete er 40.000 Gulden aus dem Nachlass von Bischof György Draskovich, die er dem Ödenburger Kolleg gestiftet hatte. Mit den bisherigen Zinsen aus diesem Kapitalstock kaufte der Erzbischof ein Haus für das Konvikt in der Windmühlgasse, in der Ödenburger Vorstadt. Die Stiftung umfasste 15 Freiplätze, und es wurden auch selbst bezahlte Konviktschüler eingestellt. Laut Stiftungsurkunde konnten Knaben aufgenommen werden, die mindestens 12 Jahre alt waren, das Gymnasium besuchten, aus ungarischem Adelsfamilien stammten, möglicherweise arm waren, aus protestantischen oder konvertierten Familien kamen. Das Präsentationsrecht für die Freiplätze lag bei den Raaber Bischöfe. Leopold I. bestätigte die Gründung im Jahr 1669.
In den 1680er Jahren kauften die Jesuiten einen eigenen Vorstadtmeierhof für das Konvikt. Im 18. Jahrhundert erhielt das Konvikt weitere kleinere Stiftungen. Im Jahr 1688 zog das Institut in das neue Gebäude in die Innenstadt um. Im Jahr 1769 gab es 56, 1771 52 Konviktschüler (davon 17 in den Freiplätzen, sog. „alumni”). Nach 1773, aus finanziellen Schwierigkeiten, wurde es mit dem Raaber adeligen Konvikt zusammengelegt (also praktisch nach Raab verlegt).
Das ab 1642 fünfklassiges Gymnasium verfügte nach 1653 auch über eine regelmäßige Parva-Klasse (typischerweise in zwei Gruppen unterteilt: „parvistae minores”, „parvistae maiores”). 1667 hatte das Gymnasium sechs Jesuitenlehrer, und 1668 gab es 297 Schüler. Die Schule war zunächst im „Kolleum” (Sandgrueb) untergebracht, dann von 1641 bis 1702 im ehemaligen Johanniterkonvent (Kreuzhof, Wiener Str. 7-11), das zu diesem Zweck umgebaut worden war und sich neben der Johannes-Täufer-Kirche befand. Schließlich zog sie in die Innenstadt, in das neue Schulgebäude neben der St. Georgskirche, um.
Das Matrikelbuch des Gymnasiums aus dem 17. Jahrhundert ist nicht erhalten geblieben, aber wir haben ein skizzenhaftes Bild der Schüler auf der Grundlage der Schulmatrikeln von 1707 bis 1773. Die jährliche Schülerzahl schwankte stark, in der Regel zwischen 300 und 450. Mindestens ein Drittel der Buben war von adeliger Herkunft. Die meisten von ihnen (etwa 50–60 %) kamen aus dem Komitat und aus der königlichen Freistadt Ödenburg. Das Gymnasium spielte (auch) als Ausbildungsstätte für die spätere lokale Komitatsbeamten eine wichtige Rolle.
Kongregationen
„Annunciatio Mariae” lateinische Schülerkongregation. Die Sodalität war ab 1640 tätig. Im Jahr 1663 hatte sie 200 Mitglieder.
„Corpus Christi” deutsch–ungarische Bürgerkongregation. Für die Gründung des Kollegs wurde das Haus der mittelalterlichen „Confraternitas Corporis Christi“ verwendet, deswegen wurden die Jesuiten vom Stifter des Kollegs, dem Raaber Bischof György Draskovich, dazu verpflichtet, die Kongregation weiterzuführen. Der Ödenburger Stadtpfarrer Mihály Káldy erwarb 1625 die Güter der Kongregation von der evangelischen Stadtleitung zurück und gründete die Kongregation neu. Sie hatte 1640 30 Mitglieder, die lokale Katholiken (Handwerker, Weinhauer) waren. Ihre Patronen waren die einheimischen ungarischen Magnaten (1669 der Landrichter Graf Ferenc Nádasdy). Ihr Mitgliedsbuch ist erhalten.
„Agonia Christi” Kongregation. Die Sodalität wurde im Jahr 1661 gegründet. Sie hatte bis 1666 eine abgetrennte ungarische und deutsche Abteilung, danach wurde sie von deutschen Predigern geleitet. Ihr Album stammt aus dem 18. Jahrhundert, das auch Daten für die frühere Periode beinhaltet.
Schicksal nach der Aufhebung
Das Gymnasium wurde 1777 zunächst vom Dominikanerorden und ab 1802 vom Benediktinerorden übernommen und unterhalten. Die Benediktiner bauten das neue Schulgebäude an der St. Georgengasse. Im Jahr 1948 hat man die Schule verstaatlicht.
Nach der Gründung des Ödenburger Kollegiatskapitels erhielt es die ehemalige St. Georgskirche und das Gebäude des ehemaligen Jesuitenkollegs (1779–1780), später auch die Johannes-Täufer-Kirche.
(LAND)WIRTSCHAFT UND ERHOLUNGSIMMOBILIEN
Benefactores
Zu den Wohltätern des Kollegs gehörten die Raaber Bischöfe und andere ungarische Erzpriester (z.B. Erzbischof György Lippay, Leopold Kollonitsch, Raaber Bischof Ferenc Zichy), die bedeutendsten Aristokraten der Region (z.B. Palatin Miklós Esterházy, der oberster Stadtrichter Ferenc Nádasdy, später Palatin Pál Esterházy), wichtige Adelige (z.B. der Sekretär des Palatins Esterházy, István Aszalay) und einige Stadtpfarrer (z.B. György Primes). Weitere Forschungen können die Rolle des Komitatsadels und der städtischen Elite des 18. Jahrhunderts klären.
Der Garten lag an der Südseite des Baches Ikva. Im Zeit der Ordensaufhebung gab es in der Mitte des Gartens ein „Lusthaus“ und an der Südseite ein kleines Gärtnerhaus.
Den Meierhof erwarben die Jesuiten in den 1680er Jahren.
Pernau war eine Zisterzienserabtei, die im 12. Jahrhundert zu Ehren der Heiligen Margarete gegründet worden war. Bischof György Draskovich machte die Landgüter der Abtei zum Teil der Stiftung des Ödenburger Jesuitenkollegs. Die Ödenburger Patres übernahmen die Güter im Jahr 1643. Das mittelalterliche „castellum” („monasterium fortificatum”) und die ehemalige Abteikirche standen westlich von der Siedlung Pernau, und die Jesuiten nutzten sie als Verwaltungszentrum ihrer örtlichen Landgüter.
Jährlich zum Fest der heiligen Margareta organisierten die Jesuiten Prozessionen in die Kirche aus den umliegenden Dörfern. Im Jahr 1666 setzten die Jesuiten einen Diözesanpriester als Pfarrer in dem Dorf ein. Im Jahr 1799 wurden die ehemaligen Klostergebäude zusammen mit der Kirche abgerissen und an ihrer Stelle ein neues Wirtschaftsgebäude („domus officialis”) errichtet. Ihre Ruinen stehen noch heute.
Andere Güter der Abtei Pernau befanden sich in den Dörfern Höll (Pokol), Deutschkreuz (Németkeresztes, heute Sopronkeresztúr), Bildein (Beled) und Allerheiligen an der Pinka (Pinkamindszent).
Das Kolleg erhielt auch (einen Teil) der ehemaligen Johanniterlandgüter und Weinberge, die der Stadt Ödenburg gehörten. Diese wurden durch Ankäufe und Schenkungen ständig vergrößert. Sie besaßen auch eine eigene Wassermühle in der Ödenburger Vorstadt.
QUELLEN
Archivmaterial
Das Ungarische Nationalarchiv (MNL OL, Budapest) bewahrt die Reste des ehemaligen Hausarchivs des Kollegs auf, vor allem die rechtlichen Dokumente. Darüber hinaus sind einige weitere Manuskriptbände in verschiedenen Sammlungen erhalten geblieben. Die folgende Liste enthält die wichtigsten Bestände.
- MNL OL MKA E 152, Acta Jesuitica, 61–67. d. (Collegium Soproniense, Regestrata)
- MNL OL MKA E 152, Acta Jesuitica, 218–221. d. (Collegium Soproniense, Irregestrata)
- Historia Collegii Soproniensis. Tom. 1–2. ÖNB, Handschriftensammlung, Cod. 14002–14003.
- Originales literae circa Collegium Soproniense 1639, Lutherisches Gemeindearchiv Ödenburg (Sopron) I. 20.
- MNL, Ödenburger Archiv des Komitatsarchivs Győr–Moson–Sopron, Archiv der Stadt Ödenburg (Sopron Város Levéltára), Oerteliana, Lad. III. et C (Acta et negotia R. R. P. P. Jesuitarum et Dominicanorum)
- Nomina studiosorum Gymnasy Societatis Jesu Soproniensis [1707–1773]. MNL Ödenburger Archiv des Komitatsarchivs Győr–Moson–Sopron, VIII. 52. Die Akten des Ödenburger Benediktinergymnasiums Hl. Astrik, Nr. 33.
- Diözesanarchiv Raab (Győr), Privatarchiv des Raaber Domkapitels (Győri Káptalan Magánlevéltára), Th. XXVII. Nr. 3811–3814.
- Album Congregationis SS. Corporis Christi Sopronii S. I. 1698. Diözesanbibliothek Raab (Győr), Ms. I. 51.
- Album oder Nahmen-Buch einer hoch-löblichen Bruderschafft der Bitteren Todt-Angst Iesu Christi an dem Creutz ... aufgerichtet in der Kirchen deß H. Georgii Societatis Iesu zu Oedenburg. Diözesanbibliothek Raab (Győr), Ms. I. 50.
- Origo et occasio fundationis convictus Soproniensis 1649–1661. Erzdiözesanarchiv Erlau (Eger), Verschiedene Manuskripsbände Nr. 3350.
Literatur
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Csatkai Endre: Művész szerzetesek és iparművészek a soproni kolostorokban a 17–18-ik században. [Künstler-Mönche und Kunsthandwerker in den Klöstern von Ödenburg im 17. und 18. Jahrhundert.] Soproni Szemle 2(1938), 337–338
Csatkai Endre: Soproni iskolai színjátékok a 17–18. században. [Soproner Schultheater im XVII. und XVIII. Jahrhundert.] Színpad 2(1936), 265–270.
Csatkai Endre: A Szent György templom. [Die Kirche des Hl. Georg]. Sopron vármegye műemlékei [Kunstdenkmäler des Komitats Ödenburg] Bd. III. Sopron, 1937. 138–141.
Csatkai Endre, Dercsényi Dezső et al.: Sopron és környéke műemlékei. [Die Kunstdenkmäler von Ödenburg und seiner Umgebung.] 2. überarbeitete, erweiterte Auflage. Budapest, 1956. (Magyarország műemléki topográfiája)
Csatkai Endre: Conti Péter Antal soproni stukkószobrász. [Péter Antal Conti, Stuckateur aus Ödenburg.] In: Emlékkönyv Lyka Károly hetvenötödik születésnapjára. [Gedenkbuch zum fünfundsiebzigsten Geburtstag von Károly Lyka.] Hrsg. von Petrovics Elek. Budapest, 1944. 186–191.
Csatkai Endre: Az Altomonte-k és Schaller István szerepe a soproni barokk festészetben. [Die Rolle der Altomonte und István Schaller in der Barockmalerei von Ödenburg.] Magyar Építészet 1(1952) 69–73.
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Dominkovits Péter: Sopron, a 18. század egyik regionális oktatási központja. (Adatok és szempontok a nyugat-dunántúli vármegyei tisztikarok, nemesi elit társadalomtörténeti feldolgozásához). Ödenburg, eines der regionalen Bildungszentren des 18. Jahrhunderts (Daten und Aspekte zur Sozialgeschichte der Honoratioren und adligen Elite der westtransdanubischen Komitate). In: A város térben és időben. Sopron kapcsolatrendszerének változásai. Konferencia Sopron szabad királyi város 725 évéről. [Die Stadt in Raum und Zeit. Änderungen im Verbindungsnezt von Ödenburg. Konferenz zum 725-jährigen Jubiläum der königlichen Freistadt Ödenburg.] Hrsg. von Turbuly Éva. Sopron, 2002. 123–170.
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