Gebäude
Gymnasium
Beschreibung

Das ab 1642 fünfklassiges Gymnasium verfügte nach 1653 auch über eine regelmäßige Parva-Klasse (typischerweise in zwei Gruppen unterteilt: „parvistae minores”, „parvistae maiores”). 1667 hatte das Gymnasium sechs Jesuitenlehrer, und 1668 gab es 297 Schüler. Die Schule war zunächst im „Kolleum” (Sandgrueb) untergebracht, dann von 1641 bis 1702 im ehemaligen Johanniterkonvent (Kreuzhof, Wiener Str. 7-11), das zu diesem Zweck umgebaut worden war und sich neben der Johannes-Täufer-Kirche befand. Schließlich zog sie in die Innenstadt, in das neue Schulgebäude neben der St. Georgskirche, um.
Das Matrikelbuch des Gymnasiums aus dem 17. Jahrhundert ist nicht erhalten geblieben, aber wir haben ein skizzenhaftes Bild der Schüler auf der Grundlage der Schulmatrikeln von 1707 bis 1773. Die jährliche Schülerzahl schwankte stark, in der Regel zwischen 300 und 450. Mindestens ein Drittel der Buben war von adeliger Herkunft. Die meisten von ihnen (etwa 50–60 %) kamen aus dem Komitat und aus der königlichen Freistadt Ödenburg. Das Gymnasium spielte (auch) als Ausbildungsstätte für die spätere lokale Komitatsbeamten eine wichtige Rolle.

Jesuitenhäuser


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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