Am 15. Oktober 1661 erließ der Graner Erzbischof György Lippay die Gründungsurkunde für das adeligen Konviktes. Zu diesem Zweck verwendete er 40.000 Gulden aus dem Nachlass von Bischof György Draskovich, die er dem Ödenburger Kolleg gestiftet hatte. Mit den bisherigen Zinsen aus diesem Kapitalstock kaufte der Erzbischof ein Haus für das Konvikt in der Windmühlgasse, in der Ödenburger Vorstadt. Die Stiftung umfasste 15 Freiplätze, und es wurden auch selbst bezahlte Konviktschüler eingestellt. Laut Stiftungsurkunde konnten Knaben aufgenommen werden, die mindestens 12 Jahre alt waren, das Gymnasium besuchten, aus ungarischem Adelsfamilien stammten, möglicherweise arm waren, aus protestantischen oder konvertierten Familien kamen. Das Präsentationsrecht für die Freiplätze lag bei den Raaber Bischöfe. Leopold I. bestätigte die Gründung im Jahr 1669.
In den 1680er Jahren kauften die Jesuiten einen eigenen Vorstadtmeierhof für das Konvikt. Im 18. Jahrhundert erhielt das Konvikt weitere kleinere Stiftungen. Im Jahr 1688 zog das Institut in das neue Gebäude in die Innenstadt um. Im Jahr 1769 gab es 56, 1771 52 Konviktschüler (davon 17 in den Freiplätzen, sog. „alumni”). Nach 1773, aus finanziellen Schwierigkeiten, wurde es mit dem Raaber adeligen Konvikt zusammengelegt (also praktisch nach Raab verlegt).
Gebäude
Adeliges Konvikt
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
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