Benedek Vinkovich, Agramer Großpropst, kaufte im Jahr 1626 ein Gebäude vom Akademischen Kolleg, um ein kroatisches Kolleg nach dem Vorbild des Collegium Illyricum in Bologna zu gründen. Die Stiftung setzte sich aus Spenden der Agramer Bischöfe János Monoszlay (3.000 Gulden) und Franjo Ergeljski (Ferenc Ergelics, 2.000 Gulden) und des Agramer Großpropstes Baltazar Dvorničić-Napulji (24.000 Gulden) zusammen. Die ersten Studenten zogen 1627 ein, und die Statuten des Konviktes wurden 1627 erlassen. Das Konvikt stand unter der Aufsicht des Agramer Domkapitels, aber seine Alumnen studierten bei den Jesuiten, fast ausschließlich an der philosophischen Fakultät. In den ersten etwa 50 Jahren leitete ein aus dem Kreis der Alumnen gewählter Kurator das Konvikt, später ein Agramer Domherr. Mitte des 17. Jahrhunderts gab es zehn Konviktschüler, im 18. Jahrhundert etwa 20. Im Konvikt lebten sowohl Kleriker als auch Laien als Alumnen. Die Einrichtung spielte auch eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der Agramer Bischöfe und der kroatischen weltlichen Würdenträger in Wien und bot Unterkunft für kroatische Prälaten und Hochadelige, die nach Wien kamen.
Gebäude
Kroatisches Konvikt (Collegium Croaticum)
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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