GRUNDDATEN
Wien
Österreich unter der Enns
| ab | bis | |
|---|---|---|
| 1625 | 1773 |
GESCHICHTE UND TÄTIGKEIT
Geschichte
Die Gesellschaft Jesu wurde 1551 von Ferdinand I. in Wien eingeführt, die formelle Kolleggründung fand 1563 statt. Gleichzeitig bildete das Kolleg das Zentrum der neuen Österreichischen Jesuitenprovinz. Da die Jesuiten zur Unterhaltung ihrer öffentlichen und kostenfreien Schulen Stiftungskapital oder Ländereien benötigten, verbreitete sich der Institutionstypus des Kollegs innerhalb des Ordens. Obwohl Ignatius Loyola ursprünglich das Professhaus („domus professa“) als grundlegenden Institutionstyp vorgesehen hatte, entstanden nur sehr wenige Professhäuser, in der Regel nur eines pro Ordensprovinz. Das Professhaus war insofern einzigartig, weil es keine Schule unterhalten musste und seine Mitglieder Jesuitenpatres mit vier Gelübden (sog. „professi quatuor votorum“) waren, die sich in erster Linie mit seelsorgerischer und missionarischer Arbeit befassten. Das Professhaus durfte keine eigenen Einkünfte, kein eigenes Stiftungskapital und keinen eigenen Grundbesitz haben. Es konnte sich nur durch gelegentliche Spenden (durch Almosen) selbst versorgen, weshalb ein größeres Professhaus nur in den bevölkerungsreichsten Städten gegründet werden konnte. Tatsächlich standen die Professhäuser innerhalb der Gesellschaft Jesu in der Nachfolge der mittelalterlichen Bettelordenstradition.
Für die Gründung des Wiener Professhauses waren zwei Faktoren ausschlaggebend. Zum einen trennte man im September 1623 die böhmischen und mährischen Häuser von der Österreichischen Provinz und errichtete die unabhängige Provincia Bohemiae. Zum anderen gründete Ferdinand II. im Jahr 1623 das Wiener Jesuitenkolleg praktisch neu, indem er die theologische und die philosophische Fakultät der Universität Wien vollständig den Jesuiten anvertraute und dem Orden einen Großteil der mittelalterlichen Universitätsgebäude überließ. So entstand im Wiener Stubenviertel ein großer neuer Gebäudekomplex für Kolleg, Universität und Gymnasium, in den das Jesuitenkolleg und die Schulen 1625 übersiedelt wurden. Neben dem Collegium Academicum entstand die neue Universitätskirche (1631). Die Gebäude des vorherigen Jesuitenkollegs und der Kirche Am Hof (die durch den Umbau und die Erweiterung des mittelalterlichen Karmeliterklosters und dessen Kirche entstanden waren) wurden frei, um Platz für ein Professhaus zu schaffen. Ferdinand II. gründete im Jahr 1625 das Professhaus, indem er die „alten“ Jesuitengebäude am Platz Am Hof übergab und großzügige Almosen für deren Unterhalt gewährte; anfangs agierten dort 18 Priester und 15 Laienbrüder.
Stiftung
Die Gesellschaft Jesu erinnert sich an Ferdinand II. als den Stifter des Professhauses. Nach jesuitischen Berichten motivierte den Kaiser auch, dass es damals im gesamten Heiligen Römischen Reich keine derartige jesuitische Niederlassung gab. Ferdinand II. ließ neue Gebäude für das Kolleg errichten und machte die alten Jesuitengebäude am Platz Am Hof für das Professhaus nutzbar.
Eleonora Gonzaga, die Gattin Ferdinands II., war eine weitere große Wohltäterin des Hauses. Für die Kirche ließ sie eine goldene Monstranz im Wert von 15.000 Gulden anfertigen und sie finanzierte die neue barocke Fassade der Kirche. (Siehe auch unten.)
Mitgliedschaft
Eine Besonderheit des Professhauses war, dass es auch als Zentrum der Jesuitenprovinz diente: Hier wurden die alle drei Jahre stattfindenden Provinzkongregationen („congregatio provinciae“) abgehalten. Oft wurden bereits kranke und pflegebedürftige Ordensmitglieder hierher „zurückgerufen“ und nach ihrem Tod in der Krypta der Kirche Am Hof beigesetzt. Das Professhaus hatte die ständige Aufgabe, Ordensangehörige aus anderen Jesuitenprovinzen (geflüchtete oder nach Wien entsandte Jesuiten, auch jesuitische Visitatoren) unterzubringen. Das Professhaus war auch die vorgesetzte Einrichtung der Militärfeldkapläne der Provinz, was vor allem administrative Aufgaben für den Präpositus des Hauses bedeutete.
Der Sitz der nach Wien entsandten päpstlichen Nuntien befand sich an der Südseite des Platzes Am Hof, ganz in der Nähe des Professhauses, was auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen hindeutet. Das an der Stelle der mittelalterlichen Pankrazkapelle errichtete Haus („domus Pancratiana“) wurde bereits 1610 vom Jesuitenkolleg bezogen, aber 1626 tauschte man das Gebäude mit Michael Adolf Graf von Althan gegen ein anderes Haus in der Nähe der St. Anna-Kirche. Um 1630 war das Haus bereits im Besitz der Nuntiatur, der Althan es mit Zustimmung der Jesuiten übertrug. Die Nuntien nahmen regelmäßig an jesuitischen Festen teil, z. B. zelebrierte der Apostolische Nuntius Carlo Carafa am 1. Januar 1663 in der Kirche des Professhauses eine Messe, an der Leopold I., Erzherzog Karl Joseph und Kaiserin Eleonora Gonzaga mit ihrem gesamten weiblichen Hofstaat teilnahmen.
Im Professhaus wohnten auch die Jesuiten, die am kaiserlichen Hof dienten (Hofprediger, Hofbeichtväter, Erzieher der Erzherzöge). Im Jahr 1633 gab es drei Jesuitenpriester, um 1710 etwa sieben: die Beichtväter des Kaisers, der Kaiserin, Beichtväter und Erzieher der Erzherzöge und Beichtväter am weiblichen Hof der Kaiserin (sog. „gynaeceum“). Die Hofbeichtväter waren noch im Jahr 1768 Jesuiten.
Unter den Patres des Professhauses finden wir viele Kirchenprediger. Typisch ist das Jahr 1633: zwei Patres predigten in der Kirche Am Hof, einer im Stephansdom, einer in der St. Anna-Noviziatskirche, einer in der St. Laurentiuskirche. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts predigte zudem ein Jesuit in der Spitalkirche der Barmherziger Brüder und einer in der Kirche der Ursulinen. Im 18. Jahrhundert gab es ständige Jesuitenprediger in der Kirche Am Hof und im Stephansdom, wobei es in der Professhauskirche jeweils einen speziellen Prediger für Ungarn, für Italiener und für Franzosen gab. Diese Nationen feierten ihre Nationalfeiertage auch in der Kirche des Professhauses.
Wie beliebt die Kirche Am Hof war, geht daraus hervor, dass die jährliche Gesamtzahl der Kommunionsempfänger im Jahr 1647 bei 69.000 und 1652 bei über 100.000 lag. In den 1640er Jahren bot die Kirche ein breites Spektrum an frommen Aktivitäten an: monatliche Generalkommunion, Abendandachten in der Fastenzeit und Rorate-Messen im Advent. Neben dem Professhaus gab es sieben, nach gesellschaftlichen Gruppen und Sprachen (Deutsch, Italienisch) gegliederte Kongregationen für die Bürger und Handwerker sowie für die Hofbeamten, Herren und Hochadeligen. Jede der Sodalitäten wurde von einem eigenen Jesuitenpräses geleitet und verfügte über ein eigenes Oratorium im Professhaus bzw. über eine Kapelle oder über einen Altar in der Kirche. (Siehe unten.) Ab den 1710er Jahren wurden spektakuläre katechetische Prozessionen mit Tausenden von Kindern von der Kirche Am Hof zum Stephansdom geführt, an denen Kinder teilnahmen, die von den Jesuiten (oder ihren Schülern) in den Volksschulen der Stadt und der Umgebung unterrichtet wurden. Die Prozessionen boten auch die Gelegenheit, kleine Katechismusbücher zu verteilen (ebenfalls jährlich zu Tausenden).
Die Priester des Professhauses gingen in die städtischen Spitäler und Gefängnisse und begleiteten regelmäßig die zum Tode Verurteilten zum Hinrichtungsort. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wollte der Stadtmagistrat diese Tätigkeit einschränken, aber die Seelsorge in den Gefängnissen und Spitälern blieb weiterhin bestehen.
Im Professhaus wurden die ignatianischen Exerzitien (geistliche Übungen) jährlich an verschiedene Gruppen (Laien, oft Adelige oder Priester, oft Kleriker, die kurz vor der Weihe standen) erteilt. Ab den späten 1710er Jahren organisierten die Jesuiten auch Standesexerzitien, was bedeutete, dass geistliche Übungen für eine bestimmte soziale Schicht oder Gruppe (z. B. adelige Damen) erteilt wurden. Nach der Öffnung der Exerzitien auch für das gemeine Volk wurden einige Jesuitenpatres vom ersten Wiener Erzbischof Sigismund Graf von Kollonitsch mit der ganzjährigen Missionsarbeit (sog. „missio vaga“ bzw. „missio Segneriana“) beauftragt, d.h. sie reisten in der Erzdiözese umher, um in kleinen Pfarreien und Filialkirchen zu katechisieren, zu predigen und die Sakramente zu spenden. Später waren die achttägigen Standesexerzitien typisch, die eng mit den Kongregationen verbunden waren und in den Oratorien stattfanden. Bei den Bürgerkongregationen gab es auch gezielte Exerzitien für Bürger und (getrennt) deren Frauen sowie für Diener und für Mägde. Jährlich verteilte man bis zu 3.000–12.000 Exemplare unterschiedlicher Exerzitienbüchlein.
Die beschuhten Karmeliten errichteten Anfang des 15. Jahrhunderts ihre spätgotische Hallenkirche und ihr Kloster am Platz Am Hof. Nach ihrer Ankunft in Wien erhielten die Jesuiten im Jahr 1554 mit päpstlicher Genehmigung von Ferdinand I. die Gebäude des aufgelösten Karmeliterklosters zugesprochen. Die Jesuiten reparierten und bauten die Kirche zunächst nur nach Bedarf um, der große Umbau erfolgte nach dem Brand von 1607 und verzögerte sich bis 1648. Das Innere der Kirche wurde barockisiert (wahrscheinlich nach Entwürfen von Giovanni Battista Carlone), und an die spätgotischen Seitenschiffe, zwischen den ehemaligen gotischen Strebepfeilern, wurden jeweils vier Seitenkapellen angebaut. Im Jahr 1625 errichtete man auf beiden Seiten der Vorhalle noch je eine Kongregationskapelle.
Bis 1642 war der neue Hochaltar fertiggestellt, der auf vier übereinander liegenden Ebenen (1.) die neun Chöre der Engel, (2.) die Hl. Katharina von Alexandrien, den Hl. Joseph, die Hl. Barbara, Johannes den Täufer mit einem gemalten Bild der Jungfrau in der Mitte, (3.) die vier lateinischen Kirchenväter und das IHS-Monogramm und darüber (4.) die Jesuitenheiligen, und im Giebel das Jesuskind mit der Weltkugel, die vier Evangelisten sowie die Erzengel Michael und Gabriel darstellte. Die Seitenkapellen folgten dem jesuitischen System, entsprachen aber auch den Repräsentationsansprüchen der Habsburger und anderer Wohltäter des Ordens. Ihre zeitgenössischen Titel waren (links, von der Eingangshalle ausgehend:) Hl. Leopold, Schutzengel (später Judas Thaddaeus), Hl. Barbara (später Hl. Franz Regis), Hl. Liborius (später Hl. Antonius, gestiftet von Kaiserin Eleonora Gonzaga, 1657), Hl. Franz Xaver (Hl. Aloysius); (und rechts, von der Eingangshalle ausgehend:) Mariä Himmelfahrt (heute nicht benutzt), Hl. Petrus Canisius, Hl. Joseph (später Herz Jesu), Hl. Rosalia (später Pius X.), Hl. Ignatius.
Die barocke Neugestaltung der Kirchenfassade finanzierte die Witwe Kaiser Ferdinands III., Eleonora Magdalena Gonzaga von Mantua-Nevers. Die mittelalterliche Fassade und die Seitenkapellen auf beiden Seiten wurden von einem barocken „Fassadenkörper“ überdeckt, der eine außergewöhnliche Terrasse enthält und das Gesamtbild des Platzes verändert. Die barocke Fassade wurde bis 1663 nach dem Konzept von Filiberto Lucchese fertiggestellt. Die Kaiserin schenkte der Kirche zudem eine goldene Monstranz („ferculum eucharisticum ex auro“) im Wert von 15.000 Gulden.
Das barocke Innere der Kirche ist teilweise erhalten geblieben, obwohl man mehrere Kapellen und Altäre später renoviert oder neugestaltet hat. Im Jahr 1709 errichtete Andrea Pozzo einen neuen Hochaltar mit dem großen Altarbild von der Krönung der Jungfrau Maria.
Nach 1773 wurde die Kirche als Militärkirche verwendet und seit 1783 dient sie als Pfarrkirche. Im Jahr 1786 wurde der kleine mittelalterliche Friedhof hinter dem Chorraum abgetragen und die Kreuzwegstationen außerhalb der Kirche (an der Kirchenmauer) wurden entfernt und durch kleine Verkaufsstände ersetzt.
1798 erfolgte der Umbau des Chores im neoklassizistischen Stil (kassettiertes Tonnengewölbe) und ein neuer Hochaltar kam hinzu. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche mehrmals renoviert. 1908 bis 1952 benutzte die Kirche wieder die Gesellschaft Jesu. Heute dient sie als Rektoratskirche der Erzdiözese Wien und ist Sitz der Kroatischen Mission.
Zwischen 1386 und 1420 errichteten die Beschuhten Karmeliter ihr Kloster und ihre Kirche an der Ostseite des Platzes Am Hof, an der Stelle der ehemaligen Residenz Herzog Friedrichs II. Später, nach der Auflassung des Klosters im Zuge der Reformation, schenkte Ferdinand I. die ehemaligen Karmelitergebäude im Jahr 1554 den Jesuiten. Der Stiftungsbrief des Wiener Jesuitenkollegs (1563, Ferdinand I.) erwähnt diese Gebäude, ihre Requisiten und Ländereien als Eigentum der Niederlassung. Das Jesuitenkolleg und die jesuitische Schule errichtete man an der Stelle des ehemaligen Karmeliterklosters und der daneben erworbenen Häuser, entsprechend den Tätigkeitsfeldern und den Zielen der Jesuiten. Zwischen 1560 und 1563 fanden umfangreiche Umgestaltungs- und Bauarbeiten statt, finanziert von Ferdinand I. Ein an das Kolleg angrenzendes Haus („das Haus des Schneiders“) wurde ebenfalls abgerissen, was die Jesuiten in Konflikt mit dem Stadtmagistrat brachte. Es scheint, dass der Monarch den Bau des neuen Kollegs noch vor seiner offiziellen Kolleggründung im Jahr 1563 genehmigte.
Größere Arbeiten verursachte der Brand von 1607. Das Dach der Kirche musste repariert werden, und im Juni 1607 wurde der Grundstein für ein neues Kollegsgebäude gelegt. Ein erhaltener Grundriss stammt wahrscheinlich aus dieser Bauphase und zeigt das geräumige dreiflügelige Kollegsgebäude mit einem inneren rechteckigen Hof (an der Stelle des ehemaligen Karmeliterklosters), der sich an der Südseite an die Kirche anschließt, sowie das Schulgebäude im Süden. Der gemeinsame Haupteingang zu den beiden Gebäudeteilen erfolgte nicht vom Platz Am Hof aus, sondern von Osten (Seitzergasse).
Im Jahr 1625 übersiedelten das Kolleg und das Gymnasium in das neue Gebäude des Akademischen Kollegs neben dem Stubentor, gegenüber dem Dominikanerkloster, nachdem Ferdinand II. 1623 die theologische und die philosophische Fakultät der Universität Wien den Jesuiten anvertraut hatte (sog. „pragmatica sanctio“). An der Stelle der vom Kaiser übergegebenen mittelalterlichen Universitätsgebäude errichtete die Gesellschaft Jesu bis 1625 das neue Kolleg mit Schule, und bis 1631 auch die Universitätskirche. Der große Gebäudekomplex am Platz Am Hof wurde zum Sitz des 1625 gegründeten Professhauses, und die dortige Jesuitenkirche wurde weiter als eigene Kirche des Professhauses benutzt.
Zwischen 1774 und 1776 wurde das ehemalige Professhaus komplett umgebaut und anschließend als Gebäude des Hofkriegsrats, ab 1848 des Kriegsministeriums benutzt. Im Jahr 1912/1913 wurde das gesamte Gebäude abgerissen und an seiner Stelle ein Bankgebäude errichtet.
Gymnasium des Professhauses (heute Seitzergasse 2–4.) 48.21007, 16.36888
In den Jahren 1654–1657 erwarben die Jesuiten dieses Gebäude für das neu gegründete vierklassige Gymnasium des Professhauses, das sie zu Schulzwecken umbauten. All dies finanzierten sie durch eine Stiftung des Feldherrn Rudolf von Tiefenbach (Teuffenbach) und durch Spenden Ferdinands III. (Das Gymnasium befand sich früher vermutlich neben dem Professhaus und der Kirche, im selben Gebäudeblock.) 1750 wurde das Gebäude um ein Stockwerk aufgestockt, um die Einrichtung der Klassen für Poetik und Rhetorik zu ermöglichen. Dies finanzierte der Jesuit Joseph Aegidiis aus seinem eigenen Erbe.
1645 gelobten Ferdinand III. und seine Frau Maria Anna von Spanien, eine Statue der Maria Immaculata zu errichten, wenn die Stadt von der schwedischen Bedrohung (Belagerung) befreit würde. 1647 löste der Kaiser dieses Versprechen ein und ließ eine Marmorstatue (Entwurf von Johann Jakob Pock) auf dem Platz Am Hof aufstellen. Nach dem Willen von Leopold I. wurde die Mariensäule im Jahr 1667 durch eine neue Bronzestatue (von Carlo Martino Carlone und Carlo Canevale) ersetzt. Die steinerne Säule schenkte der Kaiser dem Hofkammerpräsidenten Georg Ludwig von Sinzendorf, der sie nach Neuburg an der Donau transportieren und dort am Donauufer wiedererrichten ließ, wo sie noch heute steht.
Der Tradition nach wohnte Stanislaus Kostka 1566 in diesem Haus, während er in Wien studierte. Der Raum, in dem Kostka seine bekannten Visionen (Erscheinungen) hatte, wurde 1583 zunächst in eine einfache Kapelle umgewandelt. Der Kult um den Jesuitennovizen verstärkte sich nach seiner Heiligsprechung (1726) noch. Im Jahr 1741 kaufte eine Wohltäterin der Wiener Jesuiten, Maria Barbara Koller(in) von Mohrenfeld, das Gebäude und ließ im ersten Stock die barocke Kapelle (Stuckdekoration, Malereien) ausschmücken. Sie gründete eine Stiftung zur Erhaltung der Kapelle und überließ testamentarisch dem jesuitischen Provinzprokurator die Betreuung der Kapelle.
Kurz nach der Gründung des Professhauses, im Jahr 1629, eröffnete sich die Möglichkeit, ein zweites Jesuitengymnasium in Wien zu gründen, was der Ordensgeneral, Muzio Vitelleschi, nicht ablehnte. Die Gründung der Schule scheiterte vor allem an Zweifeln innerhalb der Gesellschaft Jesu, da sich das Akademische Kolleg gegen die Gründung der Schule aussprach. Es argumentierte, dass es keine Stiftung zur Finanzierung der Lehrer gab und befürchtete, dass die Schüler, insbesondere der Adel, die neue Schule dem Akademischen Kollegium vorziehen würden. Mit der Zustimmung des Monarchen und der Universität richtete man das Gymnasium schließlich ein.
Die Lehrer wurden durch eine Stiftung des Feldherrn Rudolf von Tiefenbach (Teuffenbach) unterhalten. Das Gymnasium war ab 6. November 1650 mit vier Klassen (die höchste war die Syntax) tätig und wurde im Jahr 1654 von der Stadt als öffentliche Schule anerkannt.
Die Schule blieb lange Zeit ein vierjähriges „Kleingymnasium“ mit vier Magistern, die im Professhaus wohnten. Die jährliche Schülerzahl betrug in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts etwa 400, im Jahr 1665 waren es 345, als die Studentenkongregation 139 Mitglieder hatte. Im Jahr 1745 wurde die Poetikklasse und im nächsten Jahr die Rhetorikklasse eingerichtet. Die Erweiterung der Schule war durch die äußerst hohe Schülerzahl in den humanistischen Klassen des Akademischen Kollegs gerechtfertigt. Bis 1773 fungierte die Schule als volles, sechsklassiges Gymnasium. In den 1750er Jahren stieg die jährliche Schülerzahl auf 500–600, von denen etwa ein Fünftel adeliger Herkunft war. Im Jahr 1757 teilten die Jesuiten die Marianische Schülerkongregation, wobei die „größere“ Sodalität vom Lehrer der Rhetorik und die „kleinere“ Sodalität vom Lehrer der Poetik geleitet wurde. Es ist ein Missverständnis in der vorhandenen Literatur über das Gymnasium, dass es 1741 aufgelöst wurde, ebenso, dass es nur wohlhabende (adelige) Schüler hatte. Tatsächlich gab es auch mittellose Schüler, für die täglich an der Pforte des Professhauses Essen ausgegeben wurde (sogenannte arme „Suppen-Studenten“).
Kongregationen
„Annunciatio Mariae“ deutsche Bürgerkongregation. Die im Februar 1581 gegründete Sodalität zählte zunächst vornehme Herren und Damen zu ihren Mitgliedern. Die Kongregation bekam ihre römische Bestätigung am 9. September 1589. Bis 1625 gehörte sie zum Collegium Viennense. Zunächst hatte sie viele vornehme Mitglieder: Schon am Anfang, 1581, die drei aufeinander folgenden apostolischen Nuntien von Wien: Orazio Malaspina (apostolischer Nuntius 1578–1581), Ottavio Santacroce, Bischof von Cervia (apostolischer Nuntius 1581), und Giovanni Francesco Bonomi (Bonhomini), Bischof von San Severo (apostolischer Nuntius 1581–1584), daneben die Kaiserinwitwe Maria von Spanien und deren Tochter Elisabeth, die verwitwete Königin von Frankreich. Der Ordensgeneral Claudio Aquaviva verbot 1591 die Annahme von Frauen. Im Jahr 1649 hatte die Kongregation 300 und 1700 mehr als 560 Mitglieder.
„Assumptio Mariae“ deutsche Herrenkongregation. Die Mitglieder der im Jahr 1627 gegründeten Kongregation waren adelige Herren, hohe Beamte, Mitglieder der kaiserlichen Familie, Herzöge, Fürsterzbischöfe usw. Ihr zweiter Festtag war der Tag der Unbefleckten Empfängnis. Ihre jesuitischen Leiter waren oft die jesuitischen Prediger der Stephanskirche („concionatores ad S. Stephanum“, z. B. P. Joannes Frey 1644–1651 und 1664–1666; P. Everardus Erthal 1657–1663). Im Jahr 1649 hatte die Sodalität 120, im Jahr 1665 250 Mitglieder. Diese Sodalität nutzte die (nicht mehr erhaltene) Immaculata-Kapelle, die man (laut der Stiftungsinschrift) im Jahr 1625 gegründet hatte und die aufgrund der Ausrichtung des Vorraumes der Kirche Am Hof in Richtung Süden ausgerichtet war.
„Conceptio Mariae (divi Francisci Indiarum apostoli)“ italienische Herrenkongregation. Die Sodalität wurde als italienische Sodalität für die Herren des Wiener Hofes gegründet. Eigene jesuitische Präsides sind zwischen 1656 und 1671 nicht belegt. Die Beziehung zwischen der früheren und der späteren Kongregation gleichen Namens ist nicht klar, möglicherweise handelt es sich um eine Neugründung. Nach der Mitte des 17. Jahrhunderts nahm die Sodalität auch vornehme Frauen auf, aber diese Praxis wurde von den jesuitischen Oberen mehrmals verboten. Wegen dieser Debatte lösten die Jesuiten die Sodalität 1698 formell auf. Im Jahr 1699 hat man die Sodalität mit einer neuen Aggregationsbulle neu begründet, danach konnten Frauen nur mehr an den Morgenpredigten teilnehmen.
„Purificatio Mariae“, „kleinere“ deutsche städtische Kongregation, Gesellenkongregation. (Congr. iuvenum coelibum mechanicorum Germanorum, congr. opificum.) Eine getrennte Gesellenkongregation gründeten die Jesuiten im Jahr 1632. Am Anfang hatte sie 300, 1641 600, 1649 800, 1665 600 und 1700 mehr als 500 Mitglieder.
„Nativitas Mariae“, „kleinste“ deutsche städtische Kongregation, Lehrlingskongregation. (Congr. Beatae Virginis Mariae Natae, congr. tyronum mechanicorum, congr. puerorum opificium.) Die Sodalität diente ab 1633 für Handwerkslehrlinge, nachdem sie sich von der Gesellenkongregation (siehe oben) getrennt hatte. Im Jahr 1649 hatte sie 40, im Jahr 1665 180 Mitglieder.
„Praesentatio Mariae“ italienische Gesellenkongregation. (Congr. Beatae Virginis Mariae Praesentatae, congr. Italicae mechanicorum.) Die Sodalität war ab 1635 mit einer Römischen Bestätigung tätig, im Jahr 1649 hatte sie 250, im Jahr 1665 200 Mitglieder.
„Visitatio Mariae“ lateinische Schülerkongregation. Die Gründung im Jahr 1653 stand in Zusammenhang mit der Einrichtung eines Gymnasiums neben dem Professhaus.
„Deponsatio Mariae et sancti Aloysii“ lateinische (kleinere) Schülerkongregation. Nachdem der Unterricht in Poesie und Rhetorik am Gymnasium begonnen hatte, gegründete man im Jahr 1757 eine „kleinere“ Schülerkongregation, deren Präsides die Lehrer der Poetik waren. Die Römische Bestätigung datiert vom 7. März 1757.
„Agonia Christi“ Sodalität. Die im Jahr 1654 gegründete Sodalität hatte wahrscheinlich von Anfang an mehrere tausend Mitglieder, nach ihrer Gründung wurde das Handbuch der Sodalität („manuale“) in einer Auflage von 4.000 Exemplaren gedruckt. Unter ihren Mitgliedern befanden sich Männer und Frauen, Laien und Geistliche. Im Jahr 1654 wurden die Königin von Spanien (Maria Anna von Habsburg) und ihr Bruder Erzherzog Leopold Ignaz (der spätere Kaiser) aufgenommen. Ihr Hauptfest war Dominica Passionis. Im Jahr 1665 hatte die Sodalität schon 16.000 Mitglieder, und jeden Freitag und jeden ersten Sonntag im Monat gab es eine besondere Predigt („exhortation“) für die Mitglieder.
Kongregation der 72 Schüler (Congregatio 72 discipulorum). Die Sodalität bekam im Jahr 1720 eine Römische Bestätigung, wurde aber schon früher gegründet. Ihre Mitglieder waren sehr prominente und wohlhabende Wiener Bürger. Die Kongregation hatte die besondere Aufgabe der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes. Im Jahr 1709 initiierten die Kongregationsvorsitzenden den Bau eines Kalvarienbergs in Hernals, der bis 1714 fertiggestellt war. Von 1720 bis 1773 leiteten die Kongregation jesuitische Präsides, die in der Regel auch als Spitalseelsorger tätig waren.
Katechetische Kongregation (Congregatio de doctrina Christiana). Die Kongregation war ab November 1750 tätig, ihre Titularfest war der 16. Juni, der Gedenktag des Hl. Franz Regis. In der Stadt und in der Erzdiözese Wien spielte der Jesuit Ignaz Parhamer eine Schlüsselrolle in der Organisation der Kongregation und in der Lehre der Katechese. Jährlich veranstaltete die Sodalität Prozessionen mit rund 17.000–18.000 schulpflichtigen Kindern von der Kirche Am Hof zum Stephansdom. Der Katechismusunterricht fand an den Wochenenden und gelegentlich auch an den Wochentagen nachmittags statt und war für alle Kinder, Buben wie Mädchen (im Alter von etwa 7 bis 20 Jahren), verpflichtend. Parhamer ließ für die Kongregation einen Altar in der vorherigen St. Barbara-Kapelle in der Professhauskirche errichten.
Seit ihrer Ansiedlung in Wien predigten Jesuiten auch im Stephansdom, die seit 1625 Priester des Professhauses waren. (Siehe auch: „Mitgliedschaft“.)
Die Jesuiten spielten eine wichtige Rolle beim Bau der sieben Stationen des Kreuzweges vom Stephansdom über das Schottentor nach Hernals (1639) und später auch bei der Errichtung des Kalvarienberges. Der Bau des Kalvarienbergs wurde 1709 von den Leitern der Kongregation der 72 Schüler initiiert. Ab 1720 leiteten jesuitischen Präsides diese Sodalität. Zur gleichen Zeit, ab 1720, betreute der Paulinerorden den Kalvarienberg. Die Prozessionen vom Stephansdom nach Hernals erfolgten vermutlich in Zusammenarbeit zwischen den beiden Orden.
Schicksal nach der Aufhebung
Das Professhaus wurde nach 1773 umgebaut und für den Hofkriegsrat genutzt.
Die Professhauskirche wurde eine Militärkirche, später eine Pfarrkirche, danach wieder Jesuitenkirche, heute ist sie Rektoratskirche der Erzdiözese Wien und Sitz der Kroatischen Mission.
(LAND)WIRTSCHAFT UND ERHOLUNGSIMMOBILIEN
Benefactores
Nach den Regeln der Jesuiten durfte das Professhaus kein festes Einkommen und keinen Grundbesitz haben, um seinen täglichen Bedarf zu decken, sondern musste sich durch gelegentliche Almosen ernähren. Die Wohltäter der Niederlassung waren natürlich die Monarchen selbst, Mitglieder der kaiserlichen Familie, Hofleute, Beamte, Hochadelige usw. Das Haus litt also nicht unter Engpässen, obwohl einige Laienbrüder tatsächlich in der Stadt betteln gingen.
Die Einnahmen des Professhauses spiegeln sich in seiner Größe wider: Im 18. Jahrhundert zählte es ständig mindestens 68–70 Mitglieder. Aber z.B. im Jahr 1711 hatte das Haus Schulden in Höhe von 5.900 Gulden, die ebenfalls durch Almosen zurückgezahlt wurden. Zeitweise gab es auch Schwierigkeiten bei der Versorgung von Gastmitgliedern (z.B. aus anderen Provinzen für kurze oder längere Aufenthalte).
Zur Zeit der Ordensauflösung befand sich diese einzelne Liegenschaft neben dem Baukomplex Am Hof im Besitz des Professhauses.
QUELLEN
Archivmaterial
Eine große Schwierigkeit für die Forschung besteht darin, dass das Hausarchiv des Profeßhauses nach der Aufhebung (1773) größenteils vernichtet wurden. Einige Dokumente aus dem erhaltenen Archiv des Wiener Kollegs betreffen auch die Geschichte des Profeßhauses. Siehe z.B.: Österreichisches Staatsarchiv, Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Klosterakten, Wien, Collegium Academicum, Kart. 117, Kart. 120. 8 (Rechtsstreit zwischen dem Profeßhaus und dem Wiener Kolleg über den Besitz eines Wiener Hauses um 1643), Kart. 122., 135.
Hier befinden sich auch die erhaltenen Archivreste des Profeßhauses, siehe: Österreichisches Staatsarchiv, Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Klosterakten, Wien, Professhaus, Kart. 148–157.
Liste der wichtigsten Manuskriptbände:
Ordinationes momenti maioris et perpetuae, admodum reverendorum patres generalium. [1579‒1747] Archivum Austriae Societatis Jesu, Wien, Sign. 2 11 15 07.
Liber secundus ordinationum in duas partes divisus. Archivum Austriae Societatis Jesu, Wien, Sign. 2 11 15 09.
Memorialia reverendorum patrum provincialium post congregationem provincialem data 1603–1751. Archivum Austriae Societatis Jesu, Wien, Sign. 2 11 15 10.
Catalogus personarum et officiorum domus professae Viennensis 1635 [1627–1755]. Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 118 J 14.
Liber votorum Domus Professae Viennensis 1625–1773. Archivum Austriae Societatis Jesu, Wien, Sign. 2 11 15 23 et 24.
Pinsker, Antonius SJ: Index alphabeticus Personarum ad librum manuscriptum cui inscribitur Liber Votorum Domus Professae Viennesis. Viennae Austriae 1979. (Manuskript.) Archivum Austriae Societatis Jesu, Wien, Sign. 2 11 15 24.
Historia Dom. Prof. Vien. 1550‒1650. Archivum Austriae Societatis Jesu, Wien, Sign. 21 11 15 18.
Litterae annuae Domus Professae Viennens. 1651‒1689. Archivum Austriae Societatis Jesu, Wien, Sign. 21 11 15 25.
Diarium sodalitatis Beatae Mariae Virginis in domo professa Societatis Iesu ab a. 1716–1783. ÖNB Cod. 8047.
Inventarium reliquiarum et paramentorum aliarumque rerum et utensilium ecclesiasticorum fraternitatis coelibum ad S. Mariae Purificationem, quae in domo professa Societatis Jesu Viennae in ecclesia ad 9 choros Angelorum a. 1752 asservata fuerunt. ÖNB Cod. 8096.
Consuetudines Provinciae Austriae ab A. R. P. N. recognitae et approbatae a. 1699, 14. Novembris. ÖNB Cod. 7981.
Libri bibliothecae domus professae Societatis Jesu Viennensis variis concessi 1. Octobris 1770. ÖNB Cod. 9634.
Acta congregationum provincialium Provinciae Austriae a 1576–1649. adjectis responsis generalis ad quaesita et postulata, omnia originalia et appensis sigillis et chirographis munita. ÖNB Cod. 11977. (fol. 43–343.)
Iosepho Augusto ichnographiam hanc imperialis suae sedis Viennae Austriae … dedicat … Werner Arnold Steinhausen. Ao. MDCCX. [Grundrissplan der Stadt Wien mit dem Glacis und angrenzenden Teilen der Vorstädte]. Manuskriptkarte, 1710. Wien Museum, Inv.Nr. 105500. (Siehe auch digitalisiert: Wien Geschichte Wiki, s.v. Stadtplan, Steinhausen (1710)
Examina candidatorum scholasticorum ab anno 1699 usque 1725. [Vermutlich aus dem ehemaligen Provinzarchiv.] Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 118 E 3.
Nomina graduatorum et graduandorum ab anno 1735, horum ab 1730 usque ad annum dissolutionis 1773 in Provincia Austriaca Societatis Jesu complectente Hungariam, Croatiam, Sclavoniam, Transsilvanium, Austriam, Styriam, Carinthiam, Carniolam, Goritiae com. et Istriam, seu certus professionis gradus cum loco et anno ingressus in Tirocinium Societatis juxta ac nativitatis cujusque membri Provinciae. [Vermutlich aus dem ehemaligen Provinzarchiv.] Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 118 E 7.
Liber votorum tam solemnium quam simplicium Societatis Iesu, dividitur in sex partes: Continet quatuor votorum professorum 1., trium votorum professorum 2., coadiutores spirituales formatos 3., coadiutores temporales formatos 4., scholasticos approbatos 5., coadiutores temporales formatos 6. [Vermutlich aus dem ehemaligen Provinzarchiv.] Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 118 G 3.
Literatur
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