Im Jahr 1627 stiftete Graf Ivan Drašković (der spätere Palatin) ein städtisches Haus und einen Garten für den Zweck des Konvikts. Die erste Stiftung erfolgte 1628 durch Ivan Krušelj, den ungarischen königlichen Rechtsdirektor, weshalb das Institut 1696 manchmal noch Krušelianum genannt wurde. Ursprünglich wurde es als „seminarium pauperum” gegründet und genannt. Weitere Stiftungen und Schenkungen von Grundstücken ermöglichten den Unterhalt von etwa 10-18 Alumnen sowie von Musikern (Studenten), die in der Pfarrkirche St. Markus und in der Katharinenkirche dienten, und einigen Priestern (Kaplänen), die ihre Studien bei der akademie fortsetzten. Daneben lebten auch Söhne von Grafen und Baronen im Konvikt, so dass es auch die Funktion eines Adelskonvikts hatte. (Dies wird durch die Tatsache bestätigt, dass es nach 1773 in ein königliches Adelskonvikt umgewandelt wurde und bis 1918 als solches fungierte.)
Der Konvent hatte viele Schwierigkeiten mit den Stiftungen, die nicht immer Zugang zu den Einnahmen hatten, so dass die Zahl der Kostgänger schwankte. Die wichtigsten Wohltäter waren: Graf Nikola Frankopan, Ivan Zakmardi (der große Wohltäter der Niederlassung von Warasdin), Ivan Despotović SJ, Katarina Plemić geb. Bedeković und der in agram geborene Petar Griener (de possessione Grisich). Die Kaplansstellen (die auch große Schwierigkeiten für den Jesuitenobern bedeuteten) wurden ebenfalls von vielen gestiftet: Jelena Ručić geb. Patačić, Agramer Vizegespan Franjo Abanti, Obrist Gottal Emerik Gabrijel und seine Frau. Im Jahr 1730 verfügte das Konvikt über ein Vermögen von etwa 27.000 Gulden, was ein jährliches Einkommen von zirka 1451 Gulden ergab, genug, um 12-18 Studenten pro Jahr zu unterstützen. Als Konviktoren wurden manchmal Söhne der vornehmsten kroatischen-slawonischen Adelsfamilien aufgenommen (z. B. Erdödy, Drašković, Keglević, Oršić, Patačić, Pejačević, Trenk, Vojnović). In den 1760er Jahren hatte das Institut sein eigenes Bildungsangebot (Geografie, Mathematik, deutsche und ungarische Sprache, Musik).
Gebäude
Konvikt (Seminar) zum Hl. Joseph
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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