GRUNDDATEN
Agram (Zagreb, Zágráb)
Königreich Ungarn, Kroatien und Slavonien, Komitat Agram
| ab | bis | Institutionstyp | |
|---|---|---|---|
| 1607 | 1608 | missio | |
| 1608 | 1612 | residentia | |
| 1612 | 1773 | collegium |
| ab | bis | Institutions | ||
|---|---|---|---|---|
| 1607 | 1612 | collegium |
| ab | bis | Institutions | ||
|---|---|---|---|---|
| 1633 | 1644 | missio | Collegium Varasdinense | |
| 1699 | 1701 | missio | Collegium Posseganum | |
| 1701 | 1731 | residentia | Collegium Posseganum |
GESCHICHTE UND TÄTIGKEIT
Geschichte
Die erste Jesuitenniederlassung wurde in Agram zu einer Zeit gegründet, als der ungarische Landtag (nach den Feldzügen des siebenbürgischen Fürsten István Bocskay) den Jesuiten den Erwerb von Landbesitz und Immobilieneigentum im Königreich Ungarn verbot (Wiener Frieden 1606, Pressburger Landtag 1608). Die kroatischen Gesandten der ungarischen Landtag weigerten sich. Mit Hilfe des Stadtrates der freien königlichen Stadt Agram (Oberstadt, Gradec) und der kroatischen Banen erhielten die Jesuiten 1607 das verlassene ehemalige Dominikanerkloster und -kirche der Hl. Katharina. Das Gymnasium wurde 1607 eröffnet und zählte bald 300 Schüler. Im Jahr 1611 wurde dem Kloster mit Hilfe des Zagreber Bischofs Šimun Bratulić (Simon Bratulić) (1603–1611) und der kaiserlichen Bestätigung durch Matthias II. die Propstei Glogovnica (Glogonca) verliehen, und es erhielt den Status eines Kollegs. Die finanzielle Unsicherheit blieb jedoch bestehen, da die Einnahmen der Propstei im Voraus überschätzt worden waren.
Zu Beginn unterstützten neben einigen Stadtvätern vor allem Ivan Drašković (János Draskovich), kroatischer Ban (1595–1606, †1613), sein Schwiegervater, Miklós Istvánffy Geschichtsschreiber, ungarischer Vizepalatin (†1615) und der damalige kroatische Ban Tomo Erdödy (Tamás Erdődy, Ban 1584–1595 und 1608–1615, †1624) die Tätigkeit der Jesuiten. Das Domkapitel stand der Gründung zunächst zwiespältig gegenüber: Einerseits bedauerte, dass die Gesellschaft Jesu nicht in Kaptol (dem Bischöfliche Stadtteil) angesiedelt wurde, andererseits erwies sich die Jesuitenschule bald als qualitativ besser als die eigene Schule des Domkapitels. Neben dem bereits erwähnten Bratulić förderten auch mehrere Prälaten wie Petar Domitrović (Péter Domitrovics), Bischof von Fünfkirchen und später von Agram (1611–1628), und Franjo Ergeljski (Ferenc Ergelics), Bischof von Bosnien und später von Agram (1628–1637), die Jesuiten.
Die Frage der Gründung wurde erst 1656 geklärt. Ignaz von Thonnhausen SJ schenkte vor seiner letzten Profess sein väterliches und mütterliches Erbe der Gesellschaft Jesu als Stiftung des Agramer Kollegs: seine Güter in Pettau (Ptuj) wurden verkauft, so dass eine Stiftung von 47.000 Gulden zustande kam.
Stiftung
Auf Initiative des Agramer Bischofs Šimun Bratulić (Simon Bratulics) (1603–1611) übertrug der Monarch 1611 die Propstei Glogovnica (Glogonca) an die Jesuiten von Agram. Als Gründer gilt der jung verstorbene Ignaz von Thonnhausen SJ, der dem Kolleg 1656 seine Güter im Wert von 47.000 Gulden vermachte. Als Gründer ist er in der Agramer St. Katharinen-Kirche begraben.
Mitgliedschaft
In den 1630er Jahren war das Kolleg auf 20 Mitglieder angewachsen und gehörte damit zu den größeren Kollegs der österreichischen Jesuitenprovinz. Die Mitgliederzahl stieg bis zur Auflösung stetig an, um dann durch Kriege und drei große Stadtbrände (1645, 1674, 1706) wieder zu sinken. In den letzten Jahrzehnten hatte das Kolleg 35-36 Jesuiten. Das Gymnasium hatte seit 1630 sechs Magistrate (von denen einer oder zwei Priester gewesen sein könnten), die Zahl der Priester lag bis Ende des 17. Jahrhunderts bei sechs-acht und stieg in den 1730er Jahren auf über zehn an. Ab 1653 waren in der Regel zwei Professoren an der akademischen Lehre beteiligt, nach 1669 fünf und nach 1749 acht bis neun, wobei der Regent des Konvikts und sein Socius nicht mitgezählt wurden.
Die Seelsorge konzentrierte sich in erster Linie auf die Stadt Gradec, was durch Missionen in der Umgebung und durch Seelsorgsreisen in weiter entfernte Orte ergänzt wurde, z.B. verbrachte in den 1640er Jahren ein Agramer Jesuitenpriester eine längere Zeit auf der Festung Karlstadt (Karlovac, Károlyváros). Von Anfang an predigten die Jesuiten regelmäßig in der Pfarrkirche St. Markus in Gradec, obwohl dies gelegentlich (z. B. 1650) zu Konflikten mit dem örtlichen Stadtpfarrer und manchmal auch mit anderen lokalen Ordensleuten führte. Die Jesuiten versuchten auch, die Streitigkeiten zwischen den beiden Stadtteilen, der freien königlichen Stadt Gradec und dem bischöflichen Kaptol, zu lösen. Seit den 1610er Jahren (auch in den 1630er und 1640er Jahren) setzten sich die Jesuiten dafür ein, dass die beiden Stadtteile eine gemeinsame Fronleichnamprozession abhielten.
In außergewöhnlichen Jahren (wie den Jubiläumsjahren 1726, 1731, 1751) wurden bis zu 70-75.000 Kommunion in der Katharinenkirche gezählt, wo natürlich auch viele Jesuiten beichteten. Im 18. Jahrhundert lag die Gesamtzahl der jährlichen Kommunionen in der Regel zwischen 25.000 und 30.000. Die seelsorgerische Arbeit in der Stadt und ihrer Umgebung umfasste die üblichen „apostolischen” Bereiche: Seelsorge in Gefängnissen und Spitäler, Seelsorge an Armen, Waisen und Prostituierten, daneben Bekehrung und Katechismusunterricht. Die Bekehrung wurde auch unter den „türkisierten” Abtrünnigen in der Grenzregion durchgeführt. Dem Jesuiten Nikola Krajačević SJ wird ein kleiner kroatischer Katechismus aus der Zeit vor 1628 zugeschrieben (obwohl kein Exemplar des Drucks erhalten geblieben ist). Die Jesuiten veröffentlichten auch später in kroatischer Sprache (Wörterbücher, Gebetsbücher usw.).
Als die Jesuiten in der Stadt ankamen, wurde ihnen die Kirche Hl. Katharina überlassen, die früher dem Dominikanerorden gehörte und dann als Waffenkammer genutzt wurde. Daher nutzten sie zunächst die Kapelle St. Fabian und St. Sebastian, die sich neben der Pfarrkirche St. Markus befand, und ab 1607 die Kapelle der Mutter Gottes. Da diese den Kapuzinern überlassen wurde, die 1618 in die Stadt zurückkehrten, ergriffen die Jesuiten die Initiative zum Wiederaufbau ihrer eigenen Kirche. Rektor Juraj Forro (György Forró) SJ suchte Wohltäter. Im Jahr 1620 legte der Agramer Bischof Petar Domitrović den Grundstein für die Kirche. Der Bau verzögerte sich (da zur gleichen Zeit die Kapuzinerkirche gebaut wurde), und als „director fabricae” leitete Georgius Jaszy SJ, ein jesuitischen Laienbruder, den Bau bis 1633. Es entstand eine einschiffige Kirche mit sechs Seitenkapellen (ohne Querschiff). Der Architekt der Kirche ist unbekannt, es wird aber eine Beziehung zum Architekten der Jesuitenkirche in Dillingen, Hans Alberthal, vermutet. Die Kirche hatte nur ein provisorisches Dach, als 1622 ein spektakuläres Fest zur Heiligsprechung des Ordensgründers Ignatius von Loyola SJ und des Missionar Franz von Xaver SJ veranstaltet wurde. Im Jahr 1631 erhielt Rektor Petar Ljubić SJ von Hans Ulrich Fürst von Eggenberg, dem Gubernator von Innerösterreich, den Auftrag, die Kirche mit Glocken zu versehen.
Die Kirche wurde am 26. Sept. 1631 von Agramer Bischof Franjo Ergeljski, in Anwesenheit des kroatischen Bans Zigmund Erdödy (Zsigmond Erdődy) eingeweiht, der den Hauptaltar der Kirche für 4000 Fuß bauen ließ. Im Jahr 1634 weihte Ergeljski die Seitenaltäre ein. Der Bau und die Ausstattung der Kirche wurden vor allem durch Spenden des Adels und der Bürger von Kroatien-Slawonien sowie der Agramer Bürger ermöglicht.
Beim Stadtbrand von 1645 wurde die Kirche weitgehend zerstört, nur die in der Sakristei gelagerten Gegenstände blieben erhalten. Der Wiederaufbau wurde größtenteils vom Ivan Drašković (János Draskovich kroatischen Ban (1639–1646), und dem lokalen Adel (Gräfin Elizabeth Erdődy Gemahlin von Joseph Moscon, Graf Nikola Erdödy, Graf Toma Erdödy, Baron Petar Rattkay, Baron Tomo Mikulić und dem Agramer Vizegespan (podžupan) Ivan Ručić unterstützt. Der Hochaltar wurde von Elizabeth Erdődy (†1653) für 1200 Gulden in Auftrag gegeben. Im selben Jahr wurde auch der Turm über dem Presbyterium gebaut.
Die Kirche wurde 1674 erneut durch einen katastrophalen Stadtbrand zerstört, von dem nur die Mauern und das Gewölbe der Kirche übrig blieben, die jedoch 1677 einstürzten. Der Wiederaufbau wurde dadurch erschwert, dass der größte Teil der Stadt und das Jesuitenkolleg niedergebrannt waren. Bis 1685 waren die Seitenaltäre größtenteils ersetzt worden (WohltäterInnen: Helena Ručić geb. Pataćić, Baron Aleksandar Mikulić, Baron Nikola Rattkay, Graf Emerik Erdődy). Herausragend ist der Apostelaltar (altare sanctorum apostolorum excipientium adventum Spiritus Sancti), gemalt von dem bekannten Agramer Künstler Bernard Bobić. 1684 wurde der neue Hochaltar vom kroatischen Ban Nikola Erdődy (1678–1693) und seiner Frau Joana Magdalena Drašković errichtet. 1762 wurde der Hochaltar erneut ersetzt. Die Kirche erhielt 1689 eine neue Orgel, die von Agramer Bischof Martin Borković (Márton Borkovics, 1667–1687) zur Verfügung gestellt wurde.
Die innere Stuckdekoration und dekorative Ausmalung der Kirche wurde zwischen 1712 und 1726 fertiggestellt (Hauptstifter: Agramer Bischof Emerik Eszterházy, Agramer Propst Pavle Češković, Künstler: Anton Joseph Quadrio). 1729–1730 ließ Emerik Eszterházy (Imre Eszterházy, bereits als Graner Erzbischof) der berühmte Bildhauer Francesco Robba aus Ljubljana ein neuer Altar des Hl. Ignatius anfertigen. Im Jahr 1727 wurde ein achttägiges Fest zur Heiligsprechung des Aloysius von Gonzaga und des Stanislaus von Kostka abgehalten. Die Kirche wurde bei den Stadtbränden von 1706 und 1731 kaum beschädigt. Das illusionistische Gemälde hinter dem Hauptaltar (Diskussion der Heiligen Katharina mit den alexandrinischen Philosophen) stammt von Andrej Kristof Jelovšek (1762), der möglicherweise auch der Künstler des neuen, zeitgleichen Marmor-Hochaltars war.
An der Südseite der Katharinenkirche baute Helena Ručić geb. Pataćić die Loretokapelle, die 1665 von Agramer Bischof Petar Petretić (1648–1667) geweiht wurde. Nach dem Brand von 1674 wurde sie wiederaufgebaut. Im Jahr 1726 wurde ein Turm angebaut, und 1729 ließ der Agramer Domherr Matija Augustić, ein Altarbild aus Marmor von Francesco Robba anfertigen. (Die Kapelle wurde 1875 abgerissen.)
Kolleg. Aufgrund mangelnder finanzieller Mittel wurde erst ab 1641, unter dem Rektorat von Juraj Turković (György Turkovics) SJ (1638–1641) mit dem Bau eines geeigneten Kolleggebäudes begonnen. Bis zu diesem Zeitpunkt lebten die Mitglieder in einem weitgehend aus Holz bestehenden, ungeeigneten Haus. Die Pläne wurden sowohl von General Muzio Vitelleschi SJ, als auch von Johannes Rumer, dem österreichischen Provinzial, gebilligt, der es ermöglichte, dass das Gebäude vollständig in die Stadtmauer von Gradec integriert wurde (wie heute noch zu sehen ist). Der Bau wurde größtenteils von Graf Nikola Erdödy (Miklós Erdődy) und seinem Bruder Toma Erdödy (Tamás Erdődy) unterstützt, die die Kosten für den Südflügel übernahmen, der 1641–1644 gebaut wurde. Der ungarische Landtag (1.000 Gulden), Erzherzog Wilhelm von Habsburg, Graf Elisabeth Erdödy, geb. Moscon, Agramer Domherr Nikola Jalkoci (Miklós Jelkóczy) und Ferdinand II. selbst trugen zu den Kosten bei. Das neue Gebäude wurde bei einem Stadtbrand im Jahr 1645 weitgehend zerstört. Das Kolleg wurde danach durch mehrere Stadtbrände zerstört, so dass die Jesuiten gezwungen waren, die Gebäude bis zum Mitte des 18. Jahrhunderts weiterbauen mussten. 1646 bewilligte der ungarische Landtag auf Vorschlag des kroatischen Bans Ivan Drašković (János Draskovich) 800 Gulden für die Reparaturen, und auch die österreichische jesuitische Provinzversammlung bot Hilfe an.
Der Südflügel wurde in den Jahren 1651–1652 mit Unterstützung der Gräfin Ursula von Thonnhausen und des Raaber Bischofs Juraj Drašković (György Draskovics) wieder aufgebaut. Letzter als Bruder des oben erwähnten Bans, starb 1650, und vermachte dem Zagreber Kolleg 6000 Gulden. Der westliche und der nördliche Flügel wurden 1653–1655 wiederaufgebaut, die Stadt trug mühsam zu ihrer Erweiterung bei. Nach einem weiteren Brand im Jahr 1674 wurde der Südflügel 1679 und der Nordflügel 1685 wiederaufgebaut. Die Korridore des Kollegs wurden mit Gemälden der Ordensgründern, des Stifters Ignaz von Thonnhausen SJ und anderer Wohltäter sowie berühmter europäischer Städte geschmückt. Im Jahr 1693 wurde im Treppenhaus des Kollegs ein Hausaltar mit dem Bild der Madonna mit Kind errichtet, vor dem Litaneien und Andachten zur Jungfrau Maria abgehalten wurden. Das Kolleg (zusammen mit der Kirche und der Schule) wurde 1706 durch einen Brand weitgehend zerstört, und der Wiederaufbau verzögerte sich. Im Jahr 1709 wurde im Garten des Kollegs ein einstöckiger Getreidespeicher errichtet. Bis 1718 wurde das zweite Stockwerk aller drei Flügel fertiggestellt, und 1723 wurde das Dach wieder aufgebaut. Der letzte große Brand war 1731, und obwohl das Gebäude beschädigt wurde, verzögerte sich die Renovierung nicht.
Im Jahr 1662 konsultierte der Rektor, Juraj Habdelić SJ mit dem General Paolo Oliva SJ, über den Entwurf der neuen Schule, aber das Gebäude wurde 1674 durch den Stadtbrand zerstört. Im Jahr 1703 nahm das Kollegium ein Darlehen von 2000 Gulden (zu 4% Zinsen) auf, um ein neues Schulgebäude zu errichten. 1706 wurde das Gebäude, das teilweise fertiggestellt und langsam von den oberen Klassen (theologische, philosophische und oberste Gymnasialklassen) genutzt wurde, durch einen weiteren Brand zerstört. Im Jahr 1709 wurden größere Bauarbeiten durchgeführt und der Theatersaal der Schule vergrößert. (Zuvor gab es nur einen kleinen Theatersaal, die meisten Aufführungen fanden im Hof unter freiem Himmel statt). Der letzte große Brand ereignete sich 1731, wobei die Schule nur mäßig betroffen war.
Das Gebäude wurde in Etappen über mehr als 50 Jahre hinweg errichtet. Der Bau wurde von Regent Juraj Habdelić SJ (1673–1676) initiiert. Der erste Südflügel (zur Save und zum Turopolje) wurde 1676 gebaut. Der zweistöckige Ostflügel (zum Kaptol hin) wurde 1680 fertiggestellt. Der Bau des dritten Flügels wurde von Marija Magdalena Drašković geb. Nadažd unterstützt und 1723 abgeschlossen. Der vierte Flügel wurde im Jahr 1726 fertiggestellt. Das erste Gebäude des Klosters brannte 1645 bei einem Stadtbrand nieder. Das neue Gebäude war bereits durch den Brand von 1707 in Mitleidenschaft gezogen worden, und die Restaurierungsarbeiten zogen sich bis 1715 hin. Der Brand von 1731 richtete erneut erhebliche Schäden an.
Im Jahr 1670 wurde dank der Großzügigkeit von Helena Ručić geb. Patačić auf dem Grundstück des Konvikts eine Kapelle des Hl. Josef errichtet; dieses Gebiet wurde später „Josipovac” genannt (heute der nördliche Teil der Nazorova-Straße und der Kovačićeva-Straße).
Im Jahr 1627 stiftete Graf Ivan Drašković (der spätere Palatin) ein städtisches Haus und einen Garten für den Zweck des Konvikts. Die erste Stiftung erfolgte 1628 durch Ivan Krušelj, den ungarischen königlichen Rechtsdirektor, weshalb das Institut 1696 manchmal noch Krušelianum genannt wurde. Ursprünglich wurde es als „seminarium pauperum” gegründet und genannt. Weitere Stiftungen und Schenkungen von Grundstücken ermöglichten den Unterhalt von etwa 10-18 Alumnen sowie von Musikern (Studenten), die in der Pfarrkirche St. Markus und in der Katharinenkirche dienten, und einigen Priestern (Kaplänen), die ihre Studien bei der akademie fortsetzten. Daneben lebten auch Söhne von Grafen und Baronen im Konvikt, so dass es auch die Funktion eines Adelskonvikts hatte. (Dies wird durch die Tatsache bestätigt, dass es nach 1773 in ein königliches Adelskonvikt umgewandelt wurde und bis 1918 als solches fungierte.)
Der Konvent hatte viele Schwierigkeiten mit den Stiftungen, die nicht immer Zugang zu den Einnahmen hatten, so dass die Zahl der Kostgänger schwankte. Die wichtigsten Wohltäter waren: Graf Nikola Frankopan, Ivan Zakmardi (der große Wohltäter der Niederlassung von Warasdin), Ivan Despotović SJ, Katarina Plemić geb. Bedeković und der in agram geborene Petar Griener (de possessione Grisich). Die Kaplansstellen (die auch große Schwierigkeiten für den Jesuitenobern bedeuteten) wurden ebenfalls von vielen gestiftet: Jelena Ručić geb. Patačić, Agramer Vizegespan Franjo Abanti, Obrist Gottal Emerik Gabrijel und seine Frau. Im Jahr 1730 verfügte das Konvikt über ein Vermögen von etwa 27.000 Gulden, was ein jährliches Einkommen von zirka 1451 Gulden ergab, genug, um 12-18 Studenten pro Jahr zu unterstützen. Als Konviktoren wurden manchmal Söhne der vornehmsten kroatischen-slawonischen Adelsfamilien aufgenommen (z. B. Erdödy, Drašković, Keglević, Oršić, Patačić, Pejačević, Trenk, Vojnović). In den 1760er Jahren hatte das Institut sein eigenes Bildungsangebot (Geografie, Mathematik, deutsche und ungarische Sprache, Musik).
16441–1763. Ab 1643 wurde im Kolleg eine Apotheke eingerichtet, die nicht nur die Mitglieder und Studenten der Gesellschaft Jesu mit Medikamenten versorgte, sondern auch andere Bedürftige, darunter die Kapuziner und arme Bürger der Stadt. Die Apotheke brannte 1706 ab, und der Wiederaufbau und die Ausstattung kosteten etwa 6.000 Gulden. Der Apotheker (ein jesuitische Laienbruder) wurde von zwei Assistenten (nicht Jesuiten) unterstützt. Ein Dekret von Maria Theresia aus dem Jahr 1763 verbot den Verkauf von Arzneimitteln an Ordensgemeinschaften, woraufhin Rektor Petar Pertold SJ die Apotheke verkaufte
Der Unterricht begann im Herbst 1607,1 und das Rhetorikklasse wurde 1613 eingeführt.2 Die Parva Klasse hatte ab 1630 einen eigenen Magister.3 Nach den Stadtbränden und während Epidemien legte die Schule eine Zwangspause ein, arbeitete aber ansonsten kontinuierlich mit sechs Lehrern. Die Schülerzahl schwankte in der Regel zwischen 300 und 500. Auch Söhne kroatischer Adelsfamilien waren ständig präsent.4 Nach den jährlichen Schulprüfungen wurden oft Preise verliehen, die von den Wohltätern der Jesuiten gestiftet wurden: Agramer Bischöfe, kroatische-slawonische Großadeligen, Grafen und Agramer Domherren. Auch Schuldramen wurden regelmäßig aufgeführt, im 18. Jahrhundert bis zu vier Stücke pro Jahr. Neben mythologischen, biblischen und hagiografischen Themen behandelten die Dramen auch patriotische Themen. Die meisten Stücke wurden in lateinischer und in geringerem Maße auch in kroatischer Sprache aufgeführt, zunächst auf dem Schulhof neben der Kirche, später (nach 1709) im Theatersaal, der ein größeres Publikum aufnehmen konnte. An der Schule kam es zu einigen Vergehen, und 1662 wurde ein beim Diebstahl ertappter Schüler vom Stadtmagistrat zum Tode verurteilt und hingerichtet.5 Dieser Vorfall mag dazu beigetragen haben, dass das Kolleg von Leopold I. die Gerichtsbarkeit (jurisdiction) über seine eigenen Schüler und die akademischen Rechte erhielt. Es gab auch Karten- und Würfelspiele, die Verwendung abergläubischer Amulette und Schlägereien unter den Studenten. Obwohl es verboten war, badeten die Schüler mehrmals in der Save Fluß, und mehrere ertranken dabei.
Neben dem Gymnasium wurde zunächst im Schuljahr 1638/1639 und dann regelmäßig ab 1653/1654 eine philosophische Ausbildung angeboten. Im Jahr 1660 befreite der kroatische Sabor das Jesuitenkolleg für fünf Jahre von der Zahlung von Kriegssteuern, um ein Gebäude für den philosophischen Kurs errichten zu können. Im Herbst 1662 wurde das dreijährige Vollstudium der Philosophie eröffnet. Im Namen der Niederlassung ersuchten Rektor Nikola Galović SJ und im Namen des Agramer Domkapitels Kanonikus Nikola Dijanešević den Ordensgeneraé Paolo Oliva SJ um Zustimmung. In den Jahren 1665–1666 stiftete Dijanešević 4.500 Gulden für den Unterhalt der Philosophieprofessoren, die zunächst in einem Stadthaus und ab 1668 im erweiterten Gebäude der Jesuitenschule ausgebildet wurden. Obwohl der Agramer Bischof Franjo Ergeljski bereits 1633 eine Stiftung für Moraltheologie gemacht hatte und seit 1652/1653 tatsächlich zwei Professoren Vorlesungen hielten, war die Akademie niemals Volluniversität geworden.
In seiner Urkunde vom 23. Sept. 1669 verlieh Leopold I. den akademischen Status, allerdings in erster Linie, um Rechtsstreitigkeiten mit der königlichen Freistadt zu vermeiden, so dass die Jesuiten die Jurisdiktion über ihre eigenen Schülern hatten. Auch das Recht, akademische Grade zu erwerben, war von Leopolds Urkunde betroffen, wurde aber von der Akademie nicht mehr genutzt, da der Ordensgenerale es nicht genehmigte. Im Jahr 1669 wollte der Kaiser den Agramer Jesuiten und der kroatischen Elite, die die Akademie unterstützte, wohl eine Geste machen (siehe das entsprechende Dekret des Sabor, das die Privilegien bestätigte). Die Beziehungen zwischen den ungarischen (Hoch)adeligen und dem absolutistischen König befanden sich nach dem Frieden von Eisenburg (1664) und der Unterdrückung der von Ferenc Wesselényi, Ferenc Nádasdy, Nikola Frankapan (Miklós Frangepán) und Petar Zrinski (Péter Zrínyi) angeführten sog. Magnatenverschwörung (Zrinski-Frankopan-Verschwörung, 1671) auf dem Tiefpunkt. Das Recht zur Verleihung von akademischen Graden scheiterte daher am Widerstand innerhalb der Gesellschaft Jesu, da es die Privilegien der Universität Graz verletzt hätte.
Die Frage der Universitätsgründung stand während des Agramer Episkopats von Emerik Eszterházy (1708–1722) und ab den 1740er Jahren erneut auf der Tagesordnung. Ab 1726/1727 lehrte ein Professor Kirchenrecht. Ab 1746 unterrichteten drei theologische Professoren mithilfe der Stiftung (1702) von Domherrn Toma Augustić. Die Zahl der Studenten im philosophischen Studiengang schwankte zwischen 50 und 150 pro Jahr und erreichte 1734 ihren Höhepunkt (155). Im kanonischen Recht lag die Zahl der Studenten bei etwa 40 pro Jahr. In der Theologie lag die Zahl der Studenten bei 40-50, darunter auch Studenten aus dem Priesterseminar der Agramer Diözese.
Kongregationen
„Annunciatio Mariae” lateinische (akademische) Studentenkongregation. Zur Zeit der Gründung (1614) waren 40 der insgesamt 330 Studenten Mitglieder. Zunächst waren auch Geistliche (z. B. der Bischof von Zagreb Petar Domitrović und örtliche Kanoniker) und weltliche Gutsherren Mitglieder. Die Sodalen waren ab 1662 nur die Studenten der Rhetorik und der Philosophie.
„Assumptio Mariae“ lateinische (kleine) Schülerkongregation. Die philosophische Ausbildung, die ab 1662 eingerichtet wurde, bewirkte auch die Organisation der jüngere Schüler in einer eigenen Kongregation. Sie hatte 1665 170 Mitglieder und im Jahr 1695 177.
„Purificatio Mariae“ kroatische Bürgerkongregation. Zur Zeit ihrer Gründung (1623) war schon eine von den Jesuiten unabhängige städtische Sodalität mit dem Titel „Corpus Christi“ tätig. Atypisch war diese Gründung, weil sie eine unmittelbare Folge von politischen Ereignissen war – ein Aufstand, geleitet vom ehemaligen Bürgermeister Grga Tepečić, und dessen Niederschlagung. Die Jesuiten wollten unter anderem den Frieden der königlichen Freistadt wiederherstellen. Die Kongregation hatte 1623 80, 1642 120, 1649 140 und 1665 190 Mitglieder. Die Veröffentlichungen der Sodalität in kajkavischem Dialekt der kroatischen Sprache haben auch sprachgeschichtliche Bedeutsamkeit.
„S. Isidor” kroatische Bauernsodalität. Laut der Agramer jesuitischen Hausgeschichte besteht die Sodalität seit 1625 (sodalitas S. Isidori plebeorum erecta, sed non confirmata), aber sie stand erst später (1664) unter jesuitischer Leitung. Im Jahr 1672 schloss sie sich mit Genehmingung des Generals Paolo Oliva SJ der städtischen Marianischen Kongregation an.
„Agonia Christi“ Kongregation. Die Gründung der Todesangst-Kongregation wurde vom Agramer Bischof Petar Petretić initiiert und von Papst Innozenz X. bewilligt (1653). Sie hatte im Jahr 1685 1.200 und 1665 3.680 Mitglieder.
Der Bau der Kapelle wurde 1657 von Graf Nikola Erdödy (Miklós Erdődy) in einem kleinen Tal des Weinbergs St. Michael nördlich der damaligen Stadt Agram begonnen. Die Kapelle wurde am 18. August 1658 von Agramer Bischof Petar Petretić geweiht. Später (nach den 1680er Jahren) wurde der Festtag der Kapelle am 5. Sonntag nach Ostern begangen, an dem auch den päpstlichen Ablass der Kapelle gefeiert wurde. Tausende von Pilgern aus den umliegenden Dörfern kamen jedes Jahr hierher, und zeitgenössischen Aufzeichnungen zufolge kam es auf die Fürsprache des Heiligen Franz Xaver hin zu zahlreichen Heilungen. Die Kapelle wurde erstmals 1675 vergrößert. Das zentrale Objekt der Heiligenverehrung war ein großes Bild des Franz Xaver, das 1752 in die neue, größere Kapelle gebracht wurde. Ab 1718 beherbergte die Kapelle auch eine Reliquie des Schutzpatrons. In den 1730er Jahren wurde neben der Kapelle ein Kalvarienberg errichtet, der nicht nur den Kreuzweg Christi, sondern auch die mühsame und schwierige Missionsreise von Franz Xaver darstellt. Nach 1773 wurde die Kapelle verlassen, aber der Kreuzweg wurde 1926 wieder aufgebaut, und seit 1942 hat die Kapelle den Status einer Pfarrkirche.
Die Pfarrkirche im Dorf Stenjevec (heute Stadtteil von Zagreb) wurde 1615 mit der Erlaubnis des Agramer Bischofs Petar Domitrović und der Zustimmung der Kirchenpatronin Ana Gregorjančeva, für zehn Jahre an das Jesuitenkolleg verliehen. Die Einkünfte aus der 8 km westlich von damaligen Stadt Agram gelegenen Pfarrei sollten vorübergehend das fehlende Stiftungskapital ausgleichen. Das Recht des Kollegs auf die Pfarrei wurde von Julije und später von seinem Sohn, Baron Franjo Čikulin (als Patron) bis 1653 verlängert, als die Thonnhausen-Stiftung dem Kolleg eine neue finanzielle Grundlage verschaffte. Das Kolleg wurde aus den Erträgen der Weinberge, die der Pfarrei gehörten, unterstützt, und der Kaplan, der in der Kirche diente, wurde versorgt. Das Recht des Kollegs auf die Pfarrei und ihre Einkünfte führte jedoch zu einem ernsthaften Streit und Prozess mit dem örtlichen Kaplan und der Dorfgemeinschaft: 1645 entschied Bischof Martin Bogdan zugunsten der Jesuiten.
(LAND)WIRTSCHAFT UND ERHOLUNGSIMMOBILIEN
Benefactores
Die Wohltäter sowohl des Kollegs als auch der Katharinenkirche stammten größtenteils aus kroatisch-slawonischen Hochadels- und Mitteladelsfamilien (siehe die Beschreibung der einzelnen Gebäude). Auch die agramer Bischöfe und Domherren, kroatische Bane und andere führende Persönlichkeiten des Landes, lokale Bürger und Jesuitenmitglieder waren regelmäßige Wohltäter.
Laut der Liste der Benefactoren des Konvikts aus den Jahren 1682–1744 gehörten zu den Wohltätern: die Agramer Bischöfe und Kanoniker, die Agramer Jesuiten selbst, die Diözesanpriester und Pfarrer der Agramer Diözese, die Grafen- und Baronenfamilien Kroatien-Slawoniens, prominente Frauen und die adlige Gemeinde von Turopolje.
QUELLEN
Archivmaterial
Das Kroatische Nationalarchiv bewahrt die Reste des ehemaligen Hausarchivs des Agramer Kollegs und des Konvikts (Seminars) zum Hl. Joseph auf: rechtliche Dokumente und weitere ungeordnete Dokumenten (Irrigistrata).
HDA, HR-HDA-665. Isusovački samostan Zagreb (1606–1773), Elenchi (3 Bde.), Rigistrata und Irrigistrata (insgesamt 23 Kartonen).
Literatur
Akademska crkva Sv. Katarine u Zagrebu. [Akademische Kirche Hl. Katharina in Zagreb.] Ed. Katarina Horvat-Levaj, Doris Baričević, Mirjana Repanić-Braun. Zagreb, Inst. of Art History, 2011. [Englischsprachige Ausgabe:] The Academic Church of St. Catherine in Zagreb. Ed. Katarina Horvat-Levaj, Doris Baričević, Mirjana Repanić-Braun. Zagreb, Inst. of Art History, 2011.
Brnardić, Teodora Shek: From Acceptance to Animosity: Trajectories of Croatian Jesuit Historiography. Jesuit Historiography Online. (Mach 2018)
Buntak, Franjo: Povijest Zagreba. [Geschichte von Zagreb.] Zagreb, Nakladni zavod Matice hrvatske, 1996.
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Horvat, Rudolf: Prošlost grada Zagreba. [Die Vergangenheit der Stadt zagreb.] Zagreb, Hrvatski Rodoljub, 1942.
Horvat-Levaj, Katarina: Ranobarokno pročelje Crkve sv. Katarine u Zagrebu — nedovršeni projekt s dva zvonika. [Frühbarocke Fassade der Kirche der Hl. Katherina in Zagreb —Ein unvollendetes Projekt mit zwei Glockentürmen.] Radovi Instituta za povijest umjetnosti 31(2007), 91–110.
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Vanino, Miroslav: Povijest filozofíjske i teologijske nastave u isusovaćkoj akademiji u Zagrebu, 1633–1773 (Hrvatska Bogoslovska Akademija). [Geschichte des philosophischen und theologischen Unterrichts an der Jesuitenakademie in Zagreb, 1633–1773 Kroatische Theologische Akademie.] Zagreb, Naklada Hrv. Bog. Akademije 1930, vi-92.
Zbornik naućnih i književno-umjetnićkih priloga bivših djaka i profesora zagrebaćke klasićne gimnazije o 350-godišnjem jubileu, 1607–1957. [Sammlung wissenschaftlicher und literarisch-künstlerischer Beiträge ehemaliger Schüler und Professoren des Zagreber Klassischen Gymnasiums zum 350-jährigen Jubiläum 1607–1957.] Zagreb, Odbor za proslavu 350-godišnjice klasićne gimnazije. 1957, 1132.

