Gebäude
Gymnasium
Beschreibung

Der Unterricht begann im Herbst 1607,1 und das Rhetorikklasse wurde 1613 eingeführt.2 Die Parva Klasse hatte ab 1630 einen eigenen Magister.3 Nach den Stadtbränden und während Epidemien legte die Schule eine Zwangspause ein, arbeitete aber ansonsten kontinuierlich mit sechs Lehrern. Die Schülerzahl schwankte in der Regel zwischen 300 und 500. Auch Söhne kroatischer Adelsfamilien waren ständig präsent.4 Nach den jährlichen Schulprüfungen wurden oft Preise verliehen, die von den Wohltätern der Jesuiten gestiftet wurden: Agramer Bischöfe, kroatische-slawonische Großadeligen, Grafen und Agramer Domherren. Auch Schuldramen wurden regelmäßig aufgeführt, im 18. Jahrhundert bis zu vier Stücke pro Jahr. Neben mythologischen, biblischen und hagiografischen Themen behandelten die Dramen auch patriotische Themen. Die meisten Stücke wurden in lateinischer und in geringerem Maße auch in kroatischer Sprache aufgeführt, zunächst auf dem Schulhof neben der Kirche, später (nach 1709) im Theatersaal, der ein größeres Publikum aufnehmen konnte. An der Schule kam es zu einigen Vergehen, und 1662 wurde ein beim Diebstahl ertappter Schüler vom Stadtmagistrat zum Tode verurteilt und hingerichtet.5 Dieser Vorfall mag dazu beigetragen haben, dass das Kolleg von Leopold I. die Gerichtsbarkeit (jurisdiction) über seine eigenen Schüler und die akademischen Rechte erhielt. Es gab auch Karten- und Würfelspiele, die Verwendung abergläubischer Amulette und Schlägereien unter den Studenten. Obwohl es verboten war, badeten die Schüler mehrmals in der Save Fluß, und mehrere ertranken dabei.

Jesuitenhäuser


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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