Gebäude
Theologische Ausbildung im Diözesanseminar (zweijähriges Theologiestuduim)
Beschreibung

Im Jahr 1700 gründete Bischof István Telekessy ein Diözesanseminar in Erlau, dessen Leiter ein Domherr war. (Die formelle Gründung erfolgte 1709.) Seine Schüler waren zunächst Gymnasiasten, die bei den Jesuiten studierten. Die höhere, theologische Ausbildung begann 1705, wobei ein Jesuit Kasuistik erteilte und die Kandidaten nach einem Jahr zu Priestern geweiht wurden. Während der Rákóczi-Bewegung wurde die theologische Ausbildung unterbrochen und erst nach 1711 als zweijähriges Theologiestudium wieder aufgenommen. Ab 1719 unterrichtete ein Jesuit Kasuistik, ein anderer Pater lehrte Kontroverstheologie. Ab 1740 lehrte ein drittes Ordensmitglied das Kirchenrecht (auf Kosten einer Sonderstiftung von Domherr György Foglár). Die Zahl der Theologiestudenten lag bei 20–30 pro Jahr (einige von ihnen waren weltliche/externe Studenten).
Im Jahr 1754 entzog Bischof Ferenc Barkóczy den Jesuiten den Theologieunterricht und übertrug die Leitung und den Unterricht des neuorganisierten Seminars das Domkapitel.
Zur Zeit von Bischof István Telekessy beherbergte das Seminar auch adelige Konviktoren, die Einrichtung stand jedoch nie unter der Administration der Jesuiten: Die Professoren wurden vom Bischof als Gegenleistung für ihre Lehrtätigkeit bezahlt.

Jesuitenhäuser


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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