Gebäude
Altes Kolleg und Gymnasium (Kapitelgasse 26.)
Beschreibung

Das Jesuitenkolleg wurde an der Nordseite der St. Martin-Pfarrkirche, auf mehreren Grundstücken zwischen Kapitelgasse und Stadtmauer („Zwinger Mauer”) errichtet. Zusätzlich zu den von Pázmány übergebenen Gebäuden (die ehemalige Schule und die Domherrenhäuser) kaufte der jesuitische Superior Caspar Malli 1630 ein weiteres Grundstück, was zu Unstimmigkeiten mit dem Erzbischof führte. Die Kosten für den Bau übernahm größtenteils Pázmány (insgesamt mindestens 10.500 Gulden), aber auch andere trugen dazu bei, z.B. der königliche Personalis (personalis praesentiae regiae) Gáspár Tersztyánszky, (2.000 Gulden).
In der ersten Bauphase zwischen 1629 und 1631 errichtete man zwei Flügel, die sechzehn Wohnräume und elf weitere Räume enthielten und in denen auch die Schule untergebracht war. 1632–1635 folgten zwei weitere Flügel, die das vierflügelige Gebäude mit einem rechteckigen Innenhof vervollständigten. Das Gebäude diente auch als Gymnasium, hatte auch einen kleinen Theatersaal und eine Hauskapelle. Ab 1714 befand sich hier jedoch nur noch die Jesuitenresidenz, da das Kolleg und das Gymnasium in das neu errichtete Kolleg neben dem Hauptplatz umzogen. Die Apotheke wurde jedoch nicht verlegt und befand sich bis 1773 im Erdgeschoss des alten Kollegs. Im Trakt der Kapitelgasse befand sich eine Prunkstiege, die aber nur aus Beschreibungen bekannt ist.

48.1425, 17.10502


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
Alle Rechte vorbehalten! / Minden jog fenntartva! © Kádár, Zsófia