GRUNDDATEN
Pressburg (Bratislava, Pozsony)
Königreich Ungarn, Komitat Pressburg
| ab | bis | Institutionstyp | |
|---|---|---|---|
| 1608 | 1608 | missio | |
| 1623 | 1625 | missio | |
| 1626 | 1627 | residentia | (ad S. Martinum) |
| 1628 | 1713 | collegium | (ad S. Martinum) |
| 1677 | 1713 | residentia | (ad S. Salvatorem) |
| 1714 | 1773 | residentia | (ad S. Martinum) |
| 1714 | 1773 | collegium | (ad S. Salvatorem) |
GESCHICHTE UND TÄTIGKEIT
Geschichte
Die geographische Lage der königlichen Freistadt Pressburg, ihre Nähe zu Wien und ihre politische Bedeutung spielte eine wichtige Rolle, weshalb die Stadt neben Tyrnau schon im 16. Jahrhundert als ein möglicher Standort eines Kollegs in den Jesuitengründungsplänen auftauchte. Vor allem die Tätigkeit des Jesuiten Péter Pázmány war von großer Bedeutung, der sich als Theologe und Beichtvater des Graner Erzbischofs Ferenc Forgách seit 1607 meist in der Stadt aufhielt. Pázmány strebte seit 1617 danach, ein Haus für die Gesellschaft Jesu in der Stadt erwerben zu können. Die Jesuitenmission begann 1622 mit der Teilnahme von zwei Ordensmitgliedern (Caspar Malli, Leonard Pressul). Der Prozess der Kolleggründung wurde 1625 angehalten, weil sich eine Auseinandersetzung über die Einnahmen des künftigen Kollegs zwischen den zwei möglichen Stiftern Ferdinand II. und Erzbischof Péter Pázmány entwickelte. Die Lage der Residenz wurde von den zwei Gönnern während des Ödenburger Landtags 1625 geklärt.
Die Pressburger Jesuitensiedlung öffnete ihre Schule mit zwei Klassen und 46 Schülern im Jahr 1627. Die Stiftung im Kontext der Kolleggründung und der Unterhaltung des Gymnasiums wurde von Erzbischof Pázmány als „fundator“ durch das Diplom vom 11. September 1626 gesichert. Die Jesuiten bekamen von der Stadt trotz des Widerstands des evangelischen Stadtmagistrats das Gebäude der katholischen Schule neben der Sankt Martin Pfarrkirche bzw. vom Propst Pál Dávid das anliegende „Ave et Salve“ Benefiziatshaus und von dem Kollegiatskapitel das Haus des Kustos, was neben dem Propsthaus stand.
Der Bedeutung der Pressburger Jesuiten für das Königreich Ungarn wird daran deutlich, dass die Jesuiten im 18. Jahrhundert in der Stadt in zwei getrennten Ordenshäusern lebten. In der österreichischen Ordensprovinz kam es außerhalb Pressburgs nur in Wien und Wiener Neustadt vor, dass zwei Ordenshäuser in einer Stadt getrennt voneinander gleichzeitig funktionierten. Der Grund der speziellen Situation in Pressburg war die Übernahme der evangelischen Kirche am „Hauptplatz“ durch die Katholiken. 1672 begannen die gewaltsamen gegenreformatorischen Maßnahmen, geleitet von dem Graner Erzbischof György Szelepchényi und vom Wiener Neustädter Bischof und Präsidenten der Ungarischen Kammer, Leopold Kollonitsch. Die Kirche und andere Gebäude der Lutheraner wurden konfisziert, Hunderte von Einheimischen wurden vor außerordentlichen Gerichten geladen und die religiöse Praxis der Konfession wurde stark eingeschränkt. Obwohl die Jesuiten an der Durchführung der Maßnahmen nicht aktiv teilnahmen, waren sie eindeutig Nutznießer der neuen Situation. Ab 1672 begann eine Übergangszeit in der Geschichte des Jesuitenkollegs in Pressburg, als die Jesuiten von ihrem ursprünglichen Kollegsgebäude bereits die neue Sankt Salvator Kirche gezogen waren, während die Schule noch an ihrem früheren Ort weiter amtierte. Sie erledigten auch ihren Pastoraldienste in der Sankt Martin Pfarrkirche, die sie schon vorher ausübten. In der Stadt konnte die Gesellschaft Jesu ein wichtiges Zentrum errichten, was sich in der Anzahl und Verteilung der hier tätigen Mitglieder gut widerspiegelt.
Stiftung
St. Martin-Kolleg. Erzbischof Péter Pázmány gründete das Kolleg am 11. September 1626: Er hinterlegte 50.000 rheinische Gulden zu jährlich 6% Zinsen im Wiener „Waaghaus“ („domus ponderarius”) als Stiftung für das Kolleg. Die Gesellschaft Jesu schloss zwei separate Verträge mit dem Magistrat der königlichen Freistadt und dem örtlichen Kollegiatskapitel. Die Verträge legten die Bedingungen für die Gründung fest, beschrieben die zu übernehmenden Häuser und untersagten der Gesellschaft, sich in der Innenstadt auszudehnen. Die Gründung wurde endgültig durch eine Anerkennungsurkunde des Ordensgenerals Muzio Vitelleschi vom 13. Juni 1631 fixiert, worin die Residenz in den Rang eines Kollegs erhoben wurde und man dem Erzbischof den Titel des Fundators garantierte.
St. Salvator-Kolleg. Leopold Kollonitsch, Bischof von Wiener Neustadt und Präsident der Ungarischen Kammer, spielte eine Schlüsselrolle beim Erwerb der ehemaligen lutherischen Kirche und der Gebäude für die Pressburger Jesuiten im Jahr 1672, deshalb ist er als Stifter des neuen, sog. Salvator-Kollegs erkannt, und laut seinem letzten Willen in der Salvatorkirche beigesetzt. 3. Dezember 1672 stiftete Kollonitsch 60.000 Gulden für das neue Kolleg, und im Jahr 1707 vermachte er der Niederlassung testamentarisch weitere 18.000 Gulden. Die Stiftung ermöglichte den Bau des neuen Kollegs an der Ostseite der Salvatorkirche, neben dem ehemaligen lutherischen Schulgebäude.
Mitgliedschaft
Bis in die 1670er Jahre betrug die Mitgliederzahl 18 bis 20. Vier–fünf Magister unterrichteten im Gymnasium, daneben lebten sechs–acht Priestern und fünf–sechs Laienbrüdern im Kolleg. Zu Beginn hatten die Jesuiten keine eigene Kirche und nutzten mit Erlaubnis des örtlichen Kollegiatskapitels hauptsächlich die St. Martin-Pfarrkirche. Seit den 1670er Jahren (absehen von der Zeit der Rückeroberungskriege) agierten ständig mindestens 25 Jesuiten in Pressburg, ihre Zahl stieg auf über 35 Personen ab dem Ende der 1720er Jahren. Diese Zahl verteilte sich auf das Kolleg (24–26 Mitglieder), das im Jahr 1714 an den Hauptplatz neben die St. Salvatorkirche verlegt wurde, und auf die Residenz im alten Kolleggebäude neben der St. Martin-Pfarrkirche (9–12 Mitglieder).
Die Jesuiten agierten in mehreren Kirchen der Stadt von der Kanzel. Auf Deutsch predigten sie in der Pfarrkirche, auf Slowakisch in der Kirche der Klarissen, daneben gehörte zu dem Kolleg kontinuierlich ungarische Jesuitenpriester auch. Das Kolleg führte eine bedeutende Apotheke. Ab 1747 waren zwei Priester, Mitglieder der Residenz, als Buchrevisoren tätig.
Die gotische Pfarrkirche wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts an der Stelle einer früheren romanischen Kirche errichtet, die auch als Sitz des Pressburger Kollegiatskapitels diente. Als Ofen (Buda), die mittelalterliche Hauptstadt Ungarns, der osmanischen Expansion zum Opfer fiel, übernahm Pressburg die Funktion der Hauptstadt und seine Pfarrkirche damit die Rolle der Krönungskirche. Als die Jesuiten in der Stadt kamen, benutzte das Kollegiatskapitel und die geringe katholische (deutschsprachige) Gemeinde die riesige Pfarrkirche. Die Jesuiten durften mit Erlaubnis des Kollegiatskapitels in der Pfarrkirche predigen und erhielten die St. Anna-Kapelle (im Inneren der Kirche) zur eigenen Nutzung. Nachdem Bischof Leopold Kollonitsch den Pressburger Jesuiten im Jahr 1672 die Salvator-Kirche im Hauptplatz geschenkt hatte, verlor die Pfarrkirche einigermaßen ihre Bedeutung für die Jesuiten, doch sie predigten in der Pfarrkirche auch weiterhin.
Das Jesuitenkolleg wurde an der Nordseite der St. Martin-Pfarrkirche, auf mehreren Grundstücken zwischen Kapitelgasse und Stadtmauer („Zwinger Mauer”) errichtet. Zusätzlich zu den von Pázmány übergebenen Gebäuden (die ehemalige Schule und die Domherrenhäuser) kaufte der jesuitische Superior Caspar Malli 1630 ein weiteres Grundstück, was zu Unstimmigkeiten mit dem Erzbischof führte. Die Kosten für den Bau übernahm größtenteils Pázmány (insgesamt mindestens 10.500 Gulden), aber auch andere trugen dazu bei, z.B. der königliche Personalis (personalis praesentiae regiae) Gáspár Tersztyánszky, (2.000 Gulden).
In der ersten Bauphase zwischen 1629 und 1631 errichtete man zwei Flügel, die sechzehn Wohnräume und elf weitere Räume enthielten und in denen auch die Schule untergebracht war. 1632–1635 folgten zwei weitere Flügel, die das vierflügelige Gebäude mit einem rechteckigen Innenhof vervollständigten. Das Gebäude diente auch als Gymnasium, hatte auch einen kleinen Theatersaal und eine Hauskapelle. Ab 1714 befand sich hier jedoch nur noch die Jesuitenresidenz, da das Kolleg und das Gymnasium in das neu errichtete Kolleg neben dem Hauptplatz umzogen. Die Apotheke wurde jedoch nicht verlegt und befand sich bis 1773 im Erdgeschoss des alten Kollegs. Im Trakt der Kapitelgasse befand sich eine Prunkstiege, die aber nur aus Beschreibungen bekannt ist.
Die Kirche wurde zwischen 1636 und 1639 von der Pressburger evangelischen Gemeinde gebaut. Neben dem lutherischen Hochadeligen Gáspár Illésházy, finanzierten ungarische evangelische Herren und Adelige und die aus den österreichischen Ländern ausgewanderten Protestanten den Bau. Die Kirche hat man neben dem Hauptplatz an Stelle des Armbrusterhauses und eines älteren lutherischen Bethauses zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit errichtet.
Im Jahr 1672 begann eine neue Periode der gewaltsamen Gegenreformation unter der Führung des Graner Erzbischofs György Szelepchényi und des Präsidenten der Ungarischen Kammer, des Wiener Neustädter Bischofs Leopold Kollonitsch von Wien. Sie konfiszierten im Namen des Monarchen die lutherischen Kirchen und Gebäude. Kollonitsch übergab die Kirche anschließend an die Pressburger Jesuiten.
Szelepchényi und Kollonitsch leiteten die neue, römisch-katholische Einweihung der Kirche zur Ehre „Sankt Salvator“ am 8. Dezember 1672. Die Weihe war eine Kraftdemonstration der örtlichen katholischen Kirche.
Im Jahre 1673 errichtete man einen Dachreiter (auf der Kirche) und gestaltete die Empore um. In der Kirche wurde ein Silberaltar im Wert von 1.000 Gulden aus dem konfiszierten Vermögen des Grafen Ferenc Nádasdy aufgestellt. Später wurde über dem Haupttor das Wappen des Stifters Leopold Kollonitsch mit einem Doppeladler und der ungarischen Heiligen Krone angebracht (nach 1920 wurde sie abgenommen und in ein Herz-Jesu-Motiv verwandelt).
Die Kirche erhielt im 18. Jahrhundert eine hochwertige barocke Ausstattung. In den Jahren 1721 bis 1722 entstand ein neuer Hochaltar mit Skulpturen des Wiener Meisters Johann Andreas Eglauer, der dem Kreis um Rafael Donner angehörte. Die prunkwolle Rokokokanzel, ein Meisterwerk von Ludwig Gode, wurde 1753 durch eine Schenkung des Stadtkämmerers Anton Jäger und seiner Frau ersetzt. In der Mitte des 18. Jahrhunderts kamen vier weitere schöne Barockaltäre hinzu: Der Heilig-Kreuz-Altar (1760–1770), der Altar des Heiligen Ignatius von Loyola, der Altar des Heiligen Franz von Xaver und eine Marienaltar (die drei letztgenannten stammen alle aus den Jahren 1759–1761). Eine Besonderheit der Kirche war, dass dort seit 1674 auch Schultheateraufführungen stattfanden.
Zusammen mit dem ehemaligen lutherischen Gymnasium erhielten die Jesuiten auch mehrere konfiszierte Nachbarhäuser. Diese beherbergten wenige Ordensmitglieder, die im Jahr 1673 und erneut ab 1677 hier wohnten und in der St. Salvatorkirche dienten. In der Zwischenzeit wurde auch ein neues Kolleg gebaut. Den Grundstein legte 1699 der Stifter Leopold Kollonich selbst; die Arbeiten beaufsichtigte zwischen 1699 und 1713 ein jesuitischer Laienbruder. In den Nordflügel des Kollegs wurden die dort befindlichen alten Häuser integriert, während der Süd- und der Ostflügel völlig neu gebaut wurden und jeweils drei Stockwerke hatten.
Im Jahr 1656 wurde in der engen Gasse zwischen dem Hauptplatz und dem Getreidemarkt ein neues lutherisches Gymnasium gebaut, das ein Jahrzehnt später um ein drittes Stockwerk erweitert wurde. Im Jahr 1672 übergab Bischof Leopold Kollonitsch das Schulgebäude an die Jesuiten. Das Jesuitengymnasium zog 1714 von der Kapitelgasse hierher um. Obwohl die Jesuiten geplant hatten, eine neue Schule zu bauen, realisierten sie dies aus Geldmangel nie. Im Jahr 1707 kauften die Jesuiten auch das Maholányi-Haus an der Nordseite der Salvatorkirche, um das Gymnasium zu erweitern, was jedoch nie geschah. Im Jahr 1747 beklagte der Jesuitenrektor Ferenc Kazy, dass die Schule in einem schlechten Zustand sei und komplett neu gebaut werden müsse. Das Gymnasium blieb an seinem Ort nach 1773 bis 1786. Das Gebäude steht noch heute und wird von der Theologischen Fakultät der Tyrnauer Universität genutzt.
Das Seminar wurde formell am 26. Januar 1642 vom Graner Erzbischof Imre Lósy als Erzdiözesanes Knabenseminar gegründet, und nach dem Stifter benannt. Das Seminar war eigentlich ab 1641 tätig, und stand unter der Aufsicht des Pressburger Propstes und des Kollegiatskapitels. Es kooperierte eng mit dem Jesuitengymnasium und dem Kolleg, war aber eine unabhängige Einrichtung. Es hatte jährlich zwölf–dreizehn Schüler, die in den obersten drei Klassen des Gymnasiums lernten.
Zwischen 1630 und 1652 befand sie sich im Erdgeschoss des Kollegsgebäude (in der Kapitelgasse). Ihr berühmtester Leiter war der Jesuitenpater Jakab Némethy. Die „erzbischöfliche” Druckerei schenkte Erzbischof Pázmány den Jesuiten, aber Némethy leitete sie schon vor der formellen Gründung des Pressburger Jesuitenkollegs. Im Jahr 1646 zog die Druckerei nach Tyrnau, weil das dortige Kolleg über keine eigene Druckerei verfügte. Die Druckerei in Pressburg war bis 1652 tätig, später richtete man eine Apotheke an ihrem Ort ein.
Der Graner Erzbischof György Lippay vermachte dem Kolleg im Jahr 1658 eine wertvolle Apotheke unter der Bedingung, dass sie bis an sein Lebensende mit Medikamenten versorgt würde. Der erste Jesuitenapotheker in der Stadt war zwar 1655 tätig, aber erst ab 1684 finden wir dauerhaft ein Laienbruder als Apotheker in dem Pressburger Kolleg. 1735 erklärte Karl VI. die Jesuitenapotheke zur öffentlichen Apotheke. Die Apotheke zog erst im Jahr 1833 aus dem ehemaligen Kollegsgebäude um.
Von besonderer Bedeutung sind die beiden Hausbibliotheken des alten und des neuen Kollegs. Zum alten Kolleg gehörte eine sehr umfangreiche Bibliothek, deren Kern die Buchsammlung des Rechtsgelehrten Zacharias Mossóczy, des Bischofs von Neutra (geschenkt von Johann Kecskés, Einnehmer der Ungarischen Kammer), sowie die Bibliothek des Erzbischofs Pázmány (dem Ordenshaus durch seinen Testament gestiftet) bildete. Dazu kamen 1673 mehr als 7.500 Bände, die von lutherischen Predigern und von der ehemaligen lutherischen Schulbibliothek übernommen wurden, diese deponierte man in der Salvatorkirche und in dem neuen Kolleg.
Die Stadt hatte noch vor der Ankunft der Gesellschaft Jesu eine traditionsreiche Kapitelschule (humanistische Lateinschule) und eine deutsche Grundschule. Nach dem Frieden von Wien 1606 errichtete die Lutherische Gemeinde auch eine eigene Stadtschule, die sich bald zu einem regionalen Bildungszentrum entwickelte. Die Schule war ab 1616 im Armbrusterhaus am Hauptplatz untergebracht, schon 1656 errichtete die wohlhabende Gemeinde neben der deutschen lutherischen Kirche ein neues Gymnasialgebäude, das bis 1672 mehrfach erweitert wurde. Dieses Gebäude nutze man nach 1714 als Jesuitengymnasium.
Ab 1628 wurde die Klassenstruktur des Jesuitengymnasiums schrittweise ausgestaltet. Im Jahr 1632 waren schon fünf Klassen eröffnet. Ab der zweiten Hälfte der 1650er Jahre organisierte man regelmäßig die „parvista maior“ und „minor“ Gruppen. Zum Gymnasium gehörten mehrere Stiftungen (z. B. die Stiftung von Éva Gyulaffy oder von Leopold Kollonitsch), die zum Unterhalt der begabten Schüler dienten.
Die Schülerschaft des Gymnasiums ist am besten durch die Matrikeln zu erkennen, die in Pressburg für die Epoche zwischen 1650 und 1773 zur Verfügung stehen. In den drei Bänden der Matrikel wurden insgesamt 50.667 Immatrikulationen registriert. Nach einer komplexen Untersuchung der Quellen könnten wir 19.402 Schüler identifiziert. Die durchschnittliche jährliche Immatrikulationszahl betrug 429. Obwohl es innerhalb einer Klasse große Altersunterschiede gab, stieg das Durchschnittsalter der Klassen von „parva“ (11,66 Jahre) bis zur Rhetorik (18,96 Jahre) gleichmäßig an. Die gesellschaftliche Zugehörigkeit der Schüler zeigt sich gemischt: Die Adeligen bildeten den größten Anteil (etwa 48,2%), doch auch die gemeinsame Schülerzahl aus dem Bürgerstand und aus den Nicht-Adeligen (51,7%) war circa gleich hoch. Über der konfessionellen Zugehörigkeit der Schüler haben wir ein unvollständiges Bild. Der bemerkenswert geringe Anteil der Nichtkatholiken (2,2%) ist mit dem lutherischen Gymnasium zu erklären, das bis 1672 in der Stadt reibungslos funktionierte und im 18. Jahrhundert wieder zu einem wichtigen Bildungszentrum wurde.
Die nationale Zugehörigkeit der Buben lassen sich nur in der Epoche zwischen 1650 und 1726 untersuchen. Die Daten zeigen eine ausgewogene Aufteilung zwischen den einzelnen Nationen, deren Hintergrund mit der ethnisch und sprachlich gemischten Bevölkerung der Stadt und der Region zu erklären ist. 45,97% wurden als Mitglied der ungarischen Nation eingeschrieben. Die zweitgrößte Gruppe war die slowakische Nation („Slavus“, „Pannonus“) mit 31,87%. Der Gesamtanteil der Kroaten betrug 6,4%, unter ihnen sind Schüler gleichermaßen aus dem Draugebiet sowie aus den kroatischen Dörfern von Westungarn zu finden. Das gesamte geografische Einzugsgebiet der Schule umfasste fast das gesamte Gebiet des Königreichs Ungarn — einschließlich von Siebenbürgen und des Königreichs Kroatien-Slawonien; Schüler stammten auch aus Gebieten über der Landesgrenze nach Niederösterreich und Mähren. Die überwiegende Mehrheit der Schüler stammte jedoch aus einheimischen Familien. Neben der hohen Zahl an Schülern aus der Stadt Pressburg (14,26%) war auch die Gesamtzahl der Schüler aus dem Pressburger Komitat (46,66%) hoch.
Kongregationen
„Assumptio Mariae“ deutsche (ungarische) Bürgerkongregation. Als erste jesuitische Kongregation in Pressburg etablierte man eine städtische Sodalität mit dem Titel Mariä Himmelfahrt unter Beteiligung der lokalen deutschen Bürger und der ungarischen Adeligen bzw. der königlichen Beamten im Jahr 1629. Von dieser städtischen (deutschen) Kongregation trennte sich die ungarische Herrenkongregation nur vorübergehend (siehe unten). Die Sodalität zog im Oktober 1673, als die Jesuiten die St. Salvatorkirche übernahmen, in diese Kirche um. Der neue Rektor war Bischof Leopold Kollonitsch selbst (ab 1672 für fünfzehn Jahre). Er war auch zuständig für die Errichtung einer Mariensäule vor der Kirche im Jahr 1675, die am Fest der Unbefleckten Empfängnis (7. Dezember 1675) von dem Graner Erzbischof György Szelepchényi, in Anwesenheit kirchlicher und weltlicher Würdenträger gesegnet wurde.
„Annunciatio Mariae“ lateinische Schülerkongregation. Die Sodalität wurde 1632 gegründet und erhielt 1637 ihre römische Bestätigung. Ihre Mitglieder rekrutierten sich mehrheitlich aus Schülern der Grammatik, der Syntax, der Poetik und der Rhetorik. Laut ihrem Album umfasste die Kongregation jährlich ungefähr 200 Mitglieder. Zwischen 1637 und 1670 registrierte man jährlich die Aufnahme von 14 bis 185 neuen Mitgliedern.
Die weltlichen Rektoren der Sodalität wurden aus den Reihen der Pressburger Domherren gewählt, mehrmals beauftragte man den Rektor des Emericanums mit diesem Amt. Die Vizerektoren, die aus dem Kreis der Schüler kamen, waren in der Regel angesehene und eifrige Schüler der Rhetorikklasse.
Die Sodalität verfügte über einen Versammlungsraum im alten Kolleg, nach 1714 nutzte sie das Oratorium des neuen Gymnasiums für diesen Zweck. Bis 1714 besaß sie einen eigenen Altar in der St Martin-Pfarrkirche. Die Kongregation war (im Vergleich zu den Schülerkongregationen) recht reich und ließ auf eigene Kosten Geschenkbücher („xenia“) für ihre Gönner und Heiligenbilder für die Sodalen drucken, die monatlich verteilt wurden („sanctorum menstruorum distributio“).
„Patrona Hungariae (Assumptio Mariae)“ ungarische Herrenkongregation. Sie agierte getrennt von der deutschen Kongregation wahrscheinlich nur zwischen 1631 und 1645, eigene Präsides (ungarische Prediger) sind aus den Jahren 1637 und 1643/1645 bekannt.
„Mater Dolorosa (Agonia Christi)“ ungarische-slowakische-deutsche Todesangst-Sodalität. Ihre Gründung war vom Graner Erzbischof György Lippay initiiert und von Papst Innozenz X. am 13. April 1647 bewilligt worden. Auf Bitte des Erzbischofs gewährleistete der General Vincenzo Carafa die jesuitische Seelsorge. Der Gründung der Kongregation ging formell die Institutionalisierung des Kongregationstyps Todesangst-Sodalität und der Gründung der bisher als erste Todesangst-Sodalität bekannten Grazer Kongregation (1650) voran. Ihre jesuitischen Präsides waren zunächst ungarische oder slowakische Prediger. 1651/1653 separierten sich die ungarisch-deutschen und die slowakischen Abteilungen und 1666/1671 auch die ungarische und die deutsche Abteilung. Im Jahr 1671 verfügte sie schon über drei selbständige Abteilungen. Die Kongregation stellte schon 1647 einen eigenen Schmerzensjungfrau-Altar in der St. Martin-Pfarrkirche auf. Die Sodalität blieb nach 1714 auch in der Pfarrkirche, da ihr Altar dort stand.
„Agonia Christi“ Sodalität. In der Kirche St. Salvator organisierten die Jesuiten eine zweite Todesangstsodalität, die ab 1717 tätig war.
Rosenkranz-Sodalität. Am Ende der Jesuitenzeit, ab 1764, war eine selbstständige Rosenkranz-Sodalität unter der Leitung der jesuitisch-slowakischen Prediger in der St.-Martin-Pfarrkirche tätig.
Schicksal nach der Aufhebung
Das alte Kolleg beherbergte weiterhin sie ehemalige Jesuitenapotheke bis 1833. Ein Teil des Kolleggebäudes behielt eine städtische Volksschule. Der verbleibende Teil hat man ab 1780 in ein Buchhaltungsbüro umgewandelt, später, zwischen 1812 und 1850 diente es als Benediktinerkloster. Danach wurde es von der Pressburger Königlichen Rechtsakademie genutzt. Heute befindet sich dort die Theologische Fakultät der Comenius-Universität.
Das neue Kolleg wurde im Jahr 1777 vom Staat versteigert. Das Gymnasium blieb neben der Salvatorkirche bestehen, von wo es 1786 verlegt wurde. In der Salvatorkirche dienten nach 1773 die Kapuziner und später die Diözesanpriester. Im Jahr 1855 bekamen die in Pressburg wieder angesiedelten Jesuiten die Kirche zurück.
(LAND)WIRTSCHAFT UND ERHOLUNGSIMMOBILIEN
Benefactores
Zu den Wohltätern der Pressburger jesuitischen Niederlassungen gehörten die Graner Erzbischöfe und andere ungarische Bischöfe, die Pressburger Domherren und die obersten Würdenträger und die höchsten katholischen hochadeligen Familien des Königreichs Ungarn. Diese Stiftungstätigkeit ist eng mit der Rolle Pressburgs als ungarischer Hauptstadt verbunden. Den Jesuiten erhielten vor allem während der in der Stadt veranstalteten ungarischen Reichstage besondere Aufmerksamkeit.
Die Jesuiten versuchten von Anfang an, einen Vorstadtgarten zu kaufen, stießen dabei aber auf Schwierigkeiten. Im Jahr 1657 stiftete ihr Wohltäter István Aszalay den sogenannten Heindl-Garten in der Vorstadt, den er für 2.900 Gulden und 24 Taler kaufte. Der Garten befand sich innerhalb der äußeren Stadtmauer, an der südwestlichen Seite der Gaisgasse (Kecske utca, heute Kozia), neben dem sog. Probstgarten (Prépostkert).
QUELLEN
Archivmaterial
Das Ungarische Nationalarchiv (MNL OL, Budapest) bewahrt die Reste des ehemaligen Hausarchivs des Kollegs auf, vor allem die rechtlichen Dokumente. Darüber hinaus sind zahlreiche Manuskriptbände in verschiedenen Archiven und Handschriftensammlungen erhalten geblieben. Die folgende Liste enthält die wichtigsten Bestände.
MNL OL MKA E 152, Acta Jesuitica, Regestrata, 44–51. d. (Collegium Posoniense)
MNL OL MKA E 152, Acta Jesuitica, Irregestrata, 210–213. d. (Collegium Posoniense)
Liber de fundatione collegii Posoniensis et alumnorum, item de specificatione vinearum. [17. Jh.] MNL OL MKA E 152 Reg. Coll. Pos. fasc. 13. n. 4.
Historia collegii Posoniensis anno Domini 1622 [1622–1635]. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab 97.
Historia prima huius domus ad S. Salvetorem Societatis Jesu. [1672–1720] Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab 98.
Diarium Residentiae Sancti Martini SJ (Posoniensis) 1712–1733. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Coll. Pray Tom. XXX.
Matrica gymnasii Posoniensis ab anno 1650, usque ad annum 1725. Kathedralbibliothek von Gran, Esztergom, Coll. Batthyány. Cat. IX. Lit. Tit. I. f.
Album studiosae juventutis quae in gymnasio Societatis Jesu Posoniensis scholas frequentavit ab anno 1725 usque ad annum 1765. Kathedralbibliothek von Gran, Esztergom, Coll. Batthyány. Cat. IX. Lit. Tit. I. e.
Album studiosae juventutis, quae in gymnasio Posoniensi Societatis Jesu scholas frequentavit ab anno 1766. [1766–1781]. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, F 77.
Diarium scholasticum cardinalitii S. J. gymnasii Posonii ad S. Salvatorem Posonii (1732–1766). Slovakische Nationalbibliohek, Martin, Handschriftensammlung, RHKS 1258.
Historia adempti a Lutheranis templi Sanctissimae Trinitatis Posonii, et iussu regio facta consecrationis anno 1672 expressionibus erga acatholicos injuriosis concepta et relata. Ungarische Széchényi Nationalbibliothek, Budapest, Handschriftensammlung, Quart. Lat. 514.
Album Sodalium Marianorum Congregationis Annunciatae Beatae Virginis Mariae in Collegio Societatis Iesu Posoniensi A. 1637–1745. Ungarische Széchényi Nationalbibliothek (Budapest), Handschriftensammlung, Fol. Lat. 3392.
Diarium Congregationis Beatissimae Virginis Mariae Ab Angelo Salutatae in Gymnasio Societatis Jesu Posonii ab anni 1709. Novembri. Ungarische Széchényi Nationalbibliothek (Budapest), Handschriftensammlung, Oct. Lat. 468.
Diarium Congregationis Studiosorum sub titulo Beatissimae Virginis Mariae ab Angelo Salutatae a die 14. Novembris Anni 1751. Bibliothek der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest, Handschriftensammlung, Tört. Napló 2. r. 5. sz.
Liber Votatorum et Graduatorum in Societate in hoc Collegio Posoniens [1620–1773]. Slovakische Nationalbibliohek, Martin, Handschriftensammlung, RHKS, nr. 1384.
Literatur
Bitskey István — Kovács Béla: A pozsonyi jezsuita kollégium XVII. századi könyvtára és a Pázmány hagyaték. [Die Bibliothek des Jesuitenkollegs in Pressburg im 17. Jahrhundert und der Pázmány-Nachlass.] Magyar Könyvszemle 9(1975), 25–37.
Čičo, Martin: Der Altar des heiligen Kreuzes in der Pressburger Jesuitenkirche: Ein unbekanntes Werk eines bekannten Schülers von Georg Raphael Donner. In: Generationen, Interpretationen, Konfrontationen. Hrsg. von Barbara Balážová. Bratislava, 2007. 61–78.
Csákos, Jozef Hans: Die Immaculata-Saule vor der Jesuitenkirche. St. Martins-Kalender (1940), 28–33.
Cséfalvay Ferdinánd: Kurze Geschichte der Gründung unserer Häuser in Preßburg vor der Aufhebung der Gesellschaft. Nachrichten der österreichischen Provinz und kroatischen Mission 3(1906), 144–151.
Cséfalvay Ferdinánd: Segensreiches Wirken der Gesellschaft zu Preßburg vor ihrer Aufhebung. Nachrichten der österreichischen Provinz und kroatischen Mission 4(1907), 163–171.
Dénesi Tamás: Missziótól a kollégiumig. (Jezsuiták Pozsonyban 1635-ig). [Von der Mission zum Kolleg. Jesuiten in Pressburg bis 1635.] Magyar Egyháztörténeti Vázlatok. Regnum 10(1998), nr. 3–4., 87–115.
V. Ecsedy Judit: A pozsonyi jezsuita kollégiumi nyomda (1623–1652). [Die Druckerei des Jesuitenkollegs in Pressburg, 1623–1652.] In: Országos Széchényi Könyvtár Évkönyve 1994–1998. [Jahrbuch der Nationalbibliothek Széchényi]. Hrsg. von Ilona Kovács. Budapest, 2000. 371–405.
Faust, Ovídius: Najstaršie tlačiarne v Bratislave. [Die ältesten Druckereien in Bratislava.] Slovenský typograf 6(1944), 74–76.
Fazekas István: A katolikus egyház helyzete és intézményrendszere a kora újkori Pozsonyban. [Der Zustand und das institutionelle System der katholischen Kirche im frühneuzeitlichen Pressburg.] Történelmi Szemle 60(2018), 201–213.
Fidler, Petr: Bratislava, Jesuitenkirche (Salvatorkirche). In: Lux in Tenebris: Barock in der Slowakei und sein Mitteleuropaischer Kontext. Studien, Kunstler, Kunstwerk, Ikonographie, Kunstgattungen. Hrsg. von Ivan Rusina, Jozef Medvecky. (CD-ROM) Bratislava, 2001. nr. 1.
Federmayer, Frederik: Rody starého Prešporka. Genealogický rozbor obyvateĺstva a topografia mesta podĺa súpisu z roku 1624. [Familien des alten Pressburg. Genealogische Analyse der Bevölkerung und Topographie der Stadt nach der Adelszählung von 1624.] Bratislava, 2003.
Federmayer, Frederik: A jezsuita iskolákban végzett diákok és karrierlehetőségeik a Magyar Királyság 17. századi fővárosában. [Die Absolventen der Jesuitenschulen und ihre Berufsaussichten in der Hauptstadt des Königreichs Ungarn im 17. Jahrhundert.] Történelmi Szemle 60(2018), 2. sz., 215–236.
Filipek, Andrej: Jezuitský kostol v Bratislave. [Jesuitenkirche in Pressburg.] Trnava, 2010.
Fórišová, Marta: Jakub Némethy – bratislavský tlačiar prvej polovice 17. storočia. [Jakob Némethy – Pressburger Drucker aus der ersten Hälfte des 17. Jhs.] Knižnica 2/4(2001), 199–201.
Haľko, Jozef: Divadelné aktivity jezuitov. [Theatralische Aktivitäten der Jesuiten.] Bratislava 24(2012), 63–78.
Haľko, Jozef: Činnosť prešporských jezuitov pred a po zrušení rádu. [Die Tätigkeit der Jesuiten von Pressburg vor und nach der Aufhebung des Ordens.] Bratislava 25(2013), 75–90.
Haĺko, Jozef — Rojka, Ĺuboš: Dejiny jezuitov v Bratislave do roku 1773. [Geschichte der Jesuiten in Bratislava bis 1773.] Trnava, Dobrá kniha, 2015.
Haľko, Jozef: Dóm. Katedrála svätého Martina v Bratislave. [Dom. St. Martins-Kathedrale in Pressburg.] Bratislava, Lúč, 2010.
Holl Béla: Forrásszövegek a pozsonyi nyomdászat történetéhez, a XVII. század első feléből. [Quellentexte zur Geschichte des Buchdrucks in Pressburg, aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.] Magyar Könyvszemle 89(1973), 377–385.
Johann Pogner’s Verzeichniß über den Bau der evangelischen Kirche in Presburg von 1636 bis 1638 und Johann Liebergott’s Tagebuch von den Verfolgungen der Evangelischen in den Jahren 1672 bis 1683 nach den Handschriften der evang. Bibliothek mit Urkunden. Hrsg. von Paul Lichner. Pressburg, 1861.
Kalinayová, Jana: Hudobná história bratislavského jezuitského kostola. [Musikalische Geschichte der Jesuitenkirche in Pressburg.] Pamiatky a múzeá 2(1993), 11–13.
Kalinayová, Jana: Gegenreformation und Änderungen im Repertoire der mehrstimmigen Musik in der Slowakei am Ende des 17. Jahrhunderts. In: Gegenreformation und Barock in Mitteleuropa, in der Slowakei. Hrsg. von Ladislav Kačic. Bratislava, 2000. 299–305.
Kádár Zsófia: A pozsonyi jezsuita kollégium Mária-társulatának könyvkiadása és könyvterjesztése. [Herausgabe und Vertrieb von Büchern durch die Marianische Kongregation des Jesuitenkollegs von Pressburg.] Egyháztörténeti Szemle 14(2013), nr. 1., 5‒45.
Kádár Zsófia: A pozsonyi Szent Salvator-templom katolikus használatba vétele (1672–1673). [Katholisierung der Kirche St. Salvator in Pressburg, 1672–1673.] In: KoraújkorÁSZ. Koraújkor-történettel foglalkozó doktoranduszok tanulmányai. [Studien von PhD-Studenten der Geschichte der frühen Neuzeit.] Hrsg. von: Zsófia Kádár, Zsolt Kökényesi, Anna Diána Mitropulos. Budapest, 2014. (KoraújkorÁSZ tanulmánykötetek 1.) 200‒229.
Kádár, Zsófia: The Difficulties of Conversion. Non-Catholic Students in Jesuit Colleges in Western Hungary in the First Half of the Seventeenth Century. Hungarian Historical Review vol. 3. no. 4. (2014), 729–748.
Kádár Zsófia: A pozsonyi jezsuita kollégium Mária-társulatának első évszázada (1637–1745) [Das erste Jahrhundert der Marienkongregation im Jesuitenkolleg von Pressburg/Bratislava, 1637–1745.] In: Bécstől Brassóig. A II. KoraújkorÁSZ konferencia tanulmányai [Von Wien nach Kronstadt/Brașov. Studien der zweiten Tagung von der jungen Geschichtsforscher der frühen Neuzeit]. Hrsg. von János Barta M. u. a. Budapest, 2016. (KoraújkorÁSZ tanulmánykötetek 2.) 9–40.
Kádár Zsófia: A pozsonyi jezsuita kollégium mint összetett intézmény a 17. században. [Das Jesuitenkolleg von Pressburg als komplexe Institution im 17. Jahrhundert.] Történelmi Szemle 60(2018), 237–282.
Kádár Zsófia: Jezsuiták Nyugat-Magyarországon a 17. században. A pozsonyi, győri és soproni kollégiumok. [Jesuits in Western Hungary in the Seventeenth Century. The Colleges of Pressburg (Bratislava), Győr and Sopron] Budapest, 2020. (Monumenta Hungariae Historica. Dissertationes.)
Klavgyik Mária: A Heindl-örökség – egy XVII. századi botanikus kert története. [Das Heindl-Erbe – Geschichte eines botanischen Gartens aus dem 17. Jahrhundert.] 4D Tájépítészeti és Kertművészeti Folyóirat 7(2012), 52–58.
Kopchani, Michael [Kopcsányi, Mihály]: Narratio rei admirabilis ab Posonium gestae, De Spiritu quodam, a 24. Julii, Anni M.DC.XLI. usque ad 29. Junii, Anni M.DC.XLII. ex Purgatorio cuidam Virgini apparente, loquente, auxilium petente, ac tandem liberato. Decerpta ex Juratis Testibus et Actis publicis, quae asservantur in Tabulario, seu Archivo Ven. Capituli Posoniensis. Evulgata Auctoritate et Jussu Ill[ustrissi]mi ac Rev[erendissi]mi Domini Georgii Lippai, Electi Archiepiscopi Strigoniensis. Posonii, 1643. [RMK II. 629.]
Kökényesi Zsolt: A pozsonyi jezsuita gimnázium diáklétszám-változásai a 17–18. században. [Veränderungen in der Zahl der Schüler des Jesuitengymnasiums in Pressburg im 17. und 18. Jahrhundert.] Történelmi Szemle 60(2018) 2. sz. 283–298.
Kilián István: Jezsuita iskolai színjátszás Pozsonyban. [Jesuiten-Schuldrama in Pressburg.] In: Pozsony–Pressburg–Bratislava. A 700 éves város. [Pozsony–Pressburg–Bratislava. Die 700 Jahre alt Stadt.] Hrsg. von Iván Gyurcsik, Izabella Jégh, Zsuzsanna Papp. Pozsony–Budapest, 1994. 107–121.
Magyarországi jezsuita könyvtárak 1711-ig. [Jesuitenbibliotheken in Ungarn bis 1711.] Bd. I. Kassa, Pozsony, Sárospatak, Turóc, Ungvár. Hrsg. von. Gábor Farkas. Szeged, 1990. (Adattár a 16–18. századi szellemi mozgalmaink történetéhez, 17.1.)
Maťa, Petr: Arme-Seelen-Rettung in Pressburg, 1646/47. Mikrohistorie einer Massenhysterie. In: Staatsmacht und Seelenheil. Gegenreformation und Geheimprotestantismus in der Habsburgermonarchie. Hrsg. von Rudolf Leeb, Susanne Claudine Pils, Thomas Winkelbauer. Wien–München, 2007. (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 47.) 75–97.
Sasinek, Jozef: Slovenskí reprezentanti duchovného života Bratislavy v XVII. a XVIII. storočí. [Slowakische Repräsentanten des geistlichen Lebens in Bratislava im 17. und 18. Jahrhundert.] Slovenská Bratislava 1(1948), 61–157.
Ortvay Tivadar: Pozsony város utcái és terei. A város története utca- és térnevekben. [Die Straßen und Plätze von Pressburg. Geschichte der Stadt in Straßen- und Platznamen.] Pozsony, 1905.
Jozef Šátek: Odobranie kostolov Bratislavským evanjelikom roku 1672. [Übernahme der Kirchen von den Evangelischen in Pressburg im Jahre 1672.] Historia Slovaca 6‒7(1948‒1949), 95−134.
Schönvitzky Bertalan: A pozsonyi kir. kath. főgymnasium története. [Geschichte des königlich-katholischen Hauptgymnasiums von Pressburg.] Pozsony, 1896.
Serfőző, Szabolcs: Sakraltopographie von Preßburg im 16.–17. Jahrhundert. In: Habsburgische Repräsentation in Städten. Hrsg. von Herbert Karner. (steht vor der Veröffentlichung)
Serfőző, Szabolcs: Die Preßburger Mariensäule als Symbol der habsburgischen Inbesitznahme der lutherischen Stadt. In: Habsburgische Repräsentation in Städten. Hrsg. von Herbert Karner. (steht vor der Veröffentlichung)
Staud Géza: A templomtér mint színház. [Die Kirche als Theater.] Irodalomtörténeti Közlemények [Publikationen zur Literaturgeschichte] 87(1983), 665–669.
Staud Géza: Theater im Kirchenraum zu Pressburg. Maske und Kothurn 31(1985), 141–147.
Staud Géza: Színház a pozsonyi jezsuita templomban. In: A magyar színház születése: az 1997. évi egri konferencia előadásai. [Die Geburt des ungarischen Theaters: Präsentationen von der Konferenz in Eger/Erlau, 1997.] Hrsg. von Júlia Demeter. Miskolc, 2000. 215–220.
Staud Géza: A magyarországi jezsuita iskolai színjátékok forrásai. Bd. I. 1561–1773. Fontes ludorum scenicorum in scholis S. J. Hungariae Pars prima. [Die Quellen des ungarischen Schultheaters der Jesuiten.] Budapest, 1986. (A magyarországi iskolai színjátékok forrásai és irodalma) 367–451.

