Geprüft von István Fazekas, Martin Scheutz. 30.11.2023.
Ort

Raab (Győr)
Königreich Ungarn, Komitat Raab

Zeit, Institutionstyp
ab bis Institutionstyp
1626 1627 missio
1627 1773 collegium
Übergeordnete Jesuitenhäuser
ab bis Institutions
1626 1627 collegium Collegium Tyrnaviense
Untergeordnete Jesuitenhäuser
ab bis Institutions
1642 1684 missio Missio Andochiensis
1649 1731 missio Collegium Quinqueecclesiense
1649 1677 missio Missio Vesprimiensis
1687 1701 missio Collegium Budense
1633 1627 residentia Residentia Comaromiense
Aufhebung
1773
Geschichte

Raab war in der Frühen Neuzeit eine der wichtigsten Festungen gegen die Osmanen, daneben war es Bischofsstadt und Marktstadt im Besitz des Domkapitels als Grundherr. Seine Bewohnerschaft rekrutierte sich großteils aus ungarischen Bürgern, aus deutschen Soldaten und auch aus den mit dem Militär angekommene deutschen Handwerker und Regimentsuntertanen. Die Festung fiel für vier Jahre (1594–1598) in osmanische Hand; zu Beginn des 17. Jahrhunderts organisierte sich die bürgerliche Gesellschaft neu, damals erreichte die Stadt eine Bevölkerungszahl von vermutlich 2.000 bis 3.000 Personen.
Im Jahr 1626, auf Initiative des Graner Erzbischofs Péter Pázmány nahm sich der Raaber Bischof Miklós Dallos (1623–1630) der Sache der Jesuiten an. Als Gründer fungierte Ferdinand II., indem er die von weltlichen Pfandinhabern eingelösten Güter des damaligen Zisterzienserinnenklosters von Wesprim (Veszprémvölgy) zur Unterhaltung des Raaber Kollegs nutzte. Die Gründungsurkunde lässt sich auf 20. September 1627 datieren, das Haus wird ab 1628 in den Provinzkatalogen als Kolleg erwähnt. Ferdinand II. beauftragte anfangs Bischof Dallos mit der Verwaltung der Güter von Wesprim, später, ab 1637, konnten die Jesuiten die Administration der Güter in Eigenregie übernehmen.

Stiftung

Der (erste) Stifter (Fundator) des Kollegs war Ferdinand II., der die Güter des damaligen Zisterzienserinnenklosters von Wesprim (Veszprém) als Stiftung übergab.
Das Kolleg wurde am 20. August 1654 vom Wesprimer Bischof György Széchényi durch eine Stiftung von 50.000 Gulden neu begründet und er erhielt dafür den Titel eines „Fundators” des Kollegs.

Mitgliedschaft

Die Zahl der Jesuiten lag anfangs bei 15–16, wie bei den mittleren Jesuitenkollegs. Diese Zahl schwankte von den 1670er zu den 1710er Jahren aufgrund von Kriegen und Epidemien stark, stieg aber in den stabilen Jahren auf über 20 an. Mit der Friedenszeit ab den 1720er Jahren stieg die Zahl auf über 25 und nach 1742 durch die Repetenten und ab 1745 durch die akademischen Professoren auf über 40.
Die Seelsorge wurde an die lokalen sprachlichen und sozialen Gegebenheiten angepasst: Die geistliche Betreuung der deutschen Soldaten der Festung bedeutete eine besondere Aufgabe. In Raab übernahmen die Patres neben ihrer eigenen Kapelle und später Kirche gelegentlich auch Predigtaufgaben in der Kathedralkirche. Von Anfang an predigten sie sowohl auf Ungarisch als auch auf Deutsch.

Zunahme der Mitgliedschaft
Gebäude, Lage in der Stadt

Als der kaiserliche Beichtvater, Wilhelm Lamormaini SJ, die Festungsstadt 1626 auf die Bitte von Bischof Dallos hin besuchte, um für die Jesuiten einen passenden Ort zu finden, wurde dafür zunächst ein damals als Provianthaus benutztes, im bischöflichen Stadtteil liegendes Gebäude ausgewählt. Ähnlich wie beim militärischen Bauamt, dem sogenannten Bauhof, weigerte sich jedoch der Grenzoberst Hans Breuner (1603–1633), das Haus herzugeben. Letztendlich wurden vier Bürgerhäuser auf der südlichen Seite des Marktplatzes, also auf dem Gebiet des gegen die Gründung opponierenden Domkapitels, bestimmt, das diese Gebäude schließlich den Jesuiten gemäß dem vorhin zitierten Vertrag überließ. Auf diesem Platz wurden nun Ordenshaus, Schule und eine Kapelle errichtet, doch bereits ein Jahrzehnt später sprengten die Raumbedürfnisse den vorhandenen Rahmen. Deswegen ließ Bischof György Draskovich unter Zwang auch die restlichen Bürgerhäuser des ganzen Häuserblocks aufkaufen, um sie den Jesuiten zu übergeben. Obwohl die Angelegenheit sogar vor den ungarischen Reichstag gelangte, blieb das ganze Gebiet mit seinen elf Grundstücken im Besitz der Raaber Jesuiten.
Zuerst erbauten sie zwischen 1635 und 1641 die Hl. Ignatius-Kirche: Ihre Fassade ist eine verkleinerte Nachbildung der Fassade der Wiener Universitätskirche. Der Architekt war wahrscheinlich derselbe wie der des Kollegs: Bartolomeo Torre. Hier wurde am 31. Juli 1641, dem Festtag des hl. Ignatius, die erste heilige Messe zelebriert.2 Die innere Gestaltung und Einrichtung wurde erst viel später mit Hilfe der militärischen und kirchlichen Leiter und der örtlichen Gesellschaft der Festungsstadt abgeschlossen (17. Jh.).
Der monumentale Hochaltar der Kirche (1744) von Paul Troger stellt die Verherrlichung des Hl. Ignatius dar. Die finanzielle Basis ihrer Anfertigung sicherte der Wesprimer Bischof, Ádám Acsády. Die Deckenfresken im Hauptschiff wurden zur gleichen Zeit gemalt, ebenfalls von Troger und seinen Mitarbeitern. Die hochbarocke Kanzel (1749) stammt aus dem Pressburger Werkstatt von Ludwig Gode, und wurde aus Spenden des Wesprimer Bischofs, Márton Padányi Bíró gefertigt.

Neben der Kirche wurde bis 1667 das Kolleg mit der finanziellen Unterstützung des Wesprimer Bischofs György Széchényi, unter der Leitung der Baumeister Bartolomeo und Giacomo Torre, ausgebaut. Der Bau kam unter der Leitung des Maurermeisters Christian Fornleiter, nach dem frühen Tod von Giacomo Torre, zum Abschluss. Die drei Flügel des großen Gebäudes waren mit der Jesuitenkirche auf der Westseite verbunden und umschlossen einen rechteckigen Hof. Im Jahr 1697 wurde das Hauptstiegenhaus des Kollegs zwischen dem ersten und zweiten Stock mit Stuckdekoration, symbolischen und allegorischen Fresken im Geiste des Marienkults verziert, die vom Kolleg (und dem damaligen Rektor Maximilianus Scherhakl) in Auftrag gegeben wurden.

Das neue Schulgebäude wurde in drei Phasen zwischen 1687 und 1696, durch die Finanzierung des Wesprimer Bischofs Pál Széchényi unter der Leitung des Maurermeisters Christian Fornleiter (der auch die Fertigstellung des Kollegs beaufsichtigte) errichtet. Zunächst hat man die alten Gebäude abgerissen und die ersten Klassenräume gebaut. Im Jahr 1696 waren die große Aula und das Stiegenhaus fertig. In der Mitte des 18. Jahrhunderts setzte man ein zweites Stockwerk auf, weil die Schülerzahl der Akademie und des Gmnasiums angestiegen war. Den Neubau und die Erweiterung ermöglichte die Großzügigkeit des Raaber Bischofs Ferenc Zichy.
 

Für den Zweck des adeligen Konviktes haben die Jesuiten das Babocsay-Haus in der Nähe des Gymnasiums gekauft, und das neue Konviktgebäude wurde hier und auf dem angrenzenden Grundstück bis 1702 gebaut

Verbundene/Weitere Einrichtungen

1684–1777/1778. In 1684 stiftete der Raaber Bischof György Széchényi 33.000 Gulden für die Errichtung eines Konviktes für ungarische Adeligen über 12 Jahren, die teilweise protestantische Eltern hatten, und teilweise von weniger wohlhabende Adelsfamilen kamen. Die Zahl der Konviktschüler betrug jährlich etwa 30.

1668–1670 und 1700–1705. Nur für zwei kürzere Zeiträume (1668–1670, 1700–1705) beherbergte das Raaber Kolleg ein Terziatshaus. Die jesuitenspezifische Einrichtung konnte ohne eigenen Stiftung nicht dauerhaft bestehen.

1742–1773. Die seit 1734 in Skalitz (Skalica, Szakolca) bestehende ordensinterne Repetitionskurs verlegte die jesuitische Provinzleitung im Jahr 1742 aufgrund des Österreichischen Erbfolgekrieges nach Győr. Hier unterrichtete zwei Professoren die Lateinische und Griechische Sprache und Literatur für jährlich 9-10 Jesuiten als Repetenten bis 1773. (Obwohl der Repetitionskurs ab 1745 auch in Skalitz wieder eröffnet wurde).

1687–1773. Im Erdgeschoss des neuen Kolleggebäudes, im nördlichen Flügel, der auf den Marktplatz der Stadt blickt, wurde eine Apotheke eingerichtet, deren Raum mit repräsentativen barocken Ölgemälden und Möbeln ausgestattet ist. Die Apotheke war seit 1686 mit ständigem, qualifizierten Jesuitenpersonal tätig und stand den Bürgern und der lokalen Bevölkerung offen. Die ursprüngliche Einrichtung (Regale) der Apotheke ist noch erhalten geblieben, weil der letzte Jesuitenapotheker (Johann Tumler) sie nach der Ordensaufhebung kaufte und vom ehemaligen Kolleg in das sog. Mányoki-Haus am Marktplatz verlegte.

Schule, Unterricht

Das Jesuitengymnasium wurde 1627 mit drei Klassen, 1630 schon mit fünf Klassen und mit vier Lehrer eingerichtet. Seit den 1670er Jahren führten sechs Lehrer das mit unteren Vorbereitungsklassen („parvistae“) ergänzte Gymnasium.
Ein ausführliches Bild der Schülerschaft ergibt sich aus den Schulregistern des Gymnasiums.1 Zwischen 1630 und 1773 wurde in den 131 Schuljahre 49.229 Immatrikulationen registriert, diese können mit 20.595 Personen identifiziert werden. Die unterste, „parva“ Jahrgänge von den 12–13 Jahre alten Schüler besucht wurden, das durchschnittliche Lebensalter der Schüler der grammatische Klassen lag bei 14–16 Jahren bzw. der Schüler der höchsten zwei Jahrgängen („humaniora“) bei 17–19 Jahren. Die Matrikeleinträge des Gesellschaftsstatus entstellen positiverweise die Proportion des Adels, die machten 40% der Schülerschaft mit bekanntem Status aus, neben ihnen war 30–30% der Anteil der bürgerlichen und gemeinen Schüler. Nach den Matrikeleinträgen der Konfessionen lernten im 17. Jahrhundert (angesichts einer gemischten Bevölkerung, wo es kein Gymnasium für die Protestanten gab) zahlreiche nicht-katholische Schüler bei den Jesuiten. Die Zahl der bekannten protestantischen Schüler (Lutheraner und Kalvinisten) lag bei beinahe 900, aber unter den Immatrikulierten sind auch Orthodoxe, Griechisch-Katholische und Israeliten zu identifizieren. Die Wahrscheinlichkeit der Konversionen der protestantischen Schüler machte nur 15–16% aus. Die Schule war bis der Ende der 1660er Jahren sicherlich nicht ein Mittel der gewaltsamen Rekatholisierung. Die Nation ist bei 70% der Schülerschaft zu erkennen: Den höchste Anteil machten die Ungarn (mit gesamt 67%) aus; die Schüler, die slowakische Muttersprache hatten, machten 15%, die Kroaten 8% und die Deutschsprachigen ebenfalls 8% aus. Nach der Darstellung der Herkunftsorte der Schüler auf der Landkarte war das Einzugsgebiet des Gymnasiums im 17. Jahrhundert überregional und reichte über die Landesgrenzen hinaus. Vom Königreich Kroatien und Slawonien durch das Transdanubien bis die niederungarischen Komitaten kamen beinahe aus allen Komitaten Schüler in die Schule, sogar manche aus den Gebieten der osmanischen Besatzung. Im 18. Jahrhundert veränderte sich die Rolle des Gymnasiums, sie ist zum lokalen und regionalen Schulzentrum geworden.

Höhere Bildung: Die sogenannte Raaber Akademie, d. h. philosophische und theologische Kurse hauptsächlich für die Studenten des lokalen bischöflichen Diözesanseminars, wurde zwischen 1745–1773 von den Jesuiten versorgt. Die Jesuiten haben Moraltheologie („casuistica”) schon früher, zwischen 1697 und 1705 unterrichtete der Kleriker des kleinen örtlichen Diözesanseminars.

Kongregationen

„Annuntiatio Mariae” lateinische (kleinere) Schülerkongregation. Die Schülerkongregation war 25. März 1631 gegründet. Anfänglich traten 67 der 440 Schüler ein. Im Jahr 1709/1710 hat die Sodalität ungefähr 200 Mitglieder aus der obersten drei Klassen des Gymnasiums. Die jesuitischen Präsides waren typischerweise die Lehrer der Rhetorik, die ehrenamtliche Vorsteher (Kongregationsrektoren) waren lokalen Bischöfe, Domherren oder militärische, städtische und Komitatsvorstände.
„Assumptio Mariä (Patrona Hungariae)” ungarische Bürgerkongregation. Die ungarische Patrona Hungariae-Bürgerkongregation war ab 1634 tätig. Mitglieder waren die lokalen katholischen, ungarischen Eliten aus der Bischofsstadt und dem Komitat Raab. Die Mitgliederzahl war im Jahr 1638 52 und 1640 124. Die jesuitischen Präsides wechselten seltener als die geistlichen Leiter der Studentenkongregation; es waren immer ungarische Jesuitenprediger, Katecheten und Missionare. Aus den Mitgliedern wurden die weltlichen Vorsteher der Kongregation gewählt: die Rektoren, neben denen ab den 1650er Jahren etwa 15–30 Beamte an der Leitung beteiligt waren. Anhand der Verzeichnisse der Amtsträger wurde die soziale Basis der Sodalität untersucht. Es lassen sich vier bedeutende Gruppen unterscheiden: (1) die militärischen Offiziere, (2) die bürgerlichen Handwerker von Raab, (3) die Mitglieder der Stadtregierung und (4) die Beamten des Komitats Raab.
„Maria de Victoria” deutsche militärische / bürgerliche Kongregation. Die Sodalität wurde gezielt für den deutschsprachigen Militär der Festungsstadt gegründet im Jahr 1634. 1643 hatte sie 200 Mitglieder. Mit dem Verlust der strategischen Rolle der Festung ab den 1710er Jahren, setzte sich die Mitgliedschaft vor allem aus deutschsprachigen Handwerkern, Zunftmeistern und Gesellen, Ärzten, Apothekern, Beamten des Salzamtes und des Dreißeigstamtes zusammen.
„Agonia Christi” Kongregation. Die Sodalität wurde mit der Unterstützung und mit den Spenden des Raaber Hauptkapitäns Philipp Graf von Mansfeld im Jahr 1654 gegründet. Anfangs hatte sie 700 Mitglieder. Schon seit dem Beginn gab es getrennt eine ungarische und eine deutsche Sektion mit eigenen jesuitischen Seelsorgern. Die Präsides der ungarischen Sektion sprachen sich oft mit den Leitern der ungarischen städtischen Kongregation ab. Die Präsides der deutschen Sektion waren eng mit den Leitern der „Maria de Victoria“-Sodalität verbunden. Der Bau des Raaber Kalvarienbergs ist mit der Todesangst-Kongregation verbunden.
„Mater dolorosa” akademische Studentenkongregation. Eine getrennte akademische Kongregation gründeten die Jesuiten für die Studenten der Philosophie und Theologie 21. Mai 1746. Der erste Rektor der Sodalität war der Raaber Bischof Ferenc Zichy selbst. Die jesuitische Präsides waren Theologieprofessoren oder die Professoren der Repetenten.

Pfarrei, Weitere Kirche

Joseph Gastinger, der Leiter der deutschen Todesangstbruderschaft (1712–1716) initiierte den Bau einer Kalvarienbergkapelle (und sieben Kreuzwegstationen) auf dem Hügel, der im 17. Jahrhundert noch als Richtplatz genutzt worden war. Die kaiserliche Genehmigung wurde von Graf Heinrich von Sigbert Heister, Raaber Oberstmarschall (1707–1718), eingeholt. Er und seine Frau legten am 1. November 1714 den Grundstein für die sog. Dizmás-Kapelle (Kalvarienbergkapelle). Mit Hilfe des Oberstmarschalles und des Raaber Kanonikers Mihály Nagy wurde der Kalvarienkapelle in mehreren Etappen zwischen 1716 und 1722 erbaut. Den Bau unterstützten die lokalen Gesellschaftsschichten breit.

Die ehemalige Benediktinerabtei von Lébény übergab 1631 Ferdinand II. an das Raaber Jesuitenkolleg. Die Gesellschaft Jesu wurde 1638 in den Besitz eingeführt, aber abgesehen von der Kirche und den kleinen Grundstücken (im Dorf von Lébény und von Barmas) gelang es ihr nicht, den ganzen ehemaligen Benediktinerbesitz zu erwerben. Die Jesuiten sanierten die Hl. Jakob-Kirche und statteten sie mit Hilfe ihrer Wohltäter aus. Jedes Jahr, am Fest des heiligen Jakobus, kamen die Pilger aus Raab in großer Zahl hierher. Bei diesen Anlässen wurden Predigten und Beichten in ungarischer, deutscher und kroatischer Sprache gehalten und gehört.

Die in der Jesuitenzeit, in 1747 angefangene Kirche stand im Ort des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters. 1773 war noch nicht fertig und nie geweiht.

Die Jesuiten versuchten mehrmals, den reformierten Prediger aus ihrem Dorf zu vertreiben. Da die Kirche in protestantischer Hand blieb, wurde in den 1740er Jahren eine katholische Kapelle gebaut. In den 1770er Jahren wurde der Wiederaufbau der Kapelle geplant, aber erst nach der Aufhebung der Gesellschaft Jesu, zwischen 1776 und 1779, wurde sie tatsächlich zu Ehren des Hl. Ignatius wieder aufgebaut und geweiht. Sie wurde auf Kosten des Studienfonds von einem Exjesuiten errichtet, und auch ein Exjesuit hielt die Einweihungsrede. Obwohl die Kirche erst nach 1773 fertig war, ist sie noch durch das Freskenprogramm und die Einrichtung der Jesuiten bestimmt.

Schicksal nach der Aufhebung

Zwischen 1774 und 1802 übernahm der Staat das Gymnasium, und ab 1802 gingen die ehemalige Jesuitenschule, das Kolleg und die Kirche in den Besitz des Benediktinerordens über, der sie seither ununterbrochen besitzt. Das Gebäude des Gymnasiums wurde im 19. Jahrhundert bis auf die Grundmauer erneut aufgebaut, die Kirche und das Kolleg (einschließlich der ehemaligen Jesuitenapotheke) sind weitgehend in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Benefactores

Die Wohltäter des Kollegs kamen aus allen örtlichen Gesellschaftsschichten (vor allem mehrere Raaber Bischöfe und Grenzoberste), obwohl die Jesuiten anfänglich auch viele Feinde in der Festungsstadt hatten. Da es keinen domnierenden, großen Wohltäter gab, wurde die Kirche mit der Unterstützung verschiedener lokaler Gruppen gebaut: Einige Domherren, Grenzoberste und die Proviantmeister unterstützten die Bildung. Aus der Reihe der örtlichen Hochadeligen und Adeligen muss man die Familie Csáky und Lippay hervorheben. Die sechs Seitenkapellen waren auch dank der großzügigen Unterstützung der verschiedener weltlichen und kirchlichen lokalen Wohltäter eingerichtet.

Garten und Sommerresidenz

Seit den 1640er Jahren besaß das Kollegium einen Garten in der Vorstadt Raab–Insel (Sziget) als Schenkung des Raaber Bischofs György Draskovich.

Grundstücke und andere ertragsfähige Immobilien

Güter des damaligen Zisterzienserinnenklosters von Wesprim und Grundstücke am Plattensee: Szárberény (heute Vörösberény), Máma (heute Balatonfűzfő–Mámapuszta), Kenese (heute Balatonkenese), Sándor (Dorf später verödet), Kajár (heute Balatonfőkajár), Vámos (heute Nemesvámos), Padrag (heute Padragkút), Menyeke puszta (heute Bánd), Jutas (heute Stadtteil von Wesprim).

Güter der damaligen Benediktinerabtei von Lébény: Lébény, Szentmiklós, Mecsér, Barmas.

Pfandgüter in den Komitaten Raab und Wieselburg (17. Jh.): Pataháza, Horvátkimle, Sövényháza, Nyúl, Ménfő, Gyömöre, Táp

Archivmaterial

Das Ungarische Nationalarchiv bewahrt die Reste des ehemaligen Hausarchivs des Kollegs auf, vor allem rechtliche Dokumente. Darüber hinaus sind zahlreiche Manuskriptbände in verschiedenen Archiven und Handschriftensammlungen erhalten geblieben. Die folgende Liste enthält die wichtigsten Bestände.

  • MNL OL MKA E 152, Acta Jesuitica, Regestrata, 25–30. d. (Collegium Iauriense)
  • MNL OL MKA E 152, Acta Jesuitica, Irregestrata, 204–206. d. (Collegium Iauriense)
  • Diarium Collegii Jauriensis Societatis Jesu ... 1742–1773. Diözesanbibliothek von Raab, Sign. XXXIV.1.2.
  • Liber continens catalogum personarumque officiorum collegii Iaurinensis Societatis Iesu ab anno iubilaeo MDCC. (1700–1773). Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 120b. A 15. (aufbewahrt in der Benediktinerpropstei von Raab)
  • Catalogus discipulorum Jauriensis Gymnasii Societatis Jesu. 1630–1668. Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 120b. A 19. (aufbewahrt in der Benediktinerpropstei von Raab)
  • Catalogus discipulorum Jaurinensis Gymnasii Societatis Jesu de annis 1669‒1783. Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma,120b. A 20. (aufbewahrt in der Benediktinerpropstei von Raab)
  • Album Studiosorum Theologiae et Philosophiae Cleri Diaeceseos Jaurinensis, et Secularium; In Seminario Aussumptae Virginis Szécsinyiano Jaurinensi studiis operam impendentium. Facultatum Moderatoribus Patribus Clericis Regularibus Scholarum Piarum. Ab Anno Salutis MDCCXXXV pro Anno Scholastico MDCCXXXVI. Bibliothek der Eötvös Loránd Universität, Budapest, Handschriftensammlung, Ab 54.
  • Urbarium bonorum Collegii Iauriensis Societatis Jesu anno 1646 factum, actum et reformatum anno MDCLXVI. [Rechnungsbuch des Raaber Jesuitenkollegs.] Bd. I. 1688–1727; Bd. II. 18. Jh. Archiv der Ungarischen Jesuitenprovinz, Sign. I. [Dokumente vor 1773], 3.
  • Liber Sodalitatis Beatissimae Hungariae Patronae sub titulo Annuntiationis anno 1631 Jaurini ... in Gymnasio Societatis Jesu erectae. (1631‒1756). Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 120b. A 17.
  • Liber Congregationis B. M. V. ab Angelo Salutatae in Societatis Jesu Gymnasio Jaurini erectae ... anno 1687 (1687‒1771). Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 120b. A 18.
  • Historia et Acta Sodalitatis Dominorum Ungarorum sub Titulo B. V. Mariae Patronae Ungariae Erectae in Collegio Patrum Societatis Iesu Iaurini. Anno MDCXXXIV. Bibliothek der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (Budapest), Handschriftensammlung, Egyház és bölcselet, 2rét 17. sz.
  • Das Album der Sodalität von Maria de Victoria], Hansági Múzeum [Museum der Waasen] (Mosonmagyaróvár), Ortsgeschichtliche Sammlung, Sign. 91.65.1.
  • Der Sieg über den Todt, welchen Maria die unbefleckte Mutter Gottes durch Jesum ihren Sohn erhalten in einer Kirchen-Rede ... vorgestellet ... von R. P. à Matre Dei Ignatius... Raab, [1734].
Literatur

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Kádár, Zsófia: Jezsuiták Nyugat-Magyarországon a 17. században. A pozsonyi, győri és soproni kollégiumok. [Jesuits in Western Hungary in the Seventeenth Century. The Colleges of Pressburg (Bratislava), Győr and Sopron] Budapest, 2020. (Magyar Történelmi Emlékek. Értekezések. Monumenta Hungariae Historica. Dissertationes.)

Kászonyi, Andrásné: Bartolomeo Torre, a győri jezsuita kollégium építőmestere. [Bartolomeo Torre, der Baumeister des Jesuitenkollegiums in Raab.] Arrabona 5(1963), 229–231.

Kökényesi, Zsolt: A győri jezsuita gimnázium diáksága a kezdetektől a feloszlatásig (1630–1773), különös tekintettel a főnemesi tanulókra. [Die Schülerschaft des Jesuitengymnasiums von Raab von dem Anfang bis zu der Aufhebung (1630–1773), mit besonderem Hinblick auf die hochadeligen Schüler.] In: Jezsuita jelenlét Győrben a 17–18. században. Tanulmányok a 375 éves Szent Ignác-templom történetéhez. [Die Präsenz der Jesuiten in Raab im 17. und 18. Jahrhundert. Studien zur 375jährigen Geschichte der Ignatius-Kirche.] Hrsg. von István Fazekas, Zsófia Kádár, Zsolt Kökényesi. Győr, 2017. 133–167.

Knapp, Éva: Retorikai koncepció és ikonográfiai program a győri jezsuita kollégium díszlépcsőjének freskóin. [Rhetorisches Konzept und ikonographisches Programm des Freskenzyklus in der Prunkstiege des Raaber Jesuitenkollegs.] Művészettörténeti Értesítő 50(2001) nr. 3–4, 119–220.

Koltai, András: Széchényi VI György. [Georg Széchényi, der (Neu)Gründer des Jesuitenkollegs von Raab, biographisches Fazit.] In: Esztergomi érsekek 1001–2003. [Erzbischöfe von Gran, 1001–2003.] Hrsg. von Margit Beke. Budapest, 2003. 310–318.

Kovács, Georg: Die Geschichte der Niederlassung der Gesellschaft Jesu in Raab. Dissertation an der Universität Innsbruck, 1935.

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Piszker, Olivér: Barokk világ Győregyházmegyében Zichy Ferenc gróf püspöksége idején (1743–83). [Barockwelt in der Diözese Raab während des Episkopats von Graf Ferenc Zichy, 1743–1783.] Pannonhalma, 1933. (Pannonhalmi Füzetek, 13.).

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Serfőző, Szabolcs: Balatonalmádi–Vörösberény (Veszprém megye). Plébániatemplom, Templom tér (Veszprémi út 83.) Titulus: Loyolai Szent Ignác. [Balatonalmádi–Vörösberény (Komitat Wesprim). Pfarrkirche, Kirchplatz (Veszprémi Str. 83.) Titel: St. Ignatius von Loyola.] In: Barokk freskófestészet Magyarországon. [Barocke Freskenmalerei in Ungarn.] Bd. I. Fejér, Komárom-Esztergom és Veszprém megye. [Komitat Fejér, Komorn und Wesprim.] Hrsg. von János Jernyei Kiss. Budapest, 2019. 218–239.

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Szabady, Béla: Draskovich György győri püspök élete és kora (1599–1650). [Das Leben und die Zeit von György Draskovich, Bischof von Raab (1599–1650).] In: A 300 éves soproni szentbenedekrendi sz. Asztrik kat. gimnázium jubileumi értesítője az 1935/1936. isk. évről. [Das Jubiläumsbulletin des 300 Jahre alten benediktinischen St. Ascher katholischen Gymnasiums von Ödenburg für das Schuljahr 1935/1936.] Sopron, 1936. 15–115.

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Szádoczki, Vera: Neolatin elégiaköltészet a 18. századi Magyarországon. Makó Pál és a jezsuita költészetoktatás. [Neolateinische Elegie-Dichtung im Ungarn im 18. Jahrhundert. Pál Makó und die jesuitische Poesieausbildung.] PhD-Thesis. Budapest (PPKE BTK), 2020.

Székely, Zoltán: A barokk Győr, mint szakrális táj. [Das barocke Raab als sakrale Landschaft.] Arrabona 42(2004), nr. 1. (Szent–kép–kultusz. Tudományos konferencia, Győr, 2001. / Sankt – Bild – Kultus. Wissenschaftliche Konferenz, Győr, 2001.) 63–82.

Székely, Zoltán: Adalékok a győri jezsuita iskola és rendház XVII. századi építéstörténetéhez. [Ergänzungen zur Baugeschichte der Jesuitenschule und des Kollegs in Raab aus dem 17. Jahrhundert.] In: A magyar jezsuiták küldetése a kezdetektől napjainkig. [Die Mission der ungarischen Jesuiten von den Anfängen bis zum Gegenwart.] Hrsg. von Csaba Szilágyi. Piliscsaba, 2006. (Művelődéstörténeti Műhely, Rendtörténeti konferenciák 2.) 366–373.

Székely, Zoltán: A győri németek Győzedelmes Mária-kongregációja és annak albuma — Kutatási beszámoló [Sodalität „Maria de Victoria“ der Deutschen von Raab und dessen Album. Ein Forschungsbericht.] In: Jezsuita jelenlét Győrben a 17–18. században. Tanulmányok a 375 éves Szent Ignác-templom történetéhez. [Die Präsenz der Jesuiten in Raab im 17. und 18. Jahrhundert. Studien zur 375jährigen Geschichte der Ignatius-Kirche.] Hrsg. von István Fazekas, Zsófia Kádár, Zsolt Kökényesi. Győr, 2017. 335–363.

Szelestei N., László: A győri Magyarok Nagyasszonya Társulat a 17. században. [Die „Patrona Hungariae“ Kongregation von Raab im 17. Jahrhundert.] In: Az áhítat nem hivatalos alkalmai és formái az 1800 előtti Magyarországon. [Informelle Anlässe und Formen der Devotion in Ungarn vor 1800.] Hrsg. von Judit Bogár. Piliscsaba, 2013. (Pázmány Irodalmi Műhely, Lelkiségtörténeti tanulmányok 4.) 203‒218.

Szigeti, Kilián: A győri Szent Ignác-templom zenéje a XVIII. században. [Die Musik der St. Ignatiuskirche in Raab im 18. Jahrhundert.] Arrabona 5(1963), 235–247.

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Als der kaiserliche Beichtvater, Wilhelm Lamormaini SJ, die Festungsstadt 1626 auf die Bitte von Bischof Dallos hin…

Joseph Gastinger, der Leiter der deutschen Todesangstbruderschaft (1712–1716) initiierte den Bau einer…

Die ehemalige Benediktinerabtei von Lébény übergab 1631 Ferdinand II. an das Raaber Jesuitenkolleg. Die Gesellschaft…

Neben der Kirche wurde bis 1667 das Kolleg mit der finanziellen Unterstützung des Wesprimer Bischofs György…

Das neue Schulgebäude wurde in drei Phasen zwischen 1687 und 1696, durch die Finanzierung des Wesprimer Bischofs Pál…

Die in der Jesuitenzeit, in 1747 angefangene Kirche stand im Ort des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters. 1773 war…

Für den Zweck des adeligen Konviktes haben die Jesuiten das Babocsay-Haus in der Nähe des Gymnasiums gekauft, und…

1687–1773. Im Erdgeschoss des neuen Kolleggebäudes, im nördlichen Flügel, der auf den Marktplatz der Stadt blickt,…

Die Jesuiten versuchten mehrmals, den reformierten Prediger aus ihrem Dorf zu vertreiben. Da die Kirche in…


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

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