GRUNDDATEN
Andocs
Königreich Ungarn, Komitat Schomodei/Somogy
| ab | bis | Institutionstyp | |
|---|---|---|---|
| 1642 | 1684 | missio |
| ab | bis | Institutions | ||
|---|---|---|---|---|
| 1642 | 1684 | collegium | Collegium Jaurinense | |
| 1642 | 1684 | missio | Collegium Quinqueecclesiense |
GESCHICHTE UND TÄTIGKEIT
Geschichte
Die 1642 gegründete Mission wurde am 21. November 1643 vom österreichischen Provinzial Wilhelm Lamormaini SJ anerkannt. Sie blieb bis 1684 (Anfang der Manöver der Rückeroberungskriege) bestehen, wobei zu jeder Zeit ein oder zwei Ordensmitglieder tätig waren. Offiziell war die Mission vom Raaber Kolleg abhängig, aber die Zusammenarbeit mit den Jesuiten von Fünfkirchen war entscheidend. Ab Ende der 1620er Jahre unternahmen die Patres von Fünfkirchen Missionsreisen in der Region südlich des Plattensees, darunter auch in die Komitate Schomodei (Somogy) und Tolnau (Tolna). Das Zentrum der Mission war die Pfarrei von Andocs und die Kirche Mariä Himmelfahrt (im Mittelalter Allerheiligen), die auch ein Wallfahrtsort war. Der Jesuitenpater, der die Mission leitete, war gleichzeitig der Generalvikar des Bischofs von Wesprim in den eroberten Territorien. Das Missionsgebiet umfasste hauptsächlich den nördlichen Teil des Komitats Schomodei, etwa 57–80 Siedlungen, in denen 15–20 (später 30–40) Lizenziate unter jesuitischer Leitung seelsorgerisch tätig waren. Neben der Mission leisteten die Jesuiten auch irgendwelche begrenzte Lehrtätigkeit.
Die Kirche diente als Wallfahrtsort und als Zentrum der Jesuitenmission bis 1684.
QUELLEN
Archivmaterial
- MNL OL MKA E 152, Acta Iesuitica, 25. d., fasc. 2., nr. 37. (Collegium Iauriense, Regestrata, hier: Missionsberichte von Andocs)
Literatur
Molnár, Antal: Az andocsi jezsuita misszió 1642–1684. [Die Jesuitenmission in Andocs, 1642–1684.] Levéltári Közlemények 71(2000) No. 1–2, 3–31.

