Der imposante Gebäudekomplex errichtete man nach und nach zwischen dem heutigen Pfarrplatz, der Domgasse und der Kollegiumgasse. Die Jesuiten haben die Stadthäuser und Grundstücke hier zwischen etwa 1613 und 1654 erworben. Der Süd- und Ostflügel des Kollegs wurden zwischen 1652 und 1658 errichtet. Erstens ließen sie die Franz-Xaver-Kapelle erbauen, gestiftet von Gräfin Ursula von Thonnhausen. Diese Kapelle diente auch als Oratorium für die von den Jesuiten geleiteten Kongregationen, und ab 1657 beherbergte sie auch eine Marienstatue von Foy. Der Architekt des Kollegs ist nicht bekannt. Der Nordflügel für die Zwecke der Schule wurde 1669 fertiggestellt. Den Südflügel erweiterte man im Jahr 1676 (sog. Jesuitenresidenz, heutige Domgasse 3. 48.30526, 14.28884), so dass das Kollegium mit der Jesuitenkirche zusammengebaut wurde. Der Westflügel (heute Domgasse 1. 48.30561, 14.2889) stellte man bis 1680 fertig, so bildete sich ein riesiger Gebäudekomplex mit einem viereckigen Innenhof. Zwischen 1732 und 1734 wurde der Westtrakt umgebaut (Architekt: Johann Michael Prunner), der beherbergte die Apotheke, das Prokuratorzimmer, den Theatersaal und die akademische Aula. Im Jahr 1731 stifteten die oberösterreichischen Landstände 4.000 Gulden für den Bau des Theatersaales.
Das Kolleggebäude wurde 1776 in eine Kaserne umgewandelt, ab 1869 als Hauptpost genutzt, umgebaut und die Kapelle abgeschafft. In den 1920er Jahren erfolgte die Aufstockung des Nord- und Ostflügels um zwei Stockwerke. 2006 begann der Umbau für die Kunstuniversität Linz mit einem großen Hörsaal im Innenhof.
Gebäude
Jesuitenkolleg
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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