Gebäude
Mariä Verkündigung-Kirche, ehem. Klosterkirche der Minoriten
Beschreibung

Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert als zweijochige gotische Kirche für die Minoriten erbaut. An der Südseite der Kirche befand sich das Kloster, das im 16. Jahrhundert aufgelassen wurde. In den 1530er Jahren hatten die oberösterreichischen Landstände einen Teil des Klosters für ihre Zwecke gepachtet und errichteten in den 1560er Jahren das Landhaus an der Stelle des Klosters. Die Landstände wollten auch die ehemalige Minoritenkirche, für lutherische Gottesdienste nutzen.
Im Jahr 1602 erhielten die Jesuiten auf Befehl von Erzherzog Matthias die Kirche, die für die katholischen Religionsausübung umgestaltet wurde. In der Fastenzeit 1604 stellten die Patres schon ein „Heiliges Grab“ auf. Die Kirche diente den Jesuiten bis 1679, die die Kripta auch als Begräbnisstätte für die Ordensmitglieder nutzten. In den 1650er Jahren wollte die Gesellschaft Jesu die Kirche abreißen und durch eine neue, eigene Kirche ersetzen lassen, was jedoch nicht geschah. Im Jahr 1679 wurde die Kirche dem Minoritenorden übergeben, der sich wieder in der Stadt niedergelassen hatte. Zu diesem Zeitpunkt (1678) war die neue Barockkirche der Jesuiten neben dem Kolleg bereits fertiggestellt.

Jesuitenhäuser

48.304293, 14.285633


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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