Gebäude
Herrschaft Ottensheim
Beschreibung

Der Markt und der Burg, das spätere Schloss Ottensheim, kamen 1592 durch Konfiskation in den Besitz der oberösterreichischen Landstände, von 1627 bis 1773 stand es im Besitz des Linzer Jesuitenkollegs, danach ging es an den Studienfond über, ab 1804 war es in Privatbesitz. Im Jahr 1625 schenkte Maximilian von Bayern, der zu dieser Zeit das Land Oberösterreich als Pfand besaß, anstatt der aus der oberösterreichischen Provinzkasse jährlich bezahlte 2.000 Gulden die Herrschaft Ottensheim dem Linzer Jesuitenkolleg mit allen Zugehörigkeiten. Am 3. Dezember 1627 bestätigte der Kaiser Ferdinand II. die Schenkung auf Bitten des Jesuitenrektors Melchior Mayr. Die Schenkung wurde 1631 von den Landständen ebenfalls anerkannt, und die Herrschaft war ab 1630 von den Feudallasten befreit.
Das kriegsbedingt niedergebrannte Schloss ließen die Jesuiten im Jahr 1646 mit Spenden von Matthias Gotter, Propst von St. Florian, wieder aufbauen. Die Herrschaft blieb bis 1773 im Besitz des Linzer Jesuitenkollegs und diente als eine seiner wichtigsten Einnahmequellen. Das Zentrum der Herrschaft war die im 12. Jahrhundert erbaute Burg. Die Jesuiten renovierten die Ruine vor 1674. Im Gut Ottensheim hat man im Jahr 1628 eine Brauerei errichtet und 1655 eine Mühle neu gebaut.
Der Gebäudekomplex wurde von seinen späteren Besitzern im 19. Jahrhundert erheblich umgebaut.

Jesuitenhäuser

48.33011, 14.173377


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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