1632 zerstörte ein Brand die mittelalterliche Kirche weitgehend, und der Wiederaufbau dauerte bis 1652. Die Kirche erhielt ihre heutige Form, aber ein Großteil der hochbarocken Ausstattung stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die dreischiffige Säulenkirche errichtete man vermutlich unter Verwendung von Teilen des mittelalterlichen Gebäudes. Sie hat einen niedrigen Glockenturm an der Westseite als Verlängerung des südlichen Seitenschiffs.
Der Hochaltar stellt die Krönung Mariens durch die Heilige Dreifaltigkeit dar (1754, mit Skulpturen von Franz Preisl, das Gemälde stammt von einem Wiener Meister). Der Chorraum ist mit wertvollen Gobelinmalereien (Hl. Aloisius, Hl. Ignatius, Hl. Stanislaus, Tod des Hl. Franz Xavers) geschmückt. Die berühmte Kanzel (sog. Fischerkanzel) hat die Form eines Schiffes mit Apostelfiguren (1753).
Links (nördlich) vom Hochaltar steht der hl. Johannes von Nepomuk-Altar (1740, Altarblatt von Johann Georg Morzer), rechts (südlich) vom Hochaltar der hl. Ignatius-Altar (1753, mit Gemälde von Johann Georg Schmidt aus dem Jahr 1763). In der kleinen hängekuppelgewölbten Kapelle, die sich vom Seitenschiff aus nach Norden öffnet, steht ein Marienaltar, der den knienden hl. Franz Xaver vor der Madonna darstellt (Johann Georg Schmidt 1753), darunter befand sich eine kleine Krypta der Jesuiten. Das Kirchenschiff hat an der Nordseite einen hl. Josef-Altar (Altar vom guten Tod) und an der Südseite einen Altar von hl. Aloisius bzw. hl. Stanislaus, beide aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Sakristei öffnet sich vom südlichen Seitenschiff aus, und von hier aus war die romanische Michaelskapelle, ursprünglich ein Knochenhaus/Karner, bemerkenswert durch ihren barocken Dachreiter, erreichbar.
Gebäude
Pfarrkirche Mariä Königin
Beschreibung
Jesuitenhäuser
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