Südwestlich der Pfarrkirche und der Jesuitenresidenz liegt der Kalvarienberg, dessen Entstehung mit der von Jesuiten geleiteten Todesangst- (Agonia Christi-) Sodalität verbunden ist. Diese Kongregation finanzierte den Bau und die Instandhaltung der Stationen und der Kapelle. Die Kalvarienbergkapelle baute man in den Jahren 1696/1699. In ihrem Inneren befindet sich eine große Kreuzigungsgruppe mit einer Darstellung Jerusalems im Hintergrund. Auch die fünf barocken Kreuzwegstationen sind erhalten geblieben.
Die Kalvarienbergkapelle ist mit der lokalen Tradition des „Antlaßsingens“ (vgl. „Angst“, „Todesangst“) verbunden, einem Produkt und einer Fortsetzung der Volksfrömmigkeit, die sich während der Jesuitenzeit entwickelte. Vom Gründonnerstag bis zur Nacht zum Karfreitag wachten die Gläubigen des Nachts und sangen jede Stunde gemeinsam, um einen Moment der Leidensgeschichte Jesu in Erinnerung zu rufen. Ursprünglich wurde der Gottesdienst von Mitgliedern der Todesangst-Kongregation besucht, die in der Karwoche in großer Zahl nach dem Kalvarienberg kamen, z.B. mit 34 Schiffen im Jahr 1736.
Gebäude
Kalvarienberg mit Kalvarienbergkapelle
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
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