Das „königliche Haus” war damals der Sitz der oberungarischen Generalobersten im Stadtzentrum von Kaschau, an der Ostseite der Hauptstraße (Hlavná ulica, Fő utca). Die Jesuitenmissionare wohnten zunächst dort und nutzten die dortigen Kapelle, die mit Unterstützung des Generalobersts Zsigmond Forgách und später des lokalen katholischen Adels renoviert wurde (1635). Nach 1649 erhielten die Jesuiten das Gebäude (die Generalobersten verlegten ihr Hauptquartier in das sogenannte Bronemissza-Haus). Die Jesuiten errichteten hier ihr Kolleg und ihre Kirche. Der ältere Teil des Gebäudes, der von den Jesuiten genutzt wurde, ein Auditorium und ein Teil der Kirche (einschließlich des Gewölbes) wurden 1701 durch einen Brand beschädigt. (Es gibt Spekulationen, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt.)
Der Anstieg der Schülerzahlen trug auch dazu bei, dass das gemeinsame Gebäude des Kollegs und der Schule 1732 von Grund auf neu gebaut wurde, aber in den 1750er Jahren gab es wiederholt Beschwerden über den Platzmangel und den unbefriedigenden Zustand des Gebäudes. Bis 1773 waren das Kolleg, das Gymnasium und die Universität in einem einzigen Gebäudekomplex an der Ost- und Nordseite der Kirche untergebracht.
Gebäude
Kolleg und Schule (Früher „königliches Haus”/„Királyi ház”)
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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