Geprüft von Martin Scheutz. 31.05.2025.
Ort

Judenburg
Herzogtum Steiermark

Zeit, Institutionstyp
ab bis Institutionstyp
1603 1605 missio
1622 1625 residentia
1626 1773 collegium
Übergeordnete Jesuitenhäuser
ab bis Institutions
1603 1605 collegium
1622 1625 collegium
Aufhebung
1773
Geschichte

Die wirtschaftliche Situation Judenburgs änderte sich im 16. Jahrhundert entscheidend, als es seine Bedeutung als ehemals wichtiger Fernhandelsknoten verlor. Die Kriegsereignisse brachte mehrere Adelsfamilien in die Stadt. Es entwickelte sich eine starke lutherische Gemeinde unter aktiver Beteiligung des Landesadels, in deren Zentrum die Martinikirche stand (die ehemalige Bruderschaftskapelle der St. Martinsbruderschaft bzw. die Burgkapelle, offiziell lutherisch 1578–1602). Die kleine evangelische Landschaftsschule war von 1577 bis 1597 tätig. In der Mitte des 16. Jahrhunderts verließen sowohl die Franziskanermönche als auch die Augustiner Eremiten die Stadt, und die aufgegebenen Klöster standen fortan unter der Aufsicht der Gemeinde.
Nach der Konsolidierung der katholischen Pfarre und nach der Visitation mehrerer Reformationskommissionen in der Stadt ab 1598 (Mandat Ferdinands II, Ausweisung der evangelischen Prediger und Schulmeister) wurde die Martinikirche von den Katholiken übernommen und als Filiale der Stadtpfarrkirche weitergeführt. Parallel, am Ende der 1590er Jahre, wurde in Judenburg die „Neue Burg“ als Nebenresidenz für die innerösterreichischen Landesfürsten errichtet. Die Jesuiten waren in Judenburg zunächst zwischen 1603 und 1605 im Dienste der Witwe Erzherzogin Maria von Bayern und der Erzherzöge Leopold (Leopold V. von Österreich-Tirol) und Karl (Karl Joseph von Österreich) tätig, Heinrich Vivarius SJ war Superior der Mission und Beichtvater. Christoph l‘Abbé SJ war Philosophieprofessor und Beichtvater und Johann Gregorius SJ war Magister des Erzherzogs Karl. Zur Zeit der Gründung der Jesuitenresidenz (1620/1621) war die Rekatholisierung der Stadt bereits weit fortgeschritten (Rekatholisierung der Kirchen, Reorganisation der Wallfahrten und religiösen Bruderschaften usw.). Das mittelalterliche städtische Heiligengeist-Spital (mit den dazugehörigen Liegenschaften) befindet sich seit 1607 im Besitz des Grazer Jesuitenkollegs.
Das Jesuitenkolleg wurde nach langen Vorbereitungen von Balthasar Graf von Thannhausen, selbst ein Konvertit, steirischer Oberstkämmerer, gegründet. Als Stiftung benutzte er das mittelalterliche, aber schon verlassene Kloster der Augustiner-Eremiten. Er kaufte den im östlichen Teil der Stadt liegenden, ansehnlichen Gebäudekomplex für 2.000 Gulden auf und vergab dieses Gebäude 1621 an die Jesuiten. Am 14. Juni 1621 trafen die ersten Ordensmitglieder aus Graz ein. Die Residenz wurde zunächst von Balthasar Nimptsch SJ geleitet und bestand aus drei Priestern und zwei Laienbrüdern.

Stiftung

Balthasar Graf von Thannhausen schenkte das Gebäude des ehemaligen Augustiner-Eremitenklosters mit einer Stiftungsurkunde (Graz, 13. April 1620) an die Jesuiten zur Gründung eines Kollegs mit mindestens vier bis sechs Mitgliedern und einer Schule in Judenburg. Der Stifter wollte auch die Kirche und das Gebäude ausstatten und eine Bibliothek einrichten. Als Grundlage für die stabile Niederlassung bot er seine Herrschaft bei St. Veit an der Pflaum (Rijeka, Fiume) mit dem Zentrum Kastav (Castuan) für 20.000 Gulden („dominium Castuae“) an, was ein jährliches Einkommen von etwa 2.000 Gulden sichern sollte. (Das Gut blieb bis um 1637 im Besitz der Judenburger Jesuiten und wurde dann vom Jesuitenkolleg St. Veit an der Pflaum übernommen.)  1623 stellte der Stifter zusätzlich 240 Gulden jährlichen Einkünften zur Verfügung (er übertrug seine eigene Hofschuld von 4.000 Gulden, die mit 6% jährlich verzinst wurde), um dem Kolleg den Ankauf von Weingärten zu ermöglichen. Die ersten Weingärtenkäufte erfolgten im Jahr 1623 (Untersteiermark: Sausal, Hollersberg, Mitterriegl, Weintaz, Zeiring).
Die Gattin des Stifters, Ursula von Thannhausen, geborene von Hollenegg ist als eigene Stifterin des Judenburger Terziatshauses anerkannt. Bis 1630 zahlte sie (in Teilbeträgen) 30.000 Gulden an die Judenburger Jesuiten, um sie für die Herrschaft in Kastav zu entschädigen und damit die finanzielle Grundlage für das Terziatshaus (als eigene Einrichtung neben dem Kolleg) zu schaffen. Die Stiftungsurkunde wurde im Jahr 1645 ausgestellt. Die eigene Stiftung des Terziatshauses ergab insgesamt 50.000 Gulden. Das Terziatshaus erhielt eine Unterkunft im oberen Stock des Kollegsgebäudes.
Andere große Wohltäter (benefactores) des Kollegs und des Terziatshauses waren (unter anderen) Ferdinand III, Eva Kirchpichlerin, und Karl Friedrich Zach.

Mitgliedschaft

In den Provinzkatalogen kommt Judenburg ab 1622 als Residenz mit drei Priestern und zwei Koadjutoren vor; ab 1627 ist die Niederlassung ständig als Kolleg erwähnt. Im Jahr 1640 dienten zwölf Mitglieder (sechs Priester, zwei Magister, und vier Koadjutoren, d.h. Laienbrüder) in der Stadt. Die Gesamtzahl der Jesuiten, einschließlich der Terziarier, lag in der Regel bei 30–40. Im Jahr 1683 betrug die Höchstzahl 49, ansonsten war jährlich 40 bis zum Ende des 17. Jahrhunderts typisch. Im 18. Jahrhundert ergab die Gesamtzahl der Ordensangehörigen 35–40, von diesen waren sechs bis zehn Koadjutoren und drei Magister.
Die seelsorgerische Tätigkeit der Jesuiten umfasste die für die Gesellschaft Jesu üblichen Bereiche. Ab 1622 hielten sie „Christenlehre“. Sie waren auch an der Seelsorge in den städtischen Gefängnissen beteiligt und begleiteten regelmäßig die zum Tode Verurteilten zur Hinrichtungsstätte (woran sich auch die Franziskaner beteiligten).
Auch an den lokalen Wallfahrten (mit mittelalterlichem Ursprung), den Prozessionen nach Maria Waitschach, waren die Jesuiten beteiligt, wenngleich sie hauptsächlich vom Judenburger Stadtpfarrer und dem Stadtrat organisiert und finanziert wurden. Die Jesuiten (im 18. Jahrhundert meist der Rektor und drei Terziarier) nahmen als Prediger oder Seelsorger an den mehrtägigen Wallfahrten teil, an denen natürlich auch die örtlichen Jesuitenkongregationen teilnahmen.

Zunahme der Mitgliedschaft
Gebäude, Lage in der Stadt

Die Kirche des Augustiner-Eremitenklosters, die seit Mitte des 14. Jahrhunderts existierte, wurde 1621 mit dem Klostergebäude von der Gesellschaft Jesu übernommen. Danach schickten die Jesuiten einen Plan nach Rom, der die Pläne für den Neubau des Klosters und den damaligen Zustand der Kirche zeigte. Die Kirche hatte einen Chor mit 5/8-Schluss, der von den Jesuiten erhalten und nicht abgerissen wurde. An den Chorraum war derzeit das Kirchenschiff asymmetrisch (d.h. südlich von der Achse des Chorraums) angebaut.
Am 25. April 1627 brachte die Jesuiten die Reliquien zweier frühchristlichen Märtyrer, des Hl. Cyriacus und des Propertius, in der Kirche unter. Der Prozession mit den Reliquien wohnten der Seckauer Bischof Jakob Eberlein und die örtliche Geistlichkeit bei. Die Jesuiten haben den Kult um die beiden Märtyrer, die so genannten „Bauernsöhne aus Strettweg“ aus dem 4. Jahrhundert, als Stadtpatrone erfolgreich verbreitet, obwohl es keine Aufzeichnungen über die römischen Anerkennung der beiden „Heiligen“ gibt, es sich also um einen lokalen Kult handelt.
Die Kirche wurde 1659 von den Jesuiten in mehreren Phasen umgebaut und barockisiert: Sie hielten den gotischen Chorraum bei, aber ließen das Kirchenschiff vollständig als Wandpfeilerkirche mit sechs Seitenkapellen, Emporen und Musikchor umbauen. Der Neuaufbau wurde durch Spenden mehrerer Wohltäter finanziert, außerdem erhielt das Kollegium mindestens 14.000 Ziegelsteine sowie Kalk und 60 Zentner Eisen von der Stadt. Zu den Wohltätern zählten: der Seckauer Domprobst Antonius de Potiis (der Stifter des Antoneums), seine Nachfolger Dompropst Maximilian Graf von Gleispach (Stifter des Hochaltars), Kaiser Ferdinand III, der Salzburger Erzbischof Graf von Thun, der Judenburger Burggraf Hermann Heinricher von Heinrichsperg, Graf Georg Sigismund von Herberstein (der für seine Spende über 1.000 Gulden den Bau einer Familiengruft bat).
Die Kirche erhielt einen neuen Hl. Augustinus-Hochaltar und verfügte im Jahr 1659 über insgesamt vier Altäre. Unter dem Hochaltar befand sich die Familiengruft der Stifterfamilie Thannhausen.
Die barocken Seitenaltäre sind größtenteils das Werk zweier aus Sachsen stammender, in Judenburg tätiger Bildhauer, Sebastian Maas und Michael Hönel. Die ehemaligen Seitenkapellen (vom Hauptaltar aus gesehen, links) sind: die Ignatiuskapelle (mit der Familiengruft der Familie Herberstein), die Heilig-Kreuz-Kapelle (genutzt von der Todesangst-Sodalität) und die Hl. Josef-Kapelle (mit der Gruft von Erasmus Wilhelm Graf von Saurau d. Ä.), (und rechts): Franz-Xaver-Kapelle (mit dem Stadtwappen Judenburg), in der Mitte eine Marienkapelle (von der Bürgerkongregation genutzt), hinten ein Schutzengelaltar (mit dem Wappen der Familie Inzaghi). Die Grüfte wurden in den 1660er–1680er Jahren errichtet.
Die Stuckdekoration der ersten und dritten Seitenkapellenpaare stammt von Giovanni Battista Cherubini (um 1660). Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde an der Nordseite des Kirchenschiffs eine Loretokapelle angebaut.
Zwischen 1950 und 1953 hat man die ehemalige Kirche in eine Festhalle umgestaltet, den Turm der Hauptfassade riss man ab und teilte das Innere der Kirche horizontal in zwei Teile. Die Räume im Dachgeschoss dienen weiterhin als Stadtmuseum. Bei der anschließenden Renovierung im Jahr 1990 entstanden ein Theatersaal im Obergeschoss, zwei Veranstaltungsräume im Untergeschoss und eine Glaswand an der Seite der ehemaligen Südkapelle (mit Teilabriss der Wand). Das Museum zog aus den Räumlichkeiten aus. Trotz der Umbauten blieb das Gebäude weitgehend in seiner ursprünglichen Form erhalten, die Stuckaturen der Seitenkapellen wurden restauriert, der ehemalige gotische Altarraum blieb als Bühnenraum erhalten, und die ehemalige Loretokapelle dient heute als Barraum.

Das mittelalterliche Kloster der Augustiner-Eremiten hat im Jahr 1620 der Fundator Balthasar Graf von Thannhausen vom Generalprior des Eremitenordens gekauft. Das Kloster hatte jahrzehntelang leer gestanden, als es die Jesuiten 1621 erwarben. Mit Hilfe des Stifters wurde im folgenden Jahr mit dem Wiederaufbau begonnen.
Ein Plan des Kollegs und der Kirche, gezeichnet als Information des Neubauprojekts (wahrscheinlich aus dem Jahren nach 1621, vermutlich zwischen 1632–1642) für den Jesuitengeneral, ist erhalten geblieben. Der Nordflügel des Kollegs (teilweise nur geplante und nicht ausgeführte Bauteile) zeigt die Räume der Schule (im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss), mit einem Kongregationsoratorium und einem Auditorium darüber. Der Westflügel (neben dem Chorraum der Kirche) und der Ostflügel enthielten Zellen für die Ordensmitglieder. Aus dem Südflügel plante man damals nur einen östlichen Teil: Im Erdgeschoss sollten sich ein Refektorium und eine Küche befinden, darüber die Gemeinschaftsräume für die Terziarier („aula recreationis patrum tertiariorum“). Die Bibliothek wurde im dritten Stockwerk am westlichen Ende des Nordflügels geplant.
Das Ergebnis des großen Umbaus in den 1650er Jahren war nicht weit von diesem Plan entfernt. Die Verlegung des Terziatshauses nach Judenburg und die Stiftung der Ursula von Thannhausen boten die Möglichkeit, den Baukomplex mit einem vierten Flügel im Süden zu „umschließen“, sodass genügend Platz für die Ordensgemeinschaft, die Schule mit vermutlich fünf Sälen, die Bibliothek und die Terziarier vorhanden war. Es ist bemerkenswert, dass die Räume der Terziarier im Gebäude möglichst separat eingeordnet wurde.
Im Jahr 1662 wurde zwischen dem ersten und zweiten Stockwerk des Westtraktes, d.h. als Verbindung zwischen der Wohnebene und den Seitenemporen der Kirche, eine Prunkstiege fertiggestellt, die Giovanni Battista Cherubini zugeschrieben wird (der auch die ersten und dritten Seitenkapellenpaare der Kirche ausschmückte). Die Prunkstiege ist mit Bildern aus dem Leben des heiligen Joseph und reicher Stuckdekoration geschmückt und ist die früheste bekannte Prunkstiege aus der österreichischen Jesuitenprovinz (gefolgt von vielen anderen, z.B. in Graz, Győr, Pressburg, Leoben, Tyrnau, und Warasdin). Die Neugestaltung der Stiege wurde von Leopold I., der 1660 Judenburg besuchte, großzügig dotiert. Die Prunkstiege wurde 1916 vom Militär, das das Gebäude nutzte, saniert und 1989 erneut restauriert (Harald Mayer).
Der neue Theatersaal des Kollegs wurde 1659 in Anwesenheit des Kaisers eröffnet: Er befand sich im ersten Stock des Westflügels des Kollegs.
Immer wieder zerstörten Stadtbrände den Gebäudekomplex: 1699 brannte das Obergeschoss und ein Teil der Kirche ab, der Hauptaltar war beschädigt, die Wiederherstellung konnte aber mit Spenden (z. B. vom Kaiser Leopold I. 1.200 Gulden Bauhilfe) rasch abgeschlossen werden. Zehn Jahre später wurde die Stadt durch das vom Franziskanerkloster ausgehende Feuer verwüstet, die Jesuitenkirche, das Kolleg (vor allem der Nordflügel mit dem Uhrturm), die Schule und das Josephinum sowie die Martinikirche wurden beschädigt. Der Schaden war beträchtlich, der österreichische Jesuitenprovinzial selbst stellte 3.700 Gulden zur Verfügung, der Rektor des St. Anna-Noviziats weitere 1.000 Gulden für das Judenburger Kolleg. Mit diesen und anderen Spenden renovierte man die Bibliothek, das Refektorium, das gesamte Dach und die Loretokapelle der Kirche. 1758 brannte das Dach über dem Theatersaal und das Obergeschoss durch einen Blitzschlag ab.
Nach der Aufhebung der Gesellschaft Jesu kam das Kolleg und die Schule unter die Aufsicht der k. k. Kameral-Güter-Administration und man nutzte es ab 1776 für Militärzwecke (als die Stadt zur Garnisonsstadt wurde). Heute dient der größte Teil des Gebäudes als Jugendhotel, während im Westflügel die Musikschule untergebracht ist.

Im Jahr 1642 kaufte das Kolleg ein separates Gebäude für das Gymnasium, in das die Schule 1643 umzog. Damals wurden 600 Gulden für den Neuaufbau des Hauses ausgegeben.

Im Jahr 1638 erhielten die Jesuiten den „Prankherhof“ und bauten ihn zu einem Konvikt (Seminar) um. Das Relief des Hl. Joseph über dem Eingangstor wurde nach dem Stadtbrand von 1699 angefertigt. Nach dem nächsten Brand (1709) war das Gebäude einige Jahre lang unbewohnbar und diente dann bis 1773 ununterbrochen als Konvikt. Das Gebäude mit dem Relief über dem Eingang steht noch heute.

Als eine der ältesten Kirchen der Stadt stand sie am heutigen Martiniplatz und war vom späten 14. Jahrhundert bis in die 1550er Jahre mit einer eigenen Bruderschaft verbunden. Die Kirche hat man im 18. Jahrhundert als einschiffige romanische Kirche mit einem einfachen Dachreiter dargestellt.
Die Martinikirche wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zum Zentrum der lutherischen Gemeinde von Judenburg. Nach 1595, im Zuge der Gegenreformation, wurde sie der lutherischen Gemeinde entzogen und der Stadtpfarre unterstellt. Ab 1635 nutzte sie die von Jesuiten geführte „Unbeflecktes Empfängnis“-Bürgerkongregation als eigene Kirche. Zu dieser Zeit hatte die Kirche drei Altäre, einen Hochaltar zu Hl. Martin, einen Marienaltar und einen Allerheiligenaltar.
Nach der Aufhebung der Gesellschaft Jesu und der barocken Bruderschaften „überflüssig“ geworden, ging die Kirche 1790 in Privatbesitz über und wurde als Theater genutzt. Der Stadtbrand von 1807 beschädigte die Kirche so schwer, dass sie anschließend abgerissen wurde.

Die Kalvarienbergkirche wurde 1720–1721 erbaut, (größtenteils) finanziert von der Bürgerkongregation, die damals für den Kalvarienberg zuständig war. Die Kirche verfügte über fünf Altäre, aber aufgrund eines Jurisdiktionsstreits zwischen den Jesuiten und der örtlichen Pfarrei musste die Kirchenweihe bis 1770 warten.
Balthasar Prandstätter und sein Nachfolger Johann Nischlwitzer, beide bekannte Bildhauer des „Steierischen Barock“, arbeiteten auch an dieser Kirche.

Verbundene/Weitere Einrichtungen

Im Jahr 1638 kaufte der wohlhabende Judenburger Bürger Hermann Heinricher von Heinrichsberg den so genannten „Prankherhof“ (heute Martiniplatz 4), den sein Neffe und Erbe Johann Heinricher den Jesuiten zum Zweck eines Konviktes (Seminars) schenkte. Die Einrichtung wurde nach dem Stifter Josephinum genannt.
Nach dem Stadtbrand von 1699 wurde über dem Eingangstor ein Relief des hl. Joseph mit dem Jesuskind und der Jungfrau Maria, die beide Kinder hüten, aufgestellt. (Dieses Relief ist noch immer am Gebäude zu sehen.) Nach dem nächsten Brand (1709) war das Gebäude einige Jahre lang unbewohnbar und diente dann bis 1773 ununterbrochen als Konvikt.
Im Jahr 1644 wurden zwölf arme Stiftlinge in dem Konvikt untergebracht und verpflegt, im Jahr 1646 waren es 17 Stiftlinge. Für ihre Verpflegung sorgten mehrere Stiftungen (verdankend an z.B. Eva Kirchpichlerin geborene Ederin, Matthias Marzzina Pfarrer von Fohnsdorf, Michael Piscator Pfarrer zu St. Peter ob Judenburg, Gregorius Janko Pfarrvikar zu St. Oswald bei Zeiring). Zu den Alumnen gehörten immer wieder musikalisch begabte Schüler, die als Sänger- und Musikerknaben gelegentlich Gottesdienste (Kirchenfeste, Begräbnisse usw.) in und um die Stadt begleiteten. Neben den Alumnen waren ständig auch einige eigenfinanzierte Konviktschüler untergebracht. Nach 1730 lag die Zahl der Alumnen regelmäßig bei 25 bis 35, und erst nach 1761 sank sie auf 10 bis 20. Die unvollständigen Daten deuten auch darauf hin, dass die Gesamtzahl der Zöglinge (mit den selbstfinanzierten Konviktschülern) selten 40 überstieg. Das Seminar wurde von einem Jesuitenpater als Regent beaufsichtigt, dem ein Magister als „socius regentis“ zur Seite stand.

Es gehört zu den Lücken der Geschichte der Jesuiten, dass wir über die Terziatshäuser der Österreichischen Provinz nur sehr beschränkte Kenntnisse haben. Zum „dritten Prüfung“ (sog. Terziat) wurden die Jesuitenpriestern der Provinz jedes Jahr in einem (später schon in zwei) bestimmten Kolleg versammelt, um sich gemeinsam mit Ignatianischen Exerzitien (geistlichen Übungen), Bußübungen, Missionstätigkeit und körperliche Arbeit auf die Ablegung des vierten, endgültigen und feierlichen Gelübdes vorzubereiten. Ab 1633 waren die Terziarier im Judenburger Kollegium untergebracht. Das Terziatshaus wurde von der Baronin Ursula von Thannhausen bis 1645 mit 50.000 Gulden gestiftet und damit langfristig finanziert. Das Terziatshaus bestand von 1633 bis 1637 und dann (nach die Terziarier ihre Probezeit im Jahr 1643 in Leoben absolvierten) ab 1644 (bis 1773) wieder in Judenburg. Nur nach den großen Stadtbränden (1699, 1709, 1758) mussten die Terziarier vorübergehend anstelle von Judenburg in Leoben residieren. Die Zahl der Terziarier lag anfangs zwischen 8 und 10, ab 1644 zwischen 10 und 25 und schwankte nach 1710 typischerweise zwischen 10 und 20 pro Jahr.
Aus den ersten Jahrzehnten ist bekannt, dass die Tertiarier 1633 in Oberösterreich und Kroatien und 1644 in Ungarn (typischerweise zur Fastenzeit) Missionen durchführten. Für diese Missionen sandte man einzelne Ordensmitglieder in kleinen Gruppen bzw. Paaren aus, so dass sie binnen einigen Wochen oder Monaten mehrere Städte und Dörfer erreichten. Die Ordensmitglieder besuchten Gebiete, in denen eine kontinuierliche Seelsorge aufgrund der konfessionellen Buntheit, des Priestermangels und des Fehlens katholischer Pfarreien nicht möglich war. In dem 18. Jahrhundert war es auch üblich, dass drei der Judenburger Terziaren an den städtischen Wallfahrten nach Maria Waitschach teilnahmen.

1647 gab es bereits eine Apotheke im Kolleg, die für rund 400 Gulden neben dem Eingang des Kollegs eingerichtet wurde. Aus diesem Jahr ist auch der erste „apothecarius“ Koadjutor (jesuitische Laienbruder: Ignaz Scheiber SJ) bekannt. Die Apotheke war öffentlich zugänglich, diente auch der Stadtbevölkerung und wurde so zu einer Konkurrenz zur Landschaftsapotheke, die seit 1618 am Hauptplatz tätig war. In den Jahren 1658–1660 verlegte man die Apotheke innerhalb des Kolleggebäudes in zwei Räume im Erdgeschoss am inneren Kreuzgang, und nebenan richtete man ein Krankenzimmer ein.

Die Einrichtung einer Bibliothek wurde bereits in der Stiftungsurkunde des Kollegs erwähnt. Die Bibliothek des Kollegs und des Terziatshauses wurde vermutlich gemeinsam genutz. Die Terziarier brachten im Jahr 1632 eine Handbibliothek aus Eberndorf nach Judenburg mit. Der Pfarrer und Dechant von Pöls, Wolfgang Wilhelm von Clavenau, machte 1639 eine große Schenkung für die Bibliothek. Ab 1685 ist eine getrennte Schulbibliothek bekannt. Beim Stadtbrand von 1699 wurde auch die Kollegsbibliothek beschädigt. Im Jahr 1713 erhielt die Bibliothek einen neuen Standort (in der Kolleggebäude), der auch vom österreichischen Jesuitenprovinzial dotiert wurde. Das Kolleg bekam auch Bücher aus der Wiener St. Anna-Noviziat als Geschenk. Als 1758 der Nordflügel des Kollegs von einem Blitz getroffen wurde, konnten die Jesuiten die darunter liegende Bibliothek retten. Zu diesem Zeitpunkt (vermutlich seit 1713) befand sich der Bibliotheksraum bereits im mittleren Teil des Nordflügels, im ersten Stock.
Nach 1773 wurde ein großer Teil der Bibliothek in der Grazer Universitätsbibliothek untergebracht.

Seit 1685 stand südöstlich der Stadt (in dem sogenannte „Fleischhackerberg“) eine vom Ratsbürger Ferdinand Rudolphi durch sein Gelübde errichtete Kreuzigungsgruppe, und an der dorthin führenden Straße wurden Stationen errichtet. 1698 übertrug Rudolphi die Pflege der Kreuze der „Unbefleckte Empfängnis“-Bürgerkongregation, die sich allmählich zum „Mons Calvariae“ entwickelte. Bis 1721 errichteten die Jesuiten mit Genehmigung des österreichischen Jesuitenprovinzials (Jakob Wenner SJ), des Judenburger Stadtpfarrers (Philipp Graf Inzaghy) und des Erzbischofs Franz Anton Graf von Harrach eine kleine Kalvarienbergkirche oberhalb der Kreuzigungsgruppe, die hauptsächlich von der Bürgerkongregation finanziert wurde. Sogenannte Eremiten (üblicherweise Franziskaner des Dritten Ordens) wurden zwischen 1724 und 1782 zur „Bewachung“ des Kalvarienbergs eingesetzt.
Die Jurisdiktion der Kalvarienbergkapelle war Gegenstand eines langen Streits: Die Judenburger Franziskaner und die Benefiziaten von Mariabuch sahen die Kalvarienbergkirche als Konkurrenz zu den umliegenden Wallfahrtskirchen. Außerdem entwickelte sich ein Jurisdiktionsstreit zwischen der lokalen Pfarrei und den Jesuiten, in dessen Folge die Kirche zwischen 1721 und 1770 nicht geweiht werden durfte: Die Jesuiten waren gezwungen, jedes Mal, wenn sie dort einen Gottesdienst feierten, einen tragbaren Altar aufzustellen. Der Streit endete 1770 damit, dass die Bürgerkongregation zugunsten der Pfarrei auf all ihre Rechte verzichtete. Die Kirche wurde am 8. Mai 1770 eingeweiht.
Der Streit hat die Inbetriebnahme des Kalvarienberges nicht verhindert. Um 1750 gab es bereits einen gut ausgebauten Kalvarienberg, die Kreuzigungsgruppe war mit einer Johannes-Evangelisten- und einer Marienstatue sowie einem „Heiligen Grab“ ausgestattet, die Kalvarienbergkirche verfügte über fünf Altäre und entlang des Kreuzweges auf den Berg standen zwölf Holzstationen.
Die heutige Kreuzigungsgruppe errichtete man im Jahre 1862, die Kirche wurde 1973 renoviert.

Schule, Unterricht

Am 3. November 1621 wurde neben der Jesuitenresidenz ein Gymnasium mit zwei Klassen und 35 Schülern eröffnet. Im Jahr 1625 gab es bereits vier Gymnasialklassen, aber die Poetik und Rhetorik wurden erst später (im Jahr 1642 bzw. 1646) eröffnet. Erst danach überstieg die Schülerzahl 100 (1647: 118 Schüler), aber in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts besuchten typischerweise jährlich 80–95 Schüler die Schule. Die für das 1710er Jahrzehnt typische jährliche Zahl von 70 bis 80 Schülern stieg nach 1725 wieder an (1736: 121 Schüler), sank dann ab 1740 auf 50–80 Schüler und nach 1761 auf 30–40 Schüler pro Jahr.
Nach den erhaltenen Schülerlisten von 1756–1760 wurde das Gymnasium hauptsächlich von Schülern aus der Steiermark (64%) und Kärnten (18%) besucht, die meisten von ihnen waren bürgerlich (43%), eine Minderheit von Adeligen (28%) oder Unterbürgerliche und Bauern (11%). In der Regel studierten dort Jungen im Alter von 9 bis 19 Jahren. Das Gymnasium war eines der kleineren, aber vollständigen (d.h. sechsjährigen) Gymnasien der österreichischen Jesuitenprovinz, das jährlich drei Jesuitenmagister hatte, so dass jeder Magister zwei Klassen gemeinsam unterrichtete.
Das Gymnasium war zunächst im Kollegiengebäude (vermutlich im Nordflügel) untergebracht, hatte aber ab 1642 ein eigenes Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite (in der heutigen Kaserngasse).
Die jährlichen Theateraufführungen der Gymnasiasten orientierten sich an den Themen der anderen Schulen (Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament, die Leben der Heiligen, mythologische und historische Stücke). Die Aufführungen fanden im Theatersaal (im Westflügel des Kollegs) statt, der 1659 fertiggestellt war. Auch in Judenburg gibt es frühe Beispiele für die Tradition der Weihnachtsspiele.
Bemerkenswert ist die Beziehung Judenburgs zur Universität Graz, die schon vor der Gründung des Judenburger Jesuitengymnasiums bestand: Seit 1611 hatte die Stadt jährlich drei Freiplätze für Judenburger Studenten in dem Grazer Konvikt „Ferdinandeum“, da das Judenburger Heiliegengeist-Spital 1607 an die Jesuiten verliehen worden war. Laut den Grazer Matrikeln studierten tatsächlich ein bis zwei Judenburger Studenten pro Jahr in Graz.

Kongregationen

Purificatio Mariae (lateinische) Schülerkongregation. Die „Mariä Lichtmeß“-Schülerkongregation wurde zwischen 1632 und 1636 organisiert und hatte ab 1636 eigene jesuitische Präsides. Die Sodalen waren die Schüler, daher war die Mitgliederzahl nicht sehr hoch, z. B. 54 im Jahre 1649 und 58 im Jahre 1665. Die jesuitischen Vorsteher waren anfangs die Grammatiklehrer, nach 1646, als die Rhetorikklasse bereits errichtet war, die Magister der Rhetorik. Die Kongregation wurde also nicht immer von geweihten Priestern geleitet, sondern manchmal von Magistern (jesuitischen Scholastikern), die Rhetorik unterrichteten. Zu den Hauptpatronen zählten die Äbte von St. Lambrecht. Versammlungsort der Sodalität war die Schutzengelkapelle der Jesuitenkirche. Auch in Judenburg gab es regelmäßige Demuts- und Bußübungen der Schüler, wie sie in anderen Jesuitengymnasien üblich waren.
Immaculata Conceptio (deutsche) Bürgerkongregation. Die „Unbefleckte Empfängnis“ Bürgerkongregation organisierten die Jesuiten bereits im Jahr 1632. Ab 1635 erhielt die Sodalität die zwei Jahrzehnte zuvor rekatholisierte Martinikirche (neben dem Kolleg) als Versammlungsort. Im Jahr 1649 zählte die Kongregation 140, im Jahr 1665 150 Mitglieder. Ein wichtiger jesuitischen Präses der Sodalität war Abel Gattermayr SJ, der dieses Amt ab 1633 30 Jahre lang innehatte, und daneben als Seelsorger und Beichtvater der Niederlassung diente. Die Mitglieder nahmen regelmäßig an Prozessionen, Wallfahrten (nach Maria Buch und Maria Waitschach) und auch Bußprozessionen (mit Selbstgeißelung) teil.
Ab 1644 war in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus eine Fronleichnamsbruderschaft tätig, die vom Salzburger Erzbischof Paris Lodron bestätigt wurde. Die Jesuiten spielten eine Rolle als Seelsorger bei den Prozessionen (z. B. nach Maria Waitschach), aber die Bruderschaft stand nicht unter der Leitung der Jesuiten.
„Agonia Christi“ Sodalität. Obwohl ein Heilig-Kreuz-Altar schon ab 1668 in der Jesuitenkirche existiert, musste die Gründung einer Agonia Christi-Sodalität bis 1678 warten, wobei die römische Bestätigung der Kongregation auf den 16. November 1678 datiert wurde. Der Rektor des Jesuitenkollegs holte auch die fürsterzbischöfliche Erlaubnis für die Gründung der Sodalität ein. Die jesuitischen Leiter der Kongregation stimmten zunächst mit dem Präses der Bürgerkongregation überein, wobei seit 1683 eigenständige Präsides bekannt sind.
Die Mitgliederzahl blieb im Vergleich zu anderen Todesangst-Kongregationen bescheiden: Sie wurde mit 24 Mitgliedern gegründet und hatte im Jahre 1692 126 Mitglieder. Die Sodalität kaufte 1679 24 Handbücher und 1680 500 Gebetbücher.

Schicksal nach der Aufhebung

Nach 1773 (ab 1776) wurde das Kolleggebäude vom Militär als Kaserne genutzt. Die Jesuitenkirche fiel unter die Zuständigkeit der Stadtpfarre. Eine Stadtbrand zerstörte das Gebäude im Jahre 1807, bei dem auch der Hauptaltar sowie die Altäre des Hl. Ignatius und des Hl. Franz Xaver vernichtet wurden.
Das Gymnasium hörte 1773 auf zu existieren, und die Stadt hatte erst wieder ab 1820 ein Gymnasium, nachdem das Stift Admont das Stiftsgymnasium nach Judenburg verlegt hatte.
Nach 1773 wurde ein Teil der ehemaligen Kollegsbibliothek in der ehemaligen Apothekenräume untergebracht, und diese Bände wurden 1825 an das Judenburger k. k. Gymnasium übertragen, d.h. an die dort unterrichtenden Benediktiner.

Garten und Sommerresidenz

Das sogenannte Antoneum, das sich im Murwald nordöstlich der Innenstadt befand, diente den Jesuiten als Erholungsort. Die Ruine des Gebäudes wurde 1964 abgerissen, und heute weist nur mehr ein Straßenname auf den Standort des ehemaligen Hauses hin.
Im Jahre 1645 schenkte der Seckauer Dompropst, Antonius de Potiis, dem Judenburger Kolleg einen etwa zwei Hektar großen Wald, in dem er auch ein Haus für die Ordensmitgliedern errichten ließ. (Der Wald war zuvor von Graf Georg Ludwig von Schwarzenberg an die Propstei Seckau geschenkt worden.) Der Propst stellte die Gründungsurkunde 1650 aus: Das Seckauer Domkapitel verzichtete auf alle Rechte daran, legte aber fest, dass Haus und Wald an das Kapitel zurückfallen sollten, falls die Jesuiten gezwungen würden, Judenburg zu verlassen.
Die Sommerresidenz diente (wie bei den Jesuiten üblich) in erster Linie der Erholung der Ordensmitglieder und auch die Zwecke der Ignatianischen Exerzitien (geistlichen Übungen). Es handelte sich um ein dreistöckiges Gebäude ohne Innenhof, das auch einen Bibliotheksraum, ein Refektorium und eine Hauskapelle beherbergte.
Nach 1773 war es in Privatbesitz und man nutzte es im 19. Jahrhundert als Gästehaus und beliebtes Ausflugsziel.

Grundstücke und andere ertragsfähige Immobilien

Acker „bei dem Kreuz”, gegen Strettweg. Den Acker kauften die Jesuiten im Jahre 1674.

In „Bezirk Wildon”, der Gesamtwert war in 1773 6.498 Gulden 51 ¼ kr.

Die Schanksteuer war mit 4% verzinst, der Gesamtwert war in 1773 30.384 Gulden ¾ kr.

Wiengärten in Sausal, Hollerberg und Mitteregg. Der Gesamtwert war ca. 7.000 Gulden.

Mühle bei der Murschlinge (neben Judenburg).

Archivmaterial

Archivalien zur Geschichte des Kollegs werden im Steiermärkischen Landesarchiv aufbewahrt.

Literatur

Andritsch, Johann: Judenburger Studenten in den Grazer Universitätsmartikeln (1586–1782). Zeitschrift des Historischen Vereins für Steiermark 55(1964), 105–136.

Andritsch, Johann: Das Jesuitentheater in Judenburg. Berichte des Museumsvereines Judenburg 1(1984), 13–33.

Andritsch, Johann: Judenburg: Stadtchronik. Judenburg, Verlag Erich Mlakar, 1989, besonders: 179–185.

Dedekind-Lumnitzer, Annedore: Judenburger Stukkaturen. Berichte des Museumvereins Judenburg, Heft 8 (1975), 3–19.

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Stegbauer, Sylvia: The expression of a meditation programme through staircases. Examples in the Jesuit Colleges of the Austrian Province of the Order. [Manuskript, 2024.]

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Die Kirche des Augustiner-Eremitenklosters, die seit Mitte des 14. Jahrhunderts existierte, wurde 1621 mit dem…

Das mittelalterliche Kloster der Augustiner-Eremiten hat im Jahr 1620 der Fundator Balthasar Graf von Thannhausen…

Im Jahr 1642 kaufte das Kolleg ein separates Gebäude für das Gymnasium, in das die Schule 1643 umzog. Damals wurden…

Im Jahr 1638 erhielten die Jesuiten den „Prankherhof“ und bauten ihn zu einem Konvikt (Seminar) um. Das Relief des…

Als eine der ältesten Kirchen der Stadt stand sie am heutigen Martiniplatz und war vom späten 14. Jahrhundert bis in…

Die Kalvarienbergkirche wurde 1720–1721 erbaut, (größtenteils) finanziert von der Bürgerkongregation, die damals für…

Das sogenannte Antoneum, das sich im Murwald nordöstlich der Innenstadt befand, diente den Jesuiten als Erholungsort…


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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