Ab Dezember 1687 nutzten die Jesuiten die türkische Moschee — die sie in der Nähe des kleinen Stadttors (sog. „Kiskapu“) übernahmen — als Kirche. Sie statteten die Gebäude mit 500 Gulden Spende von General Antonio Caraffa aus, und im Jahr 1690 erweiterten sie sie mit einer Sakristei. Der Bau einer geeigneten Jesuitenkirche und eines Kollegs wurde ab 1692 geplant, aber die vollständige Durchführung verzögerte sich fast bis zur Ordensaufhebung. Obwohl hat man der Grundstein für den neuen Baukomplex bereits 1700 gelegt, musste der eigentliche Bauarbeiten der Kirche bis 1731 warten. Dank der Spenden des österreichischen Jesuitenprovinzials, des Erlauer Bischofs Gábor Antal Erdődy und mehrerer lokalen Domherren konnte der Bau ab 1731 begonnen werden.
Das neue Presbyterium haben die Jesuiten am 31. Juli 1733 in Gebrauch genommen. Das Langhaus wurde 1736 fertiggestellt, und der Chor für die Musiker 1737 errichtet. Um 1740 war die Fassade mit ihren beiden Türmen bereits fertig. Die Vorhalle wurde 1743 errichtet. Gleichzeitig wurde das Innenraum dekoriert, zunächst mit dem Altar des Hl. Kreuzes und dann, zwischen 1742 und 1744, mit vier weiteren Seitenaltären (dem Hl. Aloysius, der Jungfrau Maria, dem Hl. Ignatius von Loyola und dem Hl. Franz von Xaver). Der letzte Seitenaltar (der Hl. Anna) wurde 1754 fertiggestellt. Die Jesuiten ließen bis 1750 die Kanzel, bis 1770 (mit großen Skulpturen des Bildhauers Johann Anton Krauss) den Hochaltar errichten. Die Fresken wurden von Johann Lucas Kracker gemalt (aber bei einem Brand im Jahr 1800 zerstört).
Von 1778 bis 1787 besaßen die Zisterzienser die Kirche, dann übernahm sie zunächst die Diözese. Nach dem Stadtbrand, im Jahr 1802 übernahmen wieder und restaurierten die Zisterzienser die Kirche, die als Gymnasial- und Ordenskirche diente.
Gebäude
Kirche des Hl. Franz von Borgia (heute Zisterzienserkirche des Hl. Bernhard)
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
Alle Rechte vorbehalten! / Minden jog fenntartva! © Kádár, Zsófia

