Gebäude
Gymnasium
Beschreibung

Die Schule war zunächst in den übernommenen ehemaligen Türkenhäusern untergebracht, und schon im Jahr 1699 fand im Hof dieser Häuser eine Theateraufführung statt. Ab 1695 standen mehr Räume für das Gymnasium zur Verfügung, da der Bischof die Volksschule an einen anderen Ort verlegte. Die Jesuiten rissen diese Schulgebäude nach 1734 ab, als die Kirche gebaut wurde. Das Gymnasium war vorübergehend in dem noch stehenden Gebäude der Moschee untergebracht, wo es von etwa 1745 bis 1749 tätig war.
Im Jahr 1750 schenkte der Domherr György Foglár den Jesuiten sein Haus an der Nordseite des Kollegs mit einem Grundstück. Hier, an der Ecke des Grundstücks, wurde an der Stelle der Wirtschaftsgebäude das separate (noch heute bestehende) Gebäude des Jesuitengymnasiums errichtet. Der Grundstein wurde am 1. Juni 1750 gelegt, und 1754 stellte man das zweistöckige Schulgebäude fertig. Im Erdgeschoss befanden sich drei, im ersten Stock vier Klassenräume, und im zweiten Stock ein Theater, das auch als Oratorium der Marianischen Kongregation diente. Es enthielt auch zwei Chöre und einen Marienaltar. Die Baukosten wurden auf 13.000 Gulden geschätzt. Die Einweihung des Gebäudes fand am 31. Juli 1754 statt. Der Erlauer Bischof Ferenc Barkóczy bestätigte die Fundation von Foglár und schenkte den Jesuiten noch ein angrenzendes Grundstück (mit Nebengebäuden).
Nach 1773 führten die Zisterzienser das Gymnasium im selben Gebäude weiter, dann fungierte es als königliches Gymnasium. Im Jahr 1827 brannte das Schulgebäude ab, der Erlauer Erzbischof kaufte es und schenkte es dem Militär, so dass es als Kaserne diente. Ab 1892 wurde es als städtische Realschule genutzt, die auch heute noch für Bildungszwecke verwendet wird.

Jesuitenhäuser

47.90335, 20.37293


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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