Auf dem Grundstück, das die Jesuiten 1749 vom Domherr György Foglár übernahmen, stand ein Haus, das wahrscheinlich der ehemalige Wohnsitz des Domherr war. Nach der Übernahme ließen es die Jesuiten umbauen. Das Haus, das unmittelbar an das neue Schulgebäude angrenzt, könnte als Konvikt (evtl. seminarium pauperum) genutzt worden sein. Nämlich die Jesuiten stellten Unterkunft und Nahrung für einige der ärmeren Studenten zur Verfügung.
Die Funktion des Gebäudes ist aber unsicher, weil das adelige Konvikt in Erlau nicht unter der Leitung und Administration der Jesuiten stand, und in den jesuitischen Namensregistern finden wir keinen einzigen Regenten des Konviktes. Gleichzeitig mit der Gründung des Diözesanseminars (1709) verfügte der Erlauer Bischof István Telekessy, dass zehn adelige, weltliche Knaben einen Platz im Seminar erhalten sollten. Die Versorgung für ungarische adelige Knaben, hauptsächlich Konvertiten, die in dem Gymnasium studierten, blieb auch danach bestehen. Im Jahr 1754 wurde auch die vom Domherr György Foglár 1740 gegründete juristische Ausbildung (Lyzeum) neu organisiert. Das adelige Konvikt blieb also eine diözesane Einrichtung. Die Jesuiten nur unterrichteten die Konviktoren in ihrem Gymnasium.
Gebäude
Gebäude neben des Gymnasiums, eventuell Konvikt
Beschreibung
Jesuitenhäuser
Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia
Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041.
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