Gebäude
Gymnasium
Beschreibung

Die Jesuiten eröffneten die Schule im Frühjahr 1689 mit etwa 15 Gymnasiasten und 50 Elementarschülern. Bis 1691 stieg die Gesamtzahl der Schüler auf über 200, wobei ein Jesuit für die Sekundarstufe und ein Laienlehrer für die Elementarstufe zuständig war. Der gymnasiale Unterricht entwickelte sich erst nach 1695 (Übernahme der Abtei Šavnik), zunächst mit zwei Lehrern in vier Klassen, dann ab 1697 mit drei Magistraten in sechs Klassen. Im Jahr 1695 übertrug der Bischof die Volksschule dem Pfarrer und verlegte sie aus den jesuitischen Gebäuden. So wurde die Entwicklung des Jesuitengymnasiums ermöglicht. Während des Rákóczi-Aufstandes von 1703 bis 1707 wurde die Tätigkeit des Gymnasiums jedoch eingeschränkt, und Bischof Telekessy setzte zeitweise Laienpriester ein, um den Unterricht nicht völlig zu unterbrechen. Die Schülerzahl betrug im Jahr 1711 80, 1716 200 und 1724 453. Die spätere jährliche Schülerzahl schwankte in der Regel zwischen 300 und 400.
Lange Zeit wurden die Klassen zusammengelegt, wobei ein Magister zwei Klassen unterrichtete. Im Jahr 1743 kam ein vierter, 1753 ein fünfter und 1754 ein sechster Lehrer hinzu, wobei jede Klasse einen eigenen Lehrer hatte. Die Schule erreichte ihre höchste Schülerzahl um 1766 (572) und 1768 (645), aber die Zahl der Parvisten war immer noch sehr hoch (302 bzw. 355).
Ab 1699 wurden Schultheateraufführungen veranstaltet, zunächst in den Höfen der ehemaligen türkischen Häuser, die als Schulen genutzt wurden. Die Theateraufführungen blieben ein regelmäßiges Ereignis, wobei die Erlauer Bischöfe und Domherren oft Preise an die Schüler verteilten. Die Aufführungen umfassten biblische und historische Themen sowie Stücke über das Leben von Heiligen. Von lokalem Interesse war ein Stück über die erfolglose Türkenbelagerung von Erlau im Jahr 1552 und den Heldenmut des Burgkapitäns István Dobó.

Jesuitenhäuser


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
Alle Rechte vorbehalten! / Minden jog fenntartva! © Kádár, Zsófia