Gebäude
Kirche
Beschreibung

Die Jesuiten müssen vor dem Bau ihrer Kirche eine Art Hauskapelle benutzt haben, da in den jesuitischen Personenkatalogen bereits die Ämter des Kirchenpredigers und des Beichtvaters (getrennt von den in der Kathedrale dienenden Jesuitenpriestern) zur Zeit der Residenz aufgeführt sind. Aus den Katalogen geht auch hervor, dass die Jesuitenkirche zwischen 1687 und 1689 erbaut wurde, da unter den Laienbrüdern (Koadjutoren) in diesen Jahren Raphael Renner als Bauaufseher genannt wird („habet curam fabricae“).
Das Gebäude stand an der Südseite des Kollegs, zur Neunkirchnerstraße hin, und hatte vermutlich einen einzelnen kleinen Dachreiter über dem Chorraum. Es war eine Wandpfeilerkirche mit sechs Seitenkapellen. Einige Stuckaturen aus der Jesuitenzeit sind noch erhalten.
Die Kirche wurde 1783 entweiht und ihr Gebäude wurde später von der Seiden-, Samt- und Floretbandfabrik genutzt. Nachdem die Wiener Sparkasse den Gebäudekomplex 1892 gekauft hatte, baute man den bereits neugebauten Kirchenraum zum Festsaal um. Die letzte Generalsanierung fand zwischen 2012 und 2014 statt, Reinigungsarbeiten erfolgten im Jahr 2020.

Jesuitenhäuser

47.81105, 16.24408


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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