Geprüft von: István Fazekas, Martin Scheutz, Thomas Winkelbauer. 31.05.2025.
Ort

Wien (Bécs)
Österreich unter der Enns

Zeit, Institutionstyp
ab bis
1628 1773
Untergeordnete Jesuitenhäuser
ab bis Institutions
1636 1773 residentia Residentia Schurzensis
Aufhebung
1773
Geschichte

Von den Anfängen bis 1564 lebten einige Novizen auch im Wiener Jesuitenkolleg. Ab 1555 hatten sie einen eigenen Novizenmeister und ab 1561 eigene Wohnräume und eine eigene Küche innerhalb des Kollegs. Das Noviziat der im Jahr 1563 gegründeten österreichischen Jesuitenprovinz wurde jedoch im nächsten Jahr (1564) nach Prag und später nach Brünn verlegt.
Der Gründung des Wiener Noviziats im Jahr 1628 geht die Tatsache voraus, dass das Wiener Kolleg die Gebäude und die Güter des ehemaligen St. Anna-Klarissenklosters und der St. Anna-Kirche nutzte und später auch besaß. In der Nähe des Wiener Kärntnertors, in der ehemaligen Pippingerstraße, gründete die Wiener Bürgerin Elisabeth Wartenauer im Jahr 1418 ein Pilgerhaus und ein Pilgerspital, das sog. Pilgramhaus. Die Einrichtung stand unter der Aufsicht der Stadt Wien, die das Gebäude auf landesfürstliche Anordnung dem Klarissenkloster zunächst zur Nutzung und dann zum Besitz überließ (1530/31). Im Jahr 1529 wurde das Bürgerspital am Kärntnertor im Vorfeld der Türkenbelagerung Wiens zerstört und in das Kloster der vor Belagerung geflohenen Klarissen verlegt, die nach der Belagerung in die Stadt zurückgekehrten Nonnen benötigten daher ein neues Gebäude. Bis 1570 starb das Klarissenkloster allmählich aus. Im Jahr 1572 wies Maximilian II. dem Wiener Jesuitenkolleg ein jährliches Einkommen von 500 Gulden aus den Einkünften des verlassenen St. Anna-Klosters zu. Im Jahr 1573 erhielt das Wiener Jesuitenkolleg die gesamten Einnahmen des Klosters, zunächst für zwei Jahre, dann widerruflich, später unbefristet. (Siehe auch: Domus professa Viennensis und Collegium Viennense.) Im Jahr 1581 schenkte Rudolf II. dem Wiener Jesuitenkolleg mit päpstlicher Bestätigung das ehemalige Klarissenkloster mit all seinen Besitzungen und Einkünften sowie der St. Anna-Kirche. Die Kirche nutzten die Jesuiten wahrscheinlich seit den 1570er Jahren wirklich für Gottesdienste, und sie verwendeten die Gebäude als Mietshäuser.
In den 1570er bis 1590er Jahren gehörten zu den Mietern der Jesuiten in der Annagasse mehrere ungarische Hofwürdenträger, die eng mit den Jesuiten verbunden waren, einige von ihnen ehemalige Schüler der Wiener Jesuiten: György Draskovich (Bischof von Raab, Erzbischof von Kalocsa, später ungarischer Hofkanzler 1578–1586, dann Statthalter von Ungarn), Graf Miklós Pálffy (Oberst in Komorn 1584–1589, dann Obergespan des Komitats Preßburg und Kreisoberst diesseits der Donau 1589–1600), János Kutassy (Raaber Bischof und ungarischer Hofkanzler 1592–1597) und István Szuhay (Präsident der Ungarischen Kammer 1597–1607, Bischof von Erlau/Eger, später Bischof von Neutra und Erzbischof von Kalocsa).
Die Gründung des Noviziats war eindeutig eine Herzenssache von Pater Wilhelm Lamormaini, dem Beichtvater Ferdinands II. Einer jesuitischen Quelle zufolge versprach Ferdinand II. die Gründung des Noviziats, wenn die Monarchie der von Wallenstein initiierten „Verschwörung“ entgehen könne. Das Gelübde wurde jedoch im Jahr 1634 und nicht vor 1628 abgelegt und bezieht sich daher vermutlich auf die Spätphase der Gründung (1634–1636).
Im Jahr 1620 verhandelte Florian Avancini, der Rektor des Wiener Jesuitenkollegs, mit Michael Adolf Graf von Althan über den eventuellen Verkauf der Kirche und des Klosters St. Anna, der jedoch nicht zustande kam.1 Die Schwierigkeit der Noviziatsgründung bestand darin, dass die Liegenschaft zusammen mit den Gütern des Klosters vom Jesuitenkolleg gekauft werden musste, da das Probehaus eine eigene Liegenschaft benötigte und das Kolleg ein anderes, gleichwertiges Kapital oder Eigentum brauchte, um die übertragene Einkommensquelle zu ersetzen. Auch die benachbarten Gebäude (siehe unten, Gebäude) mussten von ihren Eigentümern, dem Graner Erzbischof Péter Pázmány, das sogenannte Kollonitschhaus, und von Baron Christoph Löbl das sogenannte Entz-Haus, gekauft werden. Lamormaini führte die Verhandlungen in den Jahren 1626–1627. Ferdinand II. „entschädigte“, d. h. bezahlte das Wiener Kolleg für den Verlust von Kloster und Kirche St. Anna. Das Noviziat wurde im Jahr 1628 eröffnet, aber der Bau hatte gerade erst begonnen.
Das ehemalige Klostergebäude hat man im Jahr 1629 umgebaut und ergänzt und die Kirche 1632–1633 vergrößert und umgestaltet. Die Kirche wurde am 20. November 1633 in Anwesenheit von Ferdinand II. geweiht.
Die Mitglieder des Noviziats finden wir in den Jahreskatalogen der österreichischen Jesuitenprovinz erstmals im Jahr 1629. Damals gehörten unter der Leitung von Christian Bertschiades, Rektor und Novizenmeister, sowie zweier Jesuitenpriester 21 Scholastiker-Novizen und sieben Koadjutor-Novizen zur Gemeinschaft des Noviziats.
Der Gründungsprozess verzögerte sich, da zunächst weder Grundbesitz noch Stiftungskapital vorhanden waren, um die jährlichen Einnahmen des Probehauses zu sichern. Ferdinand II. schenkte dem Noviziat im Jahr 1629 das Benefizium St. Andreae zu Mauer bei Wien, doch erst nach dem Tod des damaligen Benefiziaten, im Jahr 1639 konnte das Noviziat den Besitz tatsächlich in Besitz nehmen. In der Zwischenzeit (im Jahr 1635) schenkte Ferdinand II. dem Noviziat zwei bedeutende Güter in Nordmähren: Schurz und Schatzlar. Die Stiftung der 1635 konfiszierten Güter bestätigte Ferdinand III. (1636). Im Jahr 1644 schenkte der Monarch dem Noviziat noch weitere kleinere Güter, um den Stiftungswert von 100.000 Gulden zu erreichen.

Stiftung

Als Gründer des Noviziats gilt Ferdinand II., der die ehemaligen Gebäude und Güter des Wiener St. Anna-Klarissenklosters mit weiteren Häusern in der Umgebung erwarb und der Einrichtung übertrug sowie den Neubau der Gebäude (zumindest teilweise) finanzierte. Ferdinand II. schenkte dem Noviziat auch den gesamten Besitz des Benefiziums St. Andreas in Mauer bei Wien sowie die beiden großen mährischen Herrschaften Schurz und Schatzlar. Die Gründung des Noviziats durch den inzwischen verstorbenen Ferdinand II. wurde von seinem Sohn Ferdinand III. bestätigt und ergänzt, so dass das Noviziat 1644 eines der größten Jesuitenhäuser in der österreichischen Provinz mit den größten Ländereien und Jahreseinkünften war – was es wegen der großen Zahl der Novizen wirklich brauchte.

Mitgliedschaft

Von der Gründung bis 1773 bestand die Hauptaufgabe des St. Anna-Probehauses in der Ausbildung der Novizen. Während des zweijährigen Noviziats erhielten die Novizen eine geistliche Ausbildung, lernten die Regeln und die Geschichte der Gesellschaft Jesu kennen und wurden mit seelsorgerischen Aufgaben betraut (siehe unten). Die Anwesenheit und Tätigkeit der Novizen war somit auch für die lokale Gesellschaft erfahrbar. Die St. Anna-Kirche wurde zu einem der jesuitischen Zentren in Wien. Allerdings hielten die Novizen ihre Katechese in erster Linie nicht hier ab, sondern in den vielen Kirchen in der Innenstadt, in den Vorstädten Wiens und in den umliegenden Dörfern. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erfolgte der Katechismusunterricht in der Stephanskirche (vermutlich in der Pfarrschule St. Stephan), in fünf weiteren Volksschulen Wiens und in elf Dörfern. Nach den jesuitischen Chroniken wurden 1720 in 25 Orte und 1740 in 15 Orte die Novizen als Katecheten ausgesandt. Das Noviziat verfügte (im 18. Jahrhundert) auch über eine eigene katechetische Bibliothek; die Novizen verteilten jährlich bis zu 3.000 Exemplare von Gebetbüchern an die Katechetiker (hauptsächlich Kinder).
Von den 1690er bis zu den 1750er Jahren lag die Gesamtzahl der Mitglieder im Probehaus regelmäßig zwischen 90 und 120, wobei neben den Novizen bis zu 10 bis 15 Priester und 10 bis 15 „veterane“ Laienbrüder im Noviziat arbeiteten. Zeitweise (1684, 1696–1703) gab es auch Repetitionskurse im Probehaus mit 12–26 Scholastikern. (Siehe unten: Verbundene/Weitere Einrichtungen.)
Ab 1744 war auf der Herrschaft des Noviziats in Mauer bei Wien ein Exerzitienhaus tätig. Von Ignatianistischen Exerzitien für „Externe“ wissen wir jedoch schon viel früher, so versahen z. B. im Jahr 1661 vier „externe“ Herren geistliche Übungen im Noviziat.
Über die jungen Männer, die einige Wochen als Noviziatskandidaten im St. Anna-Noviziat verbrachten, ist sehr wenig bekannt. In den Katalogen der Jesuiten sind nur diejenigen aufgeführt, die tatsächlich in das Noviziat eingetreten sind, aber es könnte etwas mehr Kandidaten gegeben haben als diese. Wir wissen nur, dass sie ein völlig separates Quartier hatten, vielleicht im Annagasse-Trakt des Probehauses.

Zunahme der Mitgliedschaft
Gebäude, Lage in der Stadt

Neben dem im 14. Jahrhundert gegründeten Pilgerspital (Pilgramhaus) errichtete man bis 1518 die St. Anna-Kapelle. Sie ging an die Klarissinnen, die nach der Belagerung Wiens im Jahr 1529 in der Stadt zurückkehrten und anstelle des Pilgerspitals ein Kloster errichteten, in dem sie bis 1570 lebten. Ab 1572 erhielten die Jesuiten erstens die Einkünfte des St. Anna-Klosters, und 1581 erwarb das Wiener Jesuitenkolleg das St. Anna-Kloster und die Kirche mit päpstlicher Genehmigung. Die Jesuiten nutzten die Kirche nach 1570 tatsächlich für Gottesdienste; ihre Jesuitenpräfekten sind ab 1577 bekannt, dem Jahr, in dem Michael Ruoff als Kirchenpräfekt ernannt wurde.
Die Kirche wurde zwischen 1629 und 1633 im Barockstil umgebaut und vergrößert. Der spätgotische Altarraum wurde abgerissen und neu aufgebaut. An der Nordseite des Kirchenschiffs erbauten die Jesuiten eine Sakristei, darüber ein Oratorium, und gegenüber, an der Südseite des Hochaltars, ein zweites Oratorium. Zwischen den gotischen Strebepfeilern errichteten sie jeweils drei Seitenkapellen. 1696 ließen die Jesuiten die geräumige Franz-Xaver-Kapelle (spätere Annakapelle) am westlichen Ende der Nordseite des Kirchenschiffs, fast gegenüber dem Hauptportal der Kirche in der Annagasse, erbauen. Hier befindet sich auch die spätgotische Statue der Heiligen Anna (um 1505). Die Kirche wurde im Jahr 1716 unter der Leitung des Jesuitenlaienbruders Christoph Tausch im hochbarocken Stil umgestaltet, er malte auch das neue Hauptaltarbild. Johann Georg Werle gestaltete die neuen Deckenfresken.
Im Jahr 1747 schlug ein Blitz in den Kirchturm ein, der daraufhin einstürzte, das Dach der Kirche brannte ab, das Hauptaltarbild wurde zerstört, die Deckenfresken und die hölzerne Ausstattung der Kirche wurden geschwärzt. Den Turm baute man bis 1748 wieder auf, und Daniel Gran malte im Jahr 1751 ein neues Hochaltarbild. Der Turm wurde um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert neu gebaut und 1954 wiederhergestellt.
Die Titel der großen hochbarocken Seitenaltäre, meist frühes 18. Jahrhundert, lauten: (links) Hl. Franz Xaver (später St. Anna), Hl. Joseph, Gottesmutter Maria, (und rechts) Hl. Stanislaus Kostka, Hl. Sebastianus, Hl. Ignatius Loyola. In der Kirche sind wertvolle liturgische Gegenstände aus dem 18. Jahrhundert aufbewahrt, darunter die Reliquie der Hl. Anna: ihre mumifizierte rechte Hand, die die Königinwitwe Maria Anna von Portugal im Jahr 1743 den Jesuiten schenkte.

Das Gebäude des Noviziats bestand aus zwei großen Blöcken, die an der Stelle mehrerer mittelalterlicher Gebäude zwischen Annagasse und Johannesgasse errichtet wurden (heutige Annagasse 3, 3a, 3b und Johannesgasse 4, 4a, 4b). An das westliche Ende der Kirche schloss sich ein kleinerer U-förmiger Block an, dessen drei Flügel einen kleinen rechteckigen Hof umschlossen. Der Flügel zur Annagasse hin war zu Beginn des 18. Jahrhunderts dreistöckig, mit einem Fußgängereingang und einem größeren Tor zum Hof versehen. Im Jahr 1629 wurden hier neun Zimmer für die Noviziatskandidaten errichtet.
An die Nordseite der Kirche schloss sich ein ebenfalls dreiflügeliger Gebäudekomplex an, der im 18. Jahrhundert ebenfalls dreigeschossig war. Der Flügel mit der größten Grundfläche lag zur Johannesgasse hin, wo sich wahrscheinlich der Wohntrakt der Novizen und auch (eines) der Refektorien befand. Dieser Trakt war durch zwei schmälere Flügel mit Nord-Süd-Achse mit der Annakirche und mit dem kleinen dreigeschossigen Gebäudetrakt verbunden, der im Osten an den Altarraum der Kirche angebaut war. Hier, in der Nähe des Turms, befand sich die Bibliothek. Entlang des westlichsten Flügels mit Nord-Süd-Achse (auf der Westseite) verlief ein Korridor, der den Flügel Johannesgasse mit dem westlichen Ende der Kirche (mit der zweigeschossigen Empore) verband. Vermutlich wurde dieser Flügel 1731 um ein Stockwerk aufgestockt und mit einem neuen Dach versehen.
Die Küche des Noviziats hatte anfangs das Problem, dass es keine eigene Wasserleitung gab. Daher ordnete Ferdinand II. auf Intervention von Wilhelm Lamormaini den Bau einer Wasserleitung zum Noviziat an.
Im Jahr 1634 einigte sich das Noviziat mit dem Eigentümer des Kleinmariazeller Hofs, d. h. mit dem Abt und dem Konvent des Benediktinerklosters Mariazell im Wienerwald, darauf, dass sie zwei Fenster in der Wand ihrer neu errichteten Sakristei zur Annakirche hin öffnen durften, die dem Benediktinergarten zugewandt waren, und dass die Benediktiner sie nicht durch spätere Bauten verdecken würden. (Der große Gebäudekomplex des Noviziats war immer wieder Gegenstand von Streitigkeiten mit den Nachbarn wegen der Grenzmauern und der Fenster.)
Größenteils zwischen 1626 und 1627 erwarb das Noviziat die Häuser und Grundstücke, auf denen es in mehreren Etappen den großen Komplex zwischen Johannesgasse und Annagasse errichtete. Diese wurden auch von den Jesuiten selbst in ihren Chroniken festgehalten.

  1. „Domuncula pauperum Peregrinorum“ oder Pilgramhaus (Annagasse 3a–3b), ein 1418 gegründetes Pilgerhaus und Pilgerspital, an das bis 1518 die Annakirche angebaut wurde. Das Spital ging 1531 (und schließlich 1541) in den Besitz der Wiener Klarissen über, deren Konvent bis 1570 ausstarb. Die Einkünfte des ehemaligen Klosters schenkte Maximilian II. dem Wiener Jesuitenkolleg, das 1581 von Rudolf II. die Gebäude und den Grundbesitz als Stiftung erhielt. Diese wurden 1627 vom Noviziat des Wiener Jesuitenkollegs übernommen.
  2. „Domus domini Caesaris Gall“, nach der Chronik der Jesuiten überließ Herr Caesar Gall sein Wiener Haus und das am kaiserlichen Hof deponierte Kapital von 10.000 Gulden der Gründung eines Noviziats, die er mit Lamormaini aushandelte, aber das Geschäft wurde durch seinen plötzlichen Tod verhindert.
  3. „domus Kolonichiana“ oder Kollonitschhaus (Annagasse 3), dieser Name erscheint in den Quellen seit 1587. Es wurde 1618 vom Graner Erzbischof Péter Pázmány für das von ihm gegründete Priesterseminar (Collegium Pazmanianum, siehe Collegium Academicum Viennense, Verbundene/Weitere Einrichtungen Nr. 3.) gekauft, erwies sich aber als ungeeignet für diesen Zweck. Deshalb kaufte der Erzbischof das Gebäude der Bursa Liliorum (heute Postgasse 11) für das Seminar und trat 1627 das Haus in der Annagasse an das Jesuitennoviziat ab. Lamormaini war an der Verhandlung beteiligt, und der Erzbischof wurde von den Jesuiten mit Hilfe von Ferdinand II. entschädigt.
  4. „Domus Entziana sive Löbeliana“ (Johannesgasse 4b), 1563 im Besitz des Wiener Bürgers Johann Entzianer, dessen Erbe es an Pál Pálffy, Präsident der Ungarischen Kammer (1625–1646), verkaufte. Michael Adolf Graf von Althan kaufte das Haus von Pálffy. Von Althan erwarb es Baron Christoph Löbl, von dem es Wilhelm Lamormaini am 23. September 1627 mit Genehmigung Ferdinands II. für das Noviziat kaufte.

Nach 1773 kam der Noviziatskomplex unter staatliche Aufsicht, 1774 übernahm ihn die Niederösterreichische Regierung und seit 1775 beherbergte er auf Anordnung Maria Theresias mehrere Schulen, für die das Innere des Gebäudes umgebaut wurde. Die erste war das ehemalige Professhaus-Gymnasium, das von 1773 bis 1774 vorübergehend im Gebäude des Akademischen Kollegs untergebracht war; im Jahr 1807 zog es in das Wiener Schottenstift um und wurde zu einem Benediktiner-Gymnasium. 
Anfänglich unterrichteten Ex-Jesuiten, einer von ihnen bis 1807. Nach 1775 beherbergte das ehemalige Noviziatsgebäude auch die Orientalische Akademie und eine Normal- und Realschule. Später, zwischen 1786 und 1877, befand sich auch die Akademie der bildenden Künste hier.
Im Jahr 1887 wurde der gesamte Gebäudekomplex abgerissen, nur die Kirche blieb erhalten. (Der Abschluss der Kirche, der in das westlich gelegene Noviziatsgebäude hineinragte, wurde ebenfalls abgerissen.) Seit 1897 dienen die Kirche und die wenigen, hinter dem Altarraum der Annakirche verbliebenen Räume des ehemaligen Noviziats der Kongregation der Oblaten des Hl. Franz von Sales. Seit 1906 befindet sich der Komplex im Besitz dieses Ordens.

Verbundene/Weitere Einrichtungen

Das jesuitische Noviziat ist ein ziemlich langer Zeitraum von zwei Jahren und bildet die Grundlage für das weitere Ordensleben. Bereits bei der Aufnahme waren die Priesterkandidaten (novitii scholastici) und die Laienbrüderkandidaten (novitii coadiutores) getrennt, aber es wurden gemeinsame Probehäuser (Noviziatshäuser) für sie unterhalten. Die oberste Verantwortung für die geistliche Ausbildung der Novizen, für die Vertiefung der jesuitischen Berufung und für die eventuelle Aussonderung ungeeigneter Kandidaten lag beim Novizenmeister (magister novitiorum), dem ein anderes Mitglied (socius magistri novitiorum) zur Seite stand. Während des ersten Noviziatsjahres mussten die sorgfältig ausgewählten und geprüften Kandidaten sechs sog. Prüfungen bestehen, von denen die wichtigste die einmonatigen ignatianischen Exerzitien (geistliche Übungen) waren. Die Novizen verbrachten ihre Zeit auch mit Gebet, Kontemplation, dem Studium der Konstitutionen und der Geschichte der Gesellschaft Jesu sowie mit physischer (Haus-) Arbeit. Nach dem zweiten Noviziatsjahr legten die Kandidaten ein einfaches ewiges Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ab und versprachen, nach Abschluss ihrer Studien in die Gesellschaft einzutreten. Der „einfache“ und „ewige“ Charakter des ersten Gelübdes bedeutet, dass der Einzelne sich zwar endgültig verpflichten will, die Gesellschaft ihn aber entlassen kann, wenn sie ihn für das religiöse Leben für ungeeignet hält. Erst nach den endgültigen Gelübden am Ende einer langen Ausbildung wird man ein vollwertiges und endgültiges Mitglied der Gesellschaft. Auf das Noviziat folgte also eine längere Studienzeit (sog. Scholastikat), in der die Mitglieder (sog. Scholastici) die für die Priesterweihe notwendigen theoretischen und praktischen Kenntnisse erwarben. Nach dem Noviziat wurden die künftigen Laienbrüder an ihren ersten Dienstort verwiesen.
Die Geschichte des Wiener Noviziats ist nur sehr wenig erforscht. Die Institution des Noviziats regelte im Allgemeinen die zweite Generalkongregation (1565), die die Dauer des Noviziats auf zwei Jahre festlegte. Sie schrieb ausdrücklich vor, gezielt für die Ausbildung der Novizen mindestens ein Probehaus pro Provinz zu errichten. In diesen Einrichtungen war in erster Linie ein Novizenmeister für die geistliche Ausbildung der Novizen verantwortlich. Anfänglich lebten die Novizen in den einzelnen Kollegien in Gemeinschaft mit den anderen Ordensmitgliedern und wurden von diesen erst schrittweise getrennt.
In Wien trennte man die Novizen ab 1555 von den anderen Ordensmitgliedern, und ab 1561 lebten sie in einem separaten Teil des Kolleggebäudes und hatten eine eigene Küche. Das Noviziat der österreichischen Provinz wurde jedoch im Jahr 1564 von Wien nach Prag und später von dort nach Brünn verlegt. In den 1580er Jahren stand die Frage der Sprachkenntnisse auf der Tagesordnung, denn die Provinzvisitatoren drängten auf das Erlernen der slawischen (tschechischen) Sprache für deutschsprachige Kandidaten, und dies wurde in die Aufgaben des Noviziats aufgenommen. Ab 1616 gab es sowohl in Leoben als auch in Brünn ein Noviziat, so dass zur Zeit der böhmisch-österreichischen Provinzteilung (1623) jede der beiden neuen Provinzen ein eigenes Noviziat hatte. Im Jahr 1628 wurde auf Initiative von Wilhelm Lamormaini SJ auch in Wien ein Noviziat gegründet, das 1629 21 Scholasticus- und 7 Koadjutor-Novizen zählte. Die Zahl der Novizen stieg, und im Jahr 1633 wurde das Noviziat in Leoben durch einen Repetentenkurs ersetzt, so dass das Wiener Noviziat für einige Jahre das einzige in der Provinz war. Im Jahr 1655 gründete man in Trentschin ein zweites Noviziat, das jedoch zahlenmäßig und von seiner Bedeutung her zweifellos dem St. Anna-Probehaus voraus war.
In Wien hat man die Novizen des zweiten und ersten Jahres getrennt ausgebildet, ebenso wie die künftigen Priester und die künftigen Laienbrüder. Ihre Zahl betrug im Jahr 1655 52 bzw. 23. In den 1670er Jahren wies der Ordensgeneral den österreichischen Provinzial wiederholt darauf hin, dass die Noviziatszeit auch für die künftigen Laienbrüder zwei Jahre betrage und nicht verkürzt werden dürfe. Die zweijährige Noviziatszeit blieb erhalten, und die Zahl der Novizen hielt sich nach den Osmanischen Kriegen stabil und erreichte ihren Höhepunkt in den Jahren 1750–1752, als 67–70 „novitii scholastici“ und 24–27 „novitii coadiutores“ im St. Anna-Probehaus lebten, das mit den „veteranen“ Jesuiten insgesamt 124 Mitglieder zählte.
Die Zahl der Novizen ging erst danach zurück, was sich durch die Entscheidung der jesuitischen Oberen erklären lässt (das gesamte Kollegsnetzwerk der Provinz war mit Ordensleuten „gefüllt“, so dass sie nicht so viele Novizen aufnehmen konnten), aber auch durch die Tatsache, dass die Jesuitenlaufbahn an Attraktivität verlor. Ein wichtiger Rektor des Noviziats war zu dieser Zeit Pater Franz Dolfin, der für die Organisation des Exerzitienhauses auf der Noviziatsherrschaft in Mauer bei Wien verantwortlich war.

Aus den jährlichen Provinzkatalogen ist bekannt, dass das Noviziat zeitweise auch einen Repetitionskurs beherbergte. Zwischen 1696 und 1699 lebten und lernten jährlich 22–26 Repetenten und zwischen 1700 und 1703 jährlich 12–15 Repetenten im St. Anna-Haus.

Kongregationen

„S. Annae” Kongregation. Die Sodalität gehörte nicht zu den jesuitischen Marianischen Kongregationen, sondern wurde auf Initiative von Kaiser Leopold I. im Jahr 1695 gegründet. Die Kongregation beteiligte sich am Bau der Franz Xaver-Kapelle in der St. Anna-Kirche, in der die mittelalterliche Statue der Hl. Anna aufgestellt wurde. Ein Jesuitenpater, der als Seelsorger der St. Anna-Kirche diente, leitete die Kongregation. Im Jahr 1695 war der Präses Joachim Harring Kirchenpräfekt und Beichtvater in der Kirche.

Garten und Sommerresidenz

Das Noviziat besaß ein großes, zweistöckiges Haus mit mehreren Nebengebäuden, auch Jesuitenhof genannt. Den Garten erwarb Wilhelm Lamormaini für das zu gründende Noviziat von Johann Hergershoffer, einem Wiener Bürger, um 318 Gulden im Jahr 1626.

Grundstücke und andere ertragsfähige Immobilien

Seit dem 14. Jahrhundert war das St. Andreas-Benefizium ein eigenständiger Gutskomplex im Herrschaftsgebiet von Mauer. Das Benefizium gehörte ursprünglich zur Andreaskapelle des Maurer Schlosses, der Kaplan (der das Benefizium hatte) wohnte in einem Meierhof, der 1529 im Zug der ersten Belagerung Wiens durch die Osmanen zerstört wurde. Zu dem Benefizium gehörten unterschiedliche Güter und Erträge, Obstgärten, Wiesen und Weinberge.
1629 schenkte Ferdinand II. dem Noviziat von St. Anna das Benefizium, doch erst nach dem Tod des damaligen Benefiziaten im Jahr 1639 konnte das Noviziat den Besitz vollständig in die Hand nehmen. Im Jahr 1631 verpflichtete sich das Noviziat selbst, die mit dem Benefizium verbundenen Messen zu lesen, und dies wurde gemäß den Consuetudines der Gesellschaft Jesu in die Messen für die Stifter und Wohltäter aufgenommen. (Früher hielt der Pfarrer von Atzgersdorf für jährlich 60 Gulden diese Gottesdienste.)
Das Zentrum der Güter bildeten ein Schloss und ein angrenzender Meierhof, den die Jesuiten 1756 erheblich vergrößerten. Das Gebäude blieb in seiner damaligen Form bis zu seinem Abriss im Jahr 1923 erhalten. Nach 1776 wurde es für militärische Zwecke genutzt und als „Obere Kaserne“ bekannt.
Beim Neuaufbau 1756 hat man 35 neue Zimmer geschaffen, die für Exerzitien (geistliche Übungen) genutzt wurden. Damit hat man praktisch ein Exerzitienhaus gegründet, welches bis 1773 der damalige Rektor des Noviziats, Pater Franz Dolfin, leitete. Die Einrichtung erhielt jedoch nie eine eigene Stiftung, und ihre Geschichte ist kaum geforscht.
Im Jahr 1773 erbrachte das Benefizium ein jährliches Einkommen von 1.140 Gulden.

Der Jesuit Wilhelm Lamormaini war der erste, der für die Niederlassung Weingärten erwarb, die durch Ankäufe und Schenkungen später laufend vergrößert wurden. Das Noviziat besaß Weingärten in folgenden Ortschaften (hauptsächlich um Wien): Absberg (Wien–Absberggasse), Döbling, Krems, Liesing, Nickelsdorf, Nußdorf, Ottakring, Penzing, Perchtoldsdorf, Rosenberg, Simmering, St. Veit (Wien) usw.

Archivmaterial

Die erhaltenen Fragmente des ehemaligen Hausarchivs des Noviziats sind im Österreichischen Staatsarchiv zu finden: Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Länderabteilungen, Klosterakten, Wien, Probhaus St. Anna, Kart. 141–147. Das Noviziatsarchiv ist das am besten erhaltene der Wiener Jesuitenhäuser. Ursprünglich (und auch heute noch) war das Archiv weitgehend nach Themen und Herrschaften (Ortschaften) geordnet, doch gingen viele der Archivalien nach 1773 verloren. Die erhaltenen Manuskripte enthalten vor allem Informationen zu den verstreuten Gütern in der Nähe von Wien (z.B. Klosterneuburg, Moosbrunn, Nußdorf, Ottakring) sowie zu den Gütern Schurz und Schatzlar in Böhmen.
Einige Handschriften aus dem Noviziat befinden sich heute in der Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma. (In der Handschriftensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek sind vermutlich keine Handschriften aus dem Noviziat enthalten.)

  • Liber novitiorum domus probationis [Viennensis] ad S. Annam ab anno 1627 ad 1709. [Catalogus patrum examinatorum Provinciae Austriae Societatis Jesu ab anno 1628 usque 1711. Coadjatorum ab anno 1607 usque 1692] Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 118 D 20.

  • Liber votorum tam solemnium quam simplicium Societatis Iesu, dividitur in sex partes … Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 118 G 3.

  • Annuae domus probationis ad S. Annam a. 1646. Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 118 E 8. fol. 125–129.

  • Speculum religiosum quotidie inspiciendum, quomodo in quotidanis operibus procedendum sit clarius inspiciatur confectum in tyrocinio per Leopoldum Schwämbhoffer B. M. M. M. et Societatis Iesu novicium anno 1697 die 10. Octobris. Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 118 J 29.

  • Manuale Societatis Jesu scholastici: Complectens pias praxes et orationes congestum in Annaeo S. I. tyrocinio a. D. MDCCLXXIV. Bibliothek der Benediktinerabtei Pannonhalma, 118 J 31.

Literatur

Barysz, Kornelius: Vom alten Jesuitenbesitz in Mauer. Heimatjahrbuch Mauer bei Wien 9 (1932), 31–38.

Bílek, Tomáš: Statky a jmění kolejí jezuitských, klášterů, kostelů bratrstev a jiných ústavů v království Českém od čísaře Josefa II. zrušených [Die von Kaiser Joseph II. aufgehobenen Güter und Vermögen der Jesuitenkollegien, Klöster, Kirchen, Bruderschaften und anderer Einrichtungen im Königreich Böhmen] Praha, 1893. 93–95.

[Dehio Wien 2003:] Günther Buchinger et al.: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien I. Bezirk — Innere Stadt. (DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs.) Horn–Wien, 223. 13–18. (Annakirche und Oblatenkloster)

[Dehio Wien 1996:] Petr Adam et al.: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien X. Bis XIX. Und XXI. Bis XXIII. Bezirk. (DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs.) Wien, 1996. 696–698.

Duhr, Bernhard: Geschichte der Jesuiten in den Ländern deutscher Zunge. Bd. II./1–2. In der ersten Hälfte des XVII. Jahrhunderts. Freiburg im Breisgau, 1913. IV/1. 320.

Duhr, Bernhard: Geschichte der Jesuiten in den Ländern deutscher Zunge. Bd. III. In der zweiten Hälfte des XVII. Jahrhunderts. München–Regensburg, 1921. 191–193.

Duhr, Bernhard: Geschichte der Jesuiten in den Ländern deutscher Zunge. Bd. IV/1–2. Im 18. Jahrhundert. München–Regensburg, 1928. IV/1. 357–358.

Harrer-Lucienfeld, Paul: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Bd. I/1–8/2. Wien, 1956. (Manuskript, Wiener Stadt- und Landesarchiv) V/2. 278–284., 307–312.

[Helferstorfer, Othmar:] Geschichte des k. k. Gymnasiums des Benediktiner-Stiftes schotten in Wien. Zur Erinnerung an das fünfzigjährige Bestehen dieser Veranstalt beim Stifte Schotten im Jahre 1857. Jahresbericht des kais. kön. Ober-Gymnasiums zu den Schotten in Wien am Schlusse des Schuljahres 1857 (1857), 3–28.

Hübl, Albert: Das Gymnasium bei St. Anna in Wien (1775–1807). Jahresbericht des kais. kön. Ober-Gymnasiums zu den Schotten in Wien am Schlusse des Schuljahres 1908/1909 (1909), 3–52.

Kraft, Josef: Die Zeit von 1500–1783. Heimatjahrbuch Mauer bei Wien 9(1932), 38–78.

Kröll, Helmut: Beiträge zur Geschichte der Aufhebung der Gesellschaft Jesu in Wien und Niederösterreich. Dissertation an der Unviersität Wien. Manuskript. 1964. 127–128.

Latzke, Walther: Das Ende des Wiener Frauenklosters St. Anna. Historische Blätter 9(1937), 97–116.

 Latzke, Walther: Die Klosterarchive. In: Inventare österreichischerstaatlicher Archive. V. Inventare des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs 6. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs. 3. Band des Gesamtinventars. Hrsg. von L. Bittner. Wien, 1938. 541–545.

Lechner, Karl: Das kirchliche Leben von den Anfängen der deutschen Besiedlung bis zum Beginn der Neuzeit. Heimatjahrbuch Mauer bei Wien 10(1933), 11–37.

Perger, Richard: Zur Baugeschichte und Ausstattung der Annakirche in Wien I. Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 40(1986), 8–19.

Schmidt, Gerhard: St. Anna in Wien I. (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 427.) Salzburg, 2005.

Wiesinger, Karl: Die Herrschaft Maur 1709. Heimatjahrbuch Mauer bei Wien 9(1932), 41–48.

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Seit dem 14. Jahrhundert war das St. Andreas-Benefizium ein eigenständiger Gutskomplex im Herrschaftsgebiet von…

Neben dem im 14. Jahrhundert gegründeten Pilgerspital (Pilgramhaus) errichtete man bis 1518 die St. Anna-Kapelle.…

Das Gebäude des Noviziats bestand aus zwei großen Blöcken, die an der Stelle mehrerer mittelalterlicher Gebäude…

Das Noviziat besaß ein großes, zweistöckiges Haus mit mehreren Nebengebäuden, auch Jesuitenhof genannt. Den Garten…


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

Förderung / Pályázati támogatás: FWF Österreichischer Wissenschaftfonds. Lise Meitner-Projekt M-3041. 
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