Gebäude
Collegium Pazmanianum
Beschreibung

(Heute: Postgasse 11, 13) Péter Pázmány, Erzbischof von Gran, erwarb zunächst ein Haus für das Pazmaneum in der Annagasse (Nr. 3), das sich bald als ungeeignet erwies. Daher kaufte der Erzbischof 1625 das Gebäude der Bursa Liliorum (heute: Postgasse 11), wohin das Pazmaneum 1628/29 übersiedelte. 1627 übertrug der Erzbischof das Gebäude in der Annagasse an das Noviziat der Jesuiten. Im Gegenzug kaufte das Pazmaneum die sogenannte Koderie Goldberg (Fleischmarkt 28), die dem Priesterseminar gehörte, aber vermietet wurde – die Mieteinnahmen wurden für den Unterhalt des Instituts verwendet. (Das Seminar besaß keine Landgüter.) Im Jahr 1646 kaufte das Pazmaneum das sog. Kisslinghaus („domus Kisslingiana“, heute Postgasse 13), das ebenfalls viele Jahre lang als Mietshaus diente. Im Jahr 1668 entstand unter der Leitung von Rektor Sigismund Ruckel an der Stelle der beiden Gebäude für das Seminar ein neues dreistöckiges Haus, das dauerhaft als Sitz des Pazmaneums diente.
Die Gebäude wurden 1902 neugebaut, aber 1944 von Bomben zerstört.

48.20959, 16.37847


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

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