Gebäude
Vorstadtgarten des Collegium Pazmanianums
Beschreibung

Für das Pazmaneum erwarb man 1659 zunächst einen Vorstadtgarten in der Nähe des Schottentors, der jedoch 1663/64 stark beschädigt und verkauft wurde. Stattdessen erwarben die Jesuiten einen anderen Garten in der Leopoldstadt bei der Tabormaut. Zwischen 1660 und 1669 besaß das Seminar auch einen Garten in der St. Ulrich-Vorstadt (spätere Josefstadt). Die Gartenfrage konnte dank Erzbischof Leopold Kollonitsch geklärt werden, mit dessen Hilfe 1685 der große Garten des Herrn Perger in der Leopoldstadt um 4.000 Gulden erworben wurde. Die Lage des Gartens zwischen Augarten und Prater ist heute noch durch einen Straßennamen (Pazmanitengasse) erhalten.
In dem großen ummauerten Garten befanden sich zwei repräsentative Gebäude. Eines davon enthielt ein Sommerrefektorium, das andere nutzte man mit Kollonitschs Erlaubnis auch für Gottesdienste. Infolge der Wirtschaftskrise hat man 1745 einen Teil des Gartens mit Obstbäumen bepflanzt und zwei Kühe angeschafft – eine Form der Landwirtschaft (Meierhof), die nicht ganz den jesuitischen Regeln entsprach. Im Jahr 1761 kam es zu einer Entfremdung des Gartens durch die Maßnahmen von Barkóczy, aber das Graner Domkapitel erwarb den Garten und gab ihn 1766 an das Pazmaneum zurück.

48.22439, 16.38592


 

Empfohlene Zitation / Javasolt hivatkozás: Kádár, Zsófia: Domicilia Provinciae Austriae Societatis Jesu. Die Niederlassungen der Österreichischen Jesuitenprovinz. Online Datenbank, 2023. https://leveltar.jezsuita.hu/domicilia

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